5 untrügliche Anzeichen dafür, dass jemand vom Klimawandel keine Ahnung hat und unsere Zeit verschwendet – Teil 3: Immer mit der Ruhe, lass erst mal die Gebäude dämmen

Leider gibt es keine gute Einleitung für diesen Teil der Serie, die nicht zu einem gewissen Teil arrogant klingt, denn auch ganz nüchtern und ohne Parteibuch im Hinterkopf muss man leider beobachten: Eine Menge Menschen in Regierungsverantwortung haben von Ursachen, Wirkung und Lösungsansätzen für die Erdüberhitzung weniger Ahnung als durchschnittliche Schulabgänger mit mittlerer Reife. Ja, das wirkt leider ein wenig wie billiges Stammtischgeschwätz, wie das typische, bierseliges Gemotze über die da oben gegen uns hier unten, aber ich versuche nun, es besser zu belegen als das am Stammtisch üblich ist.

Ich habe diese Reihe begonnen, bevor die Ergebnisse der Europawahl feststanden, also bevor CDU und SPD einen historischen Denkzettel erhielten, indem Millionen ihrer Wähler zu den Grünen übergelaufen sind. Ich hatte Sorge, dass Teil 3 womöglich etwas aus der Zeit fallen könnte, weil die Verlierer der Wahl eine 180-Grad-Kehrtwende hinlegen und sich bei Klimaschutzmaßnahmen gegenseitig zu übertreffen versuchen. Ja, in der Rückschau schon reichlich naiv, denn auch nach diesem eindeutigen Signal sind die Lieblingsmaßnahmen in dieser Sache nach wie vor proaktives Abwarten und intensives Hoffen.

Es ist auch nicht so, dass ich mich darüber freuen würde, weil diese Leute jetzt ein gutes Ziel für eine rhetorische Abreibung abgeben. Viel lieber wäre mir, wenn alle Parteien erkennen würden, wie elementar wichtig dieses Thema ist und untereinander nur um den besten Weg zu einem CO2-neutralen Land streiten würden. Ich weiß, viele tun so, als wäre das bereits der Fall, aber hier kommt meine Einleitung ins Spiel: Die meisten Akteure wissen offenbar gar nicht, was notwendig ist, um die Erderwärmung aufzuhalten:

Da wäre zunächst Christian Lindner, seines Zeichens Schwarzweiß-Model der FDP und Anhänger der „Lass mal so CO2 einsparen, dass ich mich nicht ändern muss“-Devise. Geht es zum Beispiel darum, wie man den Verkehrssektor klimaneutral umgestalten kann, verweist er darauf, dass beim Heizen von Wohnräumen viel mehr Potential zur Klimaschutz besteht. Ob das damit zusammenhängt, dass er persönlich Verbrennungsmotoren ziemlich toll findet?

Sein Parteikollege Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, möchte nicht, dass Kerosin oder Fleisch teurer werden und schlägt stattdessen vor, dass auch für Autoverkehr und das Betreiben von Heizungen CO2-Zertifikate eingeführt werden sollten (ab Minute 36:30). Eine Menge Autofahrer verweisen in der Debatte hingegen gerne darauf, wie umweltschädlich Kreuzfahrtschiffe so unterwegs sind, während die Passagiere dieser Schiffe zutreffend zu berichten wissen, dass die Schifffahrt für „nur 3 Prozent der globalen Klimaemissionen verantwortlich ist.

So, stopp! Für diesen albernen Unsinn haben wir echt keine Zeit mehr. Wollen wir das 1,5-Grad-Ziel einhalten, dann müssen ALLE Sektoren ihre Treibhausgasemissionen drastisch senken, es ist hier kein Ablasshandel möglich in dem Sinne, dass wir den einen Sektor dekarbonisieren, um dann in unserem Lieblingssektor weiter folgenlos Mineralöl zu verbrennen. Christian Lindner hofft, dass wir bei der Gebäudedämmung so große Erfolge erzielen können, dass er weiter in seinen Spielzeugen rumfahren kann, die traurige Wahrheit ist aber, dass wir in allen Sektoren weit hintendran sind: Unser Strom entsteht zu 60 Prozent aus fossilen Brennstoffen, unsere Autos fahren zu 95 Prozent mit Mineralöl und unsere Häuser werden zu 90 Prozent mit Öl und Gas beheizt. Zusammen gerechnet haben wir damit 14 Prozent der Energiewende umgesetzt.

Diese fixe Idee, weiter dicke Benzinautos zu fahren, weil irgendwo im Land ein bisschen an der Gebäudedämmung geschraubt wird, ist vollkommen absurd und kindisch. Wenn es in meinem Haus durchs Dach regnet, dann sehe ich zu, möglichst schnell alle Löcher zu stopfen. Ich repariere nicht einfach das größte und erzähle dann allen, wie schön das jetzt ist, während mir der Regenguss aus den übrigen Löchern nachhaltig die Frisur zerstört. Wobei – um im Bild zu bleiben: Wir haben das größte nicht mal gestopft, dort regnet jetzt nur noch gut die Hälfte rein. Ich würde das Dach also ganz gerne komplett abdichten, doch die Regierung steht gerade auf der Leiter und will stattdessen die anderen Löcher noch etwas größer machen:

Die Ergebnisse des „Klimakabinetts“ von letzter Woche waren folgende:

  • 10 Prozent günstigere Zugtickets
  • Förderung für Wasserstoff- und Elektroantriebe
  • Gebäudesanierungen
  • Weitere Schritte im September

Ja, wir sollten dann wohl langsam ein paar Regenschirme im Wohnzimmer aufspannen, was? Diese Maßnahmen sind ja derartig zaghaft, als wenn jemand eine Horde Zombies durch gutes Zureden aufzuhalten gedenkt. Versteht mich nicht falsch, Vergünstigungen auf Zugtickets sind klasse, aber solange das Schienennetz kaputtgespart wird und die Deutsche Bahn die Nachfrage nicht bedienen kann, ist das keine sonderlich wirksame Maßnahme. Elektroautos sind ebenfalls ein wichtiger Baustein, aber auch die fahren mit Energie, die wir momentan zwar sauberER, aber noch nicht sauber erzeugen können.

Hierzu fand dann noch eine denkwürdige Pressekonferenz statt, in der die zuständige Sprecherin allen Ernstes behauptete, es seien gar keine zwingenden Vorschriften notwendig, weil in der Bevölkerung ja bereits ein hohes Bewusstsein für den Klimaschutz bestünde. Wie naiv kann man bitte sein? Und als nächstes schaffen wir dann die Strafverfolgung ab, weil in der Bevölkerung so ein hohes Bewusstsein dafür besteht, dass man eigentlich nett zu seinen Mitmenschen sein soll? Wer so was sagt und es tatsächlich ernst meintn hat nicht im Ansatz den Ernst der Lage begriffen und ist eine komplette Fehlbesetzung.

Es erklären ja auch regelmäßig große Teile der Menschen in Umfragen, wie wichtig ihnen das Wohl der Tiere sei, um sich dann zehn Minuten später zwei Kilo Schweinebauch in den Einkaufswagen zu legen, der pro Kilo weniger kostet als das Katzenfutter zwei Gänge weiter. Zudem wissen die meisten Deutschen halt gar nicht, wie effektiver Klimaschutz funktioniert. Oft wird Klimaschutz mit Umweltschutz gleichgesetzt, die Leute nutzen dann wiederverwertbare Tüten anstatt Einwegplastik und trennen zu Hause den Müll, wissen aber nicht, dass sie ihren Impact damit nur von 9,0 auf vielleicht 8,95 Tonnen CO2 im Jahr gesenkt haben. Unser Budget für die Einhaltung des Paris-Abkommens liegt bei ungefähr 2,7 Tonnen pro Jahr und Person.

Zudem verursachen in diesem Land ja auch Industrie, Handel, Landwirtschaft und der Staat selbst eine Menge Treibhausgase. Selbst wenn die Bürger hier also maximal bewusst vorgingen, würden wir immer noch nicht die Ziele von Paris einhalten. Es ist ziemlich infam, hier so zu tun, als hätte die Bevölkerung es allein in der Hand, während die Regierung Rahmenbedingungen setzt, durch die klimaschonendes Verhalten unkomfortabel und teuer ist.

In der Vorstandsklausur lehnte die CDU dann ein paar Tage später eine CO2-Steuer ab und setzte stattdessen auf staatliche Unterstützung für Innovationen, damit ab 2025 Flugtaxis zum Einsatz kommen. Flugtaxis. FLUGTAXIS! Die Verantwortlichen könnten ja einfach mal auf die Wissenschaft hören, aber weil man dafür lange Wörter lesen und verstehen muss, haben die wohl lieber einen Zurück-in-die-Zukunft-Marathon veranstaltet und sich einfach die Zaubertechnologie ihrer Wahl zurechtgewünscht. Fun Fact: Selbst wenn in naher Zukunft irgendwo Flugtaxis unterwegs sind, spart das nicht ein Gramm CO2 ein, denn die Idee hinter den Dingern ist primär ein schneller Personentransport. Die Hersteller machen keinen Hehl daraus, dass das leider mehr Energie kostet als der Betrieb eines Elektroautos.

Wow. Die Zugtickets werden etwas günstiger und die Autos fliegen bald mit Strom, das ist echt alles? Meine Güte, das ist ja an Unentschlossenheit kaum zu überbieten. Hätte man die CDU damit beauftragt, den einen Ring in Mordor zu vernichten, hätten die vermutlich ein entsprechendes Sauron-Kabinett gebildet und sich darin dann auf 20 Jahre Nichtstun geeinigt aus Sorge, die Arbeitslosigkeit im Ringgeistersektor könnte ansteigen, wenn man zu schnell vorgeht.

Eine weitere beliebte Zaubertechnologie ist synthetisches Benzin – oder auch E-Fuels. Hierbei wird aus möglichst sauberem Strom Benzin hergestellt, das in herkömmlichen Verbrennungsmotoren verwendet werden kann. Kleiner Nachteil: Diese Technik benötigt viel mehr Energie als ein Elektroauto und kostet momentan 4,50 Euro pro Liter Diesel-Äquivalent. Den Vertretern der FDP ist das egal, für sie ist es primär wichtig, dass ein Auto auch weiterhin 1000 km am Stück fahren kann und sie wollen wohl später mal ihren Enkeln erklären, dass nun regelmäßig die Ernte ausfällt, weil es ihnen 30 Jahre zuvor zu unbequem war, alle 300 km ihr Auto aufzuladen.

Der Witz ist: Selbst wenn die Deutsche Autoflotte im Schnitt klimafreundlicher pro Auto wird, bringt das überhaupt nichts, wenn sich die Entwicklung fortsetzt und auch in den kommenden 10 Jahren zusätzliche 6 Millionen Autos zugelassen werden. Zudem ist das fraglich, wenn im Mai 2019 32 Prozent mehr SUVs und 22,8 Prozent mehr Geländewagen zugelassen wurden als im Mai 2018.

Daran krankt so ziemlich jeder aktuell gemachte Vorschlag: Die leicht positive Wirkung der extrem vorsichtigen Vorschläge wird vom Wirtschaftswachstum gleich mehrfach wieder aufgefressen. Die Idee, einfach weniger zu verbrauchen, rennt gegen das Glaubensbekenntnis der CDU, die unter „Erhaltung der Schöpfung“ offenbar eher das Schützen der Aktienkurse versteht als das ihrer Lebensgrundlage.

Ich weiß, bei den Worten „weniger verbrauchen“ verfallen einige Menschen in harte Schnappatmung, aber weniger CO2-Emissionen heißt nicht automatisch weniger Lebensqualität: Innenstädte, die Autos aus dem Zentrum verbannen, blühen gerade auf. Auch ein mit dem Zug erreichtes Urlaubsziel kann ziemlich entspannend sein und wie lecker und gesund man auch ohne tierische Lebensmittel über die Runden kommt, muss ich hier jetzt vermutlich nicht lang und breit erklären.

Und jetzt die guten Nachrichten: Ja, wir müssen unsere Wohnungen heizen und brauchen Mobilität und dafür wiederum große Mengen klimaneutralen Strom, aber das ist kein Ding der Unmöglichkeit. Es ist sogar technisch und ökonomisch ziemlich sinnvoll, nur wurden hier bislang einfach tausende Windräder und Solarmodule ins Land gepflanzt, die das ohne Infrastruktur nicht bewerkstelligen können, weil nun mal nicht immer genug Wind und Sonne vorhanden ist. Man kann diesen Strom aber wunderbar speichern, indem man ihn in Erdgas umwandelt uns ins riesige deutsche Gasnetz einspeist (ca. 500.000 km lang). Sollte es dann ein paar Tage dunkel und windstill werden, kann dieses Gas wieder klimaneutral in Strom und Wärme gewandelt werden.

Für diese Sektorenkopplung gibt es schon lange Machbarkeitsstudien und Zahlen, es muss nur umgesetzt werden, damit dann alle Sektoren Klimaneutralität erlangen. Danach können wir uns dann immer noch überlegen, ob wir mit dem Strom Flugtaxis betreiben oder nicht. Wer stattdessen die vollkommen überflüssige Frage aufwirft, ob wir lieber die Gebäude dämmen oder den Verkehr elektrifizieren, hat die vor uns liegende Aufgabe nicht im Ansatz verstanden.

Die Benutzung des Wortes „oder“ ergibt überhaupt keinen Sinn, es sollte schleunigst durch mehrere „unds“ ersetzt werden.

Lest auch Teil 2 von neulich: Klimaschutz? Nein, das ist nicht sozialverträglich!

In den nächsten Tagen kommt auch Teil 4: die sollen erst mal Müll aufsammeln, bevor sie sich beschweren!

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Ohne Euch gäbe es diesen Text jetzt nicht, dafür aber ein toll graues Web-Formular in irgendeinem noch effizienter arbeitenden Ticketsystem 😉

 

Auch im Jahr 2019 haben selbst Herausgeber der F.A.Z. grundlegende Details des Klimawandels nicht begriffen

Nun gut, wir haben 2019. Wir sind es mittlerweile gewohnt, dass Menschen den großen Haufen Unfug, der ihnen aus dem Ohr zu schwappen droht, nicht etwa verschämt vor den Nachbarn verbergen wie ein Evangelikaler seinen schwulen Sohn, sondern ihn bar jeder Kenntnis stolz in die Welt hinausplärren. Menschen werden reich mit dem aberwitzigsten Unsinn, mit Theorien über eine flache Erde, mit Heilungsversprechen zu angeblichen Parasiten im Darm, die man dort laut dubiosen Buchautoren mit ätzender Chlorbleiche rausspülen soll.

Eigentlich sollte man sich an so was nicht gewöhnen, aber jeden Tag stundenlang aufregen ist vermutlich auch nicht gerade ideal für die Pumpe, also habe ich mich mit dem um sich greifenden Dunning-Kruger-Effekt zumindest arrangiert. Früher haben diese Leute solchen Stuss halt am Dorfbrunnen unter die Leute gebracht, heute gibt es das Internet – die Menschen werden nicht blöder, wir haben nur Wege erfunden, um grandiosen Humbug schneller zu verbreiten. Dennoch trifft es mich hart, wenn einer der Protagonisten dieses Trends die F.A.Z. mitherausgibt.

Zugegeben, Holger Steltzner ist kein Anhänger der Flache-Erde-Theorie und verdient auch kein Geld mit dubiosen Tinkturen. Er hat in Frankfurt Jura und BWL studiert und ist einer von vier Herausgebern einer der einflussreichsten Tageszeitungen des Landes, also mitnichten ein dummer Mann. Dennoch schreibt er in seinem Kommentar vom 15.02.2019 Dinge, die man so vermutlich auch in Sendungen von Alex Jones oder internen AfD-Chatprotokollen finden könnte.

Ja, ich weiß, die F.A.Z. gehört dem bürgerlich-konservativen Medium an, ich erwarte da jetzt also wirklich keine progressiven Meisterleistungen, aber muss die Überschrift wirklich „Klimareligion mit Ablasshandel“ sein? Geht es nicht auch mal eine Nummer kleiner? Seit wann ist es in bürgerlichen Kreisen eigentlich so schick geworden, dass Laien die Leistungen der globalen Wissenschaftsgemeinde zerreden? Das bringt mich echt auf die Palme, die Leute leben dank der wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 100 Jahre wie die Maden im Speck und verwenden für das Instrumentarium, das diese Erkenntnisse hervorgebracht hat, den Begriff „Religion“. Vielleicht sind BWL und Jura aber auch einfach nicht die richtigen Studiengänge

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Wie ein Vortrag von Harald Lesch irreführend zusammengeschnitten wurde und worum es darin eigentlich geht

Seit Wochen verbreitet sich nun ein Video mit Professor Harald Lesch im Internet, in dem er die Nutzung von Elektroautos harsch kritisiert. Die seien teuer, würden viel Lithium benötigen und das hätte schlimme Auswirkungen auf die Grundwasserreserven einer chilenischen Wüste.

Spätestens seitdem ist dieser Bereich der Atacama-Wüste in aller Munde. Ironischerweise beschwert sich Professor Lesch in seinem Vortrag noch, dass kein Mensch fragt, woher denn das ganze Lithium für die Akkus komme – seit dem Erfolg des Videos wird diese Frage so gut wie immer gestellt, sobald irgendwer auch nur an ein Elektroauto denkt.

Und zwar am liebsten von Leuten, die selbst gerne Autos mit Verbrennungsmotor fahren. Ich habe dieses Video in diversen Gruppen gesehen, die „Ja zum Diesel!“, „stoppt die DUH“ oder so hießen und deren Mitglieder diese Frage wohl für eine ganz wunderbare Argumentation halten, um weiter Erdöl zu verbrennen.

Ich lese täglich Meinungen von Leuten, die Elektroautos für schlimmer als Plutonium im Bällebad halten, weil sie damit keine tausend Kilometer am Stück fahren können, und immer wieder werden diese drei Minuten und zwei Sekunden hervorgekramt, in denen Professor Lesch den Studierenden der TU Ilmenau seine Sicht auf Elektromobilität erläutert.

Die Sache hat nur einen Haken: Der ganze Vortrag ist

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Stellt Euch vor es ist Klimawandel und keiner geht hin

Hey, gute Nachrichten: Es ist nüchtern betrachtet ziemlich simpel, unseren Planeten zu retten.

Ich weiß, das klingt immer wie eine nahezu unmögliche Aufgabe. Wenn man ein paar Tage nach Veröffentlichungen des Klimarats Zeitung liest, dann erscheint der Kampf gegen die globale Erwärmung so schwer wie Doom im Nightmare-Modus, in dem alle getöteten Gegner nach kurzer Zeit wieder auferstehen und Euch weiter bekämpfen.

Was gerne vergessen wird: Die Verursacher der Erwärmung sind zum Großteil Faktoren, die nicht lebensnotwendig sind. Keiner ist auf Verbrennungsmotoren, Kohlestrom, riesige Fleischmengen, Flugreisen oder fünf Pfund Unterhaltungselektronik pro Jahr angewiesen. Ganz naiv gesagt: Wir könnten einfach sofort damit aufhören, den Planeten zu zerstören, indem wir unser Leben auf die Dinge beschränken, die für ein glückliches Leben vollkommen ausreichen.

Ähnlich wie in einer Partie Doom im Nightmare Modus sind unsere härtesten Gegner bei dieser Aufgabe immer wieder zum Leben erweckte Zombies, aber nicht in Form von Monstern, sondern in Form von ignoranten Null-Aussagen. Diese folgen dem beliebten Muster: „Bevor ich was ändere, sollen sich erst mal alle anderen ändern.“

Natürlich formuliert es niemand so, würde ja sonst jedem gleich auffallen, was für ein Unsinn es mal wieder aus der Großhirnrinde bis zum Sprachzentrum

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Bitte jetzt mal eine Runde Mitleid für Gesa Holz vom Stern

Halt! Egal, was Ihr macht, hört sofort auf damit, das kann warten. Wir müssen jetzt dringend in Form einer Art Beileidkollektiv eine extra große Portion Anteilnahme zu Gesa Holz rüberteleportieren und sie ordentlich bedauern. Jetzt bitte alle im Chor: „Oooh, arme Gesa, dutzi dutzi. Das wird schon wieder.“

Prima, das habt Ihr gut gemacht. Gesa hat für den Stern einen Text geschrieben, denn sie hat total fiese Freundinnen, die einfach nicht ungefragt alles aufessen, was Gesa ihnen vorsetzt. Was eingebildete Tussis, oder? Diese arrogante Tina zum Beispiel, die will einfach keine Laktose verdauen – könnte sich ja einfach mal ein bisschen Mühe geben, diese unhöfliche Trulla, wenn Gesa sie schon so nett einlädt. Mit ein bisschen Körperspannung und gutem Willen klappt das schon. Lotta kommt laut eigener Aussage mit Gluten nicht klar und Gesas Lieblingskollegin ist angeblich die Tierschützerin schlechthin geworden, weil sie die Tiere jetzt nicht mal mehr töten will – wie hardcore ist das bitte? Ich bezeichne mich jetzt übrigens als Bahnhof-, Baum- und Kindergartenschützer, weil ich fortan nichts davon mehr mit Kerosin übergieße und anzünde.

Sie alle wurden so nett von Gesa eingeladen und haben dann einfach kackdreist zurückgefragt, ob sie an dem Abend auch was essen können. Eine hat sogar angeboten, selbst was mitzubringen, wenn das sonst zu aufwändig sei. Übel, manche Leute haben ja echt gar keine Manieren, oder? Ach so, nein nein, Gesa ist kein achtjähriges Mädchen in der Trotzphase, angeblich handelt es sich um

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Julia Klöckner gegen den Rest der Welt

Euer Job ist zu anstrengend? Ihr fallt abends schlagkaputt auf die Couch und nicht mal für die Erledigung der Buntwäsche bleibt genug Energie? Das muss nicht sein! Für einen gut dotierten Sesselpupserjob im Landwirtschaftsministerium müsst Ihr Euch einfach nur das Rückgrat rausoperieren lassen und dann in Interviews rüde die Interessen der Agrarlobby gegen Menschen, Tiere und Planeten verteidigen. Na, wie klingt das?

Ihr könnt das nicht? Schlechtes Ge-was? Oje, so wird das aber nichts mit der eigenen Doppelhaushälfte, reißt Euch doch mal zusammen! Nehmt Euch lieber mal ein Beispiel an unserer Agrarministerin, Frau Julia Klöckner. Ihr Studium mit den Schwerpunkten Agrarpolitik, Sozialethik, Wirtschafts-, und Bioethik hält sie ja auch nicht davon ab, systematische Tierquälerei und massive Umweltzerstörungen zu Gunsten von Tierhaltern durchzuwinken. Und jetzt wollt Ihr nicht, weil Tiere Schmerzen spüren? Mit einer derartig gefühlsduseligen Einstellung kommt Ihr nie ins Landwirtschaftsministerium.

Zugegeben, man braucht mehr für den Job als nur erbarmungslose Gleichgültigkeit. Ein Herz aus Eis allein reicht nicht, man muss auch rhetorisch was draufhaben. Wenn zum Beispiel ein Journalist der taz Euch fragt, ob man tierische Lebensmittel angesichts der desaströsen Auswirkungen auf den Planeten nicht anstatt der derzeitigen 7 Prozent mit dem Regelsteuersatz von 19 Prozent besteuern sollte, dann solltet Ihr am besten ablenken. Zum Beispiel könntet Ihr spontan in den Himmel zeigen und „WAS IST DAS?“ schreien, in der Hoffnung, die Frage sei danach vergessen. Oder Ihr antwortet einfach

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Berliner Senat fordert: Ungesunde Kost für Schulkinder? Na gut, aber dann wenigstens mit Fleisch.

Okay, letzter Post zur veganen Kita, ich verspreche hoffe es:

Letzte Woche habe ich zwei Stunden mit einer Frau diskutiert, die tatsächlich aufrichtig besorgt war um ihre Enkel, weil ihre Schwiegertochter diese vegan ernährt und offenbar keine Supplementierung mit Vitamin B12 vornimmt. Sie hat sich darüber geärgert, wie ich das Thema behandele, weil man zwischen den Zeilen lesen könne, das sei vollkommen ungefährlich (Spoiler: Ist es nicht!).

Nun ist es mit Texten und Sprache leider in der Tat so, dass Menschen trotz 99,9 Prozent DNA-Übereinstimmung ein und denselben Text sehr unterschiedlich interpretieren, gerade wenn dieser sich Sarkasmus und Ironie bedient, was auf meinem Blog schon vorgekommen sein soll. Tatsächlich mache ich mich über die düsteren Warnungen in den von mir kritisierten Artikeln etwas lustig und gehe rein aufgrund der Lesedauer nicht in jedem Beitrag ausführlich darauf ein, wie wichtig eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema ist. Ich kann verstehen, wenn eine neue Leserin dadurch denkt, ich wolle das Ganze verharmlosen.

Will ich aber tatsächlich nicht. Ich habe bereits in diversen Artikeln darauf hingewiesen, wie wichtig die Ergänzung von Vitamin B12 ist und warum das dennoch kein Argument gegen vegane Ernährung ist, weil in Deutschland lebende Menschen auch bei Mischkost bestimmte Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen sollten. Deswegen finde ich die Kommunikation von DGE und ärztlichen Vereinigungen oft schlicht unglücklich, wenn sie vor veganer Ernährung warnen, das aber selten um eine zweizeilige Erklärung ergänzen, wie man seinen B12-Spiegel simpel messen und auf gesundem Niveau halten kann.

Also, liebe Schwiegertochter von Clara, wenn Du das liest, bitte gib Deinem Kind ausreichend Vitamin B12 und bringe es regelmäßig zu einem Arzt mit abgeschlossenem Medizinstudium, alles andere ist fahrlässig.

Was ich an den entsprechenden Warnungen in den Artikeln aber nach wie vor kritisiere, ist, dass sie vielen Menschen suggerieren, eine westliche Mischkost wäre insgesamt immer eine prima Sache. Da muss ich leider den Spielverderber geben, denn es gibt halt

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Geil, laut Focus ist veganes Essen voll dufte! Geil, laut Focus Online macht veganes Essen depressiv, gefährdet Kinder und ist absurd gefährlich.

Wenn einer auf der Straße steht, sich aus einer Kühlbox Eiswürfel in seine Hose schaufelt und sich währenddessen bitter darüber beklagt, dass ihm untenrum bald das halbe Vergnügungszentrum eingefroren ist, dann würden wohl alle Anwesenden einen Psychiater zu Hilfe rufen oder die Notfallseelsorge alarmieren. Fast alle. Die Personalabteilung vom Focus bietet dem Mann hingegen spontan einen 2-Jahres-Vertrag für die Betreuung der Social-Media-Auftritte an, so dass die Facebook-Präsenz dieses Nachrichtenmagazins dieser Illustrierten heute wirkt wie eine internetgewordene dissoziative Identitätsstörung.

Nun werden einige einwenden, dass ich mir die Mühe wirklich nicht zu machen brauche, da man beim Focus ohnehin nur erwartet, dass dort von anderen, ähnlich zwielichtigen Medien irgendwelche seichten Geschichten abgeschrieben wurden. Andere werden fragen: „Focus? Ist das so ein sperriger Klorollenhalter von Ikea?“ Schön wär’s! Der Focus ist so eine Art Zeitschrift, nur dass dort das Lektorat für die Online-Ausgabe nie aus dem Sommerurlaub 2015 zurückkehrte, was ulkigerweise bis zum heutigen Tag niemandem so richtig aufgefallen ist.

Seitdem machen es sich einige Redakteure bei Billard und Beer Pong gemütlich und schicken zum Abgabetermin einfach Links zu teils mehrere Jahre alten Artikeln an die Social-Media-Abteilung. Das bemängeln die Leser in den Kommentaren zwar, da diese aber offenbar auch keiner liest, wird das vermutlich erst mal so bleiben.

Eigentlich wollte ich mich in diesem Artikel über die Printausgabe des Focus freuen, die ihren Lesern mit der Titelgeschichte „Die vegane Welle“ einen unerwartet gründlich recherchierten und ungerechtfertigte Ängste adressierenden Text bietet (das war die Ausgabe vom 10. März, also mittlerweile nicht mehr ganz so aktuell). Darin macht Elisabeth Krafft einen Selbstversuch und ernährt sich vier Wochen lang vegan – einige mögen jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil sie den zwanzigsten absurden Selbstversucht befürchten, in dem ein desinteressierter Autor den lahmen Geschmack von nicht gewürztem Naturtofu in lauwarmem Wasser zu einer scheinbar alle überraschenden Neuigkeit aufpustet, aber Frau Krafft meint es tatsächlich ernst.

So schreibt sie, dass Veganer häufig eher ethische denn gesundheitliche Beweggründe haben und die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ziemlich

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Durch Veganismus ist die Welt nicht zu retten, schrieb er in seinen NZZ-Artikel, und tat dann einfach gar nichts.

So, und jetzt endlich mal großartige Neuigkeiten! Macht Euch keine Sorgen, denn all unsere Probleme werden schon bald verpufft sein. Schmeißt den Seitan aus dem Fenster, geht zum Metzger und kauft Euch stattdessen ein dickes, fettes Stück Tierarsch und beißt da rein. Leiht Euch einen Audi Q7 und fahrt damit komplett im ersten Gang in der Stadt herum (klingt besser), einfach weil es lustig ist, und erfindet dann einen Cocktail, für den man jeweils zehn Nespresso-Kapseln und einen Klumpen Elfenbein verrührt, auf dass es das In-Getränk 2018 werde.

Wie jetzt, unökologisch und tierfeindlich? Wie seid Ihr denn bitte drauf… habt Ihr denn nicht den Gastkommentar von Toni Stadler in der NZZ gelesen? Es ist nämlich so, dass Missstände in der Tierhaltung beseitigt gehören, aber deswegen direkt keine Tiere mehr zu essen ist total übertriebener Aktionismus, darum kümmert sich, *däfdää*, doch längst Vater Staat, Ihr kleinen Dummerchen! Tierquälerei? „Dies zu korrigieren, ist Aufgabe staatlicher Aufsicht, nicht des Konsumenten.“

Jawoll! Das ist Aufgabe des Staates, haha! „Herr Ober, bitte noch mal zehn Portionen Gänsestopfleber für mich und meine Katze! Was schauen Sie denn so? Der Staat hat sich doch bereits darum gekümmert, dass beim Einführen des Metallrohrs in den Gänsehals keine Schmerzen entstanden sind, ist ja schließlich seine Aufgabe!“.

Ja, lieber Toni Stadler, das ist auch seine Aufgabe. Einen Moment, Ich nehme Dir jetzt mal Deine Einhornbrille ab. Ui, da ist ja ganz schön viel Feenstaub drauf, kein Wunder, dass Du

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Hilfe, der Milchpreis! Habt Ihr den Milchpreis gesehen? Warum tut denn niemand was?!

Gibt es eigentlich noch irgendein anderes Thema für die deutsche Presselandschaft als den aktuellen Marktpreis für die Muttermilch 600 kg schwerer Paarhufer? Ich kann es echt nicht mehr hören! Milchpreis jetzt unter 30 Cent! Milchpreis jetzt unter 25 Cent! Milchpreis jetzt unter 20 Cent, aaah, bitte alle synchron direkt aus dem Fenster springen, in 3…2…1… herrje, was eine Hysterie.

Kälberboxen

Es wird sich empört, wie die Bauern denn davon noch leben sollen, so als wäre der Preissturz die Folge diabolisch agierender Geheimzirkel oder amerikanischer Nachrichtendienste, die es aus purer Bosheit auf deutsche Milchbauern abgesehen haben. Oder besser noch: Die Discounter und die Kunden tragen Schuld an Milchtüten zum Preis von einem halben Liter Mineralwasser.

Dabei ist der mit Abstand wichtigste Grund für den aktuellen Dumpingpreis, dass die Milchbauern schlicht viel zu viel davon produzieren. Der Bauernverband hatte sich nämlich überlegt, dass Russland und China tolle Exportmärkte sind und man deswegen diese lästige Milchquote abschaffen und die Produktion mal so richtig ankurbeln sollte. Deutsche Milchbauern sollten für den Weltmarkt produzieren, weil die deutsche Landwirtschaft ja so

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