Über den peinlichen Unsinn, den ein selbsternannter „Experte“ über E-Autos schreibt, und wie FOCUS Online ihn veröffentlicht

Als ich ein kleiner Junge war, hat meine Oma immer gesagt: „Jan, wenn FOCUS Online eine reißerische Schlagzeile benutzt, darin von einem ominösen „Experten“ redet und darüber auch noch „Dieser Inhalt wird bereitgestellt* von Mopo“ geschrieben steht, dann glaub diesen miesen Lügnern nicht ein Wort. Und jetzt iss Deine Haferflocken“. Hach, was war meine Oma für eine weise Frau. Damit will ich natürlich nicht sagen, der FOCUS verbreite Lügen, ich zitiere lediglich meine Oma.

Zudem bedeutet das Sternchen neben „bereitgestellt“, dass der Text nicht mal vom FOCUS stammt, sondern in diesem Fall von der Hamburger Morgenpost, einem norddeutschen, lokalen Rumpelportal, dessen Seriosität ich ganz subjektiv irgendwo zwischen der BILD und der Gala einordnen würde. Eine entsprechende Suche im Bildblog ergibt 11 Seiten erhellende Suchergebnisse. Der FOCUS stellt direkt im Text auch schon klar: „Es gibt keine redaktionelle Prüfung durch FOCUS Online. Kontakt zum Verantwortlichen hier.“, und wer auf „hier“ klickt, landet einfach im Impressum der Mopo. Ich frage also beim Chefredakteur der Mopo gerne mal nach, wer sich denn stattdessen um die redaktionelle Prüfung gekümmert hat, aber erwartet nicht allzu viel.

Geschrieben hat diesen Artikel nämlich kein gewöhnlicher Mopo-Autor, sondern Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Jörg Wellnitz von der technischen Hochschule Ingolstadt. Dieser hat in der Vergangenheit diverse Forschungsprojekte zu Wasserstoff- und Benzinantrieben durchgeführt, Wasserstofftanks mitentwickelt und mit den Partnern Audi und BMW ein Forschungsprojekt zur Leichtbauweise für zukünftige Autogenerationen durchgeführt. Es könnte also sein, dass dieser Mann aufgrund seiner Karriere und der wirtschaftlichen Interessen in Bezug auf Antriebstechnologien nicht so ganz unbefangen ist – bei Mopo und FOCUS wird der Leser darüber komplett im Unklaren gelassen. Professor Wellnitz ist zudem bereits im Januar mit sehr kritischen Beiträgen zur E-Mobilität in den eher unbekannten Portalen „Autohaus“ und „Ingolstadt-Today“ aufgefallen, dennoch wird er vom FOCUS einfach nur „Experte“ genannt. Seine Ausführungen zu E-Autos wecken aber erhebliche Zweifel, ob er diese Bezeichnung wirklich verdient, sein erster Vorwurf ist:

„Das E-Auto ist für die Industrie ein lukratives Geschäft – für das Klima aber eine Katastrophe. Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge sind per EU-Definition Null-Emissionsautos. Stimmt aber nicht. Die Emissionen entstehen nur an anderen Stellen.“

Aha. Und Benzin- und Wasserstoffautos werden von der Industrie aus reiner Nächstenliebe unter den Bevölkerungsteilen mit den traurigsten Augen verteilt? Klar ist das ein Geschäft, willkommen im Kapitalismus. Da im Text dieses Professors nicht ein einziger Quellenlink gesetzt ist, muss ich leider jeweils mutmaßen, worauf er jeweils hinaus will. Die EU spricht in ihren Klimazielen von Förderungen für „zero- or low-emission vehicles“, vermutlich ist das gemeint. Es ist aber allen Beteiligten vollkommen klar, dass „Null-Emission“ sich hier nur auf die lokalen Emissionen bezieht, diese kalifornische Regierungskommission definiert „Zero-Emission“ z.B. so: „Vehicles which produce no emissions from the on-board source of power“. Der Experte verwendet hier also ein Strohmannargument.

Deutlich enttäuschender: Für die markige Behauptung, für das Klima sei das eine Katastrophe, liefert er gar keine Belege, sondern erwähnt lapidar, dass in Kohlekraft- und Gaskraftwerken Klimaemissionen entstehen. Von einem „Experten“ sollte man aber schon mehr erwarten dürfen als ein ungefähres Bauchgefühl, laut dem ein mit deutschem Strommix betanktes E-Auto angeblich höhere Klimaeffekte hervorruft als ein entsprechendes Benzinauto.

Tatsächlich fährt so ein mit deutschem Strommix betanktes E-Auto heute schon klimaschonender als ein Benziner gleicher Größe, in anderen europäischen Ländern ist der Vorteil noch größer. Das liegt zum einen am besseren Wirkungsgrad: Während ein Verbrennungsmotor bis zu 70% der Energie in eher nutzlose Wärme umwandelt und damit nur 30% zur Fortbewegung nutzt, treiben die in einen Elektromotor fließenden Elektronen zu über 90% das Auto an. Zum zweiten wird der deutsche Strommix immer klimafreundlicher, der bislang im Jahr 2019 erzeugte Strom stammte zu 45% aus regenerativen Quellen. Zudem haben Batterieautos den charmanten Vorteil, dass sie die meiste Zeit des Tages aufgetankt werden können, also auch zu den Zeiten, in denen wir momentan Kapazitäten aus Wind- und Solarstrom verfallen lassen, weil zu wenige Stromverbraucher im Netz sind.

Zu all diesen Aspekten verliert der Experte kein Wort, allein der Umstand, dass überhaupt Kohlestrom im Netz vorhanden ist, lässt ihn das komplette Konzept kurzsichtig verwerfen. Woher der viele Strom für den Transport für Benzin stammt, scheint ihn hingegen nicht zu interessieren, dabei hat eine einzelne Pipelinepumpe schon eine Leistung von bis zu 2,2 Megawatt (das entspricht dem Strombedarf einer Stadt mit 12.000 Einwohnern). Stattdessen lenkt er ab zur Frage, aus welchen Rohstoffen die Batterien bestehen:

„Aber bei der Herstellung einer Batterie werden Lithium und Kobalt in großen Mengen verwendet. Bei den Punkten Recycling, Lebensdauer und Brandgefahr müssen wir erhebliche Abstriche machen.“

Das sind nun alles interessante Punkte, die eines gemeinsam haben: Mit der drohenden globalen Erwärmung haben sie kaum zu tun. Ja, auch E-Autos benötigen Rohstoffe (in Zukunft hoffentlich weniger), neben Lithium und Kobalt muss auch das viele Metall für die Karosserie irgendwo herkommen – was die Frage nach den Rohstoffen generell zu einem schlechten Argument für überhaupt irgendwelche Autos macht, auch wenn sie mit Benzin oder Wasserstoff angetrieben werden. Radfahren, zu Fuß gehen und die Nutzung des ÖPNV schlagen das Benutzen eines Autos um Längen, wenn es um die Klimaschädlichkeit geht. Welche Abstriche wir beim Recycling angeblich machen müssen, wird leider, wie so vieles in diesem Text, nicht näher erläutert. Tatsächlich sind alte Akkus ein hervorragendes Lithiumerz und viel zu kostbar, um einfach entsorgt zu werden. Aus den alten Akkus der BMW I3s werden große Batteriesysteme installiert, mit denen Windstrom zwischengespeichert wird (dieses Konzept nennt sich second Life). Alte Bleibatterien aus Verbrennungsmotoren landen währenddessen unter Anderem in Nigeria, wo ganze Dörfer durch das Recycling mit Blei vergiftet werden. Weiß er das nicht oder will er das nicht wissen?

Als nächstes wird der altbekannte Taschenspielertrick bemüht, dem sich alle Lobbyisten bedienen, wenn sie ihre persönlichen Passion durch allzu strikte Klimavorgaben bedroht sehen: Sie vergleichen die Klimaemissionen ihrer Lieblinge mit irgendwelchen Gesamtemissionen und wollen durch den kleinen Prozentsatz vermitteln, wie unwichtig solch wüstes staatliches Eingreifen ausgerechnet bei ihnen ist: Der Straßenverkehr trage ja nur zu 16 Prozent zu den deutschen Klimaemissionen bei, PKW allein sogar nur zu 10 Prozent, das ist ja praktisch nichts. Okay, abgesehen davon, dass es mittlerweile eher 12 Prozent sind, ist das halt eine Geisteshaltung, laut der man seinen Hund ruhig auf den Kinderspielplatz kacken lassen kann, solange der deutlich größere Hund des Nachbarn dort auch sein Geschäft verrichtet.

Man suche sich also einen ausreichend großen Hund Verursacher von CO2 und kann dann sämtliche andere Klimainstrumente als unsinnig darstellen: Will zum Beispiel das Stadtparlament Wiesbadens Elektrobusse einführen, könnte man das als scheinbar höchst unsinnig einordnen, denn: Wiesbaden ist ja nur eine Stadt in Deutschland mit knapp 300.000 Einwohnern, verursacht also nicht mal ein halbes Prozent der deutschlandweiten Emissionen. Ferner entfallen überhaupt nur wenige Prozent auf den Busverkehr, der Beitrag Wiesbadener Busse am deutschen Klimaschaden, ach, was sage ich, am weltweiten Klimaschaden, ist ja homöopathischer Natur! Hey, ein super Konzept für alle Nach-mir-die-Sintflutler: Ganz Brandenburg hat nur einen Anteil von 3 Prozent am CO2-Ausstoß Deutschlands, Schleswig-Holstein nur einen von 3,5 Prozent und Hessen nur 7,5 Prozent. Fazit: Kein Bundesland sollte irgendwas machen, solange alle anderen nicht klimaneutral sind.

Das ist ja ganz niedlich, aber kein Konzept für Menschen, die nicht in einer Welt voller zugekackter Spielplätze und mit dem Finger auf andere zeigende Hundehalter leben wollen. Professor Wellnitz schaut zudem in seine Expertenkristallkugel und behauptet nun einfach mal, Elektromobilität könne in Deutschland generell nur 0,3 Prozent der Emissionen einsparen. Für die 0,3 Prozent gibt es – da ist er konsequent – keine Quelle und keine Rechnung. Es stellt sich jedoch die Frage, was in aller Welt an einem hypothetischen CO2-Rückgang von 0,3 Prozent denn nun katastrophal für das Klima wäre, wie die Überschrift es behauptet. Stammen Überschrift und Text überhaupt von derselben Person?

So, bislang war das eher übliches Lobbygerede, aber ab jetzt wirkt das Niveau wie ein einseitig gelähmter Geier, aus dessen Flug jäh ein von lautem Gekreische begleitetes, unelegantes Abstürzen wird: Der Experte hat offenbar eklatante Schwierigkeiten damit, die verschiedenen, beim Autoverkehr entstehenden Gase und deren Grenzwerte und Wirkungen grundsätzlich auseinanderzuhalten und schreibt einen der wirrsten Absätze, den ich bislang zu diesem Thema lesen durfte:

„Absurderweise gibt es im Bereich Feinstaub die aberwitzigsten Kennwerte, noch propagiert durch unsere frühere Umweltministerin Angela Merkel1999 [sic]. Die 40 Mikrogramm pro Kubikmeter sind an den Haaren herbeigezogen und führen zu keiner Verbesserung der Luftqualität. Jeder weiß doch, dass die Feinstaubbelastung allein durch Silvesterfeuerwerk und das Abbrennen von Kerzen deutlich höher ist. Abstruserweise kommt hinzu, dass der Grenzwert von 40 Mikrogramm auf Straßen gilt, in EuropasBüros [sic] dagegen bis zu 900 Mikrogramm erlaubt sind.“

Ganz langsam: Es geht in der Debatte primär um drei Substanzen:

  1. CO2, schlecht fürs Klima, aber keine direkte gesundheitliche Gefahr für Menschen
  2. NOx (Stickstoffoxide): Irrelevant* fürs Klima, gefährdet die menschliche Gesundheit
  3. Feinstaub (konkret PM10 und PM2,5): Irrelevant fürs Klima, gefährdet die menschliche Gesundheit.

*: Es gibt auch klimawirksame Stickoxide, z.B. Lachgas, von denen aber in Dieselabgasen nur wenige enthalten sind.

Professor Wellnitz kritisiert zunächst einen angeblichen Grenzwert für Feinstaub von 40 μg/m³, nur ist das halt der Grenzwert für Stickoxide. Feinstaub hat mehrere Grenzwerte und die liegen tatsächlich bei 50, 40 und 25 μg/m³, abhängig vom Jahresmittel, von der Anzahl der Tage mit Überschreitung und der Art des Feinstaubs. Beide Substanzen haben eine lineare Wirkung auf Menschen, ein Wert von 40 μg/m³ ist besser als einer von 60 μg/m³ und schlechter als 20 μg/m³, die Luft ist bei einem niedrigen Wert also in jedem Fall besser geeignet, um an lauen Sommerabenden im Straßencafé zu sitzen. Die Feinstaubbelastung von Kerzen ist wiederum überschaubar, gemeint sind hier wieder Stickoxide – davon können vier brennende Kerzen über 1000 μg emittieren, was aber den Grenzwert nicht überschreitet, solange das eigene Wohnzimmer größer als 25 Kubikmeter ist. Solange Ihr also nicht in einem Altkleidercontainer wohnt, ist die Gefahr gering.

In Europas Büros wiederum gilt kein Grenzwert für Feinstaub von 900 μg/m³, das ist doppelt falsch: Es ist wieder Stickoxid gemeint und dafür gibt es verschiedene Grenzwerte: 40 μg/m³ für langfristige Büroaufenthalte, 250 μg/m³ als Gefahrenwert und der hohe Wert von 950 μg/m³ gilt nur an Industriearbeitsplätzen und im Handwerk. Ob das noch konfuser geht? Na klar:

„Zudem werden 70 Prozent aller Feinstaubemissionen von Fahrzeugen durch Bremsen und Reifen erzeugt. Diese Emissionen entstehen auch bei Elektroautos. Es gibt also gar keine Reduktion von Feinstaub in Städten durch Einführung von Fahrverboten. Gesperrte Straßen werden, wie in Hamburg, umfahren. Die Folge: mehr Schadstoffausstoß! Dann auch noch im Stop and Go, was deutlich schädlicher ist als alles bisher Erwähnte.“

Herzlichen Glückwunsch, diese Aussage über Feinstaub betrifft nun endlich auch mal Feinstaub, ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn. Ja, ein großer Teil des Feinstaubs aus dem Verkehr stammt nicht aus dem Motor. Fahrverbote könnten also potentiell 30 Prozent davon verhindern, das wäre dann aber nicht „keine Reduktion“, sondern eben eine Reduktion um 30 Prozent. E-Autos haben hier zudem den Vorteil, mit Rekuperation bremsen zu können, also indem mittels des Bremsvorgangs die Batterie aufgeladen wird, was weniger Feinstaub verursacht. Schade, das blinde Huhn pickt nun wieder zielsicher in den Elektrozaun: Der Experte verwechselt erneut die verschiedenen Schadstoffe: Besagte Fahrverbote wurden nicht wegen des Feinstaubs angeordnet, sondern um Stickoxide zu reduzieren. Diese beziehen sich auch nicht immer nur auf einzelne Straßen, sondern betreffen zum Beispiel in Stuttgart das gesamte Stadtgebiet, da kann man nicht einfach auf die Parallelstraße ausweichen. Und als sei das alles noch nicht peinlich genug, muss jetzt noch das urbane Märchen von den Kreuzfahrtschiffen in diesen Text bugsiert werden:

„In Hamburg haben wir zudem die Situation, dass durch den Schifffahrtsverkehr mehr CO2 und Feinstaub emittiert werden, als die halbe Stadt produzieren kann. 750 Millionen Pkw stoßen genauso viele Schadstoffe aus wie ca. 15 Großcontainerschiffe! Das bezieht sich zwar nicht auf die offizielle Feinstaubbelastung, aber auf andere Schadstoffe wie NOx oder CO[sic!]. Und weltweit gibt es 200 dieser Dreckschleudern!“

Auch das ist komplett falsch, erneut wurden hier Schadstoffe verwechselt. Die Fehlinformation geht auf eine Meldung des Nabu von 2012 zurück, der aus einer Untersuchung eine verglichen mit einem PKW 760 Millionen mal höhere Schwefeloxidbelastung (das ist weder NOx noch Feinstaub noch CO2) herausgelesen haben will – was auch schon nicht so ganz stimmte. Daraus haben diverse Personen die Geschichte gestrickt, ein Kreuzfahrtschiff verursache generell 760 Millionen mal mehr Schadstoffe. Das ist aber grober Unfug, die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt emittieren selbst laut besagter Nabu-Rechnung ungefähr so viel CO2 wie 84.000 Autos, das ist um den Faktor 10.000 weniger. Und selbst diese Zahlen scheinen in der Überschlagsrechnung der Hochschule Flensburg vorne und hinten nicht zu stimmen, weil unterschiedliche Einheiten miteinander verglichen wurden.

In Hamburg sind wiederum knapp 800.000 PKW zugelassen. Damit der Schifffahrtsverkehr in der Nähe der Stadt doppelt so viel CO2 ausstößt wie die ganze Stadt, wie Wellnitz behauptet, müssten dort laut NABU-Rechnung jeden Tag 20 der größten Kreuzfahrtschiffe nicht nur anlegen sondern unentwegt durch den Hafen schippern, nur um den Emissionen des Autoverkehrs der Hansestadt zu entsprechen. Rechnet man noch ein, dass Menschen in Hamburg ihre Wohnungen heizen, Strom verbrauchen und anderen CO2 verursachenden Tätigkeiten nachgehen, müssten sich konstant 5% der weltweiten Containerschiffflotte durch den Hamburger Hafen bewegen, damit seine Behauptung stimmt.

Wer Probleme mit groben Überschlagsrechnung zu CO2-Emissionen hat, der sieht auch bei der Frage nach der Stromerzeugung für Elektroautos alt aus. Professor Wellnitz schenkt uns den wunderbaren Satz:

Die Energieversorgung ist ein weiteres Problem. Um in Deutschland etwa fast alle Fahrzeuge zu elektrifizieren, bräuchte man nach Berechnung der „FAZ“ ca. 27 Millionen Solaranlagen auf Häusern oder 20 neue Gaskraftwerke oder 35 000 Windkraftanlagen.“

Etwa fast alle, eine Formulierung, wie sie in einer Pippi-Langstrumpf-Geschichte vorkommen könnte. Auch hier wäre eine Verlinkung wirklich extrem hilfreich, es ist mir ein Rätsel, wie es so ein Satz im Jahr 2019 überhaupt ohne Link durchs Lektorat schafft. Also gut, der jüngste Artikel der FAZ zu dieser Frage ist dieser hier und er spricht nicht von 35.000 sondern von 11.000 bis 15.000 zusätzlich benötigten Windkraftanlagen. Wie kann ein Mann Motoren entwickeln, wenn er an dieser extremen Schwäche im Zahlenraum bis 100.000 leidet?

Leider verlinkt auch die FAZ nicht die Studie, auf die sie sich beruft. Diese stammt von der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV), einem eingetragenen Verein, der sich mit der Optimierung von Verbrennungsmotoren beschäftigt, etwas nach Benzinlobby riecht und in seine Berechnung nicht einfließen lässt, dass auch Produktion und Transport von Benzin eine ganze Menge Strom verbrauchen, den man dann einsparen könnte. Setze ich 10% Leitungsverluste an, könnte man mit den in der Studie angenommenen 325 TWh zusätzlichem Strombedarf bei aktuellem Stand der Technik 130 Millionen E-Autos jeweils 15.000 km weit fahren. In Deutschland sind derzeitig knapp 47 Millionen PKW zugelassen, die pro Jahr ca. 13.000 km weit fahren, ich gehe also auch vor dem Hintergrund einer einsetzenden Verkehrswende von weniger als besagten 11.000 benötigten Windkraftanlagen aus.

Kommen wir zum Ende dieser unerträglichen Anhäufungen von Blödsinn, der Experte macht nun selbst Lösungsvorschläge. Ja, das kann schon schwierig werden, wenn man das Problem, zu dem eine Lösung gesucht wird, nicht wirklich kapiert hat, entsprechend naiv sind die „Lösungen“:

Vorschlag Nummer 1: Den Verkehr fließender machen. Ein reibungsloser Ablauf des Verkehrs, ampelfrei und möglichst ohne Stocken und auf breiten Straßen sei eine der wichtigsten Lösungen überhaupt.“

Was genau will FOCUS Online uns mit dieser Bebilderung sagen? Welcher junge Mann?

Offenbar war Professor Wellnitz schon länger nicht mehr vor der Tür, sonst wüsste er, dass es dafür überhaupt keinen Platz mehr gibt. Die begrenzten Flächen der staugeplagten Innenstädte sind ja jetzt schon zu einem Großteil für den Autoverkehr reserviert, wollte man in Hamburg, München oder Berlin die Straßen noch breiter machen, müsste man dafür wie in Nachkriegsjahren Wohnhäuser abreißen – keine gute Idee vor dem Hintergrund unerträglich hoher Mieten. Ampeln sind überhaupt nur notwendig, weil es Autos gibt; Radfahrer und Fußgänger kommen komplett ohne diese aus, weil sie mehr Überblick haben und langsamer unterwegs sind. die Forderung nach mehr Autos und weniger Ampeln ist so sinnvoll wie das Abreißen von Kindergärten, um in der Stadt mehr Platz für kleine Kinder zu haben.

Zudem löst der Bau von mehr Straßen kein Problem, da auf einen Ausbau von Straßen und Parkplätzen in der Regel eine Erhöhung des Verkehrs folgt. Hans-Jochen Vogel brachte das bereits 1972 auf die griffige Formel „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“, die vielleicht etwas simpel wirkt, für die es aber gut dokumentierte Beispiele gibt.

Vorschlag Nummer 2: „Jedermann müsste es erlaubt sein, Strom für Transportzwecke zu erzeugen.  Etwa Umwandlung von Solar-/Windenergie auch im privaten Bereich oder gemeindliche Erzeugung von Treibstoff. So ein Zukunftsprojekt könnte wirklich helfen, CO2-Emissionen einzusparen.“

Toller Vorschlag. Und ich schlage vor, dass Menschen zu Hause einen Anschluss ans Trinkwassernetz und elektrischen Strom bekommen. Ach, das ist längst der Fall? Menschenskinder, die Zeit rast aber auch… Welches Gesetz hindert den Mann daran, sich ein paar Photovoltaikzellen aufs Dach zu dübeln und den Strom daraus zu verfahren? Und warum sollte jemand jetzt privat daraus Benzin herstellen dürfen? So eine Mini-Raffinerie in der Nachbarschaft hat nicht nur Vorteile, zudem kommt man aufgrund der schlechten Effizienz dieser Verfahren lange nicht so weit wie bei direkter Batterieaufladung mit einem E-Auto, wodurch sie auch weniger CO2 einsparen und zudem noch viel teurer sind.

Vorschlag Nummer 3: „Auf Bewährtes setzen! Heutige Ottomotoren mit 3-Wege-Katalysator mit Saugrohreinspritzung sind extrem sauber, rufen kaum noch Emissionen hervor.“

Niedlich. Ein Katalysator filtert kein CO2 aus den Abgasen. Deswegen verursacht der PKW-Verkehr ja nun mal 12% der deutschen Gesamtemissionen und ist in den letzten Jahren noch gestiegen. Die Expertenvorschläge zum Klimaschutz sind also, einfach mehr Straßen zu bauen, Ampeln zu verbrennen, und mit bewährtem Sprit alte Autos zu betreiben. Er könnte fast eine ernsthafte Konkurrenz zu unserem Bundesbenzinkanister-Verkehrsminister werden.

Er spielt noch mal das Spielplatz-Kackhaufen-Spiel und erwähnt, dass erst mal die Massentierhaltung abgeschafft werden müsste, bevor man beim Verkehr ansetzt. Schade, dass es nicht zu einer Expertenrunde zwischen ihm und Julia Klöckner kommt, die beherrscht dieses „die anderen verursachen ja noch viel mehr CO2“-Spiel noch deutlich besser und würde ihm die Treibhausgas-Statistik des Umweltbundesamts um die Ohren hauen, in dem der Balken für Landwirtschaft vielleicht halb so groß ist wie der für Verkehr (was auch daran liegt, dass wir unseren CO2-Impact für Sojaanbau geschickt nach Südamerika exportieren).

Offenkundig hat der Experte ganz zum Schluss seine eigenen Vorschläge vergessen, denn er fordert das

„konsequente Erkennen, dass der CO2-Ausstoß im Wesentlichen durch Reduktion des Personennahverkehrs gestaltet werden kann.“

Das Fazit dieses auf allen Ebenen gut durchdachten Beitrags ist also folgendes:

Der Autoverkehr soll reduziert werden, während wir gleichzeitig im großen Stil Straßen für mehr Autos verbreitern. Aber bitte ohne Ampeln, die stören den Verkehrsfluss – Ihr kennt das, wenn die Dinger an Kreuzungen ausgefallen sind, kommt man ja viel schneller voran. Ferner sind E-Autos eine Katastrophe fürs Klima, weil sie 0,3% weniger CO2 als Benziner ausstoßen und überhaupt sollen erst mal alle anderen Emissionen weltweit verringert werden, bevor wir die Rechte von Benzinmotoren beschneiden. E-Autos sind außerdem schlecht, weil man dafür viel Strom braucht, deswegen sollen Privatleute aus noch viel mehr Strom mitten in Wohngebieten synthetische Kraftstoffe herstellen dürfen. Benzinautos sind außerdem so sauber, demnächst sollen alte VW Bullis von außen an Krankenhäuser geschweißt werden, damit der Auspuff direkt in die Pädiatrie führt. 102 Lungenfachärzte haben jetzt errechnet, dass das gut für das Wachstum von Neugeborenen ist.

Man weiß nicht was peinlicher ist – das Verfassen dieses Texts, das Veröffentlichen desselben oder dass ich in früheren Artikeln den FOCUS mal als Primärquelle verlinkt habe. Ich gelobe Besserung!

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Ohne Euch gäbe es diesen Text jetzt nicht, dafür aber ein toll graues Web-Formular in irgendeinem noch effizienter arbeitenden Ticketsystem 😉

96 Gedanken zu “Über den peinlichen Unsinn, den ein selbsternannter „Experte“ über E-Autos schreibt, und wie FOCUS Online ihn veröffentlicht

  1. Mal wieder wunderbar geschrieben. Man könnte meinen, für nen Professortitel muss man wissen was wissenschaftliches Arbeiten ist und wie man mit Quellen umgeht, aber scheinbar nicht.
    Ich hab 3 Fehler gefunden:
    „Seine Ausführungen zu E-Autos wecken aber erhebliche Zweifel, ob er diese Bezeichnung wirklich verdient, sein > Weiterlesen — erster Vorwurf ist:…“ Copy-Paste-Fehler
    „Radfahren, zu Fuß gehen und die Nutzung des ÖPNV schlagen alle Autos um Längen, wenn es um die Klimaschädlichkeit geht.“ Finde ich missverständlich, weil man Subjekt und Objekt vertauscht werden können.
    „Ferner sind E-Autos eine Katastrophe fürs Klima, weil sie 0,3% weniger CO2 als Benziner verbrauchen…“ verbrauchen/ausstoßen?
    Lg
    Lina

  2. Tolle Analyse!
    Der Satz „Um in Deutschland etwa fast alle Fahrzeuge zu elektrifizieren…“ wurde hier allerdings zu unrecht als pippilangstrumpfhaft kritisiert, denn es war sicher nicht „ungefähr fast alle“ gemeint, sondern das Wort „etwa“ diente hier als Synonym für „zum Beispiel“.

    • Da hast Du Recht, so hat er das mutmaßlich gemeint, aber so eine Formulierung sollte man trotzdem vermeiden, eben weil man es so verstehen kann. Die Lektorin hat mit den Augen gerollt und gesagt, sie würde mir so was anstreichen.

      Ist aber jetzt nur ein Randdetail und hat letztendlich keine Relevanz. ich wollte eigentlich generell noch was zum gesamten Erscheinungsbild des Artikels sagen, in dem grobe Rechtschreibfehler vorkommen, ein seltsames Bild ohne Bezug genutzt wird und eben solche Formulierungen, die man besser vermeidet.

      Wurde dann aber zu lang und ich rausgeflogen :/

  3. Die enorme Sensibilität für Umweltfragen, ausgerechnet bei Elektroautos von Seiten, die sonst zu solchen Themen eher schweigen, ist erstaunlich. Woher das wohl kommen mag? – Wäre die Aufmerksam bzgl. Umweltverträglichkeit bei allen Produkten nur annähernd so eifrig wie bei den Elektroautos, unserem Planeten und seinen Bewohnern ginge es entscheidend besser.

  4. Ich könnte mir vorstellen, dass das mit dem „Kraftstoff selbst daheim erzeugen dürfen“ für eine Denke die rein auf Wasserstoff ab zielt sogar sehr sinnvoll gewesen wäre – wenn denn Wasserstoff mit seinen bis zu 90% Verlusten sinnvoll wäre.

  5. Fach-Autor Burkert recherchiert die Energie welche für die Gewinnung von fossilen Energieträgern aufgewendet werden muss, bis der Sprit mal endlich im Tank ist wie folgt:

    „Werden alle oben genannten Faktoren einbezogen, so ergibt sich, dass für sechs Liter Diesel etwa 42 kWh benötigt werden. Damit kommt ein Elektroauto in der Regel 200 Kilometer weit.“

    Quelle: https://www.springerprofessional.de/elektromobilitaet/dieselmotor/endenergiebezogene-analyse-diesel-versus-elektromobilitaet/16673694

    Mein Fazit: Man kommt also keine 60-80 km damit (wie oben notiert), sondern schon deutlich weiter.
    Meine persönliche Einschätzung steht eher bei 240 km für diese Energiemenge.
    Ein Bekannter, der selbst sehr gerne sein E-Auto in sparsamer Weise bewegt gibt sogar an, eine Zahl von >300 km damit zu erreichen.
    Da mag vielleicht noch die Reduktion des Fahrzeugs in der Größe mit rein spielen – was ja bei Verbrennern oft gar nicht so sehr ins Gewicht fällt (Stichwort: Grund-Umsatz). Aber auch das ist ein Aspekt der E-Mobilität: Kleinst-Fahrzeuge werden nicht nur möglich, sie sind sehr wohl machbar, effizient und dazu häufig auch noch sehr attraktiv sowie nebenbei wirklich sehr wartungsarm!

    • So, so, zur Produktion und Bereitstellung von 6 l Diesel werden also 42 kWh an Energie benötigt, die, in ein Elektroauto gefüllt, dann für 240 km und mehr reichen. (Lade- u. Entlade-Wirkungsgrade liegen so um die 100 % )

      Sapere aude! : Eine kWh elektrischer Energie kostet etwa 0,26 €, 42 kWh demnach ca. 11 €.
      6 Liter Diesel werden an der Tankstelle für ca. 7,50 € abgegeben, davon entfallen mehr als die Hälfte auf die diversen Steuern und Steuern auf Steuern.
      ( Sollten oben auch andere Energieformen mit gemeint sein, müssen noch die Umwandlungsverluste eingerechnet werden, dann wird´s aber richtig schwierig. / Beste Grüße von Herrn Carnot )

      Wie edelmütig ist es doch, dass uns die Mineralöl-Konzerne den Diesel zu weniger als der Hälfte der Gestehungskosten verkaufen. (Psst!! das machen die nur, um die E-Auto-Lobby zu ärgern.)

      Anmerkung:
      Wer davon leben muss, seinen gläubigen Jüngern Unsinn zu verkaufen, sollte erwägen, Priester zu werden. (Oder ´ne eigene Religion gründen.)

      • > Sapere aude! : Eine kWh elektrischer Energie kostet etwa 0,26 €, 42 kWh demnach ca. 11 €.
        […]
        > Wie edelmütig ist es doch, dass uns die Mineralöl-Konzerne den Diesel zu weniger als der Hälfte der Gestehungskosten verkaufen.

        Finde den Fehler! oder besser: die Lüge!
        Ja, das Niveau der Klimaschutzdiskussion ist einfach zu hoch, wenn solche Milchmädchenrechnungen ernsthaft vorgebracht und auch noch geglaubt werden.

        > Wer davon leben muss, seinen gläubigen Jüngern Unsinn zu verkaufen, sollte erwägen, Priester zu werden. (Oder ´ne eigene Religion gründen.)

        Man kann niemanden daran hindern von sich auf andere zu schließen.

        • Wo leben Sie?
          So preiswert ist die Kilowattstunde bei uns leider nicht. Wir zahlen schon 30 ct.
          Die Religion finde ich hier in den Kommentaren auch.
          „Wir sind ja so tolerant solange alle unseren Gott mitanbeten“.

      • Hallo Alois,
        der Alexander Stohr hat das schon richtig erkannt.
        Natürlich hat eine Offshore Bohrinsel oder ein Ölfeld in Saudi Arabien
        keinen Stromanschluß von den Stadtwerken.
        Dort laufen Stromagregate oder es sind Kraftwerke vor Ort gebaut worden um die nötige Energie zum Bohren und Fördern herzustellen.
        Diese werden mit Oel, Gas oder Kohle betrieben.

        Versuch mal den Energiebedarf einer Raffinerie raus zu bekommen. Das ist kaum möglich. Auch die haben ihre eigenen Kraftwerke. VW übrigens auch.
        Der Energiebedarf für 6l Diesel resultiert aus genau diesen Gründen.

        Zu Anfang der Oelförderung brauchte es kaum Energie zum Bohren und Fördern. Heute wird bis zu 10000m tief gebohrt um an Oel zu kommen.
        Man nennt das im Fachbereich „ERoEI“. Kannst ja mal Frau Google fragen.

  6. Wem soll/ kann man dann eigentlich noch „glauben“. Mit dem gleichen „Brustton der Überzeugung“, wie ein veritabler Professor zu ganz bestimmten Ergebnissen zu kommen scheint, genauso unheimlich ist mir die Menge und der jeweilige, kritische Kommentar der gegenüber liegenden „Sachverständigen“. Es ist bestimmt schwierig, erst mal die Lobbyisten herauszufiltern, aber es kann doch nicht sein, daß man keinem Ergebnis, von welcher Seite auch immer, wenigstens einigermaßen vertrauen kann, argumentative Irrtümer eingeschlossen. Die Experten und sogenannten Experten sollten sich ganz einfach an einen Tisch setzen und gemeinsam versuchen, zumindest in Teilen zu einem übereinstimmenden Ergebnis zu kommen. Dann dürfen mal aus dem Stand die Ränder der Erkenntnis auch etwas unscharf sein. Ein erster, ent-ideologisierter Schritt.

  7. Schön geschrieben, aber auch hier strotzt es von Fehlern…
    Umweltzonen haben diverse Ausnahmen, dürfen also auch von älteren Dieseln befahren werden, Oldtimern…
    Streckenführungen mit intelligenten Ampeln oder Ortschaften, die ohne Ampelschaltungen auskommen?! Kreisverkehre sind ein Begriff?
    Containerschiffe und Kreuzfahrtschiffe liegen im Hamburger Hafen mit nonstop laufenden Maschinen, da Landstrom verweigert wird…
    Gegenargument, Kreuzfahrtschiffe wurden oft schon mit Katalysatoren bestückt und fahren, je nach Baujahr mit Gas, also die Mär vom bösen Kreuzfahrtschiff sind oft ziemlich falsch…
    Der europäische Testzyklus fällt, da dieser so stark manipuliert wurde, das heutige Automobile im Praxistest einen eklatant höheren Verbrauch und somit CO2 Ausstoß haben… Somit waren die Verbrauchswunder der letzten Jahre eine Farce.
    Die Elektromobile sind darin eingeschlossen.
    Ein Benziner oder Diesel hat bis zum letzten Tropfen volle Leistung, der Elektromotor gibt nach, bei schwindender Akkuleistung…
    Handies haben ein extrem engeres Temperaturfenster, bei Minusgraden und hohen Plusgraden. Wie gut sind die Elektrofahrzeuge davor gewappnet?
    Fakten? Quellen? Oh je, jetzt hab ich mich entblößt, aber ich bin kein Experte…

    • …bitte nicht gleich wieder hinkende Vergleiche mit Handyakkus oder die sogenannten Winterproblematik der E-Autos angeben. Und das ganze als Kommentar bei einem Artikel, der gerade diese Art von Vergleichen aufzudecken versucht. Übrigens auch bis zur letzten kWh hat der E-Motor die volle Leistung…
      Man sollte sich mit E-Autos schon wirklich selber befassen und sie auch mal testfahren…
      Ich fahre selber den neuen Kia e-Niro: keine Probleme im Winter trotz Heizung und Kälte, keine Probleme in Sommer trotz Hitze und Klimaanlage (Stichwort thermoregulierter Akku)…
      Die Technik ist einfach schon viel, viel weiter als uns die meisten immer wieder aufgetischten Mythen rund uns E-Auto weiß machen wollen…

  8. Klimakrise? Es gibt einen Klimawandel und zwar seit ca. 4.8 Milliarden Jahren. Wir beobachten das Klima seit (grosszügig gerechnet) ca 200 Jahren. Daneben haben wir vereinzelt viel ältere Aufzeichungen von Wetterphänomenen die vereinzelt stattgefunden haben, sagen wir nochmals 800 Jahre zurück. Diese Zeitspanne im Verhältnis zu 4.8 Milliarden Jahre ist schlicht weg ohne jegliche Aussagekraft.
    Wir bilden uns also tatsächlich ein, in irgendeiner Weise „wichtig“ zu sein. Das ist schlichtweg lächerlich.
    Der Kilmawandel ist nicht menschgemacht, oder anders gesagt: unser Anteil ist schlicht irrelevant.
    Was hier passiert ist Alarmismus, da mittlerweile extrem viele Leute sehr gut davon leben können. Da ist eine Riesenindustrie entstanden, alles finanziert vom dummen Steuerzahler.
    Die Politik hat komplett versagt, wenn sie sich von sogenannten „Aktivisten“ vorführen lässt.
    Lustigerweise finden all diese Aktivitäten nur in Wohlstandsländern statt oder in Ländern, wo man solche Leute gewähren lässt. Ich nenne das: Wohlstandsverwahrlosung

    Irgendwo habe ich gelesen, dass mit dem „Klimahype“ mittlerweiel 1 Billionen Umsatz im Jahr gemacht wird.

    Das ist das was ich schon lange sage. Der menschengemachte Klimawandel ist nichts weiter als ein Geschäftsmodell und zwar ein sehr lukratives.

    Mit dem Ozonloch lässt sich ja kein Geld mehr verdienen. Erinnert Ihr Euch?

    Um sich von dieser Klimapsychose zu befreien, genügt es, deutsche Grenze nach Außen zu überqueren, egal in welche Richtung. Wenn selbst die UN zugibt, dass der globale Klimawandel nicht mehr zu stoppen ist, auch wenn wir heute noch alle sterben und klimaneutral werden, dann müssen wir uns für nicht mehr abwendbare Zukunft vorbereiten, statt ungebildete Weltuntergang-Prediger zu hören und Billionen in Wind zu werfen, im wahrsten Sinne des Wortes. Leute, macht Urlaub in EU Ausland, von mir aus auch mit Zug. Kommt endlich aus der Informationsblase raus!

    • Der große Vorteil gegenüber Religionen ist, dass ich Dir Quellen verlinkt habe, die meine Behauptungen stützen. Die kannst Du Dir ansehen und dann selbst beurteilen, was glaubwürdiger klingt.

      Ist schon etwas anders als „DAS IST DER EINZIG WAHRE GOTT! ES STEHT SO IN DIESEM 2000 JAHRE ALTEN BUCH!“

      • Randnotiz: Die Bibel ist ca 2700 Jahre alt (AT)

        Ich denke, wir müssen einfach weg vom Reaktionissmus! Hin zu einer planbaren, anschlussfähigen Debatte, welche auch Oppositionen zulässt!

        Lasst uns endlich Fristen einführen, die Erzeuger (Auto, Kleidung, Lebensmittel) nicht als Delinquenten sondern als Partner behandeln! Gebt Chance und Zeit (mit verbindlichen Terminen) sich darauf einzustellen.

        Und lässt uns aufhören andere Meinungen zu verhindern. Wir leben hier mittlerweile in einem Mehrseitigen Populismus, geprägt davon andere Meinungen durch nochmals andere Meinungen zu widerlegen.

        Lasst uns einfach alle etwas tun!

        Mal mit der Bahn in den Urlaub.
        Regionale Produkte einkaufen.
        10ct mehr für 1 l Milch akzeptieren.
        Usw usw

        • Wo genau ist irgendwas, das ich hier geschrieben habe, Reaktionismus? Ich fordere, einfach die bessere Technologie einzusetzen, das ist laut Bundesregierung schon seit Ewigkeiten der Plan, nur funktioniert das halt nicht, wenn es keinen Markt für E-Autos gibt und die Hersteller hier auch nicht reagieren.

          Welche Fristen behandeln Hersteller wie Deliquenten?

          Wo verhindere ich Meinungen? Du hast Deine Meinung hier doch sagen können und ich reagiere darauf.

  9. Und die Chinesen lachen sich kaputt über das was hier geschrieben wird, denn die verdienen sich dumm und dämlich an den Rohstoffen, die für die Batterien gebraucht werden.
    Und wer denkt an die Kinder, die die seltenen Erden unter unmenschlichen Bedingungen aus der Erde kratzen?
    In Berlin denkt man sicherlich schon darüber nach, wie hoch die Batterie-steuer als Ersatz für die Mineralölsteuer ausfallen darf. 🙂

    • Genau, wer so blind ist und an den E-Blödsinn glaubt, glaubt auch an den Storch der Kinder bringt! CO2 ist ein ungiftiges Gas das zu 0.038% in der Luft enthalten ist. 96% davon beansprucht die Natur für sich, AUCH OHNE MENSCHEN! Da glauben doch tatsächlich ein paar sogenannte Wissenschaftler, die mögliche Beeinflussung von 0.0015% CO2 bringe dem Klima etwas! Höchstens dem Staat, mit erfundenen Steuern, so sieht es aus! Übrigens, ich durfte während mehr als 24 Jahren junge Leute in der Klima-Luft-und Wetterkunde schulen, mit Unterlagen eines der wichtigsten ABC Labore der Welt! Nicht durch Klimahysteriker.

      • Was hat das mit den Rohstoffen und China zu tun? Bist Du im Thread verrutscht?

        Niemand hat behauptet, CO2 sei giftig. Es ist zu 0,0415% in der Luft enthalten, Deine Zahlen sind veraltet.

        Ja, der Großteil des CO2 in der Atmosphäre ist im Gleichgewicht. Dass der menschliche Anteil einen Effekt hat, sieht man ja am Zuwachs von 280 auf 415 PPM, den Du ja selbst weiter oben erwähnst 😉

        • Du mein wohl von 380 auf 415 PPM, nicht 280.
          Somit wäre es eine Steigerung um 35 PPM (und nicht um 135), wobei du die gesteigerte Summe selbst in Spiel gebracht hast.

          Somit hast du den menschlichen Anteil hier bestimmt und nicht der „Klimakenner“

  10. Hallo. Es handelt sich um eine tiefgehende, hoffentlich auch richtige Recherche, die ich in den Medien leider so nie gehört habe . Ich denke, in jeder der Abhandlungen steckt ein guter Gedanke. Nach möglichst gemeinsamer Beseitigung von Fehlern könnten sich die Intelligenten dieser Erde besser zusammensetzen und sinnvolle Hilfen für die Umwelt entwickeln und sollten sich nicht anfeinden. Auch ich halte E- Mobilität als alleiniges Ziel für eine Sackgasse. Denken wir mal an Blackouts und das Chaos daraus. (Buch Blackout von marc elsberg). Denken wir mal an Wetterkapriolen mit Kälte oder großer Hitze bei denen Batterien nicht lange funktionieren. Eine starke Weiterentwicklung und Förderung der wasserstoff-Technologie bsd für Flugzeuge- und Solarenergie in Kombination mit e- Autos ist wohl der beste Weg.
    Was die Städte betrifft: unsinnig sind wirklich stoppampeln vor Autobahnen die Fahrzeuge zwingen, wieder neu zu beschleunigen. Sehr abgasträchtig ! Außerdem hatten wir schon früher grüne Wellen! Wo bitte wollen wir denn hin ? Kriechverkehr- auch für e fahrzeuge oder indivudalverkehr ganz verbieten? Im Stau stehen alle jetzt schon genug .Fahrspuren brauchen auch e Fahrzeuge.
    Wann unterscheidet man endlich zwischen Ruhrgebiet und ländlicherem Raum? Auch hier muss man mal vorwärtskommen. Da entscheiden Städte wegen der Umwelthilfe Straßen zu 30er zu erklären, obwohl ich keine signifikanten Beweise höre, dass damit weniger co2 ausgeschieden wird als mit 50. Da werden weitere Ampeln in Dortmund vor der Einfahrt ins Stadtgebiet geplant. Damit dort die Abgase des stehenden Verkehrs kummulieren? Sinn?
    Wir sind uns aber alle einig: es geht nur ums Geld , vermissen intelligente Regeln aus der Politik.

    • E-Mobilität als alleiniges Ziel fordere ich auch nicht, wäre auch nicht schlau, es ist nur ein Baustein.

      Blackouts dürften damit eher unwahrscheinlich werden, wenn die Batterien als Puffer verwendet werden. Batterien funktionieren sowohl bei Kälte als auch bei Hitze. Bei Kälte büßen sie einen Teil der Reichweite ein, bei sehr großer Hitze funktionieren Verbrenner hingegen nicht mehr.

      Stoppampeln sind imo nur ein Mittel, den Verkehrsfluss zu optimieren. Wenn die Karren komplett im Stau stehen, ist das noch abgasintensiver. Stop and go ist mit E-Autos auch ein viel geringeres Problem, weil sie die Energie durch Rekuperation zurückgewinnen können. Um das zu lösen, muss die Anzahl der Autos runter, insbesondere im urbanen Raum.

      Bei der Umwelthilfe geht es um NOx, nicht um CO2. Auch hier wären E-Autos ein großer Vorteil, die emittieren gar kein NOx, egal, wie schnell sie fahren.

      Bei dem Thema geht es eigentlich eher um die Gesundheit von Menschen in Ballungsgebieten. Bei E-Mobilität ebenfalls, weil Lärm und Abgase reduziert werden, das Klimathema ist da noch on top.

  11. Ich habe Ihren beitrag soeben gelesen.
    Am Ende kam mir als erster Gedanke- Sie fahren mit dem Trump Zug mit.
    Fake News gegen Fake News.Sie arbeiten mit Halbwahrheiten und rechtfertigen das mit einer Gerechtfertigten Kritik.
    Vielleicht erschliesst sich mir das Anliegen Ihres Blogs nicht,aber einfach mit Luft Gegenargumentieren entspricht vielleicht dem Zeitgeist,aber hilft der Sache und diesem Thema keineswegs.
    Ihre anderen Beiträge erspare ich mir,vermutlich ist das Ihr Stil mit dem Sie auf dem Trumpzug aufgesprungen sind.
    Haare kämmen nicht vergessen.
    In diesem Sinne,Grüsse aus Berlin

    • Endlich mal jemand, der nicht jeden Schei… glaubt der irgendwo gschrieben wird.
      Die Aussage Fake News gegen Fake News hat schon fast was erotisches.

      Fakt ist, dass man niemandem glauben kann, der an einer Sache entweder direkt oder indirekt Geld verdient.

      Lustig ist in dem Artikel ja, dass damit argumentiert wird, dass die Aussagen hier durch Links untermauert sind…..und dort steht die Wahrheit? Scherz 🙂

      Also, warten wir auf den Klimawandel…
      Grüße aus Graz

      • Dann können Sie im Prinzip keiner Zeitung, keinem Nachrichtenmagazin und keiner Redaktion glauben. Woher beziehen Sie dann überhaupt Ihre Informationen?

        Ja, meine Aussagen sind mit Quellen belegt, die zum Thema einfach große Kompetenz besitzen. Wenn Ihnen eine bessere Methode zum Erkenntnisgewinn einfällt, dann lassen Sie mal hören 🙂

    • Ich kenne jetzt keine Artikel von Donald Trump, in dem er seine Aussagen belegt, haben Sie da ein Beispiel?

      Welchen Punkt in meinem Artikel halten Sie denn konkret für unglaubwürdig? Die relevanten Stellen verweisen auf seriöe Quellen, das haben Sie gesehen?

  12. Wenn sich einer „Graslutscher“ nennt, dann ist schon Skepsis angebracht. Wie kann man nur solch einen Unsinn schreiben. Die grünen Chaoten und Kraftwerksbesetzer, die für ihren Lebensunterhalt nicht arbeiten müssen, weil Pappi und Mammi sie alimentieren, die lassen grüßen!

    • Wie auch ihre offenbar ahnungslosen Vorredner nennen Sie nicht einen konkreten Punkt, sondern versteigen sich in irgendeinen pauschalen Unsinn und wilde Spekulationen um meine Person, die sie sich hätten sparen können, wenn Sie einfach den Text aufmerksam gelesen hätten.

  13. Wurde dieser Artikel in irgendeinem Forum für Benzinjunkies gepostet? Lieber Volker, Andy, Günter und Bodo, wir können ja gerne über das Geschriebene diskutieren, aber dann müsst Ihr schon ein Argument bringen. Also ein richtiges, jenseits von „Das ist alles Quatsch, weil ich weiß das!“

    Ich belege meine Aussagen mit Quellen. Wenn Sie glauben, dass diese Quellen falsch liegen, dann lassen sie hören wo und warum. Oder warum ich irgendwo falsch liege.

    Das ist sonst irgendwie etwas destruktiv.

  14. Herr Graslutscher, Ihre Ausführungen sind totaler Nonsens. Jeder halbwegs intellektuelle Mensch weiß, daß die E Mobilität ein Witz ist. Die Emission die in der Herstellung entsteht ist deutlich höher, als jeder Diesel dieser Erde austösst. Fahren Sie Ihr Umweltverpestendes Gefährt, für das Kinder im giftigen Morast arbeiten. Applaus Sie Spinner.

  15. Als wir 1989 wieder „Deutsche“ wurden, wurde versucht, uns beizubringen den Begriff „ÖKO-AUDIT“ zu verstehen und danach zu handeln.
    Jetzt spricht keiner mehr davon. Nur noch politischer Aktionismus.
    Gerade die Elektromobilität hätte es nötig, von der Rohstoffgewinnung zur Fertigung, des Betriebs und letztendlich von der Verwertung der Fertigerzeugnisse allumfassend beleuchtet und bewertet zu werde.

  16. Hallo Graslutscher,
    was hast du gegen die Brennstoffzelle (Wasserstoff-Antrieb)?
    Wer mauert in Deutschland und wer informiert nur über „halbe“ Wahrheiten?

  17. Die Diskussion ob Elektroantriebe besser als Verbrenner sind, erinnert schon sehr stark an dir Kontroversen innerhalb und zwischen unterschiedlicher Religionen. Fakten hin oder her. Man bewertet die verschiedenen Fakten unterschiedlich. Die einen nimmt man eher wahr und andere werden lieber vernachlässigt.
    Habt ihr euch schon mal ganz kritisch gefragt woher der ganze Klima Hype kommt und wer daran ein Interesse haben könnte?
    Ich kann den Artikel unter dem folgenden Link sehr empfehlen. Hier wird unter Einbezug vieler Fakten und weiteren Verlinkungen beschrieben, wie wir an der Nase herumgeführt werden und wie die Wissenschaft zur ‚Menschen gemachten Klimaerwärmung‘ wirklich steht.

    Hier der Link: https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-menschengemachter-klimawandel-wie-einig-ist-sich-die-wissenschaft-wirklich/

    • Mit dem Unterschied, dass bei Religionen mit heiligen Büchern argumentiert wird und es bei Autoverkehr harte Fakten gibt. Wie bewertet man eindeutige Dinge wie krankmachende Abgase oder die Tatsache, dass E-Autos krass langlebig sind, denn anders?

  18. Mein Gott, wenn ich das alles lese. Alles okay! Da sind doch einige Spitzenexperten unter uns. Anscheinend alles gut was da passiert, alle Demos und grün orientierten Áussagen perfekt und alles fordert, fordert und fordert. Ich fordere auch: endlich einmal vernünftige und klare Argumente um dann die besten Möglichkeiten – ich schrieb Möglichkeiten und nicht Möglichkeit! – um zu setzen. Wir sehen alles schwarz/weiß..so sind die Deutschen. Wir werden getrieben und lassen uns leider treiben, gute Ideen kommen in die Schublade. Klar, wir haben ja das E-Auto. Und damit sind alle Probleme gelöst….armes Deutschland.
    Wir fangen wieder mitten drin an, der Fisch fängt am Kopf an zu stinken ..und nicht in der Mitte. Von mir aus können die E-Autos massenhaft kommen. Fragt sich nur woher wir den Strom bekommen. 100% funktionierende AK werden in Deutschland abgeschaltet, dafür werden KKW und Erdgas KW neu aufgeschaltet ( sehr gut für die Reduzierung von Emissionen ..wer auch immer das fordert und unterstützt..) und man investiert Summen in PV und Windkraft. Das ist gut! Und wo kommt der Rest her? Wir Deutschen sind ein sauberes und bald klimaneutrales Land …und beziehen den restlich notwendigen Strom natürlich aus dem Ausland. Belgien hat 2 supermoderne AKW´s, Frankreich derzeitig 58, Polen xx KKW..sollen die uns doch beliefern. Unser Denken hört an den Staatsgrenzen auf. Heute werden z.B. alle Häuser, welche auf umweltfreundliche Stromheizungen setzen, jeden Tag zu den jeweiligen Peak Zeiten morgens, mittags und abends für bis zu 4 Stunden gesamt abgeschaltet. Ich freue mich wenn dann die E-Autos den Stecker stecken….
    Warum beschäftigen wir uns tatsächlich nicht ernsthaft mit Alternativen die auch Verbrennungsmotoren heißen können. Da ist noch deutlich mehr machbar. Bitte keinem erzählen…, wir fokussieren uns auf E- Mobilität mit den Vorteilen und auch vielen Nachteilen… welcher auch niemand erzählt. Also machen wir so weiter…
    Ich wünsche mir das wir endlich aufwachen, mit eigenen und nicht getriebenen Meinungen und nicht nur Träumen…für die Zukunft unseres Planeten…und nicht nur für die Zukunft unserer Kinder…

  19. Ich bin ein älteres Semester und habe schon das „Waldsterben“ und das „Ozonloch“ überlebt. (:-))
    Gut erinnere ich mich an die Zeiten, als Konzerne quer durch alle Industriesparten große Geldsummen in die rigide Bekämpfung jedes grünen Gedankens und jeder Umweltschutzbestrebung investierten. Umweltschutz gefährdete damals die Reingewinne. Wenn heute die Industrie nach Umweltschutz schreit und selbst den klimatisch bedingten Weltuntergang predigt, läßt das nur eine Schlußfolgerung zu: Die Konzerne können an der Klimahysterie mehr verdienen, als an ihren bisherigen Technologien. Sonst würden sie das Thema mit viel Geld und Medienaufwand exzessiv bekämpfen, wie früher. CO2 -Lizensen kann man auch auch Ware gewinnbringend handeln (hatten wir schon). Egal, welche Fehlentscheidungen die Politik noch treffen wird, die Rechnung bezahlt immer der Endverbraucher. Jegliche Kosten werden auf uns abgewälzt und die Gewinne der Konzerne steigen trotz oder besser wegen der Klimapolitik astronomisch weiter. Deshalb verebbt auch das ewige Geschrei nach Wirtschaftswachstum nicht. Wer wirklich etwas für das Klima und gegen den Raubbau an den Ressourcen unserer Ururenkel machen will, der sollte Wachstum verbieten! Schluß mit immer mehr Autos, die auf Halde produziert und nach 3 Jahren mit steuerlich geförderter Abwrackprämie auf den Schrott geworfen werden! Schluß mit dem Druck, den Kunden im Zweijahresabstand ein neues Handy und einen neuen Laptop aufzuzwingen! Schluß damit, einen einzelnen Bleistift in 10 Gramm Kunststoff und 15 Gramm Pappe zu verpacken! Schluß damit, jeden Tag tausende von Tonnen Lebensmittel in den Müll zu werfen, nur weil ein gesetzlich verordnetes und völlig idiotisches Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist! Wir werden in DEU weniger Menschen und wir brauchen weniger Güter! Also hört auf mit der Überproduktion und geht sorgsamer mit den Ressoucen der künftigen Generationen um. Dann senkt sich auch automatisch alles, was der Umwelt schadet. Aber weder Politik noch Industrie werden jemals die heilige „Wachstums-Kuh“ schlachten. Über diese Hauptursache redet besser niemand in den Medien. So, jetzt könnt ihr über mich herfallen!

    • „Wenn heute die Industrie nach Umweltschutz schreit und selbst den klimatisch bedingten Weltuntergang predigt, läßt das nur eine Schlußfolgerung zu: Die Konzerne können an der Klimahysterie mehr verdienen, als an ihren bisherigen Technologien. Sonst würden sie das Thema mit viel Geld und Medienaufwand exzessiv bekämpfen, wie früher“

      Da bist Du wohl auf eine Menge Greenwashing reingefallen. Auf dem Papier will jedes Unternehmen Umweltschutz, tatsächlich aber geben wir in diesem Land Milliarden Euro für fossile Brennstoffe aus, viel mehr als für die Einhaltung des 2-Grad-Ziels erforderlich wäre.

      Das könnte auch erklären, warum Du Begriffe wie Klimahysterie benutzt. Schau einfach mal nach, was die wertvollsten Konzerne der Welt sind und wie viele davon mit Gas, Öl und Kohle Geld verdienen.

      Und dann überprüf Deine Hypothese noch mal.

    • Alle Probleme und jegliches Leid der Menschen der Politik oder regierenden Politikern zuzuschieben („egal welche Fehlentscheidungen die Politik noch treffen wird“) ist verkürzt. Transnationale Unternehmen, darunter auch fossile Brennstoffunternehmen, machen oftmals gemeinsame Sache mit einer kritisierungswürdigen Politik, schaffen es aber auch oft erfolgreich, Politiker und Regierungen unter Druck zu setzen und sind in manchen Staaten sogar deutlich mächtiger als Regierungen. Deine Vorschläge, Schritte gegen die Wegwerfgesellschaft zu unternehmen, sind auf jeden Fall gut, aber das ändert nichts daran, dass ein sanfter Umstieg auf E-Mobilität und Gesetze wie die Einführung einer CO2-Steuer ebenso wichtig, gar notwendig sein können.

  20. Ein ganzes Forum voller Milchmädchenrechnungen, Wiederkäuen von Politphrasen, ideologisch gefärbtem Gewäsch und natürlich – alles Experten! Immer der Tenor: „Mann, wie doof muss der nur sein… “
    Niemand erwähnt z.B., dass Batterien (eigentlich Akkumulatoren) bei Lade- und Entladevorgängen einen Wirkungsgrad haben. Niemand scheint die Stärken und Schwächen der Antriebsmaschinen im Vergleich erklären zu können… Wundermittel Brennstoffzelle: Herstellung mit welchen Rohstoffen, Lebensdauer, Vor- und Nachteile, Entsorgung, Recycling… Schon mal Gedanken gemacht?
    Also: Ran an das Studium der alternativen Antriebe und danach schlaue Kommentare verfassen.
    Elektromobilität ist ein sehr alter Hut. Die Reichspost betrieb in den 1930er Jahren eine Flotte von Akkufahrzeugen. Die Bundesbahn setzte bis Anfang der 1990er Jahre Akkutriebwagen ein. Warum wurde das alles aufgegeben? Und: Warum kocht gerade JETZT die „Volksseele“ wegen diese Themas so dermaßen hoch?

  21. Nett geschrieben, nur finde ich hier auch nicht eine einzige Quellenangabe. Und noch mehr was absolut nicht erwähnt wurde. Nur das jetzt alles zu schreiben würde recht viel Zeit beanspruchen. Ich finde die Aussage von dem Professor recht einleuchtend. Fahre aber weiterhin meinen 5liter V8. Soviel dazu.

    • Im Text sind 53 Quellen verlinkt, sie erkennen sie an den grün markierten Textstellen. Ein Klick darauf bringt Sie zur Quelle. Im Text von Prof. Wellnitz findet sich keine einzige Quelle.

      Was Sie daraus machen, ist Ihre Entscheidung. Niemand kann Sie davor bewahren, sich albern zu benehmen, nur Sie selbst 😉

  22. Beantworte mir bitte eine Frage plausibel. Warum werden nachweislich weltweit Patente die enorme Mengen an Energie und Rohstoffen einsparen regelmäßig mit dem Zusatzvermerk “ Diese Technologie darf unter Androhung von Straffmaßnahmen nicht weiter entwickelt werden“ . Ich selbst hatte die Möglichkeit ein original Dokument beim Amt aus dem Jahr 1983 zu sehen. Eine Gastherme die nur 30 Prozent des damaligen Durchschnittsverbrauch benötigte bei gleicher Leistung. Einfache Frage, bitte einfache Antwort und kein „Roman“ . Danke

    • Wieso soll ich das beantworten? Ich kenne keine solche Verordnung und da es bereits Wärmepumpen, E-Autos und Lastenräder gibt, die eine Menge Energie un Rohstoffe einsparen, ohne dass sie verboten wurden, halte ich die Behauptung für fragwürdig.

  23. Der ganze Artikel zeigt leider wenig konstruktive Kritik, sondern arbeitet mit Halbwahrheiten und teilweise nieveaulosen Behauptungen. Offenkundig interessiert auch gar nicht wie Lithium und Kobalt und andere seltene Erden weltweit gewonnen werden z.B. in Südamerika (https://www.deutschlandfunk.de/lithium-abbau-in-suedamerika-kehrseite-der-energiewende.724.de.html?dram:article_id=447604) oder im Kongo (https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kobalt-aus-dem-kongo-hier-sterben-menschen-fuer-unsere-e-autos-a-1291533.html). Aber Menschenrechte müssen uns ja für die viel beschworene Elektromobilität nicht interessieren.

  24. Vielen dank für Ihre Ausführungen.
    Sie haben mir gerade geholfen auf eine in der Familie weitergeleitete email mit dem Text von unserem Lieblingsprofesor zu antworten, und die an den Haaren herbeigezogenen Argumente zu entkräftigen.

  25. Diese Art von überharter Diskussion und persönlicher Beleidigung, womit technisch erfahrene Fachleute mit abgeschlossener Ausbildung niedergebrüllt oder möglichst anonym in social Media Kanälen niedergemacht werden, ist für so wichtige Lebensprobleme völlig fehl am Platze !
    Inbesondere Polemiker und Politiker ohne jede Ausbildung betreiben ein „Googlestudium“ – suchen sich ausschliesslich für ihre fast glaubenskriegähnliche Argumentationen „Google-Fakten“ – und machen andere Argumente nieder .

    Und genau diese Leute ( sorry: evtl. nur ein Teil davon ) stellt sich jetzt auf die Strasse , verbreitet Angst und Hysterie und…. besitzt die Frechheit ältere (an den Problemen der Zeit arbeitende) Mitmenschen zu beschuldigen ihre „Träume und Kindheit zu stehlen“ oder beschuldigen gestandene Professoren der Lüge.

    Angst habe ich vor der nächsten Stufe der Eskalation: ausufernde selbstlegitimierte Gewalt („Aktionen“) und als letzte „Zeichensetzung“ sogar Morde an Symbolfiguren aus Politik und Wirtschaft. Auch das habe ich selbst als 68er Student miterlebt. Hier fühlten sich die extremsten Aktivisten (RAF) ermächtigt sogar Menschen zu ermorden ….mitten im Rechtsstaat Deutschland.
    Gerade diesen geschichtlichen Teil der extremen Aktivisten haben doch auch viele Bundestagsabgeordnete live „miterlebt“ – manche sogar vor lauter Aktivismus vergessen ihr Studium mit Abschluss zu beenden…… und genau diesees Klientel ist jetzt wieder auf Kriegspfad …. und im Krieg ist jedes Mittel recht….

    • Wo genau betreibe ich hier überharte Diskussion? Wo beleidige ich irgendwen?

      Ich beziehe mich hier doch einfach nur auf die Aussagen von Fachleuten mit abgeschlossenen Studien in ihren Bereichen. Es ist mir absolut schleierhaft, was das mit Niederbrüllen zu tun haben soll.

      Es geht hier ausschließlich darum, dass ein Professor für Motorenbau ziemlich haltlosen Unsinn erzählt. Den Teil mit den Aggressionen, Beleidigungen und der Gewalt haben Sie gerade frei erfunden. Was treibt Sie dazu?

      • Ich fahre u.a. selbst ein E-Fzg (Hyundai Kona E ) und wurde auch selbst nach Veröffentlichung erster tatsächlicher Erfahrungen mit reinem E-Antrieb als „Troll“ und „Stromschlag der Woche“ usw beleidigt….
        Die Elektromobilitätsjünger mit ihren Hurrameldungen treibt uns geradezu in die Arme völliger Abhängigkeit von neuen Monopolisten (Stromkonzerne) und Verbotspolitikern.
        Die Stromnetzbetreiber können mir jetzt sogar für meine eigene Wallbox am Haus lt. Vertrag in „netzdienlich optimierten Stromfenstern“ nach Belieben von aussen den Strom abschalten und Inonity hat an den Schnellladesäulen – und auf diese ist man bei jeder längeren Autobahnfahrt angewiesen – den Preis pro KWh mal schnell über Nacht von 49 ct/KWh auf 79 ct/KWh angehoben ….klar kann ich auch meine Maingau Karte zücken und versuchen günstiger zu laden und Umwege zu günstigeren Säulen suchen…. Zuhause zahle ich 29 ct/KWh für „Öko“-Strom – versprochen waren mal 2018/19 für Wallboxen -30% „Autostrom“ , den es aber niergendwo gibt. Dann wird analog zu den Kraftstoffbesteuerungen noch irgendwann der Staat nach Durchsetzung des Marktes mit E-Fzgen seine Steuerverluste aufholen. Bei einem Preis von 1,389 Euro pro Liter Super E10 fallen allein etwa 63 Prozent auf Steuern und Abgaben. Absolut summieren sich Mehrwertsteuer, Energie- oder Mineralöl- (Ökosteuer) und der Beitrag an den Erdölbevorratungsverband (EBV) auf insgesamt rund 87 Cent je Liter Ottokraftstoff. Wieviel wird dann analog noch auf „Autostrom“ kommen ???? Verzichten kann der Staat niemals !
        All diese Unzulänglichkeiten der jetzt überstürzt erzwungenen E-Mobilität werden auch von Ihnen sehr überheblich niedergemacht…. Fachleute haben für solch technische Neuentwicklungen immer mehr als 5-10 Jahre zur Serienreife benötigt – heute meinen Politiker ohne jede Ausbildung soetwas steuern zu können – manchmal nach dem Motto „bin ikke jetzt im Fernseeeehen ?“ .
        Unzulänglichkeiten werden mit „aber demnächst“ und „wir arbeiten an der Optimierung“ weggeschoben….. demnächst bin ich nach Glaubensversprechungen auch im Himmel – evtl sogar mit vielen Heiligen oder „Jungfrauen“ ???….

  26. Danke, vielen herzlichen Dank! Soweit ich das auf die Schnelle einschätzen konnte haben Sie sehr gute Arbeit geleistet.

    Bei so viel Unsinn von Seiten des Professors ruhig zu bleiben ist echt nicht einfach, das ist Ihnen meistens aber leider nicht immer gelungen (bspw. ab den Bullis im vorletzten Absatz). Das ist die einzige konstruktive Kritik die ich Ihnen gerade mitgeben kann.

    Nochmals vielen Dank für Ihre Mühe!

    Die Kommentare sind ja echt zum Haareraufen, ich finde es übrigens sehr gut, dass sie da überall auch kurz und prägnant drauf eingehen – aber mehr Zeit ist das echt nicht wert… – leider

  27. Die E Autos werden kommen. Sie sind im Unterhalt deutlich günstiger und mittelfristig auch schon in der Anschaffung. Die machen mehr Spaß und sind viel besser für die Umwelt. Keine Lärmbelästigung.
    Jeder wird irgendwann so ein Auto fahren, auch die Lobbyisten von Mercedes und BMW, genauso alle heutigen Meckerköpfe, die sich ihre Quellen aus der Bild holen.
    Wer sich ehrlich informiert wird herausfinden was die Wahrheit ist. Aber bitte informiert euch, bevor hier immer die gleichen falschen Argumente raushaut.

    • Darin kann ich dich nur bestärken. Ich habe hier auch das Landei-Problem. Am Wochenende fährt hier nicht mal mehr ein Bus.
      Nur genau überlegen welches E-Auto man kauft. Denn gerade auf dem Land mit Haus, Garten, Landwirtschaft etc. sollte die Batterie einen Mehrwert haben z.B. als mobiler Stromspeicher für 230V-Elektrogerätebetrieb in-the-middle-of-nowhere. Flache, gut zugängliche Ladefläche. Auch der obligatorische Agrarhaken sollte möglich sein. Ich habe seit ca. 1 Jahr nur die besten Erfahrungen gemacht. Ok, die Abhängigkeit von der Automobilindustrie besteht weiterhin, aber wenigstens die fossile Erdölwirtschaft ist man weitestgehend los. Selbst die Schmieröl-/-fettmengen sind überschaubar. Und gerade auf dem Land mit eigenem Haus stellt sich das Problem des zu-Hause-Ladens meistens nicht. Und auch laden mit eigenem PV-Strom ist meist möglich.

  28. Bleibt nur noch die Frage, wen in Afrika, Asien und Südamerika die E-Auto Diskussion interessiert, denen ist das völlig egal, sie sind Jahrzehnte davon entfernt.
    Dort freut man sich schon auf unsere ausrangierten billigen Verbrennungs-Autos und wird sie noch intensiver nutzen.
    Städte wie Kairo & Co. geben in Zukunft dann so richtig Gas im wahrsten Sinne des Wortes, mehr als jetzt schon, bravo.
    Aber wir haben dann eine saubere Weste und nichts mehr damit zu tun.
    Sehr kurzsichtig aber natürlich Greta-konform en vouge heutzutage, statt das Problem global zu betrachten.
    Der „Professor“ mag nicht alles 100 % korrekt recherchiert haben und auch den Zahlenraum manchmal zu dehnen, aber im Kern hat er schon in vielen Punkten leider recht, da hilft kein Schönreden.

  29. Verehrter Graslutscher,
    meine Oma sagte mal zu mir, wenn zwei sich streiten, dann haben meistens beide recht, sie sehen nur zwei Seiten einer Medaille! Wenn sie aber kein gutes Haar an aneinander lassen oder sich gar beleidigen, dann geht es weniger um die Wahrheit, sondern darum, das Recht auf die alleinige Wahrheit zu haben!

    Übrigens: In Stuttgart gibt Ist regelmäßig Feinstaubalarm und seit Jahren eine Diskussion um die Einhaltung von Feinstaub Grenzwerten. Die öffentliche Diskussion wird von Feinstaub bestimmt auch nicht von Stickoxiden!

    • Joa, da würde ich Deiner Oma grundsätzlich zustimmen. Ich weiß jetzt nur nicht, ob man das hier unter „Streit“ verbuchen kann, denn Herr Wellnitz äußert sich zu der Kritik an seinen Ausführungen grundsätzlich nicht, vielleicht weil er das als unter seiner Würde empfindet? Ich beleidige ihn auch nicht.

      Ich würde das gerne sachlich mit ihm ausdiskutieren, auch weil das dem Erkenntnisgewinn von allen dienen würde, er steht dafür nur nicht zur Verfügung. Wenn in meinem Text ein Fehler ist, höre ich mir das gerne an bzw. bespreche das auch gerne sachlich. Ein Anrecht auf die alleinige Wahrheit empfinde ich irgendwie anders.

      Ja, es gibt auch Feinstaubalarm und auch in der Richtung Diskussionen, die aktuell von der DUH durchgesetzten Fahrverbote berufen sich jedoch auf Gesetze zu NOx-Grenzwerten und die waren vor einem Jahr eines der Themen überhaupt. Sie erinnern sich bestimmt noch an die Diskussion um die 102 Lungenärzte 🙂

    • Ich hab nach Lektüre des Buches „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ – ein Interview mit Heinz v. Foerster, das Wort „Wahrheit“ aus meinem aktiven Wortschatz gestrichen, da es nur Unfrieden stiftet.

  30. Man möge mir meine Skepsis verzeihen, aber ich vermute die Masse der Millionen Einwohner von Kairo, oder La Paz in Bolivien oder generell Indien, Bangladesh u. Co. werden sich noch Jahrzehnte keine eAutos leisten können und weiter mit alten Hobeln ihre Städte vernebeln, da hilft der übrigens tolle Solarpark den ich noch nicht kannte auch nicht viel.
    Aber China stimmt zum Teil, da sind sie schon etwas weiter.
    Die Lösung kann nur global erfolgen, alles andere ist hauptsächlich Schönreden und Kosmetik.

    • Das kommt stark darauf an, wie stark die Stückkosten von E-Autos sinken, wenn sie demnächst von VW in Masse gefertigt werden. Logisch, es werden sicherlich noch auf Jahre hin Verbrenner unterwegs sein, wir sollten also möglichst früh mit einer Umstellung auf diese Technologie beginnen, oder?

      Oder führen wir jetzt nur Neuerungen ein, die es in Afrika und Südamerika schon gibt?

  31. Danke für den Kommentar zu Herrn Wellnitzen´s Artikel.
    Ich habe selber ein E-Auto und finde die Aussagen von Herrn Wellnitz grotesk. Er ist Wasserstoffauto Lobbyist. Hat aber vergessen, dass diese Autos auch eine Batterie brauchen und wenn sie dann noch die wichtige Rekuperation machen sollen ist diese Batterie mindestens halb so groß wie die von einem BEV. Ich lade meinen Renault Zoe zu 80 % mit Solarstrom auch im Winter und würde kein anderes Auto mehr wollen.
    Schön ist das Beispiel mit dem kackenden Hund. Das trifft auf viele unserer Verhaltensweisen zu.

  32. Warum soll ich einem Graslutscher vertrauen? Weiß ich, was der sonst noch so alles lutscht?
    Der hat ja ausgesprochen wenig Ahnung von Physik, da vertraue ich lieber einem Wissenschaftler vom Fach.
    Und Geld verdienen ist ja immer noch erlaubt, sogar von Linken.

    • Müssen Sie nicht und sollten Sie nicht, aber Sie können ja einfach die verlinkten Quellen prüfen und mir sagen, ob Sie dann zu einem anderen Ergebnis kommen 🙂

      Woher wollen Sie wissen, wie viele Ahnung ich von Physik habe? Und für welchen der hier angesprochenen Punkte braucht man überdurchschnittliche Physikkenntnisse?

  33. Lieber „Graslutscher“!
    Dass Sie Quellen angeben, aus denen Sie Ihre Weisheit beziehen, spricht wohl für Sie, aber das heißt noch lange nicht, dass Ihre Wahrheiten deshalb die richtigen sein müssen. Sachlich kenn ich mich sowieso nicht mehr aus, was und wem ich glauben soll.
    Was man aber Ihrem „Gegner“ Prof. Wellnitz zugute halten muss, ist, dass er mit seinem Namen dahintersteht und seine Wissens-Hintergründe daher offen liegen, während Sie sich hinter einem Pseudonym verstecken.
    Ich würde es also begrüßen, dass Sie sich als Person outen.
    Als „Graslutscher“ sollten Sie jedenfalls vegan leben, was allerdings noch nicht unbedingt eine vernünftigere Lebensweise bedeutet.

    • Stimmt, ich könnte auch versuchen, die Daten in meinen Quellen fehlzuinterpretieren und hier verzerrt darzustellen. Ich kann Ihnen gerne zusagen Und ja, das Thema ist komplex, ich kann gut nachvollziehen, dass es für viele Menschen ermüdend sein muss, sich mit den vielen Details auseinanderzusetzen.

      Mein Pseudonym ist primär der Unterhaltung und einem ironischen Unterton gewidmet, Sie finden aber unter meinem Impressum wie bei jeder ordentlichen Website meinen echten Namen. Ich habe BWL studiert und beschäftige mich seit ca. 7 Jahren mit Medienkritik – so viel zu meinem Hintergrund 🙂

    • Ach so, ja, ich lebe in der Tat vegan, daher überhaupt der Name. Die Themen Klimawandel und Mobilität habe ich erst nach und nach mit aufgenommen.

      Sie haben natürlich Recht, dass ich zum Thema einen fachfremden Hintergrund habe – deswegen verlinke ich aber eben auch Quellen zu Leuten, die zu diesen Fragen forschen und publizieren. Bei denen ist Prof. Wellnitz‘ Sichtweise ist in dieser Sache eine krasse Außenseiterposition. Was auch okay wäre, aber dann muss er um so besser argumentieren und belegen.

    • Stefan Rahmstorf hat schon gesagt, dass man nach Professoren-Titeln nicht gehen kann. Das kann ich aus meiner Studienzeit nur bestätigen. Hatte da einen sonst sehr arroganten und von sich und seiner Drittmittelforschung sehr überzeugten Professor für Bodenkunde, der vor versammeltem Fachschaftsauditorium nicht in der Lage war die korrekte Summenformel (mit Ladung!) von Hydrogenphosphat (einer der wichtigsten Bodennährstoffe) an die Tafel zu schreiben (was jeder Erstsemester schon kann, jeder der anwesend war sowieso). Wenn man da dann ins Publikum geschaut hat, konnte man auf allen Gesichtern einen inneren Reichsparteitag der Schadenfreude ablesen. Ironischerweise wurde dieser Prof im Zuge der Guttenberg-Plagiatsaffäre von einem ehemaligen Mitarbeiter ebenfalls des Plagiats bezichtigt bzw. dessen Arbeiten als die seinen ausgegeben zu haben. Da war er nur schon lange in Pension.
      Ich bin ja der Meinung man sollte den Wissenschafts-Namensadel auf die Guillotine schicken. Schluß mit Prof. Dr. Dr. Allwissend-aber-keine-Ahnung. Titelrübe ab und fertig. Hat kaum ein anderes Land außer Deutschland.

      • Oh, hat er das? Das würde ich mir gerne in die Lesezeichen setzen, denn genau dieser von Dir beschriebene Fehlschluss begegnet mir andauernd. Hey, der Typ ist Professor, dann muss ja alles richtig sein, was er sagt!

  34. Ich bitte!!!! um Nachhilfe, um meinen bescheidenen Kenntnisstand zu aktualisieren. Warum konnte mir bisher noch kein Mensch (einschließlich vieler Wissenschaftler) plausibel den CO2 – Kreislauf erklären, warum CO2 schädlich ist und warum CO2 ein Klimakiller sein soll. Auch würde ich gerne wissen, welches Klima durch CO2 gekillt wird. Nach der Klassifikation von Köppen-Geiger gibt es: 1) 5 Klimazonen; 2) 11 Klimatypen mit 6 Klimauntertypen.

    • Du willst Nachhilfe in Fragen Klimawandel und fragst einen Blogger mit BWL-Diplom? Okay, hätte in meinem Fall jetzt ne schlechtere Wahl sein können, aber wieso fragst Du denn nicht gleich eine Klimaforscherin? So als ganz grundsätzliche Einführung kann ich die Videos von Michael Mann empfehlen, der Mann ist sehr kompetent und es sind deutsche Untertitel verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=ElI-XVGHCHs&t=3s

      Der natürliche CO2-Kreislauf ist recht simpel: Tiere atmen es aus, Pflanzen atmen es ein, behalten das eine C und atmen das O2 (Sauerstoff) wieder aus. Den atmen Tiere wieder ein und so geht es von vorne los.

      CO2 hat eine Wirkung auf das Klima, weil es Wärmestrahlung reflektiert, die von der Erde in Richtung all strahlt. Ohne diesen Effekt wäre es auf der Erde viel kälter, die Durchschnittstemperatur läge bei -18 Grad Celsius.

      Es ist also nicht grundsätzlich schädlich, solange es im Gleichgewicht bleibt. Nun erhöhen wir Menschen es aber (bislang von 280 ppm auf 415 ppm) und das ist viel zu viel, um mittelfristig 7 Milliarden Menschen mit Wohnraum und Nahrung zu versorgen.

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