Wie der BR ein bayerisches Wunderauto bewirbt und komplett zu fragen vergisst, wo eigentlich der Treibstoff dafür herkommen soll

Seit hierzulande immer mehr Menschen bewusst wird, dass der Verbrennungsmotor im PKW eine aussterbende Technologie ist, haben die meisten Deutschen 3 große Sehnsüchte: 1. Das Bernsteinzimmer wiederfinden 2. Gegen Italien ein Fußballspiel gewinnen 3. Der Welt wieder zeigen, was für prima, moderne Autos wir bauen können.

Die Seele der deutschen Autonation hat stark gelitten, seit sie in aller Welt zuerst mit Abgasbetrügereien in Verbindung gebracht wurde und nun im eigenen Heimatmarkt von der Gigafactory eines unscheinbar wirkenden Südafrikaners in ihren Grundfesten erschüttert wird. Konnte ein BMW-Logo vor ein paar Jahren noch so manchen beeindrucken, wird das Vorfahren mit röhrendem Auspuff mittlerweile von vielen jungen Menschen mit einem gelangweilten „Fährt das Ding etwa mit Benzin?“ quittiert, ähnlich den Kindern, die Marty McFly in Zurück in die Zukunft II fragen, ob man das Videospiel echt mit den Händen spielt.

Seitdem gibt es quasi wöchentlich Berichte von angeblich neuen, revolutionären Antriebskonzepten, die in den Kommentarspalten geradezu euphorisch gefeiert werden. Zwischen Theorie und Praxis liegen allerdings Welten, so dass es allein unter meinen Artikeln zu Batterieautos mittlerweile mehr Kommentare gibt, laut denen Wasserstoff die viel bessere Antriebstechnologie sei, als in ganz Deutschland überhaupt echte Wasserstoffautos zugelassen sind (Stand März 2021 waren das insgesamt 808 dieser Fahrzeuge).

Nun hat der Bayerische Rundfunk den nächsten Hoffnungsträger aus der Taufe gehoben: Das bayerische Wunderauto von Roland Gumpert aus Ingolstadt fährt elektrisch, hat (laut diesem) 800 Kilometer Reichweite und kann wie ein herkömmliches Auto betankt werden. Klingt ja erst mal großartig, aber was ist der Nachteil?

Laut Christoph Arnowski, dem Autoren dieser Geschichte, gibt es keinen. Entsprechend provokant raunt er zu düsterer Musik „oder wollen Politik und Industrie gar keine weitere Innovation“ ins Mikrofon. „Schließlich wurden in den letzten Jahren zig Milliarden Euro in das batterieelektrische Auto investiert“.

Die Geschichte, die Arnowski hier glaubt entdeckt zu haben, ist folgende: Sympathischer, integrer Ingenieur aus Bayern erfindet in der eigenen Garage einen das Klima rettenden Wunderantrieb, aber böse Konzerne und Politik folgen ihrer ideologischen Agenda, in die bereits Milliarden Euro geflossen sind, und ignorieren den Mann deswegen einfach. Skandal!

Entsprechend aufgebracht lesen sich (verständlicherweise) die YouTube-Kommentare: Die Firma hätte halt keine Lobbyisten, an dem Thema müsse man dranbleiben und Gumbert sei ein sympathischer Typ, der mal nicht „nur von 12 Uhr bis Mittag denkt, oder der Masse hinterherläuft“. Die Message ist angekommen: Batterieautos sind alberner Quatsch von unkreativen Mitläufer:innen, es braucht einfach mal einen echten Machertypen und schon lösen sich unsere Probleme wie von selbst.

Die Sache hat nur einen Haken: Den ersten Hauptsatz der Thermodynamik. Oder einfacher: Die Energie, mit der ich ein Auto bewegen möchte, muss immer erst irgendwo herkommen. Ich weiß, das klingt jetzt nicht nach einer spektakulären Neuigkeit, aber dieser allzu offensichtliche Umstand wird bei diesen sensationellen Geschichten um neuartige Wundermotoren so gut wie immer vergessen. Wir könnten uns die meisten dieser Geschichten komplett sparen, wenn Journalist:innen bei Vorstellung der scheinbar revolutionären Konzepte immer erst mal nachfragen würden: „Und wie tanken wir ein paar Millionen davon?“

Die Erfindung von Roland Gumpert, die auf seiner Seite mit „pure German speed“ beworben wird, fährt mit Methanol. Das ist ein einfacher Alkohol und kommt bei Raumtemperatur als klare, farblose und nach Alkohol riechenden Flüssigkeit daher. Dieser Alkohol wird nun im Verhältnis 60:40 mit Wasser vermischt und in den Tank gefüllt. Es empfiehlt sich bei Staugefahr trotzdem nicht, Eiswürfel, Minze und Limetten im Handschuhfach mitzuführen, um mit dem Tankinhalt die Beifahrer:innen bei Laune zu halten, weil 200 Milliliter bereits tödlich sind.

Im bayerischen Wunderauto wird dieses Gemisch nun mittels eines Methanol-Reformers in Wasserstoff und Kohlendioxid umgewandelt und ab da funktioniert das ganze wie in den bereits auf dem Markt erhältlichen Wasserstoffautos. Der Wasserstoff wird mittels Brennstoffzelle in Energie und Wasser umgewandelt, mit der Energie bewegt sich das Auto vorwärts und das Wasser kommt aus dem Auspuff, nach diesem Prinzip funktionieren z.B. ein Hyundai Nexo oder ein Toyota Mirai.

Was soll dann überhaupt der ganze Aufwand mit dem Methanol? Nun, das hat in der Tat den praktischen Vorteil, dass Methanol eine Flüssigkeit ist, die man ohne Weiteres in einen Tank kippen kann, während das Mitführen von reinem Wasserstoff nur unter großem Druck funktioniert, was Transport, Speicherung und Tankvorrichtungen deutlich aufwändiger macht. Na, das klingt doch großartig: Lässt sich wie Benzin tanken, funktioniert aber ohne Klimaschaden, Abgase und Motorenlärm. Wieso in aller Welt stellen Toyota und Hyundai dann überhaupt herkömmliche Wasserstoffautos und nicht Roland-Gumpert-Wundermaschinen her?

Kurze Antwort: Weil Methanol leider nicht an Bäumen wächst.

Lange Antwort: Welche Flüssigkeiten ihr auch immer in die Autos der Zukunft tanken wollt, die in diesen Flüssigkeiten gebundene Energie müsst ihr vorher irgendwo bereitstellen. Motoren kann man mit allem möglichen antreiben, zur Not vermutlich auch mit Ziegendung oder Capri-Sonne, die Frage ist dann immer: Wo bekommen wir den ganzen Ziegendung / die ganze Capri-Sonne her?

Ich habe neulich in Ehrfurcht vor schlauen Ingenieur:innen die Daten der aktuellen Windrad-Generation auf Social Media gepostet: Die Haliade-X von GE kann 14 Megawatt liefern. Das bedeutet, dass sie mit fünf Umdrehungen ihrer Flügel so viel Strom erzeugt, wie ein Tesla Model S mit größtem Batteriepack speichern kann bzw. mit einer Umdrehung genug, um damit 2 Tage lang einen Haushalt mit Strom zu versorgen.

Ein findiger Leser kommentierte sinngemäß: „Heißt das, ein Tesla speichert so viel Energie wie ein Haushalt in 10 Tagen nutzt?“ Genau (mit 10 kWh täglichem Verbrauch / Haushalt). Ihr könnt mit 100 kWh entweder 500 Kilometer E-Auto fahren oder 10 Tage lang wohnen, so ein Auto ist also schon ein recht energiehungriges Geschöpf. Und jetzt kommt der Witz: Das gilt nur für batterieelektrische Autos, bei denen wir den Strom vergleichsweise verlustfrei direkt in die Batterie laden.

Fahre ich die 500 Kilometer mit einem 6-Liter-Dieselauto, dann verbrauche ich dafür aufgrund der ineffizienten Verbrennung sogar 294 Kilowattstunden, also so viel wie ein Haushalt in 30 Tagen verbraucht. Die große Frage ist also: Wie viel Energie brauche ich, um einen Liter Methanol klimaneutral herzustellen? Für die Antwort gibt es eine ganze Reihe von Annahmen zu treffen und da es eigentlich der Job von Christoph Arnowski gewesen wäre, das herauszufinden, benutze ich jetzt einfach die Daten des Bundesenergieministeriums.

Danach muss ich ungefähr 11,7 kWh Strom aufwenden, um einen Liter Methanol zu synthetisieren, mit dem das Auto von Roland Gumpert laut seinen eigenen Angaben 9,5 Kilometer weit kommt. Das ist sehr wenig, denn das Tesla Model S fährt mit derselben Energiemenge 6 mal so weit. Oder anders: Für besagte 500 Kilometer benötige ich mit dem Bayerischen Wunderauto nochmals mehr Energie als ein Diesel-PKW: Ich könnte damit 2 Monate lang meinen Haushalt mit Strom versorgen.

Mit dieser Antriebstechnik würde selbst die gesamte deutsche Stromproduktion im Jahr 2020 nicht mal im Ansatz ausreichen, um die aktuelle Jahresleistung der deutschen PKW-Flotte zu erreichen. Wir müssten unsere Kraftwerkskapazität fast verdoppeln, nur um genug Sprit für unsere Autos herzustellen. Also ja, das ist superpraktisch mit dem Methanol, wie schnell das getankt werden kann und wie hoch die Reichweite ist, aber würden hier nur solche Autos rumfahren, dann wäre der Sprit unfassbar teuer, reichte für ungefähr die Hälfte der Fahrzeuge und außerdem säßen wir komplett im Dauer-Stromausfall.

All das erfahren wir nicht im Bericht des Bayerischen Rundfunks, da gibt es lieber fetzige Drohnen-Überflüge zu pathetischer Musik, während der 540 PS-Supersportwagen über Landstraßen saust und so getan wird, als lehne die Autoindustrie das Konzept wider besseres Wissen ab. Wenn das so weiter geht, ist „ÖR-Dokumentation“ bezogen auf die Energiewende bald ein Schimpfwort.

Anstatt zu recherchieren, was Millionen von Methanol-Autos an Energiehunger bedeuten, veranstaltet der Bayerische Rundfunk lieber vollkommen nutzlose Fahrtests, um die scheinbare Alltagstauglichkeit des Methanol-Autos zu demonstrieren. Der „Erfinder“ hat nämlich nicht nur einen Supersportwagen mit Methanolantrieb entwickelt, sondern im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums einen Smart auf Methanolantrieb umgerüstet. Dieser darf nun gegen einen E-Smart von 2014 antreten und ein 130 Kilometer langes „Wettrennen“ fahren, um die Tauglichkeit der beiden Antriebsarten zu vergleichen.

130 Kilometer Teststrecke für zwei Modelle, von denen eins als reines Stadtauto konzipiert ist und deswegen knapp 110 Kilometer Reichweite besitzt, na wie wird das wohl ausgehen? Für so einen absurden Unsinn zahlen wir echt Rundfunkgebühren… können wir das Budget für diesen Mumpitz nicht komplett ins ZDF Magazin Royale umschichten? Als nächstes kommt der große BR-Kontrovers-Kochtest: Tim Mälzer tritt in einer Profiküche gegen einen 11-Jährigen an, dessen Hilfsmittel ein Campingkocher und eine Dose Linsensuppe von 2014 sind. Wer zaubert jetzt das leckerste Abendessen? Die BR-Redaktion ist gespannt. Nächster Test: Eine Ziege und ein Delfin schwimmen um die Wette, danach entscheiden wir,  welches das bessere Tier ist.

Der Test wird begleitet vom Verkehrsclub AvD, der einen so objektiven Schiedsrichter stellt, dass er Gumpert die Daumen drückt und am Ende im Namen der Umwelt für den Sieg beglückwünscht. Das ganze findet an einem kalten Tag statt und der Fahrer des E-Smart stellt die Heizung runter, um die Strecke ohne Ladestopp zu schaffen, was dann leider doch nicht klappt. Für den BR trotzdem eine glückliche Entwicklung, kann der Sender einen frierenden E-Auto-Fahrer zeigen und im Kontrast Roland Gumpert im angenehm beheizten Methanol-Smart.

Die Message ist klar: Im E-Auto muss man frieren und kommt ständig zu spät, ÖR-Journalismus im Jahr 2021. Mit einem stinknormalen VW ID.3 wären beide Autos zeitgleich und die Fahrer gleich warm am Ziel angekommen, mit dem Unterschied, dass Gumperts Wagen für diese lächerliche Strecke 160 Kilowattstunden verballert hat und der ID.3 mit dieser Energiemenge nach absolviertem Test noch bis nach Hamburg hätte fahren können und nicht nur 2 mal im Kreis um München. Zudem lädt der Proband seinen E-Smart länger, als er für den Test müsste, weil er danach noch nach Hause fahren möchte. Aua.

Der „Test“ war einfach komplett darauf zugeschnitten, Werbung für den Bayerischen Autotüftler zu machen. Hätte man die Strecke oder das Konkurrenzmodell anders gewählt oder hätte man andere Faktoren als die reine Zeit in die Bewertung aufgenommen, wäre das anders ausgegangen. Es wäre erleuchtend gewesen, wenn die Kosten für so eine Tankfüllung mit klimafreundlich hergestelltem Methanol mit angegeben worden wären. Oder wenn eine weitere Bedingung gewesen wäre, 6 Kästen Wasser mit zum Ziel zu transportieren. Der Kofferraum des Methanol-Smart war nämlich voll mit Technik und hatte weiniger Stauraum als mein Fahrrad.

Diese Verschwendung von Sendezeit hätte verhindert werden können, wenn der Bayerische Rundfunk für seine Dokumentationen ein Mindestmaß an Recherche verpflichtend machen würde, denn Roland Gumpert ist mitnichten der Erfinder dieser Technologie: Bereits im Jahr 2000 hat DaimlerChrysler das NECAR 5 konzipiert, eine A-Klasse mit exakt der Kombination aus Methanol als Wasserstoffträger und Methanol-Reformer. Eine Nachfrage, warum dieser Ansatz es nicht zur Serienfertigung schaffte, wäre vielleicht erhellend gewesen. Stattdessen hören wir in der Dokumentation: „Das neue an diesem Antrieb: Die Kombination von Brennstoffzelle und Batterie“. Nein.

Ach ja, apropos Batterie: Solltet ihr denken, der Vorteil am Methanol-PKW könne sein, dass er weniger Rohstoffe verbraucht: In Gumperts Sportwagen ist eine ziemlich große 70 kWh-Batterie verbaut. Es benötigt also die ganzen Rohstoffe der Batteriefertigung plus noch einmal einen Methanol-Reformer und Brennstoffzellen. Was soll dieser Spaß eigentlich kosten? Ach, wir wollen den BR-Zuschauer:innen die gute Laune nicht mit allerlei Zahlen vermiesen, ist ja auch schlecht für die Augen.

Die ganze Sendung wirkt zudem so, als wäre der verantwortliche Redakteur ein befangener Fan von Roland Gumpert und seiner „Erfindung“. Ständig sehen wir historische Aufnahmen von Gumpert als Mechaniker für das Audi-Rallye-Team und eine Werbung aus den 80er Jahren, in der ein Audi Quattro eine Skischanze hochfährt, dessen „Vater“ Gumpert sei. Die Sehnsucht nach German Speed ist greifbar. Vermutlich ist es kein Zufall, dass Arnowski auch hinter dieser irreführenden Geschichte steckt, laut der es „scharfe Kritik der Wissenschaft“ an der E-Mobilität gibt.

Arnowski tut also, was ein echter Fan tut: Sich im Internet beschweren, und zwar beim Verband der Automobilindustrie. Warum sie am Konzept aus Ingolstadt nicht interessiert sind, will er wissen. Die Antwort des VDA:

„Elektromobilität ist mit Sicherheit die Technologie, die wir brauchen, um die 2030-Klimaziele der EU […]zu erreichen. Alle anderen Optionen sind bis dahin nicht in der „Großserienproduktion“ verfügbar.“

Wie investigativ ist Journalismus, wenn der Industrieverband dem Redakteur erklären muss, dass wir Klimaziele einhalten müssen? Ja, der VDA hat Recht: Nur mit effizienten batterielektrischen Autos (anstatt herkömmlicher Verbrenner) lassen sich die EU-Vorgaben einhalten. Es gibt bis 2030 einfach nicht genug Strom, um Autos mit der sechsfachen Energiemenge zu versorgen, nur weil man damit noch schneller laden kann – was für die meisten Menschen im Alltag ohnehin keinen Unterschied macht.

Arnowski hat gar nicht auf dem Schirm, was eine Umstellung von Millionen deutschen PKW auf Methanolantrieb bedeuten würde. Zu Beginn des Beitrags freut er sich noch, dass das Konzept von Gumpert keine „Milliardenausgaben für Elektrotankstellen“ benötige. Dass 700 zusätzliche Terawattstunden für seinen Spaß aber auch irgendwoher kommen müssen und Industrieanlagen zur Wasserstoff- und CO2-Produktion in dieser Größenordnung ebenfalls Milliarden Euro kosten würden, ignoriert er komplett. Und dass es viele Jahren dauern würde, dass alles zu implementieren, eben auch.

Letzter Versuch: Er bringt Roland Gumpert mit Ingenieur Arnold Lamm zusammen, der sich lange mit ihm austauscht und zum Schluss kommt, dass das Konzept zu teuer ist. Aber schon am nächsten Tag hätte dieser seine Meinung geändert:

„Und tatsächlich, schon am nächsten Tag ändert er seine Meinung trotz einiger Punkte die verbesserungswürdig seien. Er schreibt in einer Mail: Das Konzept gefällt mir mittlerweile, je länger ich drüber nachdenke, sehr gut.“
„Am Ende ist die Technologie in dieser Konfiguration in jedem Fall lohnenswert weiter gefördert zu werden!!!!“

Arnowski freut sich über die vier Ausrufezeichen und liest sie extra nochmal mit vor, nur dass dieser Ausschnitt der Mail sich gar nicht auf das Konzept als solches bezieht. Stoppt man das Video bei 16:57 kann man lesen, dass er das für kleine Autos auf einen Range-Extender bezieht, also die Option, beim Kauf für mehrere tausend Euro eine Reichweitenerhöhung mit dazu zu erwerben. Der Frage, woher bei großem Interesse das ganze Methanol kommen soll, wird auch hier nicht weiter nachgegangen. Hauptsache irgendwer mag das Konzept und setzt 4 Ausrufezeichen.

Übrigens sind Wasserstoff und Methanol als Energiespeicher ebenfalls keine neue Idee, sie gehören seit Jahren zu den vielen Ansätzen der Energiewende, um in Zukunft erneuerbaren Strom zu speichern. Sie könnten ebenso in der Schwerindustrie oder beim Schwerlasttransport eingesetzt werden, also bei Schiffen und großen LKW, bei denen Batterien als Lösung noch nicht funktionieren. Selbst wenn wir davon also nennenswerte Mengen klimaneutral herstellen, gäbe es dafür weitaus relevantere Anwendungsgebiete, als dass PKW auf der Ultra-Langstrecke ein paar Minuten Tankzeit sparen. Diese sind in jedem Fall vorzuziehen.

Ansonsten würden wir dann fürs Autofahren sechs mal so viel Energie verbrauchen, während Stahlwerke, Schiffe und LWK weiter mit jeder Stunde Betriebszeit Klimaemissionen verursachen, weil wir die klimaneutralen Energieträger dafür bereits in unseren Autos verschwendet haben.

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43 Gedanken zu “Wie der BR ein bayerisches Wunderauto bewirbt und komplett zu fragen vergisst, wo eigentlich der Treibstoff dafür herkommen soll

  1. Ich bin leider nicht sehr gebildet in Chemie. Bedeutet die Freisetzung von CO2 bei der Erzeugung des H2 durch den Reformator nicht auch, dass man wieder CO2 in die Umwelt pustet?
    Wenn ja wäre das ja wieder schlecht vs Klimaschutz, weil das CO2 sicherlich nicht für die Gewinnung des Methanols aus der Luft gefiltert worden ist, oder?

    • Kurze Nachfrage: wurde sich beim Verband der Automobilindustrie e. V., also VDA, beschwert oder beim Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)? Der Artikel vermischt beides 🙂

    • Richtig gedacht. Da braucht es nicht viel Chemiekenntnisse, dass der Kohlenstoff im Methanol irgendwo herkommen und irgendwo hin kommen muss. Und wenn das hin die Atmosphäre ist, muss bei aufkommensneutraler Herstellung der Kohlenstoff auch aus der Atmosphäre kommen und nicht aus irgendeinem fossilen Kraftwerk o.ä. Natürliche CO2-Quellen wie Kohlensäure-Gysire würde auch noch gelten lassen, aber CO2 aus der Luft zu filtern ist selbst bei über 400ppm (das ist 1 CO2-Molekül auf 2500 Luftteilchen) eine energieintensive Angelegenheit, was den Wirkungsgrad nicht verbessert, ganz abegesehen von der großtechnischen Umsetzung.
      Aber das Ganze ist sowieso eine Diskussion aus Wolkenkuckkucksheim. Selbst der reine Wasserstoffantrieb hat (energie-)wirtschaftlich keine Chance sich in der Breite der Mobilität durchzusetzen, bestenfalls in Nischen wo das Gewicht der Batterien zu Buche schlägt wie in der Luftfahrt und auf absehbare Zeit auch keine neue Technologie verfügbar sein wird. Ansonsten: hoffnungslos ineffizient und das bei knapper Ökostromproduktion, die auch noch politisch ausgebremst wird.
      Aber wie man es dreht und wendet: ohne massive Einsparungen, sprich Konsumverzicht, bleibt das Klimaziel reine Makulatur. Und mit diesem politischen System haben wir eh keine Chance die Kurve noch zu kriegen. Auch immer dran denken: in Vergangenheit und Gegenwart haben wir bzw. die Politiker Entscheidungen auf Jahrzehnte hinaus getroffen und treffen sie immer noch. Wer heute noch einen neuen Verbrenner kauft, der pustet damit die nächsten zwei Jahrzehnte unverhältnismäßig viel CO2 in die Luft. Trotzdem werden noch immer über 90% der Neuwagen mit Verbrennungsmotor auf die Straßen geschickt m(

  2. Der Artikel ist Unsinn. Das Methanol kann aus Wasserstoff der mittels Elektrolyse und CO2 aus der Luft hergestellt werden. Das erfordert einen hohen elektrischen Energieaufwand bei schlechtem Wirkungsgrad. Der schlechte Wirkungsgrad ist hier aber nicht relevant. Die elektrische Energie wird aber komplett klimaneutral aus Windkraft gewonnen zu Zeiten in denen der produzierte Strom nicht von Direktverbrauchern abgenommen wird.

    • Ihr Kommentar leider auch: Diese Anlagen wären so aufwendig und teuer dass sie ständig laufen müssen um sich zu rentieren. Und damit wären wir wieder bei Wirkungsgradvorteil der e-Mobilität. Von den Kosten des Methanolantriebs gar nicht zu reden. Bezahlen würde das niemand.

      • Und die Idee nur Überschußstrom zu verwenden ist eben auch rein rechnerisch nur eine urban legend. Wie schon im Artikel erwähnt würde die gesamte Stromproduktion in Deutschland nicht ausreichen den Bedarf zu decken. Selbst wenn sämtlicher Überschußstrom nur in efuels für die Luftfahrt fließen würde, könnte damit nur ein Bruchteil des in einem normalen Jahr verbrauchten Kerosins ersetzt werden. Der beschı$$€n€ WIrkungsgrad und der Mangel an Ökostrom macht jede Wasserstoffidee zu reiner Makulatur.
        Wir sagte schon immer meine Oma: „Es nützt alles nichts, wenn der Chef nicht rechnen kann“. Wir werden übrigens von Politikern mit schwerer Dyskalkulie regiert: unser CO2-Budget reicht bestenfalls (d.h. mit radikaler Einschränkung) bis Mitte der 2030er Jahre, aber Deutschland soll erst 2050 klimaneutral werden. Kann man grandioses Scheitern hemmungsloser als Erfolg der Politik verkaufen? Das ist ähnlich dreist wie diese „Glanzleistung“ des ÖRR.

        • P.S. könnte alles ja so lustig sein, wenn nicht die menschliche Zivilisation, so wie wir sie kennen, auf dem Spiel stehen würde. Corona ist dagegen ein echter Fliegenschiss.

  3. Du sprichst mir erneut aus der Seele.
    Hatte gestern Abend erst das Video in YT etwa bis zur Hälfte ertragen und musste dann das Abendessen erst von mir geben und dann die entscheidenden Fragen unter das Video posten.
    Was glauben die se Pappnasen eigentlich … was wissen die und was glauben die zu wissen.
    Dieses endlose Festhalten an fossilen Stoffen ist und bleibt eine Einbahnstraße, das kann man sich bunt und rund und zurecht reden und wünschen, wie man es will.
    Es ist und bleibt eine Einbahnstraße.
    Wenn ich nicht am Limit laufen würde, gäbe es vom Herzen gerne wieder eine Spende. Aber das holen wir nach, als bald die Welt wieder halbwegs im Rahmen läuft.
    ok ok ok, ich hab gerade einen saftig im Tee. Also dieses Zeug, das man besser durch die Leber filtert, als durch einen sinnlose „Zelle“ – gut, dass der Brauser eine Rechtschreibprüfung hat 😉
    Vielleicht gehören diese Dummbratschen mal alle in eine Zelle.
    Wie kommt man nur auf solche IntschenörGedanken … aufwendig erzeugte Energieträger im Fahrzeug „in 3 Minuten betankt“ (lol bei nem Smartie) wieder in elektrische Energie umzuwandeln, die man auch direkt in den Fahrzeugakku laden könnte …
    Ach – was soll ich mich um die Uhrzeit von der Rechtschreibprüfung betreut noch da groß aufregen. Es gibt sicher einen Arzt, der diesen Wünschelrutendenkern, was verschreiben kann.

    Aus bereits gesagten Gründen kann ich es heute frei sagen. wir feiern dich!!!!!
    Mach weiter so 😉

    (Memo an mich: Den Link zu dem Artikel gleich mit in meine bescheidene Seite aufnehmen)

    Ich jedenfalls liebe meine Zoe R240 und werde trotz des nicht 800 oder 2000 km reichenden Akkus das französische Mädel auf 4 Rädern weiter fahren, bis uns die Elektronik scheiden wird.
    Oh Überraschung – man kann auch mit einem 22kWh EV leben und existieren.
    Wann fährt der normale Mensch 1000 km am Stück? Ohne Pause? Welch erbärmliche Forderungen der FossilHeads (c). Passt euch endlich an und lebt entspannter und länger!

    Ja war OT aber heute darf ich das 😀

    • „Dem Inschenjör ist nüscht zu schwör“ 😉
      Böse Zungen behaupten Ingenieure könnten zwar Naturgesetze anwenden, hätte sie aber nicht verstanden.
      Gibt dazu auch einen schönen Witz, das Original:
      //“Der Schaffner kommt“ Familie Ahlers//
      (von den Igenieuren wird der Witz gerne umgedreht, weil sie die Wahrheit nicht vertragen)

  4. Schönes Auto, aber für die Lösung des Verkehrsproblems vollkommen ungeeignet.
    Diese Methanol-Brennstoffzelle ist zwar schön, aber ineffektiv.
    Für 100 km Reichweite werden schätzungsweise 14 Liter Methanol benötigt.
    Das entspricht etwa 90 kWh Energie. Eine genaue Angabe ist ja leider nicht zu erfahren.
    Aber bei netto 13 kWh pro 100 km die ein elektrisches Fahrzeug benötigt und einem Wirkungsgrad der Brennstoffzelle von 25% ergibt sich ein solcher Verbrauch. Auch die Angabe, dass die 5 kW Brennstoffzelle 4,5 l Methanol, welches rund 20 kWh Energie entspricht, in der Stunde benötigt um 5 kWh elektrische Energie zu erzeugen deuten darauf hin.
    Um diese 14 Liter Methanol künstlich herzustellen werden 155 kWh regenerative Energie benötigt.
    Damit kann ein BEV etwa 700 km weit fahren.
    Das heißt also Methanol-Brennstoffzellenfahrzeuge benötigen sieben mal soviel Wind/Solarstrom wie batterieelektrische.
    Das Auto ist für reiche Leute, die etwas besonderes wollen aber schon fast alles haben, in Ordnung.
    Aber für den Massenmarkt absolut untauglich.
    ——————————————————————————————————–
    Technische Daten
    Fahrzeug: Gumpert Nathalie
    Energieinhalt Batterie: 70 kWh
    Tankinhalt für Methanol-Wasser-Gemisch: 90 l
    Verbrauch Methanol-Wasser-Gemisch: 4,5 l/h
    Ladeleistung AC: 11 kW*
    Leistung der Brennstoffzelle: 5 kW
    Reichweite (bei 80 km/h): 850 km
    Leistung: 300 – 600 kW, laut Datenblatt derzeit 4x 102 kW (Bosch SMG180)
    Drehmoment: 920 Nm (4x 230 Nm)
    Betriebsspannung: 425 V
    Beschleunigung 0-100 km/h: 300 km/h
    —————————————————————————————–
    80 km/h und 10,5 Stunden Fahrzeit
    70 kWh im Akku + 55 kWh aus der Zelle = 125 kWh
    15 kWh Verbrauch auf 100 km -> 125 / 0,15 = 833 km.
    Das passt in etwa.
    —————–
    Annahme : 16 kWh Verbrauch pro 100 km
    Brennstoffzelle muss 3,2 Stunden laufen und benötigt 14,4 l Methanol
    Das heißt 64 kWh Energieverbrauch auf 100 km.

    Laden über Brennstoffzelle:
    70 kWh Akku – Brennstoffzelle 5 KW -> 14 Stunden
    4,5 liter pro Stunde -> 63 Liter Methanol = 277 kWh Energie
    Für die Herstellung dieser Methanolmenge werden 660 kWh Solarstrom benötigt.

  5. Hallo,

    Vielen Dank für den Artikel. ich habe diesen Video-Beitrag diese Woche gesehen und war sehr beeindruckt und verwundert. Tatsächlich bin ich mit dem Gedanken der bösen Auto-Lobby und dem ignoranten Andy Scheuer aus dem Bericht gegangen. ich bin also voll reingefallen und Ihnen daher dankbar, dass sie mir dabei geholfen haben, wieder relativieren zu können.

  6. Die Gumpertsche Methanol-Brennstoffzelle ist mir vor gut einem Jahr in einem Presseartikel untergekommen. Schon damals war klar, dass die vielen Umwandlungsschritte zu einem sehr schlechten Wirkungsgrad führen müssen, ohne dass ich die genaueren Zahlen gehabt hätte. Danke dafür!
    Diesen Einwand habe ich auch Herrn Arnowski mitgeteilt. Seine Entgegnung war im Wesentlichen der Lieblingshinweis der Wasserstofffreunde: Der Wirkungsgrad ist unwichtig, wenn wir in einem südlichen Land soviel grünen Strom produzieren können, dass dieser den Schritt von – ökonomisch gesprochen – „knapp“ zu „ unendlich verfügbar“ machen kann. Das Schlaraffenland für grünen Strom sozusagen. Meine Frage, wann es denn soweit sein werde, dass von dort Tanker mit Methanol zu uns kommen, blieb bislang unbeantwortet.

  7. Es wäre ja auch unverschämt, wenn der Pöbel auch in Zukunft noch ein KFZ fahren könnte, was praktisch überall betankt werden und die bisherige Infrastruktur nutzen kann. Nein, nur die vornehmen Eigenheimbesitzer sollen dank Lademöglichkeit zu Hause ein Auto wirklich nutzen können, während es regelmäßig an Supermärkten und Möbelhäusern zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen um die wenigen öffentlichen Ladepunkte kommt. Schöne neue grüne Welt.
    Sprecht es doch einfach mal so aus, anstatt weitere alternative Antriebskonzepte abseits von Strom und Lithium, das im Gegensatz zu Methanol dann wohl doch irgendwo auf Bäumen wächst, niederzuschreiben.

    • Irgendwie scheinen manche Autofahren und Energieverschwendung als ein gottgegebenes Grundrecht zu betrachten, während alles andere – wie derzeit die Corona-Krise deutlich macht – verhandelbar zu sein scheint, insbesondere das Recht künftiger Generationen ein noch vergleichbar bewohnbare Erde vorzufinden. Und eine andere Welt als die derzeitige scheint für diese nicht vorstellbar zu sein.
      Ironischerweise sind es gerade die Elektroautos, die mit der vorhandenen Infrastruktur überall „betankt“ werden können, denn überall wo Menschen wohnen und Autos die meiste Zeit stehen, gibt es Strom. Energieverschwendung durch Wolkenkuckkucksheimtechnologie mit einem Mangel an Steckdosen zu begründen ist schon ziemlich hahnebüchen.
      Und was die soziale Gerechtigkeit betrifft, ist nicht die „grüne“ Technologie die richtige Adresse, sondern die Politik. Und da sollten diejenigen sich erst mal selbstkritisch fragen, ob ihnen das in der Vergangenheit – wo es andere betraf – nicht auch vollkommen egal war und es nur jetzt – wo es an die eigenen Privilegien geht – ein Thema ist bzw. nur eine Ausrede um sich nicht umstellen zu müssen.

    • Wie soll der Pöbel sich ein 400.000-Euro-Auto leisten, dessen Treibstoff umgerechnet 4 Euro pro Liter kostet?

      Man kann auch heute schon überall ein E-Auto laden, einfach mal die Karte mit den Ladepunkten angucken. Bürgerkriegsähnliche Zustände habe ich da bislang noch nie erlebt.

      Für das im Beitrag vorgestellte Methanolauto braucht man noch viel mehr Strom und aufgrund der 70-kWh-Batterie mehr Lithium als ein reines Batterieauto wie der VW ID.3 benötigt.

      Es ist weder günstiger, noch ressourcenschonender. Deswegen kritisiere ich es. Es ist eine Luxuslösung für superreiche.

  8. Gut das der Schreiberling 100derte von Helfern braucht um diesen Text zu verfassen. Anstatt Technik schlecht zu schreiben von der man keine Ahnung hat wäre es besser gewesen Herrn Gumpert persönlich zu kontaktieren. Aber über andere Journalisten herziehen, dass kann er – oder eben auch nicht.

    • Was meinst du? Ich habe den Text ganz alleine verfasst.

      Ich habe mich doch ganz konkret auf Gumperts Aussagen bezogen, die er im Interview und auf seiner Homepage tätigt. Welche erhellenden Erkenntnisse hätte ein persönlicher Kontakt da jetzt noch gebracht? Damit er mir das alles noch mal persönlich erzählt, was ich schon weiß?

      Ich finde deine Kritik etwas unsachlich.

    • Danke!
      Der Artikel reiht sich in die vielen gleichartigen ein bei dem mit angelesenem Halbwissen aus der
      Propaganda-Abteilung der Grün-NGOs konkrete teils äussserst vielversprechende technische Lösungen
      schlechtgeredet werden. Es ist immer das Gleiche!

      Und das nimmt dann der technisch noch ahnugslosere Groupie von solchen Blogs auf und gibt es als
      neueste Erkenntnis weiter.

      nur ein kleines Beispiel:
      Methanol als Energieträger ist ein äusserst vielversprechender Ansatz im Sinne der Schaffung eines Speichers. Bei Wasserstoff und sonstigen synthetischen Kraftstoffen ist es ähnlich.
      Aus diesem Grund gibt es z.B. in China seit vielen Jahren eine ganze Latte an Methanol basierten Kraftstoffen zum Einsatz sowohl in Verbrennungsmotoren als auch in Brennstoffzellen.
      Aufgrund der „Nähe“ des Methanols zum Wasserstoff ist das durchaus einleuchtend.
      Es ist durchaus möglich das solche Technologien vielleicht die einzig wirklich umsetzbaren sein werden
      um real zu einer Defossilisierung zu kommen.
      Hier wird es eben in simpler Weise verunglimpft weil es nicht in die „all Electric“ Propaganda passt oder weils von der FDP bzw dem BR stammt.

        • Unschön ist weniger die Form als der unsachliche Inhalt, der nur aus Pauschalverurteilungen und Ignoranz der physikalischen Tatsachen besteht, vor allem nach allem was hier an Argumenten nicht nur im Artikel sondern auch in den Kommentaren auf solche Pseudokritik geäußert wurde. Da frag ich mich immer: in welchem Universum leben solche Menschen, die zwar einen Computer benutzen, aber das Wissen um dessen physikalische Grundlagen ignorieren bzw. aktiv leugnen? Das kommt mir immer so pervers vor wie eine Bürgerinitative gegen Mobilfunkstrahlung, die als Kontakt eine Handynummer angibt.

          • Gut also pauschale Verurteilung
            Es geht auch konkret:
            -Die ungünstigere Energiebilanz ist nur ein Aspekt und wird bei mobilem Einsatz durch die höhere Energiedichte des teilweise kompensiert.
            -zudem kompensiert die Abwärme der FC im Heizbetrieb etwas des Nachteils.
            -Methanol muss im Kontext zur chemischen Industrie gesehen werden un bieten dort hochinteressanter Möglichkeiten zur THG EINSPARUNG aufgrund seiner direkten stofflichen Verwendbarkeit.
            -Methanol schafft einen skalierbaren und sehr gut transportierbaren Speicher
            -Methanol lässt sich hervorragend in Verbrennungmotoren nutzen
            -Nach China schauen: dort werden seit langem methanolbasierte Kraft stoffe angewandt
            -Daimler Methanolfahrzeug:
            Seit dem sind mehr als 20 Jahre vergangen und es hat gewaltige Fortschritte bei Brennstoffzellen gegeben gerade auch bei SOFCS
            Das ist vielleicht die Megatechnik fürs Gebäude.
            -wird der Ansatz von Japanische Herstellern sehr wohl verfolgt
            -Der höhere Energieaufwand ist bei Erzeugung an günstigen Standorten
            kaum relevant
            -Bei der Alternativ BEV muss die Batterieherstellung mit einbezogen werden.

            Und zudem:
            Hat der Autor Herrn Gumpert mit seinen grandiosen Erkenntnissen konfrontiert bzw. Ihn interviewt?

          • Zwar vielleicht nicht mehr ganz so pauschale Verurteilung, dafür aber auch im zweiten Ansatz genauo ignorant gegenüber den bereits im Artikel gebrachrten Argumenten und den physikalischen Grundlagen und der faktischen, katastrophalen Energiebilanz aller PtX-Technologien, die bisher nicht viel mehr als über einen experiementellen proof-of-concept Status hinaus gekommen sind, von einer Umsetzung im volkswirtschaftlichen Maßstab ganz zu schweigen. Und das wo uns die verbleibende Zeit davon rennt, wenn es nicht eh schon zu spät ist mehr als das Allerschlimmste zu verhindern.

            Aber gerade in den letzten Tagen wurden in drei verschiedenen Beiträgen die Grenzen der PtX-Technologie aufgezeigt:
            * das Frauenhofer IEE hat den //PtX-Atlas// herausgegeben, genau nachgerechnet und kommt vollkommen überraschend zu dem Schluß:

            In Hinblick auf robuste Szenarien sollte die Steigerung der Energieeffizienz in allen Energiesektoren und die direkte Stromnutzung in Endanwendungen stets Priorität haben – Wasserstoff und PtL sollten dazu eine Ergänzung sei

            * Engineering Explained erklärt: //No, Synthetic Fuels Won’t Replace Electric Cars//
            (ja, dazu sollte man den Englischen mächtig sein, das ist aber der Physik auch egal)
            * Das ist eine gute Frage PODCAST //#19 Wie viel Energieimporte brauchen wir?//
            (Warnhinweis für Genderism-Allergiker: enthält hohe Mengen an ideologisch motivierter Sprachignoranz)

          • Man kann immer weiter ins Detail einsteigen um solche Schrottbeiträge klarzustellen
            Leider muss man da dann bald eine Profession draus machen.
            Der Schreiberling hat ja offensichtlich genügend zahlende Groupies gefunden die das tollfinden.
            Noch eins:
            -Umsetzung der Infrastruktur:
            Das spricht eben gerade für Ernergieträger welche sich sehr einfach in bestehender Infrastruktur nutzen lässt.

            -Weltuntergang:
            13% beträgt der CO2 Anteil des Pkw in D davon 2,2 % ist der Globale Anteil!

            Fangt endlich an selber nachzudenken anstatt den Realtatsverdrehern und Klimapanikern nachzulaufen.

          • Dem letzten Satz kann ich mich sogar anschließen. Wer die besseren Argumente hat braucht das Selberdenken nicht zu fürchten.

  9. Am Anfang des Artikels wird geschrieben, dass Methanol (Alkohol) im Verhältnis 60:40 mit Wasser vermischt wird – also ganz grob, die Hälfte der Mischung Wasser ist.
    Der Verbrauch der von Gumpert verwendeten Brennstoffzelle wird mit 4,5 Liter Methanol-Wassergemisch pro Stunde angegeben.
    In den weiteren Berechnungen bzw. Kommentarbeiträgen wird aber wieder nur von (reinem) Methanol geschrieben und dafür 11,7 kWh bzw. 11,1 kW/h Stromverbrauch zur Herstellung von einem Liter berechnet.
    Dass die Angabe bei Technische Daten: „Beschleunigung 0 – 100 km/h: 300 km/h“ unsinnig ist, stelle ich nur nebenbei fest.
    Mit rund 400 kW maximaler Antriebsleistung dürfte die Gumpert Nathalie zumindest 20 kWh für 100 Kilometer verbrauchen – mein dagegen bescheidener e-Golf benötigte im Durchschnitt und un-sportlich gefahren schon 15 kW für 100 Kilometer. Mit einer voll geladenen 70 kW-Batterie kommt der Gumpert also maximal 350 Kilometer weit und dürfte dafür mindestens 4 Stunden benötigen. In dieser Zeit hat die (eher wie ein Range-Extender funktionierende) Brennstoffzelle weitere 4 x 5 = 20 kW erzeugt, die für nochmals 100 Kilometer reichen. Dann ist aber mit 450 km Gesamt-Reichweite (bei 5 kW Rest-Reserve) Schluß!
    Summa sumarum: Zwei „Schön- bzw. Schlecht-Rechner“ treffen hier zusammen! Die Reichweite beträgt nur die Hälfte der Gumpert-Angabe und die Gegen-Rechnung beim Stom-Bedarf für die Methanol-Herstellung ist verdoppelt!
    Insgesamt teile ich die zwischendurch anklingende Kritik an elektrisch angetriebenen Pkw mit Strom aus einer Wasserstoff-Brennstoffzelle. Dort braucht man zwar keine große Puffer-Batterie, der erträumte „grüne“ Wassserstoff benötigt zur Herstellung aber auch zumindest 50 kW pro Kilogramm und damit kommt man auch keine 100 Kilometer weit.
    Gewiß benötigen Elektroautos mit Brennstoffzelle für die gleiche Strecke zumindest dreimal mehr Strom als Batterie-getriebene Fahrzeuge. Den absoluten Verbrenner-Ablehnern (um nicht zu sagen -Verbietern) und Elektro-Gläubigen („in Zukunft fahren wir nur noch elektrisch“) schreibe ich nach zweieinhalb Jahren und 50.000 Kilometern mit dem e-Golf ins Stammbuch:
    Ein reines BEV ist in vielen Fällen (wie Anhänger-Betrieb, Vielfahrer oder auf am „falschen“ Ort Lebende“) in Deutschland oft nicht und im Ausland generell noch weniger die allein seligmachende Lösung. Als Zweitwagen im regionalen Einsatz und bei täglicher Rückkehr zum billigen Strom von der eigenen Photovoltaik ist ein BEV zwar oft sogar wirtschaftlicher als ein Benziner oder Diesel – auf langen Strecken aber nervend zeitraubend und vor allem bei „Strom aus Schnelladestationen“ nur bis zu dreifach teurer zu betreiben.
    Nur Technologie-Offenheit kann unsere künftigen Probleme mit umweltfreundlicher Mobilität lösen!

    • Mal von dem ganzen inkompetenten Einheitendurcheinander (4,5l pro Stunde und nicht 100km, kW statt kWh) abgesehen, ist das eine Milchmädchenrechnung: aus einem Liter Methanol kann Gumperts Brennstoffzelle gerade mal 2kWh Antriebsenergie ziehen und kommt damit ca. 10km weit. Bei ca, 12 kWh die zur Herstellung von diesem gebraucht werden sind das insgesamt wahnsinnige 120kWh pro 100km die verbraucht werden und nicht nur die 20kWh die er aus dem Methanol zieht, also mehr als sechs mal so viel wie der e-Golf. Aus dem Wasser, dass er tankt kommt keine Energie und das reduziert bei gleichem Tankvolumen nur die Reichweite. .
      Und dass ein e-Golf kein Langstreckenfahrzeug ist: geschenkt. Aber dass ein e-Golf für jeden Bedarf die allein seelig machende BEV-Lösung ist, hat auch niemand behauptet. Aber es gibt ja auch noch andere BEV, die deutlich langstreckentauglicher sind wie z.B. der im Artikel erwähnte ID3. Und auch für Anhängerbetrieb gibt es BEV, nur sollte man sich da eben auch etwas umstellen können und z.B. Anhänger mit Windspitze/Deflektor fahren, wie überhaupt ein reduzierter Windwiderstand beim BEV wichtiger ist als beim Verbrennerverschwender. Aber selbst der e-Golf ist für mich für gelegentliche Langstrecke entspannt tauglich und auch für Anhängernutzung. Und wenn ich kostenlos lade, zahl ich für den Strom gar nix an der Schnellladesäule. Es kommt eben auf das eigene Fahr(er)profil an ob ein bestimmtes BEV zu mir passt oder nicht. One-fits-all war gestern. Ein BEV sollte man nach diesem gezielt kaufen und nicht als Schwanzvergleich mit dem Nachbarn.
      Wer jetzt hier die zwei „Schön-„/“Schlechtrechner“ und „-redner“ sind, kann jeder selbst sehen.

  10. Wie wäre es denn mit einem Technologie-Energie-Mix? Das Gumpert-Wasserstoff Auto ist durchaus keine schlechte Idee! Sicher und reichweitenstark. Oder sollen jetzt alle Landschaftsschutzgebiete mit Windkraftanlagen zubetoniert werden wie jetzt im Ebersberger Forst? Oder in der Nordsee den Schweinswalen der Lebensraum genommen werden? Welcher Müll fällt eigentlich bei ausrangierten Windrädern an? Stichwort GFK. Was halten die geschredderten Greifvögel von Windparks? Wie umweltverträglich ist der Abbau von Lithium? Wie gut lassen sich Akkus recyceln? Fragen über Fragen … Warum nicht breit gefächert an die Sache herangehen und die Umweltschäden so gering wie möglich halten. Einfach flexibel bleiben …

    • Ja, Fragen über Fragen. Nur leider sehr einseitig und widersprüchlich. Ausgerechnet das Gumpert-Auto braucht noch mehr Ökostrom, wenn es klimaneutral sein soll, also noch mehr WKAs und PVAs, die die Landschaft zupflastern. Ach nein, die sollen ja woanders und möglichst weit weg die Landschaft und Meere zupflastern, möglichst in der Sahara als Kolonialismus 2.0. Aber wann hier die Tanker mit dem Gumpert-Methanol ankommen, fragt keiner (außer Vanellus). Und wie wir mit weniger Ökostrom auskommen sollen, fragt auch keiner. Drastisch Stromsparen sollen wohl auch nur die anderen. Und was weniger Ökostrom und mehr fossiler Strom für Schäden anrichtet fragt auch keiner. Und dass nicht jede Technologie gleich gut und geeignet ist, fragt sich auch keiner. Aber „Mix“ klingt ja immer gut. Wahrscheinlich auch im „Strom-Mix“ mit noch hohem Anteil an fossil erzeugtem Strom. Und Lithium, Kobalt&Co. sind in Smartphones, Laptops, Gumpertautos (70kWh(cap)) etc. ok, aber in reinen Elektroautos auf einmal hochproblematisch. Da frägt auch keiner nach. Und ob man sich „breit gefächtert“ bei ablaufender Zeit nicht verzettelt und in technologischen Sackgassen verrennt und ob man sich nicht besser auf die effektivsten Lösungen konzentrieren sollte, fragt auch keiner. Und ob die ganze Diskussion nicht nur ein einziges Ablenkungsmanöver ist um wie die Politik mit dem verschwenderischen, umweltzerstörenden Lebensstil weiterzumachen wie bisher, fragt auch keiner.
      Also noch mehr Fragen und noch weniger ehrliche Antworten.

  11. In die Rechnung muss auch das Wasser mit einbezogen werden. Ich nehme nicht an, dass man dafür irgendein Abwasser verwenden kann sondern Leitungs- also Trinkwasser. Auch das muss entsprechend aufbereitet werden und kostet Energie. Und da sich in absehbarer Zeit außerdem auch eine Wasserknappheit zu entwickeln scheint, wäre das dann doch sehr unvernünftig Wasser in Autos zu füllen…

    • Also solange wir hier In Deutschland für jeden Schiß mehrere Liter bestes Trinkwasser in die Kanalisation spülen, würde ich mir da jetzt nicht wirklich um ein paar Liter mehr in einen Autotank Gedanken machen.

      Problematischer wird das schon, wenn wir Ethanol oder generell PtX dort herstellen wollen, wo es viel Sonne gibt. Wo es viel Sonne gibt, gibt es häufig auch – wenig Wasser z.B. in der Wüste. Und dann wird das schon zum Problem, denn für die Elektrolyse wird sauberes Trinkwasser als Ausgangsmaterial für den Wasserstoff benötigt. Wir brauchen also in Ländern, die eh schon unter Trinkwassermangel leiden noch mehr eines ohnehin knappen Gutes.
      Es bleibt also de facto nur Entsalzung von Meerwasser übrig, weshalb der PtX-Atlas vorwiegend Standorte in Küstennähe als potentiell geeignet ausweist. Entsalzung kostet aber auch wieder Energie und es braucht dazu die nötigen industriellen Anlagen, was den (eh schon unterirdischen) Wirkungsgrad weiter reduziert, ganz abgesehen davon, dass die dabei anfallende Salzlauge umwelttechnisch auch nicht unbedenklich ist und als Abwasser eine permanente Umweltbeeinträchtigung darstellt.

  12. Studien liegen vor, wie Methanol kostengünstig und Klimaneutral gewonnen werden kann. Denn das Auto fährt mit einem Gemisch und braucht nur sehr wenig davon.

  13. Hallo,
    ich hab mal eine Frage: Wenn ich es richtig verstanden habe, dann braucht ein mit Methanol angetriebenes Fahrzeug im Schnitt in etwa sechs mal soviel Energie, wie ein batteriebetriebenes Fahrzeug. Mich würde aber auch ein Vergleich von Methanolautos und Wasserstoffautos interessieren. Denn auch wenn der Methanolantrieb keinen Ersatz für ein E-Auto ist, so ist er vielleicht doch eine Hilfe in Bereichen wo Akkus nicht funktionieren, wie bei LKWs oder Flugzeugen? Schließlich lässt sich Wasserstoff nur schlecht lagern und transportieren; hier könnte ein Methanolantrieb doch helfen, oder nicht?
    Mit freundlichen Grüßen

    • Antwort von Radio Eriwan: im Prinzip, ja!
      Also eins muss man dem Methanol-Antrieb zugestehen: er kommt sehr verlockend daher. Das ist dann aber auch schon alles und die Luft wird sehr, sehr dünn für ihn.
      Die Frage ist doch welchen Anteil kann Methanol als Treibstoff realistischerweise in einer klimaneutralen Weltwirtschaft haben, wenn wir den derzeitigen, fossilen Energieverbrauch „ersetzen“ wollen. Wenn man da eine nach „realistisch“ unter der Voraussetzung, dass „alle an einem Strang und auch noch die gleiche Richtung ziehen“, geordnete Liste erstellt, dann würde wahrscheinlich sowas dabei herauskommen:
      1. Reduktion des Energieverbrauchs muss oberste Priorität haben, Energie darf nicht mehr verschwendet werden.
      2. der auf ein notwendiges Maß drastisch reduzierte Energieverbrauch muss in seiner Effizienz wo immer möglich durch Umstellung auf elektrisch betriebene Geräte auf das Maximum gesteigert werden
      3. der Strom dafür muss klimaneutral hergestellt werden (PVAs und WKAs)
      4. Alles was prinzipbedingt nicht direkt oder über Batterien effizient mit Strom betrieben werden kann und nicht weiter reduziert werden kann, dafür kommen dann entweder Wasserstoff oder PtX-Kraftstoffe in Frage. Das sehe ich nur bei Flugzeugen gegeben, wo das Gewicht die zentrale Rolle spielt. Chemische Industrie auch, wo Wasserstoff der Grundstoff ist. Selbst bei LKW, Zügen und Schiffen sind Batterien immer noch praktikabler als Wasserstoff oder PtX.
      PtX kann sinnvollerweise also nur die allerletzte Möglichkeit sein, wenn alles vorgenannte ausgeschöpft ist. Und da ist gerade beim 1. Punkt noch viel Luft. Man setze sich mal – mit Gehörschutz – an einem schönen Sonntag an eine kurvenreiche Landstraße um einen optoakustischen Eindruck des aktuellen, testosteron- und adrenalingesteuerten Energieverschwendungsluxus zu bekommen.

      • Er ist auch verlockend. Deutschland wird Energie importieren müssen als Wasserstoff Ammoniak oder Methanol oder was weiß ich. Und ob ich nun das Methanol direkt in meinen Tank schütte oder stationär verstrome macht keinen Riesenunterschied. Und damit mir keiner unterstellt ich mag keine Eautos ich hab eines bestellt.

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