Unterernährte Kinder sind der Presse egal, es sei denn, die Eltern sind vegan lebende Hardcore-Esoteriker

Wie immer, wenn irgendwelche vegan lebenden Menschen sich wie die allerletzten Idioten benehmen, titelt die deutsche Presselandschaft nicht „Allerletzter Idiot schießt sich in den Fuß“, sondern „Typ ernährt sich vegan und schießt sich deswegen in den Fuß“.

Eine Veganerin verunglückt tödlich bei einer Besteigung des Mount Everest? Das wäre mit mehr Rührei in der Blutbahn nicht passiert. Ein Veganer erkrankt an Ebola? Hätte er mal mehr Milch getrunken. Ein Kind wird von seinen vegan lebenden Eltern mit viel zu wenig Kalorien versorgt? Hätten die mal lieber viel zu wenig Kalorien in Form von Fleisch gefüttert, dann wäre jetzt alles gut.

Von dem australischen Elternpaar, dem eine Haftstrafe wegen Mangelernährung des eigenen Kindes droht, konnte man letzten Donnerstag so ziemlich überall

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Nein, beim Veganismus geht es nicht um Sünde und Scham, lieber Nils Binnberg

Dinge, die ich mit Fleischessern gemeinsam habe: Wenn mir jemand sagt, Vegansein erscheine ihm wie der Weg zur Unsterblichkeit, rolle ich so hart mit den Augen, dass ich mir die Netzhaut ausrenke. Nils Binnberg ist ein Mann, der früher solche und andere eher unterkomplexe Dinge sagte, und nun erkannt hat, dass er damit falsch lag. Er hat aus diesen Erfahrungen heraus das Buch „Ich habe es satt!: Wie uns Ernährungsgurus krank machen“ geschrieben und dem Tagesspiegel ein Interview gegeben. Darin sagt er ein paar sehr richtige Sachen und ein paar andere Sachen, mit denen man, auf Tonband aufgenommen und wieder rückwärts abgespielt, mutmaßlich mehrere Dämonen beschwören kann.

Vorab: Der Mann leidet laut eigener Auskunft an Orthorexia nervosa, also einer Essstörung, bei der man sich so sehr mit der Auswahl seines Essens beschäftigt, dass man darunter psychisch oder physisch leidet. Es liegt mir fern, mich darüber lustig zu machen, und grundsätzlich ist es eine gute Sache, wenn Menschen so ein Problem für sich erkennen und zu lösen versuchen. Bei Nils Binnberg schlägt das Pendel jedoch in die andere Richtung aus, so dass er ein paar seltsame Behauptungen über eine vollkommen plausible Beschäftigung mit der eigenen Ernährung aufstellt. Da er diese These außerdem publikumswirksam in einem Interview platziert und mit seinen Aussagen Geld mittels eines Buches zu verdienen gedenkt, kritisiere ich seine Aussagen trotz seiner Krankheit.

Er war über Jahre damit beschäftigt, die eine richtige Ernährung zu finden, und hat einer Menge Ernährungsgurus zugehört, die angeblich im Besitz der allseligmachenden Weisheit waren, welche Ernährung für 7,5 Milliarden Menschen mit unterschiedlichen Körpern die einzig richtige ist. Dass es so was eigentlich nicht geben kann, kann man recht schnell erahnen, wenn man eine Mahlzeit für 10 Menschen plant, die ein geeignetes Nährstoffprofil besitzen und allen schmecken soll, während jeder einzelne an verschiedenen 

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Antwort-Video an maiLab: Retten Veganer die Umwelt?

Moin,

ganz viele haben mir das Video von maiLab zugeschickt, das fragt, ob Veganer die Umwelt retten. Und auch wenn Mai darin zu einer recht positiven Antwort kommt, waren mir ein paar Aspekte darin nicht vollständig genug erläutert. Ich habe das daher nachgeholt und selbst ein Video gemacht. Ja, da ist technisch noch Luft nach oben, aber wenn ich mir erst das Equipment besorgt hätte, gäbe es heute noch kein Antwortvideo dazu 😉

 

Ich bin gespannt auf das Feedback, wenn es Euch gefällt, mache ich noch ein paar mehr.

 

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Ohne Euch gäbe es diesen Text jetzt nicht, dafür aber ein toll graues Web-Formular in irgendeinem noch effizienter arbeitenden Ticketsystem 😉

Vegane Ernährung für Schwangere gefährlicher als Gammablitze, mutmaßt Dr. Sowieso

Sitzen drei Frauen in einer Kneipe und wetten, wer die Mutigste ist. Die erste gibt an: „Ich jongliere jetzt neuerdings mit brennenden Motorsägen und habe dabei die Augen verbunden.“ – „Gar nicht übel“, entgegnet die zweite, „aber ich springe regelmäßig mit Nadel und Faden aus einem Flugzeug und nähe dann im freien Fall aus Knibbelbildern einen Fallschirm zusammen der mich vor dem tödlichen Aufprall bewahrt.“ Die Dritte zieht eine Augenbraue hoch und sagt: „Auch nicht schlecht, aber ich toppe beides. Ich bin schwanger und ernähre mich vegan!“ Die Musik endet abrupt, sämtlich Gäste atmen hörbar ein und die beiden anderen Frauen küren sie ohne Murren zur eindeutigen Siegerin des Wettbewerbs.

So oder so ähnlich könnten sich das einige Menschen vorstellen, nachdem sie den jüngsten Artikel im Stern namens „Lebenslange geistige Behinderung“ – so gefährlich kann vegane Ernährung für Ihr ungeborenes Kind sein gelesen haben. Dort liest man von schweren Hirnschäden, lebenslangen geistigen Behinderungen, Risiken und Gefahren – die Warnungen vorm Aufenthalt in einem Abklingbecken eines Atomkraftwerkes würden vermutlich nicht viel eindringlicher ausfallen.

Wie in den meisten dieser Artikel geht es nicht wirklich um Risiken einer abwechslungsreichen, vollwertigen Pflanzenkost, sondern um die allgemeine Position der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) von 2016 zu veganer Ernährung und darum, dass ein einzelner Arzt diesen Warnungen persönlichen Nachdruck verleiht. Diesen Part übernimmt hier der Kinderarzt Prof. Dr. Stefan Eber, der auf einem Fortbildungskongress in Düsseldorf zu diesem Thema gesprochen hat. Das Fazit liest sich düster: Veganern fehlen angeblich allerlei wichtige Nährstoffe, es ist konkret die Rede von bleibenden Hirnschäden und einer Empfehlung an Schwangere, in jedem Fall Eier und Milchprodukte zu essen, ein wirklich seltsamer Rat im Jahr 2019.

Aber eins nach dem anderen: Zunächst wird die altbekannte Position der DGE zitiert, die von veganer Ernährung wenig hält. Stimmt, tut sie nicht. Sie rät aber auch von der in Deutschland allgemein üblichen Ernährung mit viel Fleisch und wenig Ballaststoffen ab und sieht darin im Vergleich zu pflanzlicher Kost erhöhte Risiken für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes mellitus Typ 2. Das klingt jetzt noch nicht bedrohlich, aber würde ich daraus einen Artikel machen, in dem ich von herzkranken Menschen rede, von Toten und von 40.000 Amputationen aufgrund von Diabetes

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Berliner Senat fordert: Ungesunde Kost für Schulkinder? Na gut, aber dann wenigstens mit Fleisch.

Okay, letzter Post zur veganen Kita, ich verspreche hoffe es:

Letzte Woche habe ich zwei Stunden mit einer Frau diskutiert, die tatsächlich aufrichtig besorgt war um ihre Enkel, weil ihre Schwiegertochter diese vegan ernährt und offenbar keine Supplementierung mit Vitamin B12 vornimmt. Sie hat sich darüber geärgert, wie ich das Thema behandele, weil man zwischen den Zeilen lesen könne, das sei vollkommen ungefährlich (Spoiler: Ist es nicht!).

Nun ist es mit Texten und Sprache leider in der Tat so, dass Menschen trotz 99,9 Prozent DNA-Übereinstimmung ein und denselben Text sehr unterschiedlich interpretieren, gerade wenn dieser sich Sarkasmus und Ironie bedient, was auf meinem Blog schon vorgekommen sein soll. Tatsächlich mache ich mich über die düsteren Warnungen in den von mir kritisierten Artikeln etwas lustig und gehe rein aufgrund der Lesedauer nicht in jedem Beitrag ausführlich darauf ein, wie wichtig eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema ist. Ich kann verstehen, wenn eine neue Leserin dadurch denkt, ich wolle das Ganze verharmlosen.

Will ich aber tatsächlich nicht. Ich habe bereits in diversen Artikeln darauf hingewiesen, wie wichtig die Ergänzung von Vitamin B12 ist und warum das dennoch kein Argument gegen vegane Ernährung ist, weil in Deutschland lebende Menschen auch bei Mischkost bestimmte Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen sollten. Deswegen finde ich die Kommunikation von DGE und ärztlichen Vereinigungen oft schlicht unglücklich, wenn sie vor veganer Ernährung warnen, das aber selten um eine zweizeilige Erklärung ergänzen, wie man seinen B12-Spiegel simpel messen und auf gesundem Niveau halten kann.

Also, liebe Schwiegertochter von Clara, wenn Du das liest, bitte gib Deinem Kind ausreichend Vitamin B12 und bringe es regelmäßig zu einem Arzt mit abgeschlossenem Medizinstudium, alles andere ist fahrlässig.

Was ich an den entsprechenden Warnungen in den Artikeln aber nach wie vor kritisiere, ist, dass sie vielen Menschen suggerieren, eine westliche Mischkost wäre insgesamt immer eine prima Sache. Da muss ich leider den Spielverderber geben, denn es gibt halt

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Margarine ist so künstlich – deswegen pflücke ich mir lieber jeden Tag was vom natürlichen, umweltschonenden Buttergebüsch!

Im Gefängnis kommt man gar nicht so leicht an ein veganes Mittagessen, das muss ich Euch jetzt mal sagen! Für meinen Zellennachbarn Randolph gab es heute leckere Kuttelsuppe, und für mich? Nachdem ich dem Wärter lang und breit erklärt hatte, warum der Essig für meine Linsensuppe bitte nicht durch Fischblase geklärt sein sollte und in welchem Supermarkt er diesen erstehen kann, hat er mir einfach drei Brezeln durch die Tür geschmissen, dieser Rüpel. In diesen Zellen ist aber auch verflucht wenig Platz, da ist quasi nur diese eine freie Steckdose direkt am Kopfende von Randolphs Bett. Da habe ich mir die ersten Tage immer direkt nach dem Aufstehen einen Smoothie gemacht, aber heute Mittag lag der Vitamix auf einmal ziemlich zerbeult im Klo. Ob Randolph mich mag? Anyway, vielleicht bekomme ich ja Senf zu den Brezeln…

Womöglich hätte ich das alles verhindern und einfach die Geldstrafe zahlen sollen… aber das sehe ich gar nicht ein! Was wedelt der Kellner in diesem angeblichen Spitzenrestaurant mir auch mit diesem löchrigen Brot vor der Nase rum? Ja, zugegeben, ich bin etwas ausgeflippt und bin lauthals brüllend auf dem kalten Buffet herumgehüpft. Es kann auch sein, dass ich einem Gast seinen Pelzkragen von der Jacke gerissen habe und ihn mit den Worten „Jetzt bist Du endlich erlöst!“ in der Himbeerbowle ertränkt habe. Ob ich noch eine Hose anhatte? Da müsst Ihr schon die Zeugen fragen… ich war im Butterpanik-Modus und habe keine Erinnerungen mehr an den Rest des Abends. Als ich in der Zelle aufgewacht bin, trug ich eine Toga und diese Kriegsbemalung aus Braveheart im Gesicht.

Es ist nämlich so: Bei Löchern im Brot schnappe ich komplett über. Das liegt primär an einem Kindheitstrauma, ausgelöst durch den Umstand, dass auf meinen Schulbroten früher unfassbar viel Butter war. Die meisten Leute nehmen ja eine Brotscheibe und schmieren dann möglichst gleichmäßig dieses gelbe Teufelszeug darauf – eine durchaus hervorragende Strategie, um den eigenen Kindern keine gehörige Macke anzuschrauben. Meine Mutter hingegen hat einen Handkarren mit der Tagesproduktion der örtlichen Butterei vollgepackt, sich im Museum eine Balliste ausgeliehen, um damit zwei auf 190 km/h beschleunigte Brotscheiben

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Wenn Du tatsächlich nur ganz wenig Biofleisch isst, Dir das aber keiner glaubt

Und jetzt kommt ein verdienter Post für Euch, die wahrhaftigen Ausnahmslos-Biofleisch-Esser. Denn auch wenn ich mich oft darüber lustig mache: es gibt Euch tatsächlich. Und wäre ich einer von Euch, es würde mich wahnsinnig nerven, wie viele Leute sich bei Bedarf zu Eurer Minderheit dazuschummeln, den Geist voller guter Absichten, aber den Bauch voller Bierwurst aus dem Penny-Markt, während Ihr das auch in der Realität durchzieht.

Sehr sehenswert dazu ist das aktuelle Video von Patrick „der Artgenosse“ Schönfeld, der das sehr gut zusammenfasst: Der Bio-Anteil bei Fleisch liegt zwischen 1,2 und 1,8 Prozent. Von diesen 1,2 bis 1,8 Prozent gehen wiederum ganze 12 Prozent auf Wochenmärkten, in Hofläden oder Metzgereien über die Theke. „Gutes“ Fleisch vom Metzger des Vertrauens entspricht also 0,2 Prozent des verkauften Fleischs, findet sich aber gefühlt in 50 Prozent der Kühlschränke von Menschen, die im Internet diskutieren. Wenn also das nächste Mal jemand über den bald schon abebbenden „Trend“ Veganismus spottet, sollte man zurückfragen, ob man sich um den Trend „gutes Fleisch vom Metzger meines Vertrauens“ nicht deutlich mehr Sorgen machen müsste.

Ich habe „gut“ jetzt immer in Anführungszeichen gesetzt, weil

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Ich habe den schwurbeligen Leitartikel im Spiegel gelesen, damit Ihr es nicht tun müsst

Oh Mann, da ist man einmal für zwei Wochen zum Ausspannen auf Borkum, und ausgerechnet dann bringt der Spiegel seine jährliche, zuverlässig rumpelige Sommerloch-irgendwas-mit-Essen-Titelgeschichte raus, weil die echten Journalisten da bereits alle in ihrem Feriendomizil weilen. Ich hatte noch kurz überlegt, mir das im Urlaub anzutun, aber dann wäre es ja kein Urlaub mehr gewesen, entsprechend verspätet kommt diese Replik bedauerlicherweise um die Ecke. Die Lektüre war dann aber auch wirklich unterirdisch, mein wiederholtes, entnervtes Aufstöhnen hat die anderen Gäste des Biergartens hoffentlich nicht zu sehr genervt.

Susanne Amann und Hilmar Schmundt schaffen es, ein derartig wirres Stück Text zu verfassen, dass man sich ein bisschen wie in einem Film von Michael Bay vorkommt: Egal, an welcher Stelle man reinschaut, es ergibt wenig Sinn, ist widersprüchlich und man könnte die Reihenfolge der einzelnen, belanglosen Passagen beliebig ändern, ohne dass es groß auffallen würde. Da passt auch wirklich gar nichts, entsprechend wahllos kann man den Blödsinn rausgreifen:

Schon der Titel lautet „Essen oder nicht essen? – Vom dogmatischen Verzicht zum gesunden Genuss“. Ja, so einfach ist das – Verzicht ist dogmatisch, und Nicht-Verzicht ist gesund – prost! Es folgen allerhand Beispiele, mit denen man sich den Anstrich einer differenzierten Recherche zu geben versucht, die aber alle darauf hinauslaufen sollen, dass Verzicht schlussendlich immer was für blöde Spielverderber ist, vollkommen unabhängig davon, wer aus welchen Gründen worauf verzichtet.

[EDIT: Das Schild in Vincent Klinks Restaurant ist tatsächlich etwas vernünftiger, als der Spiegel es hier aussehen lässt. Die Formulierung ist in meinen Augen immer noch optimierbar, aber tatsächlich weniger Aufregung wert. Da die Spiegel-Autoren das aber dennoch als Beleg für Genuss und als Argument gegen Verzicht heranziehen, ist die Kritik an dieser Denke in Richtung der Autoren gerechtfertigt]

Entsprechend ulkig legt man los: Der selbsternannte Gourmet Vincent Klink hat in sein Restaurant ein Schild mit der Aufschrift „Für Allergiker kein Zutritt“ gestellt. Haha, sooo lustig! Ihr wollt ein Gericht ohne Haselnüsse, weil Eure Tochter sonst elendig daran ersticken könne? Fuck you, Ihr Scheißallergiker, Ihr habt die Rechnung ohne den „leidenschaftlichen Genießer“ Vincent Klink gemacht! Was seid Ihr auch mit einer Allergie geboren worden, Ihr Blödmänner?! Nächste Woche kommen dann noch die Schilder

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Hundefleischfestivals bald auch in Europa? Ein Streitgespräch

Jedes Jahr wiederholt sich eines der wohl umstrittensten Festivals weltweit: Das Hundefleischfestival von Yulin, wo 10.000 Vierbeiner brutal gehalten, getötet und verspeist werden. Für westliche Kulturen ist das kaum vorstellbar und führt immer wieder zu großer Ablehnung. Daher sollen nun Verbesserungen eingeführt werden. Doch meinen die Organisatoren es damit ernst?

Um das besser einschätzen zu können, haben wir einen von ihnen, den Händler Deng Zhào, auf einer Lebensmittelmesse in Paris aufgesucht und ein Streitgespräch mit Silke Bottik vom „Hundefreunde Neckar e.V.“ organisiert.

Graslutscher.de: Frau Bottik, Herr Zhào, schön, dass Sie es einrichten konnten. Sie beide haben viel mit Hunden zu tun, richtig?

Bottik: Natürlich! In unserem Verein betreuen wir Streuner und solche Hunde, die keiner mehr haben will und suchen ihnen ein neues Zuhause. Das sind so liebenswerte Tiere, wir haben in diesem Jahr bereits über 50 Tiere vermittelt.

Graslutscher.de: Herr Zhào, Sie sind in Yulin geboren und aufgewachsen. Können Sie nachvollziehen, dass man ihr Festival, bei dem tausende von Hunden umgebracht werden, hierzulande ablehnt?

Zhào: Nein, ganz im Gegenteil – ich habe heute mit einer Menge interessierter Marktakteure gesprochen, die auch hier in Frankreich gerne im großen Stil Hundefleisch vermarkten würden.

Graslutscher.de: Also wollen Sie das Fleisch exportieren?

Zhào: Nein, aber wir würden gerne überall auf der Welt Ableger unseres Festivals etablieren. Wir hoffen, es zum Weltkulturerbe erklären lassen zu können, dann hätte bald jedes Land sein eigenes Yulin-Festival.

Graslutscher.de: Halten Sie das wirklich für realistisch? Die meisten Deutschen finden es unmoralisch und höchst fragwürdig, Hunde derartig brutal zu behandeln und zu töten.

Zhào: Nun, dann frage ich Ihre Landsleute: Haben Sie mal in Ihren Mund geschaut? Da sind vier Reißzähne drin, ideal für Hundefleisch. Menschen sind

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15 Kinder bei Mandelmilch-Zwischenfall verletzt – GEFÄHRLICH!

„SO SCHÄDLICH IST MANDELMILCH FÜR IHR KIND!“ erklärte DIE WELT gestern.

Da sind nämlich Mandeln drin, und von Mandeln werden Kinder ja vollkommen blöde – so äußerte sich zumindest die Mutter von Mario Barth. Die andere Grundzutat ist Wasser, ebenfalls ein höchst gefährliches Molekül, regelmäßig ertrinken Menschen darin und Tumore bestehen zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser! Hätten Sie’s gewusst? Es ist ein übles Teufelszeug!

O.k., Spaß beiseite, Mandeln sind für den menschlichen Verzehr gut geeignete Steinfrüchte mit viel Protein und wichtigen Mineralstoffen, und auf die Gefährlichkeit von Wasser als Lebensmittel gehe ich nicht ernsthaft ein. Auch Hafer, Dinkel, Soja und Reis sind vollkommen unbedenkliche Nahrungsmittel, die in den üblicherweise konsumierten Mengen Bestandteil einer reichhaltigen Ernährung sein können. Die Behauptung, das sei „schädlich für Kinder“ ist vollkommener Humbug.

Der Social-Media-Lakai im Springer-Haus hat wohl gemerkt, dass

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