Und weil das Wort Sojamilch die Verbraucher verwirrt, sollen Veggie-Burger bald Veggie-Discs heißen

Na, das ist ja mal toll in die Hose gegangen, prima, mein Nachtisch hat genau gar keinem geschmeckt. Leute, wenn Ihr die Verwandten zum Abendessen einladet, müsst Ihr höllisch aufpassen, denn so ein Einkauf von Lebensmitteln in Deutschland ist gespickt mit hinterlistigen Fallstricken und Schikanen! Normalerweise schicke ich ja immer unseren Butler los, aber der hat sich beim Lasertag den Fuß verstaucht und liegt jetzt tagelang nutzlos auf dem Sofa herum, ich muss das also selbst machen. Keine Panik, dachte ich, was der dusselige Adalbert schafft, das kann ich auch.

Aber dann begann im Supermarkt ein einziges Desaster: In den Kuchen gehören 200 Gramm Butter, aber welche nur? Über den ganzen Laden waren zahllose verschiedene Sorten verteilt, mit Schweiß auf der Stirn und zittrigen Knien entschied ich mich für ein Glas mit amerikanischer Flagge drauf – eine Butter aus Amerika kann ja nicht schlecht sein. Die Trottel aus der Molkerei wiederum haben das Bild einer Kokosnuss auf ihre Milchdose gedruckt – weiß der Geier, wieso – und die Eier waren umständlich einzeln in lilafarbene Alufolie eingewickelt. Nur beim Mehl war ich mir sicher, dass ich mit Maismehl nichts falsch machen konnte – hatte ja schon die richtige Farbe für Kuchen.

Zu Hause angekommen landeten alle Zutaten zusammen mit Backpulver und Zucker in der Schüssel und nach dem Umrühren war ich schon etwas skeptisch ob der bräunlichen Farbe. 50 Minuten bei 180 Grad Umluft später wollte der blöde Teig einfach nicht fest werden und der irritierend salzige Erdnuss-Geschmack harmonierte nicht sonderlich mit den Pfläumchen. Die gibt es jetzt übrigens praktisch als transparente Flüssigkeit in sehr kleine Flaschen abgefüllt, machen den Kuchen aber insgesamt sehr flüssig. Ich halte fest: Ich könnte großartig backen, wenn Produkte in Deutschland nicht so irreführend bezeichnet wären, danke Merkel!

Ja, okay, das war überspitzt. Vermutlich… nein, hoffentlich gibt es niemanden in Europa, der sich tatsächlich so bekloppt anstellt und gleichzeitig an Wahlen teilnehmen darf. Der Punkt ist nur leider: Beunruhigend große Teile des EU-Agrarausschusses halten die in Europa lebenden Menschen für ähnlich blöd wie mein Alter Ego in obiger Geschichte und planen nun vollkommen weltfremde Regeln für vegetarische und vegane Ersatzprodukte. Diese sollen nicht mehr „Wurst“, „Schnitzel“ oder „Burger“ heißen, angeblich damit die Verbraucher nicht in die Irre geführt werden. Laut Éric Andrieu, dem zuständigen Abgeordneten, gehe es darum, dass die Menschen „wissen, was sie essen“.

Schon toll, große Teile der Fichtenwälder gehen nach der Hitze des Rekordsommers zu Grunde, die Wirkung von Antibiotika lässt durch zu starke Verwendung in der Landwirtschaft nach, die Biomasse der Insekten geht zurück und für unsere derzeitige Form der Landwirtschaft fehlen dieses Jahr aufgrund der Dürre 30 Millionen Tonnen Getreide, aber der Agrarausschuss der EU kümmert sich jetzt erst mal darum, dass EU-Bürger, die jetzt schon wissen, was sie essen, auch in Zukunft wissen, was sie essen.

Das ist ja schon lange der feuchte Traum aller Menschen, die direkt oder indirekt mit dem Zersägen von Tieren Geld verdienen: Vegetarischen und Veganen Ersatzprodukten möglichst neumodische, bescheuerte Namen verordnen, so dass ein Umstieg noch schwerer fällt. Schon Bundesfleischwurstminister Christian – „bei Tierquälerei bin ich für Eigenverantwortung“ – Schmidt plädierte im Dezember 2016 ganz weihnachtlich dafür, dass es in Kantinen bitte mehr Schweinefleisch zu essen geben soll und dass Schnitzel ohne Fleisch drin nicht mehr Schnitzel heißen dürften. Damit niemand in die Irre geführt wird.

Daraus wurde bekanntlich nichts, denn selbst dem damaligen Bundestag war das vermutlich zu albern, und so suchte der Minister sein Heil in der EU. Der damals zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis fand das aber ebenso albern und so musste Schmidt hilflos zusehen, wie Millionen Menschen in Deutschland mit Seitan und Tofu nach Hause zurückkehrten, obwohl sie eigentlich T-Bone-Steak und einen halben Karpfen auf dem Einkaufszettel stehen hatten. Teufel auch, was sehen sich diese Dinger alle ähnlich.

Ein halbes Jahr später ging es dann aber schon den veganen Milchalternativen an den Kragen: Begriffe wie „Pflanzenkäse“, „Tofubutter“ oder „Mandelmilch“ waren fortan verboten, diese Bezeichnung war laut Urteil des EuGH nur noch Produkten vorbehalten, die aus „durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenem Erzeugnis der normalen Eutersekretion“ bestehen. Wundervoll formuliert, oder? Ich hätte es ja fair gefunden, wenn auf den Kuhmilchverpackungen dann wenigstens „Eutersekretion“ stehen müsste – natürlich nur im Dienste der Verbraucher. Ihr wisst schon, kein Fußbreit der Irreführung! … äh, gegen Verbrauchertäuschung jetzt! Fridays für Eutersekretion! Ob Kuhmilch sich der gleichen Beliebtheit erfreuen würde, wenn die Eutersektretion es in den allgemeinen Sprachgebrauch schafft? Die Firma Tofutown musste also ihre Produkte umbenennen, die Bezeichnungen „Soyatoo Tofubutter“ und „Pflanzenkäse“ für rein vegane Produkte verstoßen seit dem Urteil gegen EU-Recht.

Waren mit der Lösung jetzt endlich alle glücklich? Sind die Konsumenten jetzt endlich ausreichend geschützt, weil Produkte laut Verpackung eine „Käse-Alternative“ sind, ein Vegan-Label darauf prangt und dort noch „fermentiertes Cashewprodukt“ zu lesen ist? Nein, denn letztes Jahr wurde der Hersteller Happy Cheeze genau aus diesem Grund verklagt, ulkigerweise mit Verweis auf oben erwähntes EuGH-Urteil. Die Begründung: Im Wort „Käse-Alternative“ steckt das Wort „Käse“, ein übelst irreführender Zustand, die armen Verbraucher ohne Hirnaktivität!

Regelmäßige Leser werden sich erinnern, dass ich mich im Dezember schon etwas darüber aufgeregt hatte, wie unfassbar absurd dieser Vorwurf ist. Es ist, als gäbe es strenge Vorschriften dazu, was für Fahrzeuge unter dem Namen „Lokomotive“ verkauft werden dürfen und nun würde der Modellbahnhersteller Märklin verklagt werden, weil der „Modell-Lokomotive“ auf die Verpackung seiner Produkte schreibt. Begründung wäre, dass die Zuggesellschaften vor Irreführung geschützt werden sollen, damit diese ihren Fuhrpark nicht aus Versehen mit 20 Centimeter kleinen Triebwagen ausstatten.

Der Witz an veganen Käsealternativen ist ja erstens, dass das Wort Alternative schon impliziert, dass es sich eben NICHT um Käse handelt und zweitens, dass diese ganz bewusst von Menschen gekauft werden, die explizit keinen echten Käse wollen. Eine Verwechselungsgefahr wäre für die Hersteller von veganen Produkten extrem kontraproduktiv, es erschließt sich also in keinster Weise, warum diese überhaupt eine mögliche Verbrauchertäuschung riskieren sollten. Zudem sind wir Veganer am Supermarktregal ein scheues Völkchen und werden schnell misstrauisch, wenn die Verpackung sich nicht schnell als tierfrei zu erkennen gibt.

Ja, wir könnten mit unseren möhrengestählten Augen natürlich die ganze Zutatenliste in Arial Schriftgröße 4,5 durchgehen, aber da lauert immer die Gefahr, dass sich nach 28 erfolgreich abgescannten Zutaten dieser eine, für das Produkt vollkommen irrelevante Inhaltsstoff findet. Wenn vegan Lebende in freier Wildbahn mal das Regal anfauchen und einen Buckel machen, dann beobachtet Ihr vermutlich gerade ein Naturschauspiel: Die Homo Veganiens haben zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Minuten lang ein Etikett studiert und dann war die allerletzte Zutat Butterreinfett oder Molkenpulver, das überhaupt nur in dem Produkt ist, weil die EU ganze Lagerhallen voller Milchpulver abverkaufen muss. Was enttäuschend sein kann.

Es ist also Irgendwo naheliegend, dass die pflanzlichen Hersteller kein Geheimnis daraus machen, dass ihre Produkte rein pflanzlich sind. Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs Frankfurt am Main e. V. sieht das bekanntlich anders und hält es für einen Wettbewerbsverstoß, wenn Hersteller von Käsealternativen ihre Produkte Käsealternative nennen und verklagte Happy Cheeze auf Unterlassung.

Das Landgericht Stade hat nun aber im Sinne von Happy Cheeze geurteilt, es schreibt in der Urteilsbegründung (da musste ich vor Freude etwas dümmlich grinsen):

»Zwar darf ein Lebensmittel aus Cashewkernen nicht als Käse bezeichnet werden, durch die Bezeichnung als „Käse-Alternative“ wird das Produkt jedoch lediglich in eine Beziehung zu dem Milchprodukt Käse gesetzt, ohne es jedoch als solches zu bezeichnen.«

Und weiter:

»der Zusatz „Käse-Alternative“ ist auch nicht geeignet, wesentliche Teile der angesprochenen Verkehrskreise gem. § 5 Abs. 1 UWG irrezuführen. Vielmehr wird der Verbraucher gerade darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Produkt nicht um Käse handelt, sondern dass er dieses Produkt anstatt Käse verwenden kann, wenn er auf das entsprechende Milchprodukt verzichten möchte.«

Ist das das Happy End? Reitet die Belegschaft von Happy Cheese gerade auf Einhörnern in den Sonnenuntergang und frohlockt ob des Sieges? Jein, das war erst mal die Entscheidung in erster Instanz, die Anwältin der Wettbewerbszentrale hat bereits angekündigt, wahrscheinlich in Berufung gehen zu wollen, dann entscheidet das OLG Hamburg. Es ginge darum, Klarheit für die betroffenen Branchen zu schaffen, wird sie zitiert. Aber natürlich, mehr Gerichtsprozesse für mehr Klarheit, denn besser als eine vollkommen ausreichende Klarheit ist ja bekanntlich total ausreichende Klarheit, viel hilft viel.

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Wir dürfen also doppelt gespannt sein, denn außerdem steht ja im Mai auch noch die eingangs erwähnte Abstimmung im EU-Parlament darüber an, ob Schnitzel, Wurst und Burger eigentlich nur so heißen dürfen, wenn Tierfleisch darin enthalten ist. Molly Scott Cato ist eine britische Europaabgeordnete von den Grünen und mutmaßte bereits, dass dieser Vorstoß nichts mit Verbraucherschutz sondern vielmehr mit dem Schutz einer Branche zu tun hat, die sich um ihre Umsätze sorgt, für den Fall, dass Fleischalternativen irgendwann sowohl wohlschmeckend als auch günstiger und klimaschonender sind als die tierischen Pendants.

Aber nein, beruhigt Éric Andrieu, damit habe das nichts zu tun, vielmehr ginge es um den Common Sense, also um den gesunden Menschenverstand. Der arme Menschenverstand – früher war er ein strahlendes Synonym für Vernunft und rationale Entscheidungen und nun ist er zu einem rhetorischen Kniff für allerlei Politiker geworden, die damit hirnrissige Ideen verbrämen wollen. Menschen verbieten, auf öffentlichen Straßen 300 km/h zu fahren? Gegen den Menschenverstand! Ein vegetarisches Schnitzel einfach Veggie-Schnitzel nennen? Das geht nicht, dann ist der Menschenverstand böse auf uns! Monsieur Andrieu erklärt:

„MEPs had voted purely in the best interests of the consumer and it should be seen as an opportunity for vegetarian brands to make their mark. […] People need to know what they are eating.“

Aha. Das sei also im Interesse des Konsumenten und eine tolle Gelegenheit für die Veggie-Hersteller, sich einen Namen zu machen. Tja, da ist die EU aber locker 10 Jahre zu spät dran, denn die Hersteller haben sich ja längst einen Namen gemacht, indem sie ihre Marken etabliert haben. Die sind bei ihren Kunden unter den jetzigen Namen recht gut bekannt, unter Anderem daraus ergibt sich ja erst der Wert einer Marke. Unter Marketing-Gesichtspunkten wäre es wohl mit das Dümmste, was man machen kann, eine funktionierende Marke ohne Not einfach mal umzubenennen. Würde man Coca Cola vorschlagen, sie sollten das Wort „Cola“ nicht mehr verwenden, aber das sei ja eigentlich ganz großartig, denn jetzt hätten sie endlich mal die Chance, ihre Marke zu entwickeln, man würde vermutlich von Sicherheitsdienst nach draußen begleitet werden.

Warum als dieser ganze Quatsch? Angeblich deshalb:

So people who want to eat less meat know what they are eating – people know what is on their plate.”

Weil Menschen, die weniger Fleisch essen wollen, wissen müssen, was sie essen. Und deswegen soll man das Zeug nicht Veggie-Burger oder Veggie-Schnitzel nennen? Ein Alternativvorschlag für Burger war übrigens der Begriff „Disc“. Ja, wenn Heinzi Schmolke sich spontan entschließt, es mal mit weniger Fleisch zu versuchen, dann ist eine Packung „Soja-Scheiben“ oder „Soy-Discs“ sicherlich viel kundenfreundlicher und intuitiv verständlicher als wenn da „Veggie-Burger“ aufgedruckt ist. Veggie. Burger. Aus diesen beiden recht bekannten Begriffen eine sinnvolle Bedeutung abzulesen ist auch wirklich eine Transferleistung, die man einfach nicht von jedem erwarten kann. Ja Herr Anrieu hat Recht, wir sollten Europa so gestalten, dass niemand zu viel Kalorien für Denkprozesse verschleudert. Konsequenterweise brauchen wir auch patrouillierende Staatsdiener, die einfach nur rumlaufen und Passanten ansprechen, für den Fall, dass die sie gerade zufällig verlaufen haben.

Das Problem ist auch in Umfragen kaum existent: Laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2015 haben gerade mal vier Prozent der Fleischesser mal aus Versehen was Vegetarisches gekauft. Vier Prozent. Und von denen hat sich auch nur ein Teil über den Fehlkauf geärgert. Auch die Verbraucherzentralen sehen hier keinen Bedarf für solche Verbote. Die Idee, deswegen jetzt alltägliche, längst etablierte Begriffe zu verbieten ist vollkommen unverhältnismäßig.

Schon irre, ganz Europa ist gelähmt von den Brexit-Verhandlungen und will Austritte einzelner Länder in Zukunft unbedingt verhindern, trotzdem werden jetzt Regelungen erwogen, die jungen Firmen Steine in den Weg legen, die Kosten verursachen, die eine extrem klimaschädliche Branche schützen und die tatsächlich den Alltag in Europa eher kompliziert machen, indem korrekte Bestellungen dann „Herr Ober, wir hätten gerne die Soja-Zylinder und das Seitan-Tetragon“ lauten.

Ginge es hier wirklich um Verbraucherschutz, gäbe es doch eine ganz einfache Methode, sämtliche Missverständnisse zu vermeiden: Jedes Produkt bräuchte einfach nur ein einheitliches Label, aus dem man ablesen kann, ob es vegan, vegetarisch oder weder noch ist (derzeitig gibt es da keinen Standard). Dann kauft keiner mehr aus Versehen vegetarisch ein und hat immer schön zerschredderte Tiere auf seinem Brot, alle haben gewonnen – bis auf die Tiere natürlich.

Apropos: Zu dieser ganzen, geradezu rührenden Geschichte von den schützenswerten Verbrauchern passt ein Aspekt irgendwie so gar nicht: Die Verbraucher, die Fleischprodukte kaufen, werden jeden Tag massiv in die Irre geführt. Mit Begriffen wir „Freilandhaltung“ für Tiere, die überwiegend in Ställe gesperrt sind. Mit grinsenden, gesunden Hühnern mit glänzenden Federn auf Verpackungen, die in der Realität nicht einmal in ihrem Leben die Sonne sehen können. Ginge es den Parlamentariern wirklich darum, dass Menschen wissen, was die essen, sie müssten die Gesatltung von Verpackungsbildern anordnen, die ähnlich schön anzuschauen wären wie heutige Zigarettenverpackungen.

Aber nein, da wird immer schön das Prinzip der Freiwilligkeit hochgehalten. Da werden Tiere bestialisch gequält? Mmmh, ja, doof, aber man darf dem Markt doch nicht so strenge Regeln auferlegen. So ein Markt will ja auch geschützt sein vor zu viel Kummer und Elend, hoffen wir also einfach, dass in der Vergangenheit durch schlimme Grausamkeiten aufgefallene Leute sich ganz von alleine ändern. Thoughts and prayers for chickens and piggies, bitte keine harte Einmischung in den Markt. Ach so, außer die Vegetarier haben wirtschaftlichen Erfolg auf Kosten der Fleischwirtschaft, dann schreiben wir denen sogar explizit den Namen ihrer Produkte vor. Wäre ja noch schöner, wenn die mit ihren Tofuwürsten unsere strammen Burschen verschwulen!

Himmel aber auch – kein Gesetz der Welt wird verhindern, dass Leute knorpelfreie Würste kaufen, obwohl sie die mit den Knorpeln wollten, wenn die das heute schon falsch machen. So jemandem wird eher ein Besuch beim Optiker helfen oder diese kleinen Heftchen mit denen Grundschüler ihre Lesefähigkeit verbessern können. Aber wer eigentlich Rindfleisch zu kaufen gedenkt und dann mit Sojawurst nach Hause kommt, der zieht auch los in der Absicht, Nasentropfen zu erwerben und hat dann den Einkaufskorb stattdessen mit einem halben Dutzend Fabergé-Eier gefüllt.

Darauf eine Soja-Disc mit Brat-Röhren!

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Ohne Euch gäbe es diesen Text jetzt nicht, dafür aber ein toll graues Web-Formular in irgendeinem noch effizienter arbeitenden Ticketsystem 😉

8 Gedanken zu “Und weil das Wort Sojamilch die Verbraucher verwirrt, sollen Veggie-Burger bald Veggie-Discs heißen

  1. Leberkäse
    Kakaobutter
    Erdnussbutter (siehe obigen Beitrag)
    Erdapfel (sagt zwar kaum jemand)

    Gibt es noch weitere „verwirrende“ Produkte, außerhalb der Veggie-Branche?

  2. Wirklich schlimmer Unsinn, der hier verfolgt wird. Das Wort „Schnitzel“ zum Beispiel ist ja gar nicht für das Stück Fleisch reserviert. Das heißt ja nur, dass da gewisse Stücke aus einem ganzen herausgeschnitzt wurden, siehe auch: Holzhackschnitzel (für Heizungen). Dürfen die dann auch nicht mehr so heißen? Und wie ist es mit Fleischtomaten? Fruchtfleisch? Alles irreführend…

  3. Um Missverständnissen vorzubeugen, schlage ich folgende Änderungen vor:

    – Meeresfrüchten -> natürlicherweise in Meeren lebende wirbellose Tiere
    – Seegurken -> Seewürmer
    – Glühbirne -> mit Glühdraht ausgestattetes Glasgefäß
    – Ochsenherztomaten -> rippige Riesentomaten
    – Osterlamm -> fleischloses, lammförmiges, süßes Kuchengebäck
    – Saumagen -> In einem Schweinemagen gegarte schweinefleischhaltige Kartoffelmischung
    – Hotdog -> Gurkenförmöige in einem Tier- oder Kunstdarm zubereitete Fleischmischung (alias Wurst) im Brot

  4. Ich will den ganzen Vorgang gar nicht schön reden. Das ist unglaublich peinlich und albern.
    Aber ich kann dem zumindest auch etwas kleines Gutes abgewinnen: Ich finde es einfacher für meinen kleinen Sohn, wenn die Sachen eben nicht genauso wie ihre Fleischversionen heißen. Der Kleine lernt gerade fleißig neue Formen des Essens kennen. Nun verbiete ich ihm nicht für alle Ewigkeiten, Fleisch zu essen, das muss er selbst wissen. Aber bei uns gibt es das eben nicht.
    Neulich hatte er zum ersten Mal Veggie-Leberwurst. So darf diese ja nun nicht mehr heißen und wird als „Erbse aufs Brot“ verkauft. Und dem Kleinen zu sagen, dass das leckere da auf seinem Brot nun „Erbsenaufstrich“ist, fand ich in dem Moment sogar viel besser, als „Leberwurst“ oder „vegetarische Leberwurst“ o.ä. Denn nun wird er irgendwo anders mal sagen, er möchte gerne Erbsenaufstrich, nicht Leberwurst. Den Unterschied würde er nämlich nicht checken.
    Und meine Frau und ich – und ich denke die meisten Veganer auch – nennen es doch untereinander eh weiterhin so, wie bisher. Das kann man schließlich niemandem verbieten.

  5. BerufspolitikerInnen sollten keine Nebenjobs mehr ausführen dürfen oder Honorare für irgendwelche Vorträge/Beratungen etc. erhalten dürfen. Sie erhalten schließlich genügend Bezüge für ein sorgenfreies Leben. Vielleicht können sich diese Personen dann wieder unter Einsatz des „gesunden Menschenverstandes“ und den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen um eine Verbesserung der Lebensumstände aller Menschen und auch der Tiere kümmern, ohne im Anus der mit Geld wedelnden Wirtschafts-AktivistenInnen zu versinken.

  6. Dabei fällt mir ein, ich hab linguistik studier, morphologie der deutschen sprache – wortstämme und so. was macht die BEdeutung ins wort..
    da lernten wir noch, dass das Ende vom Wort das ist, was bedeutung trägt und das vordere eben attribute zuordnet. so ist: Rotwein ein roter Wein, aber Weinrot eine Farbe. Zudem darf man im deutschen Worte neu schöpfen, also solang man diese Regeln berherzigt, ist auch ein veggieburger oder Gemüseburger selbst ohne bindestrich ein Burger aus Gemüse. Punkt.
    Dazu fällt mir auch ein: eine noch fleisch-essende freundin erzählte mir auch mal, dass sie gemüse-frikadellen gekauft hat in der ERwartung, frikadellen aus gemüse zu bekommen. ganz nach der Sprachregel und wie man in diesem land so aufwächst und lernt. und sie hat sich dann sehr geekelt, als in den gemüse-frikadellen noch fleisch mit drin war. DAS ist Verbrauchertäuschung, und nicht der ganze Lobby-schischi wie oben erwähnt. es ist einfach nur… abartig.

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