Warum der große Burger-Check im ZDF eher ein kleines, anti-wissenschaftliches Burger-Checkchen ist

Nein, keine Sorge. Falls ihr jetzt mit den Augen rollt in der traurigen Erwartung, die zehnte austauschbare Replik zum Thema „was steckt eigentlich in Veggieburgern“ lesen zu müssen, die ich mir inzwischen auch mittels alter Textbausteine zusammensetzen könnte: Es wird lustiger als das – und am Ende machen wir einen schönen, tiefgründigen Ausflug auf die Meta-Ebene von „Nelson Müllers großer Burger-Check“.

Das ZDF bewirbt seine 43 Minuten lange Sendung mit den Worten „Was ist gesund, nachhaltig und günstig?“. Hey, das sind doch gute Fragen. Ich stelle eine vierte: Werden die auch beantwortet? Irgendwie habe ich das Gefühl, schon dutzende Beiträge mit einer dieser Fragestellungen gesehen und gelesen zu haben, ohne dass es darauf am Ende konkrete Antworten gab. „Wie ernähren wir uns gut, gesund und voller Genuss?“, fragt zu Beginn auch die Stimme aus dem Off, die jeden Satz dieses Beitrags so überschwänglich betont und überdeutlich ausspricht, als müsse sie eine Klasse unmotivierter Drittklässler mit einem Kaspertheater bei Laune halten.

Aus mir nicht ersichtlichen Gründen wird zudem alles extrem langsam eingesprochen. Falls ihr wissen wollt, wie langsam: Versucht einfach, den Satz „Wir testen in den Kategorien Gesundheit, Umwelt, Geschmack und Inhaltsstoffe“ auf 13 Sekunden zu strecken. Wäre das Audible, könnte man wenigstens die doppelte Abspielgeschwindigkeit einstellen. Zudem wird jede Zahl mehrfach wiederholt und alles ständig mit 20-sekündigen Schnipseln sehr radiotauglicher Songs unterlegt. Denkt das ZDF, seine Zielgruppe bestünde aus diesen Raumschiffbewohnern aus Wall-E, die sich nach 700 Jahren Medienberieselung zu degenerierten Wesen mit der Aufmerksamkeitsspanne eines bekifften Doktorfischs entwickelt haben?

Okay, welcher Burger schmeckt denn nun am besten, ein vegetarischer oder einer aus Fleisch? Dazu befragt das ZDF zunächst 33 Menschen in einem Berliner Einkaufszentrum, ob ihnen der „Big Vegan TS“ von McDonald‘s oder der „Rebel Whopper“ von Burger King besser schmeckt. Beide sind rein pflanzlich. Es ist demnach vollkommen belanglos, was das Ergebnis ist, aber JESUS CHRIST NOCHMAL, wieso spricht diese Sprecherin das englische Wort „vegan“ konsequent falsch aus? Für diese Quatsch-Umfrage war Zeit, aber für das Googlen von „vegan englisch Aussprache“ wohl nicht mehr. Ist das echt keinem der vielen an dieser Produktion beteiligten Menschen aufgefallen?

Gut, kommen wir zum ersten Punkt, den Inhaltsstoffen. Allein auf dem deutschen Markt gibt es dutzende Marken für Veggieburger, für eine systematische Aufnahme der Inhaltsstoffe müsste wohl irgendwer eine schmerzhaft unübersichtliche Excel-Tabelle mit Daten füllen. Die beteiligten Praktikanten waren aber zu sehr damit beschäftigt, „You can’t touch this“ von MC Hammer gleichmäßig über den Beitrag zu verteilen, und so müssen wir uns mit drei willkürlich ausgewählten Produkten begnügen: den Rindfleischpattys von „Gut & Günstig“, dem Beyond Burger von Beyond Meat und dem Incredible Burger von Nestlé.

Wir können nur raten, ob die Auswahl ausgerechnet dieser drei Produkte irgendeiner Logik folgt oder per Tarotkarten ermittelt wurde, vermutlich sind die veganen Vertreter aber schlicht aufgrund ihrer grünen Verpackung dabei. Im Beitrag wird nämlich ein albernes Ratespiel veranstaltet, in dem Supermarktkunden aufgrund der Verpackung raten müssen, in welchem Burger wie viele Inhaltsstoffe sind. Und, oh Wunder, sie vermuten in den veganen Pattys viel weniger Inhaltsstoffe, als wirklich drin sind (sehen ja so grün und gesund aus). Das ist dem Beitrag so wichtig, dass er die Zahl 18 (Zutaten, die im Fleischburger vermutet werden) dreimal visuell gestützt wiederholt.

Ich kürze das mal ab: Im Incredible Burger sind am Ende 16 Inhaltsstoffe, der Beyond Burger besteht aus 21 Inhaltsstoffen und das echte Fleischpatty – jetzt haltet euch fest – nur aus 3 (Hackfleisch, Pfeffer, Salz). Die Supermarktkunden sind außer sich, O-Ton: „Das gibt’s nicht!“, „Nein, echt?“, „Das hätte ich nicht gedacht.“ Die Reaktionen zum Beyond Burger hingegen: „Boah“ und „Ach du jeh“.

Und, wollt ihr jetzt auch wissen, was das bedeutet? Ich auch, aber viel mehr Informationen als „boah“ bekommen wir im Beitrag leider nicht mehr. Es wird noch schnell mit den Worten „Die Verbraucherzentrale kritisiert das“ zu Dr. Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin e. V. übergeleitet, aber die sagt nur, dass diese Produkte hoch verarbeitet und nicht sonderlich naturbelassen sind.

Nee, sind sie nicht. Sind ja auch Burger aus dem Supermarkt. Wer in aller Welt kauft die bitte, weil er/sie so auf Naturbelassenheit steht? Hackfleisch wächst in der Form übrigens auch nicht auf Bäumen. Es sind einige Arbeitsschritte notwendig, bis so ein 800 Kilogramm schweres Tier entsprechend zersägt ist. Das ZDF versucht hier, den ZuschauerInnen unterschwellig die Message unterzujubeln, dass viele Inhaltsstoffe irgendwie per se was Schlechtes seien und erklärt noch mal extra langsam, dass im Beyond Patty Stabilisatoren, Aromen und Zucker drin sind. Ui, Stabilisator, so ein langes Wort, davon bekommt man bestimmt fiesen Ausschlag an peinlichen Körperstellen.

Der eine davon ist übrigens simple Kartoffelstärke, damit hat Oma schon in den 50er Jahren Kartoffelklöße gekocht. Shame on you, Oma, die Klöße waren gar nicht naturbelassen! Was wohl Dr. Schautz von der Verbraucherzentrale dazu sagt? Viele der anderen Zutaten kennt man (Wasser, Rapsöl), andere haben im Vergleich zum Fleisch in der Tat kompliziert klingende Namen wie Methylcellulose. O-Ton:

„Richtig dosiert ist Methylcellulose gesundheitlich nicht problematisch. Ob man so was in seinem Essen haben möchte, ist eine andere Frage.“

Haha, die Veganer essen Methylcellulose. Ja, lustig. Sie ist halt auch in Speiseeis, Backwaren, Kuchencremes, Mayonnaise und Augentropfen enthalten. Oder wie Lebensmittelchemiker Burger Voss das im Nachgefragt-Podcast zu einem Molekül mit recht ähnlichen Eigenschaften formuliert (bei 1:03:16):

„Carboxymethylcellulose ist Tapetenkleister. An diese Sache kann man auf zwei verschiedene Arten rangehen: […] Oh Gott, die tun Tapetenkleister ins Essen […] oder Du kannst sagen nee, unser Tapetenkleister hat Lebensmittelqualität.“

Dieses „Dein-Essen-klingt-ja-voll-ekelhaft“-Spiel funktioniert halt nur, wenn wir dazu die Kombination einer ganzen Menge Substanzen unter dem Sammelbegriff „Hackfleisch“ akzeptieren und nicht groß hinterfragen.

Das ist ja keine homogene Masse aus dem Element Fleischoform, sondern kleingeschnittenes Muskelfleisch aus diversen chemischen Stoffen wie z. B. Fettsäuren (Palmitoleinsäure, Stearinsäure, Myristinsäure), Aminosäuren (Serin, Arginin, Tryptophan), Lactonen, Aldehyden und ebenfalls Zucker. Ich meine, hättet ihr gewusst, dass da Tryptophan im Fleisch ist? Das klingt gar nicht naturbelassen und reimt sich auf Askaban – es ist wohl Vorsicht geboten.

Ich verstehe auch nicht, warum ausgerechnet Köche so große Verfechter des Prinzips „Je mehr Inhaltsstoffe, desto schlechter“ sind – ist Kochen nicht irgendwie nichts anderes als das Kombinieren vieler Zutaten? Meine selbstgemachte Bolognesesoße besteht aus 14 Zutaten – ist die damit ungesünder als Nudeln mit nichts außer Salz? Und ja, so ein Fleischbratling enthält traditionell immer schon eher wenig Zutaten, aber lasst mal ein achtjähriges Kind die Inhaltsstoffe abgepackter Schnitzel oder Würste vorlesen, es wird bei der Aussprache an seine Grenzen kommen.

Zudem ist das halt eine komplett lächerliche Stichprobe von gerade mal drei Produkten. Der Beitrag behauptet zwar „Und auch in den Konkurrenzprodukten stecken viele Inhaltsstoffe“ und meint damit bestimmt ganz unnatürliche Sachen mit langen Namen, aber so pauschal kann man das wirklich nicht sagen. Zum Beispiel bestehen die Fanburger von Veggie Life aus den wenig sensationellen Inhaltstoffen Wasser, Weizeneiweiß, Sojaeiweiß, Sonnenblumenöl, Sojasauce, Röstzwiebeln, Tomatenmark, Zucker, Salz, Hefe, Gewürzen und Kräutern. Eine echte Studie zu dieser Frage kommt übrigens wenig überraschend zum deutlich differenzierteren Ergebnis, dass Fleischalternativen eine ernährungsphysiologisch günstige Alternative zu Fleisch- und
Wursterzeugnissen darstellen können.

In Punkt 2 soll die Frage beantwortet werden, welche Burger gesund sind. Grundsätzlicher Tipp: Will jemand so was in 10 Minuten Fernsehbeitrag herausgefunden haben, sollte man verdammt skeptisch sein. Die gesamte Ernährungswissenschaft versucht seit Jahrzehnten, in groß angelegten Beobachtungsstudien Antworten auf solche Fragen zu erarbeiten, und selbst dort muss man seriöse, eindeutig formulierte Ergebnisse für einzelne Lebensmittel mit der Lupe suchen. Wenig überraschend kann auch das dreiköpfige ZDF-Redaktionsteam diese Frage nicht besser lösen als die globale Forschungsgemeinde.

Anstatt dazu auch nur ansatzweise die vielen Terabyte an bereits durchgeführten Studien zu sichten, erfindet das ZDF hier einen eigenen Versuchsaufbau, der an Naivität kaum zu überbieten ist: Die aus 4 Personen bestehende Familie Freimann-Fischer ändert für 4 Wochen ihren Speiseplan. Die Vegetarier der Familie, Leon und Yvonne, essen fortan jeden Tag Fleisch, während sich die beiden Fleischfans, Sven und Noah, vegetarisch ernähren. Der begleitende Arzt Dr. Jochum dokumentiert, ob sich in dieser Zeit der Body Mass Index (Verhältnis von Größe zu Gewicht) ändert, denn wenn dieser sich reduziert, sei das ein Beleg für gesünderes Essen.

Wow. Nach 300 Jahren Kampf für die Aufklärung will das ZDF beurteilen, ob Veggieburger gesund sind, indem es den Speiseplan von 4 Menschen geringfügig ändert und sie nach 4 Wochen auf eine Waage stellt. Man muss sich wirklich fragen, ob ein betrunkener Baderchirurg aus dem 17. Jahrhundert nicht auf eine zielführendere Idee gekommen wäre.

Wie in aller Welt wollen die pauschal von Gewichtverlust auf gesundes Essen schließen? Der sechsjährige Noah sieht jetzt nicht gerade adipös aus, eher wie ein normal schlanker Junge. Nach der vollkommen absurden ZDF-Logik wäre eine Ernährung dann besonders gesund, wenn er durch sie im Alter von 6 Jahren Gewicht verliert. Fun Fact: Würde ich stolz erzählen, mein Sohn würde durch eine vegane Ernährung Gewicht verlieren, würde ich wohl Besuch vom Jugendamt bekommen. Vielleicht sollte Noah sich einfach jeden Tag eine Packung Marlboro in die Lungen ziehen, da nimmt er schön ab, und das ist ja so gesund.

Und selbst wenn die tatsächliche Frage gewesen wäre, ob Veggieburger schlank machen, gäbe es da ein Problem: Die TeilnehmerInnen essen halt noch hunderte andere Sachen. Wenn Sven sich während des Versuchs jeden Abend ordentlich Eiscreme mit Rotwein reinhaut, während Yvonne täglich 10 Kilometer joggen geht, dann kommen wir zu Ergebnissen, die vollkommen unabhängig davon sind, ob sie mittags Erbsenproteinmatten oder ein Schweineschnitzel gegessen haben.

Ferner sind sowohl 4 Menschen als auch 4 Wochen für so einen Versuch unfassbar wenig. Die Stichprobe ist so winzig, dass man daraus gar nichts ableiten kann. Die einzig zutreffende Antwort nach diesem „Versuch“ wäre: „Wir wissen nicht, ob Veggieburger gesünder sind als echtes Fleisch, weil unser Aufbau komplett für die Hose ist“.

Stattdessen trägt das ZDF den Body Mass Index am Ende in eine hübsch animierte Tabelle ein, als wäre das die einzig relevante Größe für die Gesundheit eines Menschen, die man ablesen kann wie den Pegelstand eines Flusses. Ob rotes Fleisch krebserregend ist, wie gut Menschen Weizeneiweiß vertragen, wie sich beides auf den Blutdruck auswirkt, wie hoch die Gefahr durch multiresistente Keime, Salmonellen oder E.coli-Bakterien ist, spielt keine Rolle – Hauptsache, schön schlank!

Versteht mich bitte nicht falsch: Es geht mir hier nicht darum, dass Fleisch im Ergebnis gefälligst möglichst ungesund dastehen soll. Wenn eine gut gemachte Studie zu dem Schluss kommt, dass Fleisch in geringen Mengen nicht ungesünder ist als fleischlose Kost, dann kann ich damit gut leben. Die Herangehensweise des ZDF ist allerdings schlicht nicht geeignet, irgendeine Schlussfolgerung zu ziehen, sie ist einfach nur grandioser Humbug.

Am Ende darf Dr. Jochum aber trotzdem in die Kamera sagen: „Fleischersatzprodukte sind letztendlich nicht gesünder.“ Und als ob das nicht schon konfus genug wäre, macht die ZDF-Redaktion daraus noch mal größeren Unfug, denn die Stimme aus dem Off säuselt: „Wer sich vegetarisch ernähren möchte, der sollte deshalb auf Fertigprodukte eher verzichten“.

Warum? In diesem seltsamen Test ist doch scheinbar rausgekommen, dass Fleisch und Veggieprodukte gleich gesund/ungesund sind. Wieso sollen wir jetzt plötzlich auf eins davon verzichten? Dieser Satz ist so unlogischer Mumpitz, dass er mehr Sinn ergibt, wenn ihr ihn vom Google Translator ins Russische und wieder zurück ins Deutsche übersetzen lasst:

In Teil 3 wird der Faktor Umwelt betrachtet, was sich verglichen mit den anderen Kategorien erstaunlich solide ausnimmt. Warum ausgerechnet ein Vorzeigebetrieb für Rindermast zum Vergleich herangezogen wird, kann man hinterfragen. Vermutlich hätten unbequeme Bilder aus konventioneller Haltung den Feelgood-Vibe des ganzen Beitrags mit seiner fluffigen musikalischen Untermalung und den frohlockenden Einsprechern aus dem Takt gebracht, da zeigen wir lieber 200 gesunde Kühe mit glänzender Haut.

Es kommt nicht einmal das Wort „Methan“ vor, was bei der Haltung von Kühen eine entscheidende Rolle für den Klimaschaden spielt. Die Redaktion scheint ferner davon auszugehen, dass Soja aus Südamerika primär deshalb ein Problem ist, weil man das so weit transportieren muss. Dass letztes Jahr 3,7 Millionen Hektar Primärwald vernichtet wurden, warum das gleich mehrfach ein Problem ist und dass der europäische Bedarf an Futtersoja hieran mitschuldig ist, erfahren die ZuschauerInnen nicht. Aber okay, am Ende ist der Fleischburger fünfmal so klimaschädlich wie der Pflanzenbratling, die Message sollte ankommen.

Einen letzten schrägen Seitenhieb konnte sich die Redaktion aber nicht verkneifen (Bei Minute 32:52):

„Doch eins fällt unangenehm auf: Ein Großteil der Produkte ist in viel zu viel Plastik eingepackt.“

Ja, das kann man so sehen, und selbst viele der Hersteller sehen das so, sind aber leider an gesetzliche Vorgaben gebunden, die hier wenig Spielraum lassen. An dem Vorwurf ist dennoch ziemlich grotesk, dass Fleischprodukte jetzt nicht in kleinen Lotusblüten verpackt sind, sondern ebenfalls in Kunststoff, und man das in dem Beitrag selbst sieht, wenn das Testfleisch für den Geschmackstest ins Bild fährt.

Der ist dann wieder ziemlich überflüssig, denn zum Geschmackstest werden das Grillteam der MSS Barbecue und die „Fleischfreun.de“ eingeladen. Letztere haben das Motto „Hardcore Grillen zu jeder Jahreszeit!“ und laut Satzung ist die Würde des Fleisches unantastbar, während Vegetarier, Veganer und Tofu (§ 4) verboten und Frauen bis 19 Uhr (§ 16) nur in Dessous erlaubt sind (wtf). Echt jetzt, ZDF? Na, wie werden diese Typen wohl den Geschmack von fleischfreien Burgerpattys bewerten? In der nächsten Sendung macht das ZDF dann den großen Filmtest und lädt dazu 10 glühende Fans von Comicverfilmungen ein, die sich eine Stunde lang französische Arthouse-Filme der 70er ansehen und dann darüber abstimmen, ob die besser sind als Marvel’s Avengers. Wir lernen: Sexistische Fleischfuzzies finden Fleisch geil, wer hätte das gedacht?

Das passt immerhin zum Rest des „großen“ Burger-Checks. Anstatt irgendwas zu checken, werden altertümliche Glaubenssätze reproduziert (Künstliches ist ungesund, natürliches Fleisch ist gesund und lecker und wichtig für Männer). Aber deswegen allein hätte ich den Artikel nicht geschrieben, viel ärgerlicher finde ich den hier zu sehenden beklagenswerten Selbstanspruch des ZDF. Vor 9 Tagen hat Rezo in „Die Zerstörung der Presse“ Defizite der deutschen Printmedien aufgezeigt. Ich fürchte, er könnte ein noch viel längeres Video über „Dokumentationen“ der Öffentlich-Rechtlichen machen.

Dieses Problem betrifft selbstredend nicht alle Inhalte von ARD, ZDF und Co. Im Gegenteil, gerade in Coronazeiten und mit Blick auf die USA können wir sehen, wie wertvoll gebührenfinanziertes Fernsehen mit Bildungsauftrag ist. Genau der birgt aber eine noch größere Verantwortung. Dieser Verantwortung wird der große Burger-Check ja nun an keiner Stelle gerecht.

Er verbreitet nicht nur das unsinnige Fazit, sondern vermittelt leider auch eine furchtbar verzerrende Auffassung davon, wie Erkenntnisgewinn funktionieren sollte. Ja, das mag nur ein alberner Burgercheck sein, aber wir leben in Zeiten, in denen Menschen Virologen dafür kritisieren, dass sie ihre Aussagen an die neuesten Erkenntnisse anpassen. Große Teile der Gesellschaft haben komplett verlernt, Unsicherheiten zu ertragen und stellen sich unter guter wissenschaftlicher Forschung einen Menschen in weißem Kittel vor, der mit bunten Flüssigkeiten in Glasbehältern experimentiert und am Ende ein eindeutiges Ergebnis auf die Tafel schreibt.

Dass Ernährungswissenschaft ein furchtbar kompliziertes Feld mit einer Menge vorläufiger Ergebnisse ist, ist umso schwerer zu vermitteln, nachdem das ZDF nun allen erzählt hat, dass man die gesundheitliche Wirkung bestimmter Lebensmittel in 4 Wochen anekdotischem Eigenversuch ganz einfach selbst bestimmen kann. Oder dass lange Namen von Zutaten bedeuten, dass diese ungesund sind. Genau diese Logik bringt Menschen zu allerlei Pseudomedizin, Chemophobie und überflüssiger Nahrungsergänzung: Anstatt die Fachleute zu fragen, mampfen erkrankte Leute lieber Bachblüten oder Aprikosenkerne und kommen dann am nächsten Tag placebobeseelt zu dem Schluss, dass ihnen das endlich geholfen hat – und setzen dafür im Zweifel ihre evidenzbasierte Behandlung ab.

Derartig irreführende Beiträge sind leider auch kein Einzelfall. Der SWR hat nach wie vor Videos online, in denen behauptet wird, in veganem Essen stecke weißer Schleim, die ZDF heute-show hat 2019 lächerlichen Unsinn zu Fleischersatz erzählt und eine ARD-Doku zu Elektroautos von 2019 hat den ZuschauerInnen basierend auf veralteten Zahlen und abwegigen Annahmen zwecks Klimaschutz zum Kauf von Verbrennungsmotoren geraten. Jeweils ohne die Fehler zu korrigieren, ohne eine einzige Quelle anzugeben oder angemessen auf berechtigte Kritik zu reagieren.

Wenn 27-jährige YouTuber höhere Ansprüche an Recherche und Transparenz haben als öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten, haben wir ein Problem.

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8 Gedanken zu “Warum der große Burger-Check im ZDF eher ein kleines, anti-wissenschaftliches Burger-Checkchen ist

  1. „Große Teile der Gesellschaft haben komplett verlernt, Unsicherheiten zu ertragen…“

    Das kommt davon, wenn man große Teile der Gesellschaft von Geburt an auf den Glauben an absolute Wahrheiten abrichtet, für die es keinen einzigen Beweis gibt, die aber so wunderhübsch eindeutig sind.
    So erklärt sich auch der „Zauber“ solcher Einer-wird-gewinnen-Vergleiche durch Leute, gegen die jedes Spatzenhirn beschämend überqualifiziert wirkt oder der Quizshows. Immer gibt es eine eindeutige Antwort, im günstigsten Fall eine, die den Glaubenssätzen, an die wir gewöhnt sind, entspricht. Dann kann man zufrieden rülpsen und ins Bett gehen.
    Und der Lobbyist, der in des gleichen Senders Talkrunde in epischer Breite seine Interessen vertreten darf. Der muss natürlich auch zufrieden rülpsen können.

    Beiträge, in denen Ethik eine Kategorie für die Bewertung eines Produktes ist, die Herrschaftsgewohnheiten in Frage stellen und die überhaupt erst mal seriös recherchiert sind, werden wohl kaum im Betäubungskorridor um 20.15 Uhr versendet sondern frühestens nach den Tagesthemen und einer halben Stunde pointenarmer Klugscheißercomedy, die einen zuverlässigen Sicherheitsabstand zur Wachphase der potentiell dem Denken zugeneigten Bevölkerungsgruppen gewährleistet.
    Infotainment heißt das Zauberwort, der Schönbegriff für Zbigniew Brzezinskis Tittytainment, mit dem wir blödgelabert, ruhig gestellt und auf Kurs gehalten werden sollen. Möh.

  2. Wieviel die ErnährungswissenschaftIn noch mit WissenschaftIn zu tun hat, steht mittlerweile auch zur DebatteIn
    -> //5-am-Tag Kaffee und Schokolade – für die Volksgesundheit// auf Telepolis

  3. Sie machen es auch nicht besser! Sie schreiben so viel Text mit soviel Ironie dass man noch verwirrter wird?. Aber soll das eine Kritik, analyse oder auch nur Zeilen Fühler sein?

    • Also ich fühle die Zeilen des Graslutschers auf jeden Fall! 😉
      Und für die Ironie bin ich zutiefst dankbar, denn diese zeigt mir zum Einen, dass es Menschen gibt, die im Angesicht des offenbar nicht ausrottbaren Mülls, der „argumentativ“über vegane Ernährung verbreitet wird, einen klaren Kopf behalten (ich dagegen möchte mir manchmal nur noch die Haare von selbigem reißen) und zum Anderen tut es einfach gut, über diese traurigen Zustände trotz aller Bitterkeit auch mal lachen zu können.

  4. Wieder mal ein toller Beitrag, ich liebe deine Schreibe einfach. Danke dir! Aber ich würde mich nicht so an der englischen Aussprache von ‚vegan‘ aufhängen. Das Wort wird offensichtlich in verschiedenen englischsprachigen Gebieten anders ausgesprochen (vergleiche mal bei dict.cc mit VeganGains), wie auch z.B. das Wort ‚router‘. Glaube, da gibts kein falsch und richtig.

  5. Wir freuen uns, Sie über die besten Schönheits- und Gesundheitsangebote dieser Woche zu informieren!

    – SICHERE GEWICHTSABNAHME DURCH DIE KETOSE
    – SIE WERDEN SCHLANK UND SEXY SEIN!
    – VERBRENNE FETT NATÜRLICH UM DEINE Körper schön halten
    – WIE VIEL MAL PRO NACHT KANNST DU?
    – PROSTATITIS FÜR 1 KURS LOSWERDEN!
    – BEFREIEN SIE SICH VON SCHMERZEN UND MACHEN SIE IHRE GELENKE WIEDER GESUND

    Lesen Sie die Details auf der Website http://gesundheit.easylisting.xyz

  6. Hallo,

    Leider habe ich kein Facebook, daher schreib ich dir über die Kommentarspalte. Auf Facebook hast du Tipps zu Fleischersatzartikeln veröffentlicht. Dazu ein weiterer Tipp. Die Firma Vivera (Dein Tipp mit den veganen Fischstäbchen) stellt auch veganen Speck her und der ist fantastisch. Kein Unterschied zum Original, lautet das Statement einer meiner Omnivoren Freunde. Der kauft jetzt nur noch veganen Speck. ?
    Räuchertofu und Rauchsalz sind auch gut aber das toppt alles.

    Liebe Grüße
    Annique

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