Mann mit 1,5 Millionen verkauften Büchern beklagt mangelnde Meinungsfreiheit

Laut einem aktuellen Bericht von Index on Censorship ist Deutschland im aktuellen Ranking weltweiter Pressefreiheit dramatisch abgerutscht und liegt nunmehr abgeschlagen auf Platz 14. Damit befindet sich die Bundesrepublik sogar hinter skrupellosen Polizeistaaten wie Island und den Niederlanden.

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Grund für diesen erdrutschartigen Abstieg ist ohne Zweifel der hervorzuhebende Einzelfall eines Mannes, der von der gesamten Verlags- und Presselandschaft behandelt wird, als sei er unsichtbar. Nicht nur, dass man ihm nach Erscheinen seines Buches lächerliche 12 überregionale Titelseiten und nur wenige hundert Beiträge in Feuilleton und Klatschspalten zugestanden hat – man besaß sogar die Frechheit, ihm in Talkshows nicht exklusiv die gesamte Redezeit zur Verfügung zu stellen.

„Ein solcher Fall von systematischer Unterdrückung ist mir bislang nur aus Terror-Regiemen wie Nordkorea oder Mordor bekannt“ äußert sich ein Benno Klüwer, fassungsloser Mitarbeiter von Reporter ohne Grenzen. Er erläutert:“Sollte die Bundesregierung hier nicht handeln und Herrn S. aus G. für seinen neuesten Erguss wohlmeinende Kommentare in allen deutschen Medien garantieren wird wohl der Europäische Gerichtshof aktiv werden müssen“.

Auf die Frage, ob man nicht mit Gegenwind rechnen müsse, wenn man ein ganzes Buch mit unhaltbar lächerlichem Schwachsinn voll schreibt, entgegnet Klüwer:“Natürlich reden wir hier vom Werk eines sich vor der eigenen Bedeutungslosigkeit fürchtenden, wirren Mannes. Aber das ist ja nun kein Grund, gleich gemein zu werden. Auch Idioten haben ein Recht auf positive Presse“.

No more Blutbananen – Hail to the Weidehaltung!

Also gut, also gut. Eigentlich wollte ich nicht, aber es erreichen einen ja immer noch täglich vor Häme triefende Bemerkungen aus dem Internet-Äther, weil ständig jemand diesen Unsinn mit dem Blut-Bananen-Bild liest und dann reflexartig vor lauter Freude über diese das eigene Gewissen entlastende Message ins Internet rausschreit, dass alle Vegetarier doof sind! Doof, weil sie anstatt einem Marmeladenbrot doch einfach ein Weidetier essen könnten, was Leid verminderte, und das sei in der Tat erstrebenswert! Warum genau ist dabei nicht so wichtig, es zählt allein, dass Felix Olschewski, der eine Internetseite mit Ernährungs-Bezug betreibt, das behauptet. Und dass ein paar recherchefaule Verlagspraktikanten von der Süddeutschen die Deadline-Frist mit dem Schauen alter Verbotene Liebe-Wiederholungen verschwendet haben und in Ermangelung eines echten Artikels diese unsinnige Geschichte wiedergekäut haben, die sich zusammenfassen lässt zu: Massentierhaltung ist scheisse, vegetarisch essen ist weniger scheisse, Weiderinder essen ist geil, wir sind geil.

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Dabei haben sich dem albernen Text bereits ein paar schlaue Leute angenommen – in gewohnt scharfsinniger Weise der Artgenosse und beachtlich analytisch noch mal Adriano Mannino. Reicht aber nicht, die Repliken verpuffen im schwarm-„intelligenten“ 1000-fachen Teilen des Originaltextes von Leuten, die der Anreißer in zu große Verzückung versetzte, um weiterzulesen. Seltsam nur, dass alle Personen, die mir diesen Text mit einem „Haha, siehst‘e mal Du Blödmann“ zwischen den Zeilen geschickt haben, so gut wie nie Weidetiere essen. Ich kann nicht mit 100%iger Sicherheit ausschließen, dass bei deren 20 vertilgten Tieren pro Monat nie auch nur ein Gramm Weiderind dabei ist, aber das wäre dann auch eher ein Zufallsprodukt als das Ergebnis einer gezielten Auswahl. Nein, ich habe keinen weiterführenden Link der diese Behauptung zweifelsfrei beweist – ich gehe dennoch

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Wenn der Pottwal Schiffe rammen darf dann will ich das auch!

Heute mal einen Klassiker, ok? So was wie die unangefochtene Grande Dame der Un-Argumente aus der Wurst-Fraktion: Der Löwen-Spruch! *Bitte an dieser Stelle die Eurovision-Melodie denken*. Der Löwen-Spruch ist wirklich etwas einzigartiges, ein ganz besonderer Leckerbissen für die Debattier-Feingeister unter uns. Dürfte außerdem jede Statistik der meistgebrauchten Wortketten ohne Sinn anführen, da schon unendlich lange in Gebrauch –man konnte bereits in antiken Schriften von Philolaos nachweisen, dass Pythagoras beim Verzehr einer Portion Hummus mit Oliven genervt wurde mit „Gar kein Fleisch? Aber Löwen essen doch auch Antilopen!“.

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Bemerkenswert übrigens, dass es 100e Raubtier-Spezies gibt, aber immer nur der Löwe zur Sprache kommt. Was ist denn mit Blobfisch, Schabe und Sternmull? Schon klar, das sind nicht die Spitzenprädatoren, mit denen man sich gerne identifiziert. Nur: Wir sind keine Spitzenprädatoren, wir sind untersetzte, degenerierte Affen. Ohne das Geschummel mit Gewehren und Jeeps würdet Ihr in freier Wildbahn, einen Löwen im Angesicht, ganz schön mit runtergelassenen Hosen dastehen. Und da 99% von uns weder Jeeps noch Gewehre herstellen können ist das ein weniger künstliches Szenario als widerwärtige, ihren Penis-Komplex mit großkalibrigen Waffen bekämpfende Trophäen-Jäger.

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Sorry Jan, aber vegan ist doch total ungesund! Muss los, mein Hot-Dog-Wettessen fängt gleich an . . .

Das ist echt immer putzig! Nee, wirklich, ich bin schon gar nicht mehr sauer, wenn dieser Unsinn kommt, weil es auch echt nicht leicht ist, aus allen Medien die ganze Metzgerei-Propaganda herauszufiltern. In einem normalen Fleisch-Haushalt steht man ja 18 Jahre lang wie ein Kind vor dem Kotelett-Prediger und bekommt währenddessen ständig erzählt, Eiweiß sei nur in Fleisch und Zähne und Knochen würden ohne Kuhmilch verkümmern, von ähnlich gepolten Erziehern in Kindergarten und Schule ganz zu schweigen. Ging mir selbst ja auch mal so, den ersten mir bekannten Veganer habe ich nach genau diesen Sachen gefragt (hoffentlich war ich nett).

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Da muss man einfach mal realistisch bleiben: Auch 2014 ist Veganismus auf den meisten Parties ‘ne Randerscheinung, das wird einfach schnell zum Thema weil weit weg von der Norm. Ich empfehle für interessiertes nachfragen ein bißchen Wohlwollen und Geduld, denn eine gesunde Neugier im Falle von subjektiv außergewöhnlichen Geschichten haben wir doch alle: Wenn man mit jemandem ins Gespräch kommt, der Blauwal-Besamer ist, dann stellt man dem ja auch genau die Fragen, die unsere 3 Vorgänger auch schon losgeworden sind. Ist das nicht ziemlich viel Sperma? Wie bekommt man den Blauwal dazu, stillzuhalten? Passt so eine künstliche Blauwal-Vagina in einen Smart?

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