46 comments on “Der Netzfrauen-Feldzug gegen Großkonzerne, Mimikama und ihre eigenen Leser

  1. Pingback: Netzfrauen: Der schlechteste „Journalismus“ im Netz | Volksverpetzer

  2. Hallo Jan,

    wir sind mehrfach Mütter, Groß- Urgroß und Gigaurgroßmütter. Außerdem haben wir noch niemals auch nur daran gedacht einen einzigen Euro anzuschauen.

    Der Kunstfell ist ein riesiges Problem auf das wir aufmerksam gemacht haben und das nun eliminiert und in den tiefen der Verdammung begraben liegt -genau wie unsere etwas zu eigenwilligen Follower.

    Es ist hochgradig undankbar uns auf unseren eigenen Gedankenzustand vor zwei Tagen aufmerksam zu machen. Das waren andere Zeiten, wir waren Mütter unbezahlt und überhaupt wollen wir das unsere Kinder in einer fairen Welt aufwachsen. Insofern sollte bodenlose Ignoranz und Unwilligkeit Fehler einzugestehen nicht weiter kritisiert werden. Stattdessen: der Kunstfell. Wir haben es geschafft der falschen Kunstfell eindlich ein Ende zu machen.

    Es ist eine Frechheit wie dieser tierfeindliche Blog auf uns hetzt und uns bestiehlt!

    Pfui Pfui Pfui,
    Netzfrauen

    • Ich bin jetzt verwirrt. Reden wir von Echtfell oder Kunstfell? Der ursprüngliche Beitrag der Netzfrauen erzählt was von armen Tieren, denen das Fell abgezogen wird und jetzt ist Kunstfell das große Problem? Sorry, liebe Netzfrauen, aber wenn man nicht mal in der Lage ist, einen Fehler einzugestehen, warum soll man euch überhaupt etwas glauben.

      Ich kann den Blogbeitrag hier sehr gut nachvollziehen, auch anhand der Screenshots von der Netzfrauen-Seite. Allein die Frage “ob man vorher erst mal das kritisierte Unternehmen kontaktieren sollte” zu stellen, zeugt für mich von Alarmismus und nicht von einem kritischen Bericht. Anschließend wie Kleinkinder darauf zu beharren, man habe recht und jede kritische Stimme zu blocken, ist einfach nur armseelig, aber leider nichts neues in der heutigen Diskussions-Kultur im Internet.

      Man kann nur MItleid mit den Kindern dieser Frauen haben. Sie werden nie lernen, dass man sich auch mal entschuldigen muss, wenn man was falsch gemacht hat.

      • @Der Graslutscher: Ich denke, dass es sich bei diesem Post um Satire handelt.
        Hier meine Belege: “Es ist hochgradig undankbar uns auf unseren eigenen Gedankenzustand vor zwei Tagen aufmerksam zu machen. Das waren andere Zeiten, wir waren Mütter unbezahlt ”
        “Wir haben es geschafft der falschen Kunstfell eindlich ein Ende zu machen.”
        “Es ist eine Frechheit wie dieser tierfeindliche [(sic!)] Blog auf uns hetzt und uns bestiehlt!”

        Nicht immer alles so ernst nehmen, was im Internet steht ;)

        Liebe Grüße

        Alex

        • Hey Alex,

          ich bin mir sogar 100%ig sicher, dass es sich um Satire handelt, schon bei “Gigaurgroßmütter” kam mir der Verdacht. Der Jan weiter oben ist ein anderer Jan, meine Satire-Detektoren laufen eigenlich ziemlich rund ;)

    • Ja, @ Netzfrauen: ganz genau so sind wir eure Kommentare ja gewohnt: immer schön theatralisch auf emotionaler Schiene, immer drauf bedacht die lieben Alibi-Kinder anzuführen und dass es angeblich kein Geld dafür gebe, dass ihr Stuss vom feinsten verzapft…Ihr habt einfach unsauber, unprofessionell recherchiert, fertig. Scheiße gebaut. Das könnt ihr drehen und wenden wie ihr wollt, es war journalistisches Leistungsversagen..setzen 6!!!
      Und weil ihr so dumm seid und schön über euren eigenen Stolz stolpert, könnt ihr natürlich auch nicht kapiert haben, dass der Artikel hier nicht “tierfeindlich” ist, sondern sich ausschließlich mit der miserablen Qualität eurer journalistischen “Leistung” befasst, ihr Heulsusen.
      Ich hoffe, dass das noch lange an euch nagt.
      Wenn man sich schon ne Liste mit Kritikern anfertigen muss, kann schon was psychiatrisch pathologisch relevantes nicht mit euch stimmen.
      Niemand muss euch bekämpfen, das macht ihr selbst schon ganz alleine. :-D

  3. Erstklassige Zusammenfassung der Ereignisse! Vielen Dank und mit Gruß von einer der zahlreichen Geblockten, die sich nun auf einer Netzfrauenliste finden, wo sie als Nazis geführt werden. Denn die Netzfrauen haben nichts falsch gemacht, wie sie andauernd betonten. Die Protestwelle ist eine von Nazis gesteuerte Verschwörung. Ich könnte noch stundenlang, aber ich lasse es lieber…

    Liebe Grüße, Birgit

    • Hat jemand diese Liste?
      Mein Bruder (Rechtsanwalt) hat Lust auf Streit und ich will wissen, ob ich drauf stehe.

  4. Sehr schöne Zusammenfassung, vielen Dank! Ich möchte aber doch noch ergänzen, dass Doro Schr. glücklich verheiratet und auf Lob von – Andersgläubigen, Trollen, Dummschafen und undankbaren Lesern – nicht angewiesen ist. Das möchte ich bitte festgehalten wissen. (Kopfschüttelnd über diese zusätzliche Information, die die ganze Sache ja nun in ein völlig neues Licht rückt)

    Außerdem erwähnte eine der Mitarbeiterinnen, dass sie so tolle Arbeit leisten, dass sie sogar in Schulbüchern erwähnt würden. Auf meine Bitte um Nennung von Buchtiteln und Themen folgte – Schweigen, ausgiebiges. Hätte mich natürlich auch gewundert, wenn sie auch nur einen hätte nennen können ;-) Das wird man ja wohl noch sagen dürfen ….

  5. Hey!

    Oftmals haben Leute irgendeine grobe Vorstellung davon, was sie ethisch richtig und was falsch finden oder überhaupt bei Überzeugungen aller Art, ohne aber die Abstraktion zu schaffen, die das Ausformulieren der eigenen Gedankengänge darstellt. Manchmal hat man eine Überzeugung, die durchaus richtig sein kann, und scheitert dann vollkommen daran, die zu begründen. Das heißt aber nicht, dass die ursprünglich gemeinte Aussage falsch sein muss :>

    Ich versuche es mal als “Apologet” und bringe eine Hypothese, die Grund für das ursprüngliche Posting der Netzfrauen gewesein sein könnte:

    Der Anhänger ist was flauschiges, wird angepriesen als “Echtfell-Look”-Anhänger, so als ob Pelz zu besitzen etwas tolles sei. Diese Werbung könnte man nun, weil sie das in gewisser Weise impliziert, als verwerflich auffassen. (Mal ganz dahingestellt, wie sehr der Anhänger jetzt tatsächlich aussieht wie echter Pelz.) Es ist aber ein bisschen anders als im Beispiel mit dem Ei. Erstmal steigt durch den Konsum von Eiern natürlich auch das Risiko, irgendwann mal eine Eier-Dioxinvergiftung zu erleiden, so wie beim Tragen von fellähnlichen Anhängern auch vielleicht irgendwann mal der (sozusagen vergiftete) Gedanke “Fell ist eigentlich schön, ich will jetzt einen Pelz haben” kommen könnte. Beides ist nach Ansicht der meisten, die das hier lesen, wohl nicht wünschenswert. Wenn bei der Eierwerbung jetzt aber “Ei mit Dioxin-aroma” stehen würde, dann wäre es zwar auch verwerflich, weil es Akzeptanz für Dioxin in Lebensmitteln fördern könnte, aber vor allem lächerlich, denn Dioxin ist universell geächtet und hat kaum einen vorteilhaften Aspekt, daran möchte sich nun wirklich praktisch niemand vergiften. Beim “Anhänger in Echtfell-look” geht es aber um das viel zwiespältigere Thema Pelzkauf, bei dem die Benutzung des Produktes Pelz als Werbeanreiz moralisch verwerflicher und gefährlicher vorkommt und nicht die offensichtliche Lächerlichkeit hat, wie wenn man mit Dioxinaroma werben würde.

    Auf die Art und Weise könnte man dem originalen Posting eventuell einen Sinn abgewinnen, auch wenn sie es so nicht begründen können. Um die ganzen anderen Argumentationsfehler und Beleidigungen in der Nachfolge müsste man sich dann aber nochmal gesondert kümmern :)

  6. Ein sehr schöner Bericht.

    Und was den Kontakt zu den Netzfrauen angeht fällt mir nur eines ein.
    Es ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen. Du kannst der große Gary Kasparov sein, aber die Taube wird die Figuren umtreten, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.

  7. Wenn man sich etwas mit der Seite befasst, dann wird einem Schnell klar das die in dieselbe Kategorie einzuordnen sind wie Verschwörungstheoretiker. Ich sag nur Reichsbürger, Chemtrails, NWO etc. Diese Theorien haben dort viele Anhänger. Dazu kommt der sektiererische Charakter der Seite und das Motto Wer-nicht-für-uns-ist-egal-was-wir-machen-ist-gegen-uns. Ganz seltsamer Verein.

  8. Leider muss man gerade zum Thema Radioaktivitaet und Fukushima immer wieder ein aehnliches Vorgehen feststellen. Das laesst nichts gutes fuer andere Themen vermuten….

  9. Danke, dass Du den Murx so zusammengefasst hast. In ein paar Wochen ist die Erinnerung verblasst und keiner erinnert sich ohne solche Aufklärungsbeiträge dran, warum man bei den Netzfrauen weiterklicken sollte.
    Die Sache mit “wir sind Mütter” ist aber lustig, wenn man die Pointe kennt.
    Schauen wir mal bei PSIRAM, die haben auch recherchiert (https://www.psiram.com/ge/index.php/Netzfrauen)
    Sie zitieren Doro Schreier mit
    “Trotz des Erfolgs habe ich es leider nicht geschafft, Frauen zu motivieren, sich den Netzfrauen anzuschließen. Viele sind gekommen um zu helfen, aber als sie merkten, dass es ist mit Arbeit verbunden sein würde, verließen sie die Idee wieder. Man habe ja schließlich keine Zeit. Heute sind wir ein kleines Team, bestehend, wer mag es glauben, hauptsächlich aus Männern, also Väter und Großväter, die etwas bewegen wollen.”

  10. Wir hatten wieder mal einen #Ttip von #Nestlé auf unseren #Tickern weltweit. Natürlich haben wir sofort reagiert und unsere #Flensburger Netzmänner #Multi und #Kulti beauftragt, der Sache vor Ort auf den Grund zu gehen. Für Sie, #Ihn und Euch #weltweit. Es regnete #Saurerregen #Monsanto und die Sonne scheinte #schien aber Multi und Kulti sind ja nicht aus Zucker oder #Süßstoff. #Aspartam gefährlich Denn Flensburg ist eine Stadt ohne #Komma, dafür aber mit vielen #Punkten. #Absurd Punkte, die man dort wegen Verstoßes gegen die #Legasthenie-Verordnung, mangelnder Recherche oder Diebstahl geistigen Eigentums #verliehen bekommt. Aber Multi und Kulti entdeckten in der Fußgängerzone trommelnde #Menschen, für den Weltfrieden trommelnde #Menschen. #Peace #Woodstock Dabei weiß doch jedes Kind, dass Trommeln für den Weltfrieden #gesundheitsschädlich sein kann. Wer trommelt, läuft Gefahr, nicht mehr zu wachsen und so laut zu schreiern, dass sogar Fensterscheiben bersten können. Das gilt übrigens für Kinder, Jugendliche und #Erwachsene gleichermaßen. Multi und Kulti flüchteten also erstmal in die nächste Gastwirtschaft, um bei #Dorode, Aal, Pferdekopf-Sülze und #Flens #Liebersaufenfürdenweltfrieden, eine zu diesem Thema bereits vorliegende #Blechtrommel-Studie unseres Netzmannes #a.D. #Günter sorgfältig zu analiesyrien. #Oskarmatzerath Denn #Wahnung: #TROMMELN FÜR DEN WELTFRIEDEN KANN DAS WACHSTUM BEENDEN UND ZU UNKONTROLLIERTEN SCHREIERKRÄMPFEN FÜHREN. Demnächst auch auf Ihrer Trommel!

  11. Zwei Frage hätte ich da mal:

    Die erste geht an @stephancologne:
    Was wäre denn an eienr Liste mit Usern, die man zu blocken gedekt, ein fall für einen Anwalt?

    Die zweite ist allgemeiner Natur:
    Könnten Firmen, die durch solche Falschaussagen diffamiert werden sollen, eigentlich wegen Rufschädigung / Verleumdung klagen?
    Gerade in diesem Fall ist es eindeutig, dass sich die Hetzer vor dem Start der Hetze ja noch nicht einmal über diesen Schlüsselanhänger informiert hatten, sondern ihre Behauptungen ohne Belege aufstellten.

    • Ich hatte da rein interessehalber auch kompetente Bekannte gefragt – eine Klage wegen so etwas seitens Tchibo wäre wohl in der Sache recht aussichtsreich. Die Frage ist da wohl eher, ob es monetär gesehen nicht eher kontraproduktiv ist, eine FB-Seite mit 160.000 Followern gegen sich aufzubringen. Momentan steht Tchibo ja ganz gut da, das Original-Posting ist nicht mehr allzu viral und es gibt kostenlose Berichterstattung über Tchibos Engagement im Fur Free Programm.

      Eine Klage könnte dagegen erst recht in David gegen Goliath – Manier ausgeschlachtet werden, das würde ich mir an deren Stelle auch gut überlegen.

  12. “Dumm ist der, der Dummes tut.” (Zitat aus dem Film Forrest Gump)
    Mehr müsste zu den Aktivitäten der Netzfrauen nicht gesagt werden, würden sie nicht so viele Menschen mit Hilfe von Fehlinformationen, Fälschungen und Hysterie verunsichern und zu falschen Urteilen und Fehlentscheidungen anstiften.
    Sie nutzen bei ihrer “Berichterstattung” die selbe Technik und die selbe Taktik wie der Kopp Verlag und andere ideologisch verwandte Medien in ihren Hetzartikeln. Beim Kopp Verlag sind die Regierung, Homosexuelle, Ausländer und Migranten das Objekt des Hasses, bei den Netzfrauen sind es die Großkonzerne der Lebensmittel-, Agrar-, Energie- und Pharmaindustrie.
    Beide, Netzfrauen und Kopp, greifen reale Missstände und Problem auf, über die sie aber nicht sachlich aufklären und zu denen sie keine konstruktiven Alternativen aufzeigen, sondern von beiden werden sie dazu benutzt, um ihr ganz eigenes Süppchen zu kochen. Beide haben das selbe, messianische Sendungsbewusstsein und beide haben die immer und in jedem Fall die Wahrheit für sich gepachtet. Bei beiden ist jeder Kritiker ein dummes Schlafschaf und jeder, der Kritik an ihnen übt, hetzt damit gegen sie zum schadet der guten Sache.

    • Zum Schluss sind mir die Buchstaben etwas in Unordnung geraten. Sorry.
      … Misstände und Probleme…
      … und beide haben immer und in jedem Fall…
      … gegen sie und schadet…
      Man.man, man, das kommt davon, wenn man gleichzeitig das Essen zubereitet.

  13. Jetzt haben sie wohl auch euren Artikel gelesen und mimimien auch über euch rum:

    https://www.facebook.com/Netzfrauen/posts/1100571153289200

    ich zitiere: Sorry – aber immer mehr Blogs schreiben negativ über die Netzfrauen, zum Beispiel aktuell ” der Graslutscher”- wer immer das auch ist.
    Nicht einer fragt uns, wie es richtig war – unseriöser Journalismus nennt man sowas!
    Der Unterschied zu anderen Ländern und Deutschland – dort werden Aktivisten wie wir von den Konzernen angegriffen, zum Beispiel von Monsanto.
    Hier bei uns im Land werden wir von Verbrauchern angegriffen und die Konzerne treten mit uns in Dialog, sogar Nestlè.
    Traurig ….haben die alle keine Kinder?
    ‪#‎Netzfrauen‬

    Ist schon lustig, du hast 3x erwähnt, dass du Vater von 3 Kindern bist und sie fragen es trotzdem noch nach… anscheinend ist deren Lesefähigkeit so gut wie die Erkennbarkeit von Echtpelz :D

    • Ja und? Jan hat die heiligen Netzfrauen kritisiert – DENKT DER DENN GAR NICHT AN DIE KINDER?? Wer (seine) Kinder retten will, muss Netzfrauen Recht geben, verdammt!!!

      Ich find das super für mich. Ich bin Mutter – ab sofort hab ich recht… ;-)

      Graslutscher, ich will einen Blogeintrag von dir! Ach Käse, endlose Mengen Blogeinträge…

  14. Lesenswerte Zusammenfassung für alle, die diesen Unsinn vorher nicht mitbekommen hatten.

    (allerdings hätte man sich das Nachtreten bzgl. der Grammatik sparen sollen – das wirkt meines Erachtens immer etwas daneben)

    • Zur Grammatik:
      Als Einzige oder Hauptkritik ist das nicht ok, das ist richtig. Das hat der Graslutscher ja auch nicht getan. Allerdings hängt es ja doch etwas vom Kontext ab:

      Die Netzfrauen
      a) nehmen für sich in Anspruch, hochwertige Recherchearbeit und Qualitätsjournalismus zu liefern und
      b) beschimpfen Kritiker_innen als “dumm”, “ungebildet” oder “bildungsfern”.

      Da wäre ein etwas sorgfältiger Umgang mit Sprache wohl zu erwarten, der Fell-Text ist leider keine Ausnahme. Vielleicht mal einen Text weniger schreiben und statt dessen Korrektur lesen und noch einmal überarbeiten?

      Oder um es Terry Pratchett (Ratschläge für angehende Schriftsteller) zu sagen:
      “Let grammar, punctuation, and spelling into your life! Even the most energetic and wonderful mess has to be turned into sentences.”

  15. Danke für diesen Artikel, habe herzlich gelacht..

    Die angeblichen Netzfrauen ganz oben in den Kommentaren KÖNNEN gar nicht die echten Netzfrauen sein! Das deutsch in dem Kommentar ist viel zu gut!

    Ich bin kein Anwalt, aber 1. muss für eine Anzeige ein konkreter Schaden nachgewiesen sein, den es nicht gibt, weil, der Kauf der Echtfell-oder-auch-doch-nicht-vielleicht-wahrscheinlich-doch-Fellimitat-Anhänger wohl kaum zurückgegangen sein dürfte, dafür aber 2. Tchibo sich wegen der kostenlosen Werbung gerade ein Loch in den Bauch freuen dürfte… Ähnlich wie Edeka mit dem einsamen Opa, der im Inet abgeht wie Schmitz Katze.

  16. Danke für die Zusammenfassung. Ich finde den Hinweis auf Fehler im Text sehr wohl angebracht, da die Netzfrauen ja offensichtlich auch entsprechend herumnörgelten.

    Angesichts der laut der Netzfrauen notwendigen Qualifikation für guten und unabhängigen Journalismus habe ich nunmehr – quasi ableitend – nur noch eine Frage: Ich bin 1. Vater, 2. Thüringer, 3. kein Vegetarier, 4. blind, 5. gleichermaßen Fan von FC Carl Zeiss Jena und FC Bayern – und somit gewissermaßen mehrfachbehindert. ;-) Sollte ich also über einen eigenen Blog nachdenken, weil ich somit den virtuellen Schwanzvergleich mit den Netzfrauen eh gewänne? Anschlussfrage: Wäre ich dann automatisch ein guter Journalist/Blogger?

    WTF!

  17. Danke für den sachlichen und trotzdem witzigen Artikel und Hut ab, dass du so gelassen auf die Angriffe der Netzfrauenfans reagierst (lese bei facebook mit, bin aber nicht angemeldet, daher kommentiere ich hier).

    Einerseits wäre es wahrscheinlich das Beste, solche Seiten komplett zu ignorieren, aber du hast schon recht:
    Sie schaden damit gleich einer ganzen Reihe an Bewegungen und tragen vor allem dazu bei, dass sich völlig unbelegter Unsinn verbreitet (ich habe jetzt ein paar Stunden queer gelesen und kann nur sagen: die Fellpuschel-Affäre ist leider keine Ausnahme ebenso wenig wie die Reaktion auf Kritik).

    Auch mit der Recherchefähigkeit scheint es nicht allzuweit her zu sein — ich denke es wäre ein leichtes gewesen, heraus zu finden, dass Tschibo sich verpflichtet hat, keinen Pelz verkaufen. Es hätte die Möglichkeit gegeben bei Tschibo nachzufragen, wie sie ihre Ware kontrollieren und bei den fur free retailern wie sie ihre Mitglieder überwachen. Eine Begutachtung im Laden, ggf. ein Testkauf hätte den Verdacht dann wohl entgültig widerlegt (ich hatte das Ding vorhin in der Hand, einmal ansehen und anfassen und du weißt, dass das nicht echt ist).

    Das ist ja im Übrigen das allgemein übliche Vorgehen von NGOs, ob sie nun gegen falsch deklarierten Pelz vorgehen oder gegen ungesunde Zusätze oder gegen Tropenholzprodukte oder oder oder. Bei den meisten Produkten ist die Überprüfung auch wesentlich aufwendiger und teurer als bei der Frage “Kunstpelz oder Pelz” .
    Bei Tropenholz machen das meist renommierte Institute, Papier wird tw. in den USA analysiert, da werden Faseranalysen und tw. Gentests zur genauen Bestimmung der Baumart und Isotopenanalysen zur Bestimmung der genauen geographischen Herkunft durchgeführt. Und erst wenn sich der Verdacht bestätigt geht es an die Öffentlichkeit — sowohl die NGOs als auch die beauftragten Institute haben einen Ruf zu verlieren und hauen nicht auf Verdacht Mitteilungen raus.

    Wollten die Netzfrauen wirklich ihrem eigenen Anspruch gerecht werden, wäre da einiges zu tun. Aber das ist offenbar auch gar nicht das Ziel, es geht ganz offenbar darum, einen reißerischen Post nach dem anderen rauszuhauen (zu Impfungen hieß die Behauptung z.B. gerade “CDU beschließt Impfpflicht” — der Artikel erweckt den Eindruck. als wäre die kurz vor der Einführung). Leider scheint das Konzept erfolgreich, wenn ich mir die Likes und die begeisterten Kommentare ansehe…

  18. ich finde es beeindruckend, dass so viele menschen die seite der netzfrauen ernst nehmen. schon als ich den ersten teaser von denen auf der timeline hatte, so etwa eineinhalb jahre muss das wohl her sein, war mir sofort klar, dass die autoren_innen anscheinend kein bischen seriösität, geschweige denn expertise besitzen. damals ging es um einen artikel zum thema aspartam und als ich, verdutzt über den schier mit verschwörungstheorien vermengten artikel und dem zombie-kinder-wegen-süssigkeiten teaserbild, dort nach der autorin schaute, erblickte ich das profil einer älteren esotherikerin, ohne jegliche kenntnis in chemie oder wissenschaftlichen arbeiten. seit dem muss ich mich hin und wieder damit abmühen, der einen oder anderen bekannten, die auf den unsinn reinfällt, mit ein paar informationen wieder auf einen fundierten weg zu bringen. ich hätte mir nur mal gewünscht, einer der betroffenen großen firmen hätten da eine klage eingereicht und damit klar gestellt, dass so ein verhalten konsequenzen haben kann.

  19. Ich habe vor diesem Artikel noch nie was von den “Netzfrauen” gehört.
    Mir drängt sich der Verdacht auf, dass sie sowas ähnliches sind wie “Alex Jones” falls den jemand kennt.

    Strohmänner- und frauen, die auf eine derart unseriöse Weise Kritik an erfundenen gesellschaftlichen Missständen üben, dass sie leider die Glaubwürdigkeit echter Kritiker von echten Missständen ebenfalls herabsetzen.

    Wie Jan schon sagte: Sie erweisen Tierschützern mit ihrem Treiben einen Bärendienst und lassen sie im Licht der Öffentlichkeit wie rechthaberische, unreflektierte und naive Idioten dastehen. :\

    Ich frage mich da immer: Sind die wirklich so oder ist das eine Rolle, die sie mit kalkül und zu einem bestimmten Zweck spielen?

  20. Da es wohl offensichtlich einen Freifahrtsschein für dummes Gerede gibt, sobald man Kinder hat, kann ich diesen Seiten (Graslutscher+Netzfrauen) wohl kaum mehr trauen.
    Ich habe 0 Kinder und damit recht!
    Also bitte Graslutscher, sei so selbstkritisch, lösche deinen Blog, zieh dir ein paar Steaks rein und buche eine Großwildjagd in Afrika, vielleicht wirst du dann mal wieder normal!

    Gruß Joris

  21. Doch, die restlichen Artikel der Netzfrauen sind mit ähnlichem Mangel an Sorgfalt wie Verstand recherchiert. Ich erinnere mich noch sehr gerne daran, wie den Netzfrauen auffiel, das Unternehmen wie die “Rügenwalder Mühle” etc. trotz des dörflich klingenden Namens gar keine kleinen lokalen Kobinate sind, in denen glückliche Schweine ins Jenseits massiert werden, sondern Großkonzerne mit industrieller Fleischverarbeitung. Der Metzger um die Ecke schaltet doch garantiert auch bundesweite TV-Werbung, nech?

    Als ich mich, als Autistin, bei den Netzfrauen über unkritische Panikmache vor Autismus (Impfungen! Quecksilber! Pestizide!!11!) beschwerte, schallte mir auch nur ein schrilles “MÜTTER! WIR SIND MÜTTER!” entgegen.

    Ceterum censeo Netzfrauen esse delendam.

  22. Pingback: Markierungen 12/22/2015 - Snippets

  23. Pingback: Lesenswertes 16 | severin tatarczyks blogmagazin

  24. Pingback: Die Netzfrauen und ich: das wird nichts mehr » Spiegelfechter

  25. Das wirklich tragische an der Sache ist, dass Frauen mit einem derartig niedrigen IQ überhaupt Nachkommen in die Welt setzen durften.

  26. Es geht schon wieder los mit dem Kunstfell-Fail. Einfach mal auf der Facebookseite der Netzfrauen nachschauen. Aber Achtung: Treibt den Blutdruck in die Höhe ;)

  27. Pingback: Studie: Fleischkonsum verursacht Psychokarnismie | Der Artgenosse

  28. Pingback: GWUP, Lockere Schraube, Aluhut, Psiram: Doro Schreier kriegt wieder gar nichts geregelt @ gwup | die skeptiker

  29. Pingback: netzfrauen: warum “hetzfrauen” der vielleicht passendere name wäre | campogeno

  30. Pingback: V-Partei³ – Esoterische Querfrontspitzen und Rassismus

  31. Pingback: Das Phänomen Netzfrauen - Warum "Hetzfrauen" der vielleicht passendere Name wäre

  32. Leider ist das nicht das einzige Beispiel ihrer Recherchekünste… Eine andere Glanzleistung ist zum Beispiel, Ritter Sport zu unterstellen, dass sie ebenso wie Ferrero und Nestlé Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen haben. Ist schon ein Ding, ein mittelständiges Unternehmen mit Nestlé in einem Satz zu nennen. Zudem haben alle meine Recherchen ergeben, dass das mitnichten der Fall ist und Ritter Sport derzeit eine eigene Plantage baut und sie zeitnah ihren gesamten Kakao nur von dieser Plantage beziehen wollen (die obendrein noch faire Arbeitsbedingungen und das Anstellen von Kleinbauern beinhaltet). Derzeit kauft Ritter Sport aber auch mit Absicht keinen Kakao von Großkonzernen, sondern hat Verträge mit Kleinbauern… eigentlich ein Unternehmen, was auf dem richtigen Weg ist…

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>