Milchlobby scheitert mit lächerlichem Anti-Pflanzenmilch Vorstoß an EU-Kommission

Mittlerweile ist Pflanzenmilch ja wirklich keine revolutionäre Geschichte mehr. Musste man sich vor 15 Jahren noch mit einer zerknitterten Schatzkarte auf den Weg zu einem abgelegenen Reformhaus durchschlagen, um dort eine Packung Sojamilch mit dem Geschmackserlebnis von 4 Blättern Küchenrolle im Mund zu erstehen, kann ich das Zeug heute ganz normal zum Kaffee dazu bestellen. Aber auch diese Entwicklung war heiß umkämpft:

Wäre ich kein Blogger, sondern ein Pflanzenmilchhersteller, dürfte ich sie nicht „Pflanzenmilch“ nennen bzw. es so auf die Verpackung schreiben. So kommt es zur skurrilen Situation, dass wir im Alltag eigentlich Dinge wie „ist noch Hafermilch da?“ oder „Denk noch an die Sojamilch für die Aioli“ sagen, uns dann aber Packungen in den Schrank stellen, auf denen „Sojadrink“ oder „Haferdrink“ steht.

Im Juni 2017 hatte der Europäische Gerichtshof das nämlich verboten. Diese Bezeichnungen sollten in Zukunft nur noch Produkten vorbehalten sein, die aus „durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenem Erzeugnis der normalen Eutersekretion“ bestehen. Fun Fact: „Herr Ober, wir hätten gerne zwei Kaffee mit Eutersekretion“, funktioniert nicht, ich habe es ausprobiert.

Damit diese Regelung so beschlossen werden konnte, musste die EU eine ewig lange Liste mit 131 Ausnahmen definieren, für Deutschland zum Beispiel die naheliegenderweise die Begriffe Fischmilch, Kokosmilch, Kakaobutter usw. Für Dänemark aber lustigerweise auch das Wort „fromage“, das dort traditionell

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In eigener Sache: Vielen Dank!

So, es ist mal langsam Zeit, euch allen danke zu sagen. Danke!

Als ich mit dem Blog hier 2014 angefangen habe, hatte ich ja keine Ahnung, wie groß das mal werden würde. Nicht mal im Traum hätte ich daran gedacht, dass ich damit mal meinen Lebensunterhalt verdienen könnte. Gut, kann ich auch noch nicht ganz, aber dank euch bin ich schon verdammt nahe dran, wodurch ich jetzt aber auch ein paar Dinge ändern muss.

Also: Vielen Dank euch allen dafür, dass ich mit dem Blog mittlerweile meine Miete bezahlen kann. Nicht gerade wenige von euch investieren mehr Geld in meinen Blog als in so manches echtes Zeitschriften-Abo, das erfüllt mich immer noch mit einer ordentlichen Portion Demut und Stolz. Mein Dank sinkt aber nicht proportional zur Spendenhöhe. Mir ist sehr wohl bewusst, dass auch manch kleiner Betrag jeden Monat aufs Neue verdient werden will und zu meinen Leser:innen auch eine Menge Menschen gehören, die nicht gerade im Geld schwimmen.

Ich bekomme zudem immer wieder rührende Mails von Leuten, die sich auch das gerade nicht leisten können und mir von ihren Plänen erzählen, mich bald zu unterstützen, wenn ihre Lehrzeit oder ihr Studium zu Ende ist. Und dann kommt von den gleichen Leuten ein paar Monate später tatsächlich ein Dauerauftrag, das nenne ich mal Commitment. Ich habe nicht immer Zeit, allen darauf zu antworten, daher stellvertretend an dieser Stelle: Wenn euer Budget das gerade einfach nicht hergibt, dann wäre ich der letzte, der euch auf Kohle volllabern würde. Bitte spendet mit nur, wenn ihr euch das auch leisten könnt.

Wenn nicht, dann gibt es außerdem auch immer eine Portemonnaie-schonende Möglichkeit, mich zu unterstützen: Indem ihr

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Wie der BR ein bayerisches Wunderauto bewirbt und komplett zu fragen vergisst, wo eigentlich der Treibstoff dafür herkommen soll

Seit hierzulande immer mehr Menschen bewusst wird, dass der Verbrennungsmotor im PKW eine aussterbende Technologie ist, haben die meisten Deutschen 3 große Sehnsüchte: 1. Das Bernsteinzimmer wiederfinden 2. Gegen Italien ein Fußballspiel gewinnen 3. Der Welt wieder zeigen, was für prima, moderne Autos wir bauen können.

Die Seele der deutschen Autonation hat stark gelitten, seit sie in aller Welt zuerst mit Abgasbetrügereien in Verbindung gebracht wurde und nun im eigenen Heimatmarkt von der Gigafactory eines unscheinbar wirkenden Südafrikaners in ihren Grundfesten erschüttert wird. Konnte ein BMW-Logo vor ein paar Jahren noch so manchen beeindrucken, wird das Vorfahren mit röhrendem Auspuff mittlerweile von vielen jungen Menschen mit einem gelangweilten „Fährt das Ding etwa mit Benzin?“ quittiert, ähnlich den Kindern, die Marty McFly in Zurück in die Zukunft II fragen, ob man das Videospiel echt mit den Händen spielt.

Seitdem gibt es quasi wöchentlich Berichte von angeblich neuen, revolutionären Antriebskonzepten, die in den Kommentarspalten geradezu euphorisch gefeiert werden. Zwischen Theorie und Praxis liegen allerdings Welten, so dass es allein unter meinen Artikeln zu Batterieautos mittlerweile mehr Kommentare gibt, laut denen Wasserstoff die viel bessere Antriebstechnologie sei, als in ganz Deutschland überhaupt echte Wasserstoffautos zugelassen sind (Stand März 2021 waren das insgesamt 808 dieser Fahrzeuge).

Nun hat der Bayerische Rundfunk den nächsten Hoffnungsträger aus der Taufe gehoben: Das bayerische Wunderauto von Roland Gumpert aus Ingolstadt fährt elektrisch, hat (laut diesem) 800 Kilometer Reichweite und kann wie ein herkömmliches Auto betankt werden. Klingt ja erst mal großartig, aber was ist der Nachteil?

Laut Christoph Arnowski, dem Autoren dieser Geschichte, gibt es keinen. Entsprechend provokant raunt er zu düsterer Musik „oder wollen Politik und Industrie gar keine weitere Innovation“ ins Mikrofon. „Schließlich wurden in den letzten Jahren zig Milliarden Euro in das batterieelektrische Auto investiert“.

Die Geschichte, die Arnowski hier glaubt entdeckt zu haben, ist folgende: Sympathischer, integrer Ingenieur aus Bayern erfindet in der eigenen Garage einen das Klima rettenden Wunderantrieb, aber böse Konzerne und Politik folgen ihrer ideologischen

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Der Bauernverband Schleswig-Holstein fordert mehr Fleisch für alle, weil Getreide unnatürlich sei.

Zugegeben, der hier behandelte Beitrag vom Bauernverband Schleswig-Holstein ist schon etwas älter. Zuerst wollte ich zu den Unstimmigkeiten nichts schreiben, weil sie so offensichtlich sind, dass es die Mühe nicht wert schien. Tatsächlich habe ich davon erfahren, weil ein Fleisch essender Facebook-Freund darunter kommentiert hat, dass das ja an Schwachsinn nicht zu überbieten sei – es wirkte also nicht so, als bedürfe das noch meiner Einordnung.

Wenn der Bauernverband für seine allzu platte Fleischwerbung jetzt schon von den Omnis auf den Deckel bekommt, dann kann ich auch über was anderes schreiben, so mein Gedanke. Nun hatte ich aber ein paar bizarre Diskussionen mit Leuten aus der Twitter-Nachhaltigkeits-Bubble, in denen zwei Natürlichkeits-Vegetarier ausgerechnet diese Argumentation aufnahmen und anfingen, dort den interessierten Omnivoren den Fleischersatz auszureden. Sojawürste? Gott bewahre, da sei es im Prinzip besser, beim Fleisch zu bleiben, anstatt Gummimatten aus Pflanzenprotein zu essen.

Falls euch 2021 noch nicht verrückt genug war: Wie wäre es mit Vegetariern, die zum Fleischverzehr aufrufen? Nun gut, es handelte sich wie gesagt um sogenannte Natürlichkeits-Vegetarier, die Fleisch primär deswegen ablehnen, weil sie es für unnatürlich halten. Eine ihrer Thesen war, dass Menschen reine Pflanzenfresser seien und Fleisch gar nicht verdauen könnten. Seltsam, als ich noch Fleisch gegessen habe, hatte ich irgendwie schon das Gefühl, dass dieses meinen Körper nicht komplett unverdaut wieder verließ. Wie auch immer, laut den beiden sollten wir alle halt so ursprünglich wie möglich leben, ganz im Einklang mit der Natur.

Na gut, abgesehen von Wassertoiletten. Auf meine Rückfrage hin fanden beide die Aussicht, im Winter zum Verrichten der Notdurft im Bademantel in den Garten zu staksen, um sich da im gefrorenen Boden ein Erdloch zu suchen, nicht sonderlich inspirierend. Und abgesehen von modernen Smartphones, mit denen man auf Twitter

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Meine unerfreuliche Kurzstreckenfahrt im Erdölauto

Der große Graslutscher-Fahrtest! Von Wiesbaden nach Mainz mit einem Erdölauto – kann das gutgehen?

Auto-Praxis-Tests sind ja das große Ding im seriösen Journalismus, und nachdem Thomas Geiger für den Spiegel im E-Auto von München nach Zagreb gefahren ist und anschließend wie eine hängende Schallplatte von guten Dieseln schwärmt, haben wir mal den Gegentest gemacht. Sind Dieselautos wirklich schon marktreif und können im Alltag überzeugen?

Diverse Autohersteller und andere Firmen bedrängen einen ja förmlich, diese Technologie einmal auszuprobieren, weil sie angeblich so sauber und komfortabel ist. Also mieten wir uns für unseren Trip das beste, was die deutsche Automobilindustrie zu bieten hat: Einen Audi Q7. Mit einem Kindergeburtstag geht es damit zur 15 km entfernten Trampolinhalle.

Doch schon vor dem Einsteigen kommt gleich die erste Enttäuschung: Es herrschen 34 Grad im Schatten, und ich kann in diesem Gefährt im Wert von 85.000 Euro nicht per App die Klimaanlage einschalten. Also laufe ich extra umständlich zum Auto hin, um das zu erledigen. Darin herrschen Temperaturen wie im Schicksalsberg von Herr der Ringe. Gut, wenn man mal Saurons Ring vernichten möchte, schlecht, wenn man einen geschäftlichen Termin wahrnehmen will.

Mir bricht am ganzen Körper der Schweiß aus, und der Knopf für die Klimaanlage funktioniert nicht. Also erleide ich beim Öffnen des Handschuhfachs eine Verbrennung dritten Grades und schnappe mir die Gebrauchsanweisung. Ah, man muss extra den Motor einschalten, um die Klimaanlage zu nutzen, wie unpraktisch. Gut, also Motor an.

Das ganze Auto fängt auf einmal an zu vibrieren und zu wackeln und verursacht eine Geräuschkulisse, die ungefähr so charmant daherkommt wie ein Laubbläser am Sonntagmorgen. Meine Nachbarin guckt genervt über die Hecke, die Kinder an der Straße rümpfen die Nase, denn aus dem Auto entsteigen seltsame Dämpfe und

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Fleisch-Lobby blamiert sich mit offenem Brief an Bill Gates

Jetzt stellt euch vor: Die netten Leute von Fokus Fleisch, einer Informationsinitiative (zumindest laut Selbstverständnis) der Fleischwirtschaft, haben einen offenen Brief an Bill Gates geschrieben, weil dieser in seinem Buch weniger Fleischkonsum bzw. den Umstieg auf pflanzliche Alternativen fordert. Goldig, ich habe im Alter von 8 Jahren mal einen Brief an Batman geschrieben mit ähnlich großer Aussicht auf eine Antwort. Da Bill Gates gerade vermutlich Besseres zu tun hat als einer Fleisch-PR-Firma auf ihren Lobbyquatsch zu antworten, übernehme ich das an dieser Stelle.

Solltet ihr Fokus Fleisch noch nie gehört haben: Als veganer Blogger wird man auf Twitter alle paar Tage bei denen markiert, ergänzt um ein ungläubiges „Stimmt das?“. Praktischerweise kann man dann „Nein, ist Unsinn“ antworten und liegt damit in der Regel fast immer richtig. Warum ist das Gehirn von Menschen so groß? Na wegen Fleisch! Wie sollten Kleinkinder ohne Zähne im Mund ihren Eisenbedarf decken? Unbedingt mit Fleisch! Was ist für Babys und Senioren besonders wichtig? Nährstoffe aus Fleisch natürlich.

Auf die Fragen, wie wir möglichst schnell den Nahost-Konflikt beenden können und wie wir am besten Mitesser auf der Nase behandeln, sind die Antworten mutmaßlich auch „mit Fleisch, vieeel Fleisch!“. Kein Wunder also, dass diese Antwort-Automaten mit ihrer Replik auf Bill Gates‘ aktuelles Buch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“ kläglich scheitern.

Zuerst machen sie einen auf kumpelig, ja, fast schon unterwürfig. „Sehr geehrter Herr Gates“, „Ihr finanzielles Engagement für soziale Projekte, vor allem in Afrika, ist großartig“, „dass Sie Ihre globale Bekanntheit einsetzen, um auf Missstände aufmerksam zu machen, ist ehrenwert“. Das kippt aber schnell ins Eingebildete:

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Was der BR als „scharfe Kritik der Wissenschaft“ bezeichnet, stellt sich als Meinung von Forschenden mit Interessenkonflikt heraus

Seit 14 Tagen finde ich mit schöner Regelmäßigkeit den Link zum immergleichen Artikel des Bayerischen Rundfunks mit der Überschrift „E-Mobilität: Scharfe Kritik der Wissenschaft an einseitigem Kurs“ in meinem Postfach. Kombiniert ist das meist mit einem Ausruf von Triumphgefühl nach dem Motto „Da siehst du mal, ich fahre weiter Diesel!“ oder „So, was ist jetzt mit deinen elektrischen Spielzeugautos?“.

Tja, was soll ich sagen, da bin ich mit „meinen“ Autos ja wohl ganz schön angeschmiert und verzweifelt, zumindest wenn ich ganz kurz komplett ausblende, dass ich gar kein Auto mehr habe. Das ist so ein unpraktischer Nebeneffekt eines Medien-Watchblogs: Ich reagiere meistens auf den größten Unsinn im Netz, und der fokussiert sich aktuell stark auf E-Mobilität. Eigentlich würde ich ja gerne mal was zur Verkehrswende selbst schreiben, also dazu, wie Kommunen zu weniger Autos kommen. Ich warte also sehnlichst auf die Artikel, laut denen wir bitte noch viel mehr Autos in unseren Städten brauchen *händereib*.

Bis es soweit ist, schauen wir mal, was die „Wissenschaft“ laut BR so alles an E-Autos kritisiert. Und dazu muss man sich zunächst ansehen, wer oder was denn „die Wissenschaft“ überhaupt sein soll. Hält die wissenschaftliche Community jetzt regelmäßig Besprechungen ab wie beim Rat von Elrond, um zusammen ein paar griffige Presseerklärungen zu formulieren? Könnte ja schon rein logistisch eine Herausforderung sein bei 480.000 Forscher:innen in Deutschland. Wer schmiert die ganzen Häppchen für so viele Menschen?

Bei genauerem Hinsehen stellt sich dann auch heraus, dass es sich nicht wirklich um eine offizielle Verlautbarung aller Wissenschaftler:innen handelt, sondern um einen offenen Brief von nur 59 davon (mit dem etwas sperrigen Titel „Offener Brief an die Bundesregierung wegen drohender Verfehlung der langfristigen Klimaschutzziele im Verkehr aufgrund unzureichender Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote“. Um einen Brief also, der von einem Achttausendstel der deutschen Wissenschaftsgemeinde unterzeichnet wurde. Das ist also nicht wie der Rat von Elrond, sondern eher

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Laut Sahra Wagenknecht sollten wir jetzt alle mehr Fleisch essen, weil Soja so klimaschädlich ist

Sahra Wagenknecht ist gerade auf großer Deutschlandtour mit ihrem Programm „Der böse Klimaschutz nimmt den armen Menschen Autos und Häuser weg.“. Sie tingelt damit durch jede Talkshow, die sich finden lässt, und hat nun eine Art Extra-Gig für das Publikum vom SPIEGEL gegeben. „Hm, Anspruchsvoll…“, muss sie sich gedacht und dafür einen Extra Klima-Nonsens-Song geschrieben haben

Der geht so: Veganer essen viel Soja und Superfoods aus Übersee und da Schiffe doof sind, muss Fleisch besser sein als Soja. Sollte sie so was gegenprüfen? Ach, Quatsch, sie will ja Stimmen von Leuten, die Veganer:innen blöd finden, denn die gehören zur eingebildeten Hülsenfrucht-Elite. Sie haut es also einfach so raus. Dabei ist das Argument so abgegriffen, dass man es langsam mal unter Denkmalschutz stellen sollte:

1. Von der gesamten Weltsojaernte werden 2,6 Prozent zu Tofu verarbeitet und 2,1 Prozent zu Sojamilch. 94 Prozent werden zu Sojaöl, Tierfutter und Biodiesel. Der Take, den Veganer:innen die Sojaimporte vorzuhalten, ist daher so alt wie stumpfsinnig. Zudem kommt das Soja für Lebensmittel in Deutschland primär aus Europa und Nordamerika.

2. Wie oft kann man bitte Amarant und Quinoa essen? Diese „Superfoods“ spielen in meinem Alltag eine ähnlich große Rolle wie Tapsi Törtels aus Ü-Eiern (Grüße gehen raus an Klaus Bouillon) und das scheint den meisten anderen Deutschen ähnlich zu gehen, liegt die deutsche Importmenge für Quinoa aus

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Wenn 70 Prozent der globalen Agrarfläche Grasland sind, sollten wir dann nicht alle Kühe essen?

Es gibt viel Streit um die Frage, wie ökologisch und gerecht eine zu 100 Prozent vegane Welt wäre, da es auf dem Globus anteilig sehr viel Weideland gibt. Wer könnte die besser beantworten als euer Veganer des Vertrauens (bin ja komplett unbefangen🤪)? Aber im Ernst, das ist wichtig, also habe ich hier mal die Fakten gesammelt, entscheidet selbst:

Je nach Studie besteht das gesamte Agrarland weltweit zu 65 bis 70 Prozent aus Grasland. „Case closed!“ schreit uns die Intuition da in den Vernunft-Komplex. Würden sich alle nur von Pflanzen ernähren, dann würden diese Flächen ja komplett brachliegen und uns blieben nur 30 Prozent dieser Flächen zur Nahrungsproduktion. Aber Vorsicht, die Intuition ist die kleine Schwester vom gesunden Menschenverstand und der Schule des Lebens, so simpel ist es wie sooft nicht.

Unter dem Wort Grasland stellen sich die meisten Menschen saftige, irische Wiesen vor, über denen 24/7 das Kerrygold-Jingle erklingt. Tatsächlich ist dieses Grasland aber sehr unterschiedlich beschaffen. Es gibt dazu eine sensationelle Studie von 2017, die die Daten zum globalen Grasland fluffig aufbereitet hat:

Ja, 70 Prozent Grasland ist eine Menge, aber wie man an der hellgrün und gelb eingefärbten Fläche sehen kann, gehören da auch ein paar ziemlich unwirtliche Landstriche

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Öko-Test Reloaded: Medien fallen auf Burgertest-Wiederholung herein

Die Frage „Wie ‚öko‘ sind eigentlich vegane Burger“ ist einfach ein wunderbares Thema. Wäre doch echt toll, wenn da mal jemand einen seriösen Test zu machen würde. Was, wieso die Zeitschrift Öko-Test? Die hat das doch schon Ende 2019 komplett verzockt, wie viele Medien fallen denn ein Jahr später auf denselben skurrilen Testaufbau rein? Ach, doch wieder acht Stück … autsch, es wird wohl Zeit, dass irgendwer die „Media-Test“ veröffentlicht. Ich fange einfach mal an und gebe den Artikel dann zum Abdruck frei.

Artikelüberschrift von Ökotest. Zu sehen ist die Überschrift "Vegane Burger im Test: Knapp die Hälfte mit Mineralöl verunreinigt".

Treue Leser:innen kennen die Geschichte schon: Im November 2019 war die Ausgabe der Öko-Test mit „Tschüss Fleisch! Megatrend Vegan: Essen ohne Reue“ überschrieben und enthielt einen Vegane-Burger-Test. Problematisch an diesem Test war, dass nicht im Ansatz ersichtlich war, was eigentlich getestet wurde. Die 18 Produkte wurden zwar fein säuberlich auf allerlei Inhaltsstoffe überprüft und dann in eine Schulnotenskala eingeteilt, aber warum man vom Testverlierer mit Note 6 jetzt Abstand nehmen sollte, ist immer noch ein Mysterium, über das sich ganze Fachschaften der Philosophie die Köpfe zerbrechen. Er ist nämlich (auch laut Öko-Test) weder ungesünder noch unökologischer als die anderen Burger.

Das viel zitierte Mineralöl, das sich in manchen Produkten fand, war keine Zutat, sondern eine Nebenwirkung von Verpackung oder Produktion und auch lange nicht so problematisch, wie die Adjektive der Öko-Test vermuten ließen. Diese Nebenwirkung kann man verhindern, indem man Produkte zusätzlich in Alufolie einpackt, was ähnlich ökologisch ist wie ein spontaner Rundflug in

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