Die ZDF-heute-show verbreitet platten Lobbyblödsinn und ruft im Jahr 2019 zum Fleischessen auf.

Offenbar wurde das Rechercheteam der ZDF-heute-show von Mario Barth infiltriert, kann mal jemand da vorbeifahren und schauen, ob die üblichen Redakteure gefesselt im Besenschrank liegen oder so was? Anders kann ich mir nicht erklären, dass das sonst recht aufgeweckte Team um Olli Welke unter dem Rubriknamen „Der Klugscheißer“ ganz furchtbaren Unsinn über Fleisch und Fleischersatz in die Welt setzt und sich dabei unfassbar schlau vorkommt, weil sie pro Minute Video eine kümmerliche Quelle in eine Ecke des Videos pinnen.

Ja, das ist eine Satiresendung, aber das, was der rückständige Mann mit der Brille und dem stilsicheren, fliederblauen Sakko da von sich gibt, ist wohl leider durchaus ernst gemeint. Vielleicht machen die fähigen Leute vom ZDF ja auch gerade Urlaub, als leider die Urlaubsvertretung krank geworden ist, die Vertretung von der Vertretung spontan keine Kinderbetreuung mehr bekommen hat und deswegen einfach irgendein Verwandter zweiten Grades vom CSU-Ortsverein in die Redaktion geschickt wurde, der zufällig mit Avocados jonglieren kann und den Rest dazu improvisieren musste. Ja, so peinlich ist das.

Steht ein Vegetarier an der Essensausgabe und lacht Menschen aus, die Schnitzel bestellen, ironischerweise mit dem Spruch „Die 90er haben gerade angerufen, die wollen ihre Ernährung wieder haben“. Ich habe irgendwie den Eindruck, die 90er hätten viel lieber die Vegetarierplattitüden aus diesem Video wieder zurück, bzw. erinnert mich der gesamte vermittelte Kenntnisstand generell ganz spontan an 1995. Ich meine, Vegetarier, die Leute an der Theke auf ihr Schnitzel vollquatschen? Wo gibt es die denn außer in der Fantasie dieses Typen, der am Ende behauptet, die Wahrheit tue weh? Gäbe es solche Vegetarier wirklich, kämen die ja nie zum Essen, wenn ich mir die Mittagessen all der Typen so anschaue, die laut eigener Aussage immer nur ganz selten Fleisch essen.

Billiges Vegetarier-Klischee Nummer 1: Vegetarier essen den ganzen Tag nur Avocados.

Manche Fleischesser in der heute-Show-Redaktion haben wohl schon derartig Panik im Enddarm beim bloßen Gedanken an einen fleischfreien Tag, dass ihnen nicht mal eine sinnvolle Mahlzeit ohne Fleisch UND ohne Avocado einfällt. Das ist übrigens so ein Klassiker aus der Kommunikation Nicht-Veganer – Veganer:

„Vegan, aber was isst Du denn dann?“
„Ach, das ist eigentlich…“
„ABER WAS IST DU DENN DANN??? DA GIBT ES JA NICHTS MEHR, NICHTS! AAAH, ICH HALTE DAS NICHT AUS!“

Das halbe Internet ist voller veganer Rezepteblogs und -ideen OHNE Avocados, die Instagramaccounts quellen quasi über vor lauter Veggieburger und Currys in perfekter Belichtung, aber bei der heute-show hat sich für den Gag dennoch die ansonsten nur bei CDU, FDP und den blauen Terrorschlümpfen verbreitete Geisteshaltung durchgesetzt, dass Vegetarier blöd sind und ausschließlich Avocados in diversen Körperöffnungen spazieren führen. Die Wahrheit tut weh? Ja, in der Tat, kommen wir mal zur Wahrheit. Nein, kommen wir zuerst zu dem, was der neueste Horrorclown-Zugang dieser Sendung für die Wahrheit hält:

„Der Absatz von Avocados in Deutschland steigt und steigt. 2017 waren es 57 Millionen Kilo. Pro Jahr werden weltweit tausende Hektar Wald für Avocadofelder gerodet, ein Kilo Avocado verbraucht im Anbau 1000 Liter Wasser, also sechs Badewannen für 2,5 Avocados. Avocados kommen von ganz weit weg, Mexico, Brasilien, Südafrika, zehntausende Kilometer mit Schiff und LKW. […] Ganz ehrlich, Schnitzel vom regionalen Bauernhof ist umweltfreundlicher.“

Nein. Ganz ehrlich: Nur weil jemand „Ganz ehrlich“ sagt, kann der Satz trotzdem mit hanebüchenem Unsinn zu Ende gehen, es erinnert an die pegidaesken Wutbürger, die im Internet immer vor alles „FAKT IST:“ schreiben. Macht krassen Schwurbelblödsinn aber leider nicht unkrasser, denn auch wenn man ganz feste dran glaubt, ist Schnitzel vom regionalen Bauernhof NICHT umweltfreundlicher als eine Avocado. Keine Ahnung, was so schwierig an einem konkreten Vergleich zwischen zwei fraglichen Produkten ist, aber dieses Prinzip scheint diese ganzen alten Männer und Frauen hinter solchen Berichten ja massiv zu überfordern. Wenn die wissen wollen, ob etwas umweltschädlich ist, dann werden einfach ein paar lustige Animationen mit Badewannen und Schiffen erstellt und allein die Zahl 1000 vermittelt ihrer schlichten Denke, dass das böser sein muss als alles, was es sonst so gibt.

Wasserverbrauch verschiedener Lebensmittel, Quelle: https://www.presseportal.de/pm/130544/3934035

Ja, Avocados verbrauchen 1.000 Liter Wasser pro Kilo. Und nur die, alle anderen Agrarprodukte wachsen quasi von alleine auf staubigem Wüstensand. Oder doch nicht? Mal sehen: Ein Kilo Hühnerfleisch verbraucht 4.000 Liter, ein Kilo Kaffee benötigt 21.000 Liter, ein Kilo Kakao 27.000 Liter und Rindfleisch liegt ungefähr bei 15.000 Litern Wasser. Warum faselt jeder dahergelaufene Kasper also nur von der Avocado? Wieso jongliert der Typ nicht mit Schokolade? Vielleicht weil er selbst welche isst?

57 Millionen Kilo importieren wir von den grünen Dracheneiern jedes Jahr, uiuiui! Damit kann man Samson von der Sesamstraße oder sonstige Personen, die schon im Zahlenraum bis 100.000 ihre Probleme haben, sicher beeindrucken, aber verglichen mit den Zutaten für die deutsche Fleischproduktion ist das eher niedlich: Für Fleisch importieren wir nicht 57, sondern 5.400 Millionen Kilo Soja aus Übersee, also ungefähr 100 mal so viel. Wäre mir ganz schön peinlich, wenn ich im Video extra so eine LKW-Hupe nachgemacht hätte, weil ich offenbar keine Ahnung habe, was für das vielbesungene Fleisch vom regionalen Bauernhof so alles über den Atlantik transportiert wird.

Ja, Schiffe belasten auch das Klima, aber je größer die sind, desto geringer ist der Klimaschaden pro Kilo Fracht. Ich weiß, intuitiv klingt das immer sehr umweltschädlich, aber selbst der Transport eines Beyond-Burger-Pattys von Kalifornien nach Rotterdam macht ungefähr 30 Gramm CO2-Äuivalent aus. Muss man nicht wissen, aber wenn man einen Beitrag für die heute-show vorbereitet und sich darin euphemistisch „Der Klugscheißer“ nennt, so als wisse man mehr als alle anderen, sollte man sich die fünf Minuten Recherche schon gönnen. Ich mach’s kurz: eine Avocado verursacht ungefähr 200 Gramm CO2-Äquivalent, dasselbe Gewicht in Schweinefleisch liegt bei 830 Gramm CO2-Äquivalent.

Schnitzel sind also NICHT umweltfreundlicher als Avocados, sie verbrauchen mehr Fläche, mehr Wasser und emittieren viermal so viel Treibhausgase. Da Fleischesser ebenfalls eine Menge Avocados verzehren und es schon vegane Restaurants gibt, die bewusst Avocados von der Karte gestrichen haben, spielte das aber nicht mal eine Rolle, wenn es so wäre.

Billiges Vegetarier-Klischee Nummer 2: Vegetarier wissen nicht, woraus ihre Veggiewurst besteht.

Ja, es gibt vegetarische Fleischersatzprodukte, die zum großen Teil aus Hühnereiweiß bestehen. Mr. Klugscheißer denkt leider, er würde damit ein zentrales Argument für Fleischersatzprodukte entkräften, nämlich dieses hier:

„Es gibt leckere Fleisch-Alternativen, für die kein Tier leiden muss.“

Nun gibt es die aber. Der Umstand, dass für vegetarische Kost leider auch Tiere leiden, zaubert mir ja nicht meine vegane Chorizo aus dem Kühlschrank. Ich würde das übrigens dennoch nicht so ausdrücken, denn auch für den Anbau von Getreide und Gemüse werden leider Tiere aus ihrem Lebensraum verdrängt. Recht sicher fährt man mit der Formulierung: Es gibt Alternativen zu Fleisch, für die extrem viel weniger Tiere leiden müssen.

Die meisten Vegetarier und Veganer wissen zudem ziemlich genau, aus was ihr Essen besteht. Würden Menschen vom Lesen der Inhaltsstoffe auf Verpackungen die Füße anschwellen, die Veggie-Gemeinde wäre wohl ganzjährig barfuß unterwegs, so große Schuhe gibt es gar nicht. Ich kenne auch Vegetarier, die ganz bewusst nicht das als Wurst getarnte Stangenrührei kaufen, weil sie schon zu 90% vegan leben, aber noch mit Pizzakäse oder irgendeiner anderen Zutat kämpfen.

Da Hühnerweiß nicht gerade der tollste Geschmacksträger und der rein pflanzliche Fakeaufschnitt genauso lecker ist, spielt das auch kulinarisch keine große Rolle. Selbst die genannte Firma Rügenwalder hat mittlerweile diverse Produkte auf dem Markt, die ohne Hühnereier auskommen. Der schlimm uninformierte Mensch fährt fort:

„Wer glaubt, dass vegetarischer Aufschnitt gegen Massentierhaltung hilft, der glaubt auch, dass [es folgt eine unlustige Analogie, die das Humorverständnis meiner Leserschaft beleidigen würde, also habe ich sie gestrichen].“

Mööp, wieder falsch. Es gibt hunderte Aufstriche ganz ohne tierische Inhaltsstoffe. Die sind dann vegan, und damit rein technisch natürlich auch vegetarisch, denn vegetarisch bedeutet ja nur, dass kein Fleisch enthalten ist. Es bedeutet nicht, dass zwingend Milch oder Eier drin rumschwimmen. Man kann sich auch einfach Tomatenmark, Salz und Pfeffer aufs Brot schmieren und hat dann einen vegetarischen Aufschnitt, der mit Massentierhaltung so viel zu tun hat wie dieses Video mit fundierter Recherche.

Billiges Vegetarier-Klischee Nummer 3: Vegetarier benötigen mehr Fläche, weil Kühe Gras fressen

Ich möchte dann ab hier offiziell vorschlagen, dass der Typ sich doch bitte in „Der Dummscheißer“ umbenennt, kommt nun tatsächlich eine noch ignorantere Behauptung aus seinem Mund als zuvor, gepaart mit einem maximal selbstverliebten Blick. Habe ich erwähnt, wie peinlich das ist? Er sagt:

„Wir können alle Menschen gar nicht nur mit Pflanzen ernähren, Rinder Ziegen und Schafe fressen, was wir nicht essen können.“

Als Quelle wird dann allen Ernstes ein Artikel von Ulrike Gonder aus dem Jahr 2013 genannt (will ich nicht verlinken, bei Interesse einfach nach taz und Ulrike Gonder suchen), ihres Zeichens neben Udo Pollmer Mitbegründerin der antivegetarischen Lobbyorganisation EU.L.E., mit dem sie bereits ein Buch verfasst hat. Sollte Euch der Name nichts sagen, er ist Autor von Don’t Go Veggie, einem hart unwissenschaftlichen Schwurbelroman, und Ex-Kolumnist beim DLF.

Ulrike Gonder wiederum ist Autorin der deutschen Übersetzung von „The Vegetarian Myth“, so etwas wie die Bibel aller Antivegetarier von der Ex-Veganerin Lierre Keith, und nennt diese „Ethisch essen mit Fleisch“. Darin werden drei Dutzendmal Anekdoten mit Daten verwechselt und so wundert es nicht, dass sie immer wieder allerlei kreative Begründungen für das Zersägen schmerzempfindsamer Lebewesen findet.

Als Quelle für einen Objektiven Bericht kann man das aber komplett vergessen, die heute-show hätte auch Sarrazin oder Roland Tichy als Quelle nennen können – kann in der Redaktion denn niemand Quellen bewerten? Ja, Wiederkäuer können die Nährstoffe in Gras aufspalten, Menschen nicht. Diesen informationsbrocken werfen Fleisch-Lobbyisten auch immer gerne in Diskussionen ein und hoffen, dass niemand zwei Schritte weiterrechnet. Tut das aber doch jemand, ergibt sich folgendes Bild:

Das, was in diesen Fällen gerne einfach „Weideland“ genannt wird, ist eben zu großen Teilen auch Land, auf dem auch eine Menge anderer Dinge wachsen würden, wenn man sie nur dort anpflanzte. Nur weil ein paar Menschen dieses Land irgendwann mal gerodet haben und sich für Kühe auf dieser Fläche entschieden haben, ist es jetzt per Definition „Weideland“. Damit versichern sich Wurst-Abonnenten gerne, es ginge gar nicht anders.

Nebenbei bekommen all diese Tiere hierzulande neben dem reinen Gras längst kiloweise Kraftfutter zu fressen, damit sie auch schön schnell Milch geben oder Muskelfleisch ausbilden, also Getreide, Mais, Soja und solche Dinge. Diese Tiere verbrauchen mehr auf Äckern angebaute Kalorien – auf denen man auch einfach direkt Nahrung für Menschen anbauen könnte – als ihr Fleisch am Ende enthält. Und das gilt nur für die 12 Millionen Wiederkäuer in Deutschland, die 26 Millionen Schweine und 100 Millionen Hühner, Puten und Enten bekommen gar kein Grünfutter, sie leben komplett in Nahrungskonkurrenz zu Menschen.

Ich hatte das alles schon mal anlässlich des Videos von MaiLab aufgedröselt: Würde man all den Boden für Menschennahrung verwenden und nicht erst Millionen Tonnen Futter anbauen und das dann ineffizient an Tiere verfüttern, stünden für die Menschheit insgesamt viel mehr Kalorien zur Verfügung. Fun Fact: Gerade die vielgelobten Kühe sind eine klimatechnische Katastrophe, wirkt das von ihnen ausgerülpste Methan noch viel stärker als CO2. Das und der Umstand, dass für sie jeden Tag Regenwald verloren geht, macht sie zu einem desaströsen Klimafaktor.

Der selbsternannte Klugscheißer behauptet dann noch, die Umwandlung von Weideland in Acker für Monokulturen sei eine Katastrophe. Er weiß offenbar einfach nicht, dass allein 75% der globalen Sojaernte an Tiere verfüttert wird, das üblicherweise in gigantischen Monokulturen immer größere Flächen von Südamerika bedeckt. Er behauptet noch, dass es nicht ganz ohne Tierhaltung gehen würde, dafür gibt es einfach gar keine Quelle. Anders als der Mann behauptet, gibt es aber längst landwirtschaftliche Biobetriebe, die komplett ohne tierische Dünger arbeiten.

Fazit: Wenn man sich einfach vor Augen hält, dass man vegetarisch leben kann, ohne jemals eine Avocado zu verspeisen, dass das im Vergleich zu Fleisch aber auch nicht weiter schlimm wäre, dass niemand zwingend auf vegetarischen Fleischersatz angewiesen ist, es den aber auch ohne Hühnereiweiß gibt und dass die Fleischproduktion riesige Flächen verschwendet, auf denen man auch einfach direkt Nahrung für Menschen anbauen kann, dann muss man am Ende von beknackten Sommerpausevideos auch nicht von irgendwelchen Würsten abbeißen (wie das der Klischee-Vegetarier hier tut).

Liebe heute-show, wäre schön, wenn Ihr das nächste Mal nicht die Einblendung „Dauerwerbesendung“ vergesst. Oder einfach eine Urlaubsvertretung findet, die weniger groben Schwachsinn mit Quellen zu Agrar-Lobbyisten produziert, um Menschen einzureden, Fleisch essen sei im Jahr 2019 eine sonderlich sinnvolle Geschichte.

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Ohne Euch gäbe es diesen Text jetzt nicht, dafür aber ein toll graues Web-Formular in irgendeinem noch effizienter arbeitenden Ticketsystem

20 Gedanken zu “Die ZDF-heute-show verbreitet platten Lobbyblödsinn und ruft im Jahr 2019 zum Fleischessen auf.

  1. Korrekterweise sollte man von Wasserumsatz und nicht von Verbrauch reden. Wasser verschwindet schliesslich nicht. Ausserdem wäre der Umsatz bezogen auf Kcal der erzeugten Nahrungsmittel aussagekräftiger..als auf Kilogramm bezogen …von Genussmitteln mal abgesehen. Ein Kilo Spargel hat schliesslich einen deutlich niedrigeren Nährwert (kcal) als ein Kilo Avocados.

    • Man isst Gemüse nicht wegen den kcal sondern wegen Vitaminen, Antioxidantien und Mineralien. Ein Vergleich von kcal wäre nicht aussagekräftig, eigentlich müsste man komplette Ernährungsformen anschauen.

      • Der Mensch braucht nunmal einen täglichen Brennwert..und der wird nunmal nicht in kg gemessen. Das mit den Mikronährstoffen ist eine andere Baustelle.

  2. Und wenn ich mir hier das umliegende Dauergrünland (nein, von Wiese kann man nicht mehr sprechen) ansehe, feste mit Wirtschaftsdünger (Gülle&Co.) gedüngt und x-mal im Jahr radikal gemäht, dann ist das auch für die Bio-Diversität eine Katastrophe.
    Wenn man die Wiederkäuer komplett heraus nehmen würde, aus dem Dauergrünland auf den für Ackerbau weniger geeigneten Standorten richtige Blumenwiesen machen würde, die nur 1 bis 2 mal im Jahr gemäht werden und das Heu als Reststoff zu Pellets verarbeitet und als Ersatzbrennstoff verwertet würde, dann würde nicht nur der Umwelt ein Haufen Methan, Lachgas und Ammoniak und den Tieren viel Leid erspart, sondern auch gleichzeitig fossiler Brennstoff eingespart und etwas für die Bio-Diversität getan. Eigentlich Win-win-win-win gegenüber Probleme ohne Ende, aber so bescheuert ist die Menschheit nun mal.

    BTW Wasser (und auch Energie, Rohstoffe) kann man schon ver-brauchen, wenn man es vom Standpunkt der Entropie durch Verschmutzung betrachtet.

  3. Eigentlich bin ich ein Fan der Heute Show, die ja auch schon des Öfteren die Fleischlobby aufs Korn genommen hat.
    Bei diesem Beitrag kann man kaum noch von Satire sprechen, es ist einfach nur peinlich wie man hier versucht witzig zu sein und dabei einfach nur Öl in die Feuer derer gießt, die krampfhaft nach der Bestätigung suchen Fleischverzehr wäre gar nicht soooo schlimm und die Veganer und Vegetarier wären ja auch keinen Deut besser.
    Schade….
    All diese geschwurbelten Rechtfertigungen pro Fleischverzehr begegnen mir auch immer wieder im Alltag und ich werde es manchmal schon fast leid darauf noch zu antworten.
    Danke lieber Graslutscher, dass du unermüdlich gegen diesen Schwachsinn kommentierst!

  4. Danke für diesen guten Artikel.
    Als in Meck-Pomm aufgewachsener muss ich noch eine Sache anmerken:
    Warum sächselt der in dem Video, als der von Rügen spricht?
    Weil Rügen in Ostdeutschland liegt?

    Es scheint ja (außerhalb Ostdeutschlands) eine weit verbreitete Meinung zu sein, dass auf dem gesamten Gebiet der ehemaligen DDR nur ein Dialekt, nämlich Sächsisch, gesprochen wird. Klar, die Sowiets haben damals gezielt nur eine Dialektzone besetzt. Oder wurde vom SED-Regime forciert, dass sich überall Sächsisch als Dialekt durchsetzt.
    Auf Rügen wird Platt geschnackt!

    Diese Vischköppe!

    • Ach ja! Krass, das war mir gar nicht aufgefallen, aber da ich das Wochenende in Dresden verbracht habe, gebe ich Dir recht – „aus Rügen kommt“ soll glaube ich sächsisch darstellen o_O

      Ja, das ist mir auch schon aufgefallen, die „neuen“ Bundesländer verbinden eine Menge Leute mit dem überproportionalen Gebrauch von Ös – so als würden im Westen alle bayerisch reden.

      Zudem kommt Rügenwalder natürlich nicht von Rügen, aber eben aus Rügenwalde (!) – wie der Name schon sagt.

  5. Ich habe diesem Dummschwätzer eine Mail ähnlichen Inhalts geschickt und ihn noch auf das fehlende Argument der üblichen Verdächtigen hingewiesen, dass alleine übermäßiger Fleischgenuss unseren Hominiden-Vorfahren das größere Hirn beschert habe und dann Veganer deshalb gaanz sicher bald an Gehirnschwund leiden werden.

  6. Abgesehen vom auch ansonsten sehr treffenden Inhalt wird mir eine Formulierung für immer im Gedächtnis bleiben:

    „blaue Terrorschlümpfe“ XD XD XD

  7. Lieber Graslutscher,
    Ich bin fassungslos und entsetzt über die Heute Show und feiere deinen scharfen, ehrlichen Artikel! So wie du mit Fakten Zahlen ect und vor allem mit Logik hier rumhantierst, stehen die „Angeklagten“ als die größten Idioten dar. Bitte weiter, bitte mehr! 🙂

  8. Moin,

    ich bin immer sehr gut drauf, nachdem ich deine Artikel hier gelesen habe.

    Aber ich denke, dass du hier ein wenig auf dem Holzweg bist.

    Wie du am Anfang schon selbst bemerkt hast, ist das ganze reine Satire.
    Von Minute 1 bis Minute 5 ist davon nichts ernst gemeint.
    Warum sollte in der Heute-Show auch auf einmal etwas ernst gemeint sein?

    Der Sketch nimmt doch das gesamte Spektrum des ganzen Veganer/Fleischfresser-Diskussions-Bullshit-Bingos auf.

  9. Hi, ich schaue auch gern die heute Show aber unparteiisch sind sie nicht. Sie machen fleißig Kampagne gegen Impfgegner/-zweifler. Dabei gibt es gute Gründe an der Stoffmischung in Impfungen zu zweifeln, so wie an der Menge und Frequenz der empfohlenen Dosis.
    In Punkto Außenpolitik ist die heute schon auch ziemlich NATO-konform, denke ich…
    Viele Grüße und danke für den Artikel!

  10. Ich bin sicher, dass Du besser recherchiert hast, als die heute show und ich will auch wirklich keinen Fleischesser/veganer-Krieg hier weiter führen. Dass weniger Fleisch essen wichtig ist fürs Klima ist sicher richtig. Trotzdem ein kleiner Einwand:

    „eine Avocado verursacht ungefähr 200 Gramm CO2-Äquivalent, dasselbe Gewicht in Schweinefleisch liegt bei 830 Gramm CO2-Äquivalent.“

    In diesen Statistiken werden fast immer Gramm Greenhousegases(gGHG) pro Gramm Nahrung angegeben. Tatsächlich ist das ja aber keine wirklich sinnvolle Einheit. Insbesondere nicht, wenn wir wissen wollen, wie wir in der Klimakrise die Weltbevölkerung noch satt kriegen. Nun ist es schwierig zu wissen, wie viel jetzt eine Avocado dazu beiträgt oder ein Stück Schwein sich zu ernähren. Aber als erste Annäherung ist gGHG pro Kalorie aber auf jeden Fall sinnvoller als pro Gramm. Avocado hat 160 Kalorien. Schweinefleisch je nach Teil vom Schwein 145 bis 518 (laut dem google Kalorienrechner, alles pro hundert Gramm). Wenn man das jetzt umrechnet kommt man für die Avocado auf 1.25 gGHG pro Kalorie und für Schweinefleisch auf 1.6 bis 5.7 gGHG pro Kalorie. Das gibt dann schon bisschen ein anderes und in Teilen weniger dramatisches Bild.

  11. Seltsamerweise sagen sie:
    Es gäbe 5 Mrd ha Land, das landwirtschaftlich genutzt wird.
    Davon seien 3,4 Mrd ha Weideland.

    Lediglich die übrigen 1,6Mrd. ha müssten demnach für Pflanzl.Nahrung UND Tierfutter für Massentierhaltung genügen!
    Und wie teilen sich diese 1,6Mrd. Hektar nun in Pflanzenkost & Tierfutter auf?

    Fakt ist nämlich bekanntlich, dass 98% allen Fleisches NICHT von der Weide kommt.
    Sondern aus Stall- & Massentierhaltung und Futter-Monokukturen.

    Das zeigt ja schonmal, wie uneffizient die Weidehaltung ist:
    2% allen Fleisches (+ Milch) kostet mehr als doppelt so viel Platz wie sämtliches Massenhaltungsfleisch (Inkl. Futter-Monokulturen) PLUS alle pflanzliche Nahrung zusammen!
    Und wie wenig es ausmacht, wenn die Weidehaltung verschwindet:
    Es dürfte lediglich 2% weniger fLeich gegessen werden.

    Was also machen sie auf den übrigen 1,6 Mrd. ha dann richtig?

    Dass Z.B. in Deutschland über 50% aller Landwirtschaftsflächen für Tierfutter genutzt werden, beachten sie wohl bewusst nicht. Sollten sie jedoch, wenn sie drauf pochen, dass regionale Produkte so toll sind und eine Avocado so schlimm, weil sie aus einem fernen Land (Z.B:Portugal) importiert wird.

    Also wenn wir nun alle vegan leben, dann verzichten wir nicht nur auf den 2% Weidefleisch/-Milch-Anteil an tierischen Produkten, sondern auch auf die Futtermittel-Plantagen. (Wie hoch auch immer deren Anteil auf den 1,6ha sein mag!)
    Und angenommen, uns bliebe dann wirklich NUR noch die Option, diese Milliarden Hektar als Monokulturen für Pflanzenkost zu verwenden:
    Wär das nicht eindeutig noch immer besser als der Status Quo mit der flächenfressenden Weidehaltung?

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