Ahnungslose Kolumnistin rät von veganem Burger ab, weil er aus mehreren Zutaten besteht

Kommen eine Fleisch essende Autorin von der Zeit und eine Veganerin zu McDonald’s. Sagt die Veganerin „Oh, krass, die haben jetzt vegane Burger“. Daraufhin antwortet Carmen Böker schnippisch „na, wenn Du Dir diesen künstlichen Tapetenkleister reinziehen willst, nur zu“, dreht sich zum Tresen um, bestellt einen Haufen Fleisch von Kreaturen aus kafkaesk anmutenden Tierfabriken und denkt, sie sei die Schlauere von beiden.

So oder so ähnlich hätte sich das vermutlich abspielen können. Davon gehe ich aus, weil Carmen Böker in der Zeit einen ziemlich hilflosen Text um die bloße Tatsache herumgeknetet hat, dass es bei McDonald’s jetzt einen veganen Burger gibt. „Haha, einen veganen Burger bei McDonald’s, das ist so lustig, die pure Erwähnung dieses scheinbaren Widerspruchs reicht bestimmt für vier Absätze aus.“, muss sie sich gedacht haben. Morgen lesen wir dann vermutlich ulkige Geschichten über einen schwulen Mann, der gar nicht betont tuntig daherredet und einen Lehrer ohne Aufnäher an den Ellbogen.

Ja, dieser Burger hat mehr Diskussionen innerhalb der veganen Community losgetreten als der letzte Fernsehauftritt von Atilla Hildmann und

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fragwürdige Schützenhilfe für fragwürdige Artikel

Was ist eigentlich peinlicher?

A) Einen komplett faktenresistenten Artikel in der Zeit zu veröffentlichen, der so tendenziös geschrieben ist, dass selbst die vom Artikel gebauchpinselte Lesergruppe dem Machwerk unterirdische Recherche unterstellt…

oder B) Die berechtige Kritik daran pauschal im Lager von hetzerischen Scheuklappen-Veganern zu verorten und die einleuchtenden Begründungen dafür komplett ignorierend in ein Meta-Veganer-Bashing umzuformulieren?

Peter Gnaiger von den Salzburger Nachrichten versucht diese Frage gerade hier http://www.salzburg.com/nachrichten/kolumne/teufelskueche/sn/artikel/wenn-eingefleischte-veganer-zur-digitalen-jagd-blasen-114811/ mit B) zu beantworten.

Gnaiger

Die Online-Kommentare unter dem Artikel der tattrigen E. Raether fasst er zusammen mit „Schämen sie sich…“ „Sie haben ja null Ahnung …“. Denken Sie sich eine unsachliche Polemik aus.“ Nun ist die Ironie an der Sache aber, dass in diesen 185 Kommentaren recht sachliche Argumente präsentiert wurden, aus denen man schließen könnte, dass vielmehr der Raether-Schrieb selbst als unsachliche Polemik umschrieben werden könnte. Man gewinnt den Eindruck, dass der gute Peter nach „Sie haben ja null Ahnung…“ mit dem lesen aufgehört hat, sonst hätte

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So geht die Raether, die Raether die geht so… SO GEHEN DIE VEGGIES, DIE VEGGIES DIE GEHEN SO!!!

Ja, der Titel ist platt, ne? Tut mir leid, aber ich habe mich verpflichtet gefühlt, den Leser direkt auf das korrekte Niveau einzunorden, bevor er voller Entsetzen bemerkt, für welch einen schlichten Stumpfsinn hier wertvolle Internetfläche verschwendet wird. Es ist nämlich so… ich hatte Recht, HA! Das soll jetzt nicht überheblich daherkommen, so nach dem Motto „Ich hab’s ja gleich gesagt und Ihr hattet voll Unrecht und müsst jetzt zur Strafe mit Gewichten in den See“, aber… ICH HAB’S JA GLEICH GESAGT! *Nelson – haha*! Damals, Mitte März 2014, hat Frau Raether vom Zeitmagazin ein recht dümmliches Gleichnis in ein Steakrezept geschummelt, nach dem man ruhig mal Fleisch essen könne, solange man seinen Freunden nur gut zuhöre (sic).

Artikelkopf2

Ich fand das schon im März himmelschreiend doof, aber nicht wenige Leser befürchteten, ich hätte die eigentlich gute Absicht der Raether einfach missverstanden. Passiert ja recht oft, dass bezahlte Autoren einer überregionalen Zeitung sich derartig verschwurbelt ausdrücken, dass

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Die Anti-Moralpredigt im ZEITmagazin

Das war lustig!

Mir wurde heute  nein, gestern (verdammt, die Zeit rast) letzten Freitag der Text einer Autorin vom Zeit-Magazin in eine Diskussion kopiert:

zitat raether mittel

Zuerst dachte ich, ja, ganz witzig, aber nicht überspitzt genug. Dann, ganz langsam, schlich sich eine dunkle, furchterregende Ahnung in meinen Neocortex: Es könnte eine geringe Wahrscheinlichkeit bestehen – ja, womöglich, gegen jeden gesunden Menschenverstand, könnte es sein, dass … die Autorin das am Ende ernst meint??? Ein Blick auf die FB-Seite des netten Kalendersprüchleins bestätigte meine schreckliche

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