Warum Mineralölspuren in Veggiewürsten kein so großes Problem sind, wie die Öko-Test behauptet

Ja, die ÖKO-TEST hat mal wieder Spuren von Mineralöl in Produkten gefunden. Waren es im Jahr 2019 noch vegetarische Burger und im März 2021 veganes Hack, sind es jetzt vegetarische Würste. Wie originell… So wie bei den Fortsetzungen von der Weiße Hai werden auch die „Ah, Hilfe, Mineralöl!“-Meldungen der Öko-Test mit zunehmender Anzahl eher öde und vorhersehbar.

Sollte euch das zu langweilig sein und ihr droht aufgrund des Wiederholungsfaktors einzuschlafen: Es gibt auch entsprechende Testergebnisse, die vor Mineralöl in Müsli-Riegeln, Handcreme, Salamipizzen, Schokolade, Haferflocken, Parmesan, Toastbrot, Kokosmilch, Rapsöl und vermutlich auch neugeborenen Rehkitzen warnen.

Für alle, die sich über den Sarkasmus an dieser Stelle wundern und der Ansicht sind, dass Mineralöl im Essen ja nun wirklich nichts zu suchen hat: Ja, hat es nicht. Ich habe mich mit dem Thema nur schon vor 1,5 Jahren beschäftigt und lebe immer in (womöglich übertriebener) Sorge, mein Publikum mit Wiederholungen zu langweilen. Deswegen habe ich den ganzen Vorgang letzten Freitag etwas lapidar auf Facebook kommentiert, was bei einigen Personen zu Unverständnis führte.

Bei diesen ist wohl der Eindruck entstanden, ich nähme das Thema nicht ernst und wolle die im Test schlecht weggekommenen Firmen verteidigen. Ich kann das nachvollziehen, denn ich bin auf einige Punkte nicht wirklich eingegangen und war auch etwas zynisch und sarkastisch. Deswegen schreibe ich es hier jetzt noch mal ausführlicher zusammen, denn an den Gründen für meine damalige Kritik hat sich eigentlich kaum etwas geändert. Um zu verstehen, warum ich die schlechten Noten für ungerechtfertigt halte, ist folgendes wichtig:

Heutige Messmethoden sind einfach krass sensibel. Mithilfe einer Gaschromatografie können selbst minimale Substanzmengen nachgewiesen werden, die Nachweisgrenze liegt zwischen einem Milliardstel Gramm und einem Billionstel (!) Gramm. Letzteres entspricht ungefähr dem Gewicht eines E.coli-Bakteriums. Die Methode ist also so empfindlich, dass selbst die Verunreinigung mit dem Gewichtsäquivalent von einem E.coli-Bakterum in einer Packung Reis gemessen werden kann.

Das ist einerseits großartig, denn je genauer wir messen können, desto mehr wissen wir. Das bedeutet andererseits, dass Messergebnisse sinnvoll eingeordnet werden müssen, um ihre Bedeutung zu verstehen. Dass bei so einer genauen Messung etwas gefunden wird, ist alles andere als eine Sensation – im Gegenteil: Es wäre eine Sensation, wenn gar nichts gefunden werden würde.

So muss das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bei einer Messung von MOSH-Verunreinigungen in Couscous erst mal aufwändig unterscheiden, wie viel der Verunreinigung aus dem Couscous selbst stammt und wie viel aus der Verpackung. Warum die das nicht einfach mit einer Portion unbelastetem Couscous vergleichen? Weil für so einen Vergleich schlicht kein Couscous komplett ohne Mineralölverunreinigung verfügbar war (Seite 55).

Ich weiß, es drängt sich die Frage auf, warum in aller Welt Hersteller von Couscous, veganen Würsten und Salamipizza denken, Mineralöl sei ein sinnvoller Teil von Rezepturen. Antwort: Das tun sie nicht. Die Rückstände der gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffe (englisch: Mineral Oil Saturated Hydrocarbons oder MOSH) gelangen in der Regel nicht in die Produkte, weil die Entwicklungsabteilung sich davon eine fluffige Konsistenz verspricht, sondern weil das bei Herstellung, Transport und Lagerung unerwünschterweise passiert.

Andere Medien warnen vor Veggie-Würstchen

Diverse Teile von Verpackungen sind potentielle Quellen für einen Übergang von MOSH in ein Lebensmittel, darunter insbesondere Recyclingpapier, aber auch Jutesäcke oder Druckfarben. Für die meisten Ernte- und Verarbeitungsmaschinen werden Schmieröle auf Mineralölbasis genutzt, aber auch Abgase aus der Umwelt können Agrar-Rohstoffe in sehr geringen, aber eben messbaren Mengen kontaminieren.

Für die Hersteller der Produkte, die wir schlussendlich im Einzelhandel erwerben, ist es also unter Umständen gar nicht so einfach möglich, die Ursache einer Belastung mit MOSH zu identifizieren bzw. effektiv etwas dagegen zu tun. Die Messung erfolgt wie schon gesagt chromatographisch, das ist deutlich komplizierter als das messen einer Temperatur und auch schlechter reproduzierbar.

Laut Blick auf das Thermometer in meinem Büro herrschen hier aktuell 21,4 Grad Celsius. Würde mein Coworking-Kollege Lars diese Messung jetzt gleich wiederholen, so läge das Testergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit immer noch sehr nahe an 21,4 Grad Celsius. Kaufe ich aber eine Packung Alnatura-Würstchen aus Seitan und ein Labor misst darin 3 Milligramm MOSH / Kilogramm, dann ist überhaupt nicht gesagt, ob eine Messung wenige Wochen später den gleichen Wert ergäbe.

Bei der neuerlichen Ernte des Weizens könnte dann zum Beispiel ein Tropfen Schmieröl des Mähdreschers im Überladewagen landen. Die neue Testprobe könnte außerdem aus einer Verpackung stammen, die ein paar Wochen länger zusätzlich in einem großen Wellpappkarton gelagert wird. Die Würstchen wären den in den Verpackungen enthaltenen Mineralölkohlenwasserstoffen dann länger ausgesetzt und es würde mutmaßlich ein entsprechend höherer Wert gemessen werden.

Die Herstellerfirma hätte dann also alles genauso gemacht wie immer, würde aber dennoch eine strenge Abwertung für eine recht zufälliges Ergebnis erfahren. Zudem spielen die Konsistenz und die Oberflächenbeschaffenheit des Lebensmittels eine große Rolle, besonders trockengelagerte Produkte wie Reis- oder andere Getreideprodukte, sowie Pflanzenöle nehmen MOSH aus den Verpackungen leichter auf als andere.

Aus einem höheren Wert in Produkt A können wir also nicht schließen, dass der Hersteller fahrlässig oder gleichgültig handelt und wir deswegen lieber Produkt B kaufen sollten. Das soll nun nicht bedeuten, dass es uns egal sein sollte, ob solche Verunreinigungen in unseren Lebensmitteln vorkommen. Das in diesem Artikel vielzitierte BfR schreibt:

Die Verunreinigung von Lebensmitteln mit Mineralölbestandteilen aus Verpackungen ist unerwünscht.

https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_mineraloelbestandteilen_in_lebensmitteln-132213.html

Natürlich wollen wir möglichst wenig Schadstoffe. Nein, eigentlich wollen wir gar keine Schadstoffe. Weg mit den Schadstoffen, buh! Schadstoffe, go home, ihr nervt voll! Dieses hehre Ziel dürfte nur leider bis auf weiteres unerreichbar sein, denn dann müssten nicht nur die Spuren von Mineralöl verschwinden, sondern auch eine Menge anderer Substanzen, die unsere Umwelt bereithält.

Reaktion vom Focus

In unserer Erdkruste lauern diverse Elemente und Verbindungen, die von Pflanzen über die Wurzeln aufgenommen werden und dann ggf. in unserem Essen landen, auch wenn wir das nicht so prickelnd finden. Vergleichsweise hohe Dosen erreichen z.B. Arsen in Reis, Cadmium in Pilzen und Leinsamen sowie Quecksilber in Muscheln und Fischen. Selbst unser Leitungswasser ist nicht vollkommen frei von Substanzen, die in hohen Dosen sehr gefährlich sind. In der Trinkwasserverordnung ist geregelt, welche Grenzwerte für welche Stoffe gelten, so sind z.B. 250 mg Chlorid, 0,01 mg Uran oder 0,01 mg Blei pro Liter Wasser erlaubt.

Und Blei ist wirklich ein übles Zeug. Schon ab 0,1 mg Blei pro Liter Blut kann bei Kindern ein verminderter IQ gemessen werden. Ab 0,8 mg Blei pro Liter Blut kommt es zu Schädigungen des Gehirns, die unbehandelt häufig tödlich enden und bleibende neurologische Schäden hinterlassen können. Und das richtig Gemeine: Die Halbwertszeit von Blei im menschlichen Körper liegt bei mehreren Jahren.

Die in meinen Augen relevante Frage ist also: Ab welcher Menge ist MOSH ungesund? Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat im Dezember 2020 noch mal seine FAQ zu Mineralölbestandteilen in Lebensmitteln aktualisiert, und laut dieser gibt immer noch keinen nachgewiesenen gesundheitlichen Schaden für übliche Aufnahmemengen von MOSH und infolgedessen auch keine sinnvoll definierbaren Grenzwerte.

Die Öko-Test hat nun schlicht ihre eigenen Grenzwerte erfunden und entscheidet, dass gemessene Konzentrationen bis 1 mg MOSH / kg Nahrungsmittel nur unbedenkliche Spuren sind. Warum? Auf welcher Grundlage wird diese Grenze gezogen?

Die einzigen bislang gemessenen Effekte wurden übrigens an einem bestimmten Rattenstamm nachgewiesen, dessen Nahrung mit 19 mg MOSH / Kilogramm Nahrung angereichert wurde. Dann konnten entzündliche Effekte in der Leber dieser Tiere beobachtet werden. Inwiefern dieser Fund nun auf Menschen übertragbar ist, kann wie bei allen reinen Tierversuchen nicht wirklich eingeschätzt werden.

Da entsprechende Leberentzündungen bei Menschen recht selten sind, obwohl wir diesen Mineralölen recht häufig ausgesetzt sind, liegt der Verdacht nahe, dass MOSH auf Menschen weniger Auswirkungen als auf den untersuchten Rattenstamm haben.

Menschen in Europa nehmen laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit pro Tag ohnehin im Schnitt 0,03 bis 0,3 Milligramm MOSH pro Kilogramm Körpermasse auf. Auf eine 70 kg schwere Europäerin bezogen bedeutet das also eine tägliche Aufnahme zwischen 2,1 und 21 Milligramm MOSH.

Eine 200-Gramm-Packung Beyond Sausages enthält laut Öko-Test aber maximal 0,8 Milligramm MOSH – also ca. ein Drittel der Menge, die eine Erwachsene ohnehin täglich mindestens aufnimmt. Sieht für mich ja nach einem recht unauffälligen Befund aus. Die Öko-Test nennt die Menge hingegen „erhöht“ und zieht dafür einfach mal zwei komplette Noten ab. Produkte, die pro 200 Gramm-Packung mehr als 0,8 Milligramm MOSH enthalten, werden als „stark erhöht“ eingestuft und bekommen volle 4 Noten abgezogen.

Die Belastung mit einem Produkt, von dem ich ein Kilo vertilgen kann, ohne dass meine MOSH-Aufnahme dadurch den europäischen Durchschnitt übersteigen würde, ist in den Augen der Redaktion also stark erhöht und allein deswegen stürzt das Produkt dafür von „sehr gut“ auf „mangelhaft“ ab, auch weil nicht sicher ausgeschlossen werden könne, dass uns MOSH auf anderem Wege schadet.

Tja, das ist so eine Sache: Wir können generell nie zu 100 Prozent ausschließen, dass uns irgendetwas schadet, denn dazu müssten wir beweisen, dass etwas nicht passiert/existiert. Wir können es mit Hilfe von Studien eingrenzen und Wahrscheinlichkeiten berechnen, aber selbst das gibt uns keine hundertprozentige Sicherheit, dass es nicht doch einen Effekt gibt, den wir einfach übersehen haben.

Bislang wurde für uns halt keine Gefahr gefunden, zumindest sofern ihr keine Exemplare des Rattenstammes F344 seid – in dem Fall aber Respekt, dass ihr bis hierhin gelesen habt. Bei den Ratten wurden vermehrt Mikro-Granulome in der Leber festgestellt, ein Krankheitsbild, das bei Menschen im Allgemeinen asymptomatisch verläuft.

Reichweitenstarke Accounts teilen die Geschichte auf Facebook

Eine Studie, die 12161 Leberbiopsien ausgewertet hat und darunter 472 Granulome finden konnte, konnte nur für 0,7 Prozent dieser Fälle keine Ursache finden. Und das, obwohl wir in Europa einer MOSH-Belastung ausgesetzt sind, die in den Augen der Öko-Test stark erhöht ist.

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat folgende Richtwerte herausgegeben:

13 mg MOSH / kg: Pflanzliche Öle wie Rapsöl, Sonnenblumenöl, Leinöl, Olivenöl
9 mg MOSH / kg: Süßwaren (Zuckerwaren außer Kaugummi) Schokolade und kakaobasierte Süßwaren
6 mg MOSH / kg: Brot und Kleingebäck, Feine Backwaren, Getreideerzeugnisse und getreidebasierte Produkte, Cerealien, Teigwaren, Reis

Das gilt in Öko-Test-Kriterien jedoch alles als „stark erhöht“ (ab 4 mg MOSH/kg), obwohl es gar keinen offiziellen Grenzwert gibt, der hier überschritten worden wäre. Natürlich kann die Redaktion zum Urteil kommen, dass ihnen diese Werte zu hoch sind, aber sowohl bei Öko-Test als auch in den darüber berichtenden Medien wird mit den Begriffen „gesundheitsschädlich“ und „ungesund“ hantiert, was nach aktuellem Kenntnisstand einfach nicht den Tatsachen entspricht. Zudem müssten sie dann vielleicht auch dazu sagen, dass die durchschnittliche, tägliche Aufnahme von MOSH in Europa ebenfalls stark erhöht wäre und durch den Konsum von ein paar Veggiewürstchen nicht mehr nennenswert steigt.

Die Frage ist außerdem, was die Hersteller denn nun konkret machen können, um im nächsten Testbericht eine bessere Bewertung zu erhalten. Laut BfR gibt es folgende Optionen:

  • Einsatz von Frischfaserkartons
  • Verwendung von mineralölfreien Druckfarben
  • Funktionellen Barrieren in den Verpackungsaufbau einbauen

Ja, das wäre eine Lösung, aber Frischfaser bedeutet eben, dass wir entsprechend viel mehr Bäume zu Papier und Pappe verarbeiten müssen bzw. mit funktionellen Barrieren mehr Müll verursachen. Die Verwendung von mineralölfreien Druckfarben ist da in meinen Augen noch die sinnvollste Maßnahme, aber hierzu müsste eher die Zeitungswirtschaft einbezogen werden, die jährlich über bedruckte Zeitungen 70.000 Tonnen Mineralöl freisetzt, anstatt dafür Pflanzenöle zu verwenden.

Würden jetzt aber alle Hersteller auf Frischfaser und aufwändigere Verpackungen umstellen, würden wir uns einen vermeintlichen gesundheitlichen Vorteil mit gewaltigen ökologischen Schäden erkaufen. Es wirkt dann halt schon schrullig, wenn eine Zeitschrift namens „Öko-Test“ solche Maßnahmen anstößt.

Mir wurde dann im Verlauf vorgeworfen, ich sei nicht auf die anderen Schadstoffe eingegangen. Aber auch da sehe ich die Veggiewurst-Kritiker erst mal in der Pflicht, ihre Behauptung zu belegen. Das Produkt von Wheaty wurde z.B. um eine zusätzliche Note abgewertet, weil es Hefeextrakt enthält. Es gibt aber bislang keine nachvollziehbare Begründung für so eine Abwertung – im Gegenteil – und auf Nachfrage erhalten die Hersteller auch keine Antwort auf ihre Nachfragen.

Warum Glutamat unbedenklich ist (und das Ganze eine irre Story ist)

Andere Abwertungen gab es für Aroma und Würze, irgendwas ist ja immer. Und auch die gefundenen Spuren von Pestiziden, MOAH und Wirkverstärkern lassen sich schlecht einordnen, wenn nirgends angegeben ist, wie viel davon gefunden wurde.

Da es außerdem eine ganze Reihe von Produkten gibt, deren MOSH-Richtwerte aus Sicht der Öko-Test stark erhöht sind, werden wir über die kommenden Jahre vermutlich weitere schockierende Testberichte zu lesen bekommen, deren Messergebnisse aber eigentlich erwartbar sind.

Für die nächste Meldung über Mineralölverunreinigungen in der Öko-Test empfehle ich daher: Keep calm and eat veggie sausages

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Dieser Text wäre nicht zu Stande gekommen, wenn mich nicht viele großzügige Menschen unterstützen würden, die zum Dank in meiner Hall of Fame aufgelistet sind.

Damit der hiesige Blogger sein Leben dem Schreiben revolutionärer Texte widmen kann ohne zu verhungern, kannst Du ihm hier ein paar Euro Unterstützung zukommen lassen. Er wäre dafür sehr dankbar und würde Dich dann ebenfalls namentlich erwähnen – sofern Du überhaupt willst.

Milchlobby scheitert mit lächerlichem Anti-Pflanzenmilch Vorstoß an EU-Kommission

Mittlerweile ist Pflanzenmilch ja wirklich keine revolutionäre Geschichte mehr. Musste man sich vor 15 Jahren noch mit einer zerknitterten Schatzkarte auf den Weg zu einem abgelegenen Reformhaus durchschlagen, um dort eine Packung Sojamilch mit dem Geschmackserlebnis von 4 Blättern Küchenrolle im Mund zu erstehen, kann ich das Zeug heute ganz normal zum Kaffee dazu bestellen. Aber auch diese Entwicklung war heiß umkämpft:

Wäre ich kein Blogger, sondern ein Pflanzenmilchhersteller, dürfte ich sie nicht „Pflanzenmilch“ nennen bzw. es so auf die Verpackung schreiben. So kommt es zur skurrilen Situation, dass wir im Alltag eigentlich Dinge wie „ist noch Hafermilch da?“ oder „Denk noch an die Sojamilch für die Aioli“ sagen, uns dann aber Packungen in den Schrank stellen, auf denen „Sojadrink“ oder „Haferdrink“ steht.

Im Juni 2017 hatte der Europäische Gerichtshof das nämlich verboten. Diese Bezeichnungen sollten in Zukunft nur noch Produkten vorbehalten sein, die aus „durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenem Erzeugnis der normalen Eutersekretion“ bestehen. Fun Fact: „Herr Ober, wir hätten gerne zwei Kaffee mit Eutersekretion“, funktioniert nicht, ich habe es ausprobiert.

Damit diese Regelung so beschlossen werden konnte, musste die EU eine ewig lange Liste mit 131 Ausnahmen definieren, für Deutschland zum Beispiel die naheliegenderweise die Begriffe Fischmilch, Kokosmilch, Kakaobutter usw. Für Dänemark aber lustigerweise auch das Wort „fromage“, das dort traditionell

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Der Bauernverband Schleswig-Holstein fordert mehr Fleisch für alle, weil Getreide unnatürlich sei.

Zugegeben, der hier behandelte Beitrag vom Bauernverband Schleswig-Holstein ist schon etwas älter. Zuerst wollte ich zu den Unstimmigkeiten nichts schreiben, weil sie so offensichtlich sind, dass es die Mühe nicht wert schien. Tatsächlich habe ich davon erfahren, weil ein Fleisch essender Facebook-Freund darunter kommentiert hat, dass das ja an Schwachsinn nicht zu überbieten sei – es wirkte also nicht so, als bedürfe das noch meiner Einordnung.

Wenn der Bauernverband für seine allzu platte Fleischwerbung jetzt schon von den Omnis auf den Deckel bekommt, dann kann ich auch über was anderes schreiben, so mein Gedanke. Nun hatte ich aber ein paar bizarre Diskussionen mit Leuten aus der Twitter-Nachhaltigkeits-Bubble, in denen zwei Natürlichkeits-Vegetarier ausgerechnet diese Argumentation aufnahmen und anfingen, dort den interessierten Omnivoren den Fleischersatz auszureden. Sojawürste? Gott bewahre, da sei es im Prinzip besser, beim Fleisch zu bleiben, anstatt Gummimatten aus Pflanzenprotein zu essen.

Falls euch 2021 noch nicht verrückt genug war: Wie wäre es mit Vegetariern, die zum Fleischverzehr aufrufen? Nun gut, es handelte sich wie gesagt um sogenannte Natürlichkeits-Vegetarier, die Fleisch primär deswegen ablehnen, weil sie es für unnatürlich halten. Eine ihrer Thesen war, dass Menschen reine Pflanzenfresser seien und Fleisch gar nicht verdauen könnten. Seltsam, als ich noch Fleisch gegessen habe, hatte ich irgendwie schon das Gefühl, dass dieses meinen Körper nicht komplett unverdaut wieder verließ. Wie auch immer, laut den beiden sollten wir alle halt so ursprünglich wie möglich leben, ganz im Einklang mit der Natur.

Na gut, abgesehen von Wassertoiletten. Auf meine Rückfrage hin fanden beide die Aussicht, im Winter zum Verrichten der Notdurft im Bademantel in den Garten zu staksen, um sich da im gefrorenen Boden ein Erdloch zu suchen, nicht sonderlich inspirierend. Und abgesehen von modernen Smartphones, mit denen man auf Twitter

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Fleisch-Lobby blamiert sich mit offenem Brief an Bill Gates

Jetzt stellt euch vor: Die netten Leute von Fokus Fleisch, einer Informationsinitiative (zumindest laut Selbstverständnis) der Fleischwirtschaft, haben einen offenen Brief an Bill Gates geschrieben, weil dieser in seinem Buch weniger Fleischkonsum bzw. den Umstieg auf pflanzliche Alternativen fordert. Goldig, ich habe im Alter von 8 Jahren mal einen Brief an Batman geschrieben mit ähnlich großer Aussicht auf eine Antwort. Da Bill Gates gerade vermutlich Besseres zu tun hat als einer Fleisch-PR-Firma auf ihren Lobbyquatsch zu antworten, übernehme ich das an dieser Stelle.

Solltet ihr Fokus Fleisch noch nie gehört haben: Als veganer Blogger wird man auf Twitter alle paar Tage bei denen markiert, ergänzt um ein ungläubiges „Stimmt das?“. Praktischerweise kann man dann „Nein, ist Unsinn“ antworten und liegt damit in der Regel fast immer richtig. Warum ist das Gehirn von Menschen so groß? Na wegen Fleisch! Wie sollten Kleinkinder ohne Zähne im Mund ihren Eisenbedarf decken? Unbedingt mit Fleisch! Was ist für Babys und Senioren besonders wichtig? Nährstoffe aus Fleisch natürlich.

Auf die Fragen, wie wir möglichst schnell den Nahost-Konflikt beenden können und wie wir am besten Mitesser auf der Nase behandeln, sind die Antworten mutmaßlich auch „mit Fleisch, vieeel Fleisch!“. Kein Wunder also, dass diese Antwort-Automaten mit ihrer Replik auf Bill Gates‘ aktuelles Buch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“ kläglich scheitern.

Zuerst machen sie einen auf kumpelig, ja, fast schon unterwürfig. „Sehr geehrter Herr Gates“, „Ihr finanzielles Engagement für soziale Projekte, vor allem in Afrika, ist großartig“, „dass Sie Ihre globale Bekanntheit einsetzen, um auf Missstände aufmerksam zu machen, ist ehrenwert“. Das kippt aber schnell ins Eingebildete:

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Schreibt das Ärzteblatt alte F.A.Z.-Artikel ab, um den Fleischkonsum in Deutschland zu erhöhen und dessen Klimaschaden zu leugnen?

Die seltsamsten Artikel erscheinen irgendwie immer ausgerechnet dann, wenn ich gerade im Urlaub bin, und sei das nur ein eher übersichtlicher siebentägiger Aufenthalt an der Ostsee. Zielsichere vier Tage nach Ankunft in Schönhagen blinkte mein Posteingang derart häufig, dass es nur zwei Erklärungen gab: Oatly vertreibt endlich dieses phänomenale Eis in Deutschland oder irgendwer hatte einen unsagbar albernen Text verfasst. Nein, es war nicht das Eis.

Stattdessen hatte ich diverse PNs erhalten, weil Dr. Johannes Scholl im Ärzteblatt einen absonderlichen Text veröffentlichen durfte und dessen Entstehung ein paar wirklich interessante Fragen aufwirft. Das Ärzteblatt wird von der Deutscher Ärzteverlag GmbH herausgegeben und soweit ich das verstanden habe ungefragt an alle ausgebildeten MedizinerInnen verschickt. Kaum haltet Ihr Eure Approbation in den Händen, flattert euch regelmäßig eine auf Papier gedruckte Ausgabe in den Briefkasten. Und sollten in derselben Wohnung noch andere ÄrztInnen leben, so ist Euer Glück vollkommen: zwei oder sogar mehr Exemplare werden euch fortan in denselben Briefkasten gesteckt, leave no Altpapiercontainer behind.

Eine Abmeldung scheint hingegen ähnlich umständlich zu sein wie das Auffinden und Zerstören von sieben Horkruxen und es gibt wohl nur wenige lebendige Zeitzeugen, die so was tatsächlich mal erfolgreich bestritten haben – entsprechend viele Menschen

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Warum der große Burger-Check im ZDF eher ein kleines, anti-wissenschaftliches Burger-Checkchen ist

Nein, keine Sorge. Falls ihr jetzt mit den Augen rollt in der traurigen Erwartung, die zehnte austauschbare Replik zum Thema „was steckt eigentlich in Veggieburgern“ lesen zu müssen, die ich mir inzwischen auch mittels alter Textbausteine zusammensetzen könnte: Es wird lustiger als das – und am Ende machen wir einen schönen, tiefgründigen Ausflug auf die Meta-Ebene von „Nelson Müllers großer Burger-Check“.

Das ZDF bewirbt seine 43 Minuten lange Sendung mit den Worten „Was ist gesund, nachhaltig und günstig?“. Hey, das sind doch gute Fragen. Ich stelle eine vierte: Werden die auch beantwortet? Irgendwie habe ich das Gefühl, schon dutzende Beiträge mit einer dieser Fragestellungen gesehen und gelesen zu haben, ohne dass es darauf am Ende konkrete Antworten gab. „Wie ernähren wir uns gut, gesund und voller Genuss?“, fragt zu Beginn auch die Stimme aus dem Off, die jeden Satz dieses Beitrags so überschwänglich betont und überdeutlich ausspricht, als müsse sie eine Klasse unmotivierter Drittklässler mit einem Kaspertheater bei Laune halten.

Aus mir nicht ersichtlichen Gründen wird zudem alles extrem langsam eingesprochen. Falls ihr wissen wollt, wie langsam: Versucht einfach, den Satz „Wir testen in den Kategorien Gesundheit, Umwelt, Geschmack und Inhaltsstoffe“ auf 13 Sekunden zu strecken. Wäre das Audible, könnte man wenigstens die doppelte Abspielgeschwindigkeit einstellen. Zudem wird jede Zahl mehrfach wiederholt und alles ständig mit 20-sekündigen Schnipseln sehr radiotauglicher Songs unterlegt. Denkt das ZDF, seine Zielgruppe bestünde aus diesen Raumschiffbewohnern aus Wall-E, die sich nach 700 Jahren Medienberieselung zu degenerierten Wesen mit der Aufmerksamkeitsspanne eines bekifften Doktorfischs

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Wie ein Kardiologe der Ostsee-Zeitung erzählt, Vegetarismus sei unsinnig, weil Soja zu wenig Protein enthält

Betitelt ist das Kunstwerk mit „Vegane ernährung bei Kindern ist Körperverletzung“. Aber nur bei Kindern. Bei Teenagern, Erwachsenen und Greisen führt sie zur Ausbildung von hübschen Flügeln und der Fähigkeit, bis ins Infrarotspektrum hinein sehen zu können, wusste mal wieder keiner. Wozu Infrarotwellen sehen fragt Ihr Euch? Na, das ist total praktisch, wenn Ihr beim Fliegen in ein trübes Gewässer abstürzt und Euch da trotzdem orientieren könnt.

Ja, zugegeben, das ist wieder so ein Fall von Zeitung interviewt Arzt, Arzt hat in Ernährungsfragen eigentlich keine Kompetenz, aber sein Doktortitel und die markigen Sprüche versprechen hohe Klickzahlen. Wenn ein Arzt vor irgendwas warnt, dann kling das immer bedrohlich, der Artikel wird weitreichend geteilt und es gibt schön viel Verwirrung und Geld von Werbekunden. So befragte die Ostsee-Zeitung letzte Woche Dr. Armbrust zum Thema Kinderernährung, weil Dr. Armbrust Kinderkardiologe ist und damit ja vermutlich alles über Kinder weiß.

Ich wüsste bei solchen Artikeln ja immer wahnsinnig gerne, wie Dr. Armbrust reagieren würde, wenn die Ostsee-Zeitung nächste Woche einen Kinderpsychiater interviewte und der dann seine ganz persönliche Einschätzung zur Machbarkeit von Herzklappen-OPs bei 8-Jährigen zum Besten geben dürfte. Würde dieser zum Beispiel einfach behaupten, dass man die am besten in sternenklaren Nächten bei Vollmond

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Teureres Fleisch? Dann müssen die KPMG-Berater verhungern, das geht nicht!

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

Ich weiß, ich weiß! Ich hatte versprochen, meine Artikel nicht mehr mit allzu offensichtlichen Motiven von Armut und Verfall zu bebildern, aber was soll ich machen? Wir können ja auch nicht immer wegschauen! Daher sieht man hier aktuelles Material der berüchtigten Slums von Frankfurt-Süd. Vorne die typischen Wellblechhütten, in die sich die zumeist kinderreichen Familien zwängen müssen und dahinter ausgedehnte Müllhalden, wo die Bewohner ihr karges Auskommen finden. Dort müssen auch die Kleinsten schon mit bloßen Händen… was? Wie, seht Ihr nicht? Na, hinter dem gigantischen, futuristischen Bürogebäude!

Ah stimmt, aus diesem Winkel kann man die Favelas gar nicht erkennen. Aber sie müssen da sein! Nein, ich selbst habe sie noch nicht gesehen, aber ich lese regelmäßig entsprechende Berichte, die nur diesen Schluss zulassen. Zum Beispiel hatte das Umweltbundesamt vorgeschlagen, unsere Biosphäre in ihrer jetzigen Form zu erhalten, weil Lebensraum und sauberes Trinkwasser schon was Tolles seien, indem wir klima- und umweltschädliches Fleisch mit 19 Prozent besteuern. Ja, das könne man theoretisch schon machen, aber leider, leider, erklärten daraufhin viele besorgte Menschen, wäre das unverantwortlich, weil arme Menschen sich dann ja kein Fleisch mehr leisten könnten.

Nach der Logik MÜSSEN hier am Stadtrand ausgedehnte Elendsviertel existieren. Ich bin mir ganz sicher, wir könnten sie sehen, wenn nur dieser dusselige Bürokomplex uns nicht die Sicht versperren würde. Der ist übrigens laut Wikipedia das gemessen an der Nutzfläche größte Bürogebäude Deutschlands mit Namen „The Squaire“ und wurde mal eben, weil wir so furchtbar arm sind, auf den ICE-Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens draufgebaut. So dreckig geht es uns, dass nicht mal

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Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung im Jahr 2019 zu mehr Fleischkonsum aufruft

Ein Wirtschaftsjournalist, eine Wissenschaftsredakteurin und eine Metastudie kommen in eine Bar. Sagt die Metastudie: „Hey, ich habe rausgefunden, dass in Ernährungsstudien oft geringere Standards gelten als bei Medikamentenzulassungen, ist das nicht voll der Wahnsinn?“ Die Wissenschaftsredakteurin gähnt künstlich und sagt: „Nee, Captain Obvious, das ist lange bekannt, aber danke für die belanglose Information. Hey Wirtschaftsfuzzi, bestellen wir uns…“ Aber der Wirtschaftsjournalist ist längst wie von Sinnen aus der Kneipe gerannt, um dazu eine Doppelseite in der FAS zu füllen.

Ich wollte zuerst nichts dazu schreiben, weil es doch stark nach einem self-fulfilling shitstorm roch, nachdem der Autor bereits am Sonntag maximal edgy auf Twitter angekündigt hatte, aufgrund seines Artikels mit einer unruhigen Woche zu rechnen. Der Text war dann aber einfach schon handwerklich derartig schlecht, dass ich allein aus Dokumentationszwecken festhalten will, was in einem deutschen Leitmedium so möglich ist. Möglich ist zum Beispiel, diesen Text schon auf der Titelseite mit „ESST MEHR FLEISCH!“ anzuteasern. Ja, am 20. Oktober 2019 rät die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung mit Ausrufezeichen zu mehr Fleisch. Update: Der Text ist heute auch online bei faz.net erschienen.

Auf Seite 22 heißt es dann „ESST RUHIG FLEISCH“. „Fleisch“ ist rot geschrieben. Weil der Text von rotem Fleisch handelt? Subtilität geht anders, aber das Design stimmt eigentlich ganz gut auf das zu erwartende Niveau ein. Eine komplette Doppelseite darf ein Autor hier im „großen Fleischreport“ über eine aktuelle Metastudie berichten und ist so wenig mit der Materie vertraut, dass er konsequent das Wort „Diät“ nutzt, um den englischen Begriff „diet“ zu übersetzen. „Diet“ bedeutet aber schlicht „Ernährungsweise“, was beim Lesen auch nur einer der vielen zitierten Studien sofort auffallen müsste, da es z. B. auch für die amerikanische Durchschnittsernährung genutzt wird („the average american diet“).

Es sind so viele grobe Fehler enthalten, würde ich auf alle detailliert eingehen, ich müsste daraus eine zehnteilige Artikelreihe machen. Daher setze ich mich hier im Text immer nur

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Vorsitzender der Freien Wähler findet, dass Milch von Tiermüttern nicht für Tierkinder da ist, sondern für erwachsene Menschen

Das ist ein Facebook-Post von Hubert Aiwanger. Er ist Vorsitzender einer Regierungspartei in Bayern und findet, dass die Milch einer Kuh nicht für das Kalb da ist, sondern für Menschen. Bei Urrindern sei das anders. Er denkt, diese Tiere müssten aussterben, und dass auch wir Menschen es nicht überleben würden, wenn wir ihre Milch nicht trinken.

Er spielt also eine Runde Defensive Omnivore Bingo, nur leider ganz ohne Mitspieler, und da helfe ich natürlich gerne aus. Ja, lieber Herr Aiwanger, mit wem auch immer Sie auf Twitter debattiert haben, er/sie hatte Recht. Ich bin zwar nur ein naturferner Städter, der Bäume und Gras selbstverständlich nur aus Minecraft kennt, scheine darüber aber trotzdem mehr zu wissen als die sich in ihrer Filterblase tummelnde Landbevölkerung:

Ja, Milch produziert der Körper einer Kuh nur, wenn diese vorher ein Kalb zur Welt gebracht hat. Eigentlich ganz logisch, dennoch ist mir auch in Diskussionen mit Landbewohnern aufgefallen, dass viele das Bos Taurus (Hausrind) für die einzige Spezies weltweit halten, die einfach aus purer Langeweile heraus Muttermilch in ihre Umgebung auswirft. Sagt die eine Kuh zur anderen „Na, Lust auf ‘ne Runde Tischtennis?“, antwortet die andere „Nee, ich hau mich in die Sonne und lass mir etwas Milch aus dem Euter laufen.“ Unrealistisch, nicht wahr? Kühe haben ja gar keine Hände für Tischtennis.

Ich weiß, eine alberne Geschichte, aber deckungsgleich mit dem Weltbild vieler Menschen. Fragt mal ein paar Deutsche „Was gibt die Kuh?“ und die Antwort ist in 99 Prozent der Fälle „Milch“. Wenn man hingegen

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