Wurstseppel-Award 2018: Hitzewelle fordert erste Opfer in der Spiegel-Redaktion, Autor dreht komplett durch

Liebe Spiegel-Redaktion,

wir haben Grund zur Annahme, dass das Büro von Armin Himmelrath der aktuellen Wetterlage nicht mehr gewachsen ist und Ihr werter Kollege einen ausgeprägten Sonnenstich erlitten hat. Bitte schauen Sie doch mal nach ihm, er veröffentlicht gerade vollkommen unzusammenhängende Schimpftiraden, deren Kausalketten ähnlich plausibel sind wie aktuelle Redebeiträge der Flache-Erde-Community, wir machen uns Sorgen. Ach, und Ihr Lektorat, darf das eigentlich immer ohne Vertretung in die Sommerferien abhauen?

Vielleicht wäre den Kollegen ja sonst aufgefallen, dass Herr Himmelrath offenbar eine wahnhafte Helikopterelternphobie entwickelt hat und nun hinter jeder neueren Idee seit der Erfindung der Kindersitze, in diesem Fall den veganen Kitas in Frankfurt und München, welche vermutet. Wie wäre es generell mit einem Infoabend in Ihrem Redaktionsgebäude, Thema: „Recherche – was ist das eigentlich genau und brauchen wir so was auch“? Ja, das ist einer dieser neuen, verrückten Trends in der Medienbranche, aber andere Magazine fahren tatsächlich ganz gut damit. Herr Himmelrath schreibt hingegen so was:

„Helikoptereltern sind schlimm. Es nervt, wenn sie ihr Schatzilein mit der 200-PS-Familienkutsche direkt bis zum Stuhlkreis in die Kita-Gruppe bringen, den Erzieherinnen Vorschriften in Hinblick auf Stuhlgang, Mittagsschlaf und Verhaltensbesonderheiten der lieben Kleinen machen und […]“

Wovon redet der Mann denn da? Wie macht man einer Erzieherin denn Vorschriften im Hinblick auf den Stuhlgang? „Torben soll bitte um 11:20 Uhr kacken und das Ergebnis soll die Form einer Zimtschnecke haben“, oder was? Und mit bereits erwähnter Recherche wäre Herrn Himmelrath vielleicht aufgefallen, dass die von ihm kritisierten Einrichtungen für Helikoptereltern denkbar ungeeignet sind. Die Einrichtung in München hat den Charakter eines Waldkindergartens, Kinder sind also viel draußen, könnten eventuell sogar mit Wasser, Tieren und im Extremfall auch Sonnenlicht in Berührung kommen. Beide Einrichtungen haben sich Nachhaltigkeit nicht nur ins Konzept geschrieben, sondern setzen diese auch konsequent um (weitgehender Verzicht auf Plastikspielzeug, minimaler CO2-Footprint durch die Verköstigung). Was das mit 200-PS-Familienkutschen zu tun hat und warum die Eltern ausgerechnet den ErzieherInnen dieser beiden Einrichtungen helikopterartige Vorschriften machen sollten, wird vom Autor nicht näher begründet. Begründen ist generell nicht so sein Ding, habe ich das Gefühl.

Vielleicht zählen sie auch gar nicht mehr zu den Helikoptereltern, sondern schon ausschließlich zu den „Extremisteneltern“? Es geht nämlich unvermindert bekloppt weiter mit:

„Noch mehr allerdings nerven Extremisteneltern. Das sind Helikoptereltern, die die übergriffige Behütung ihrer Kinder zusätzlich noch aus einer dogmatischen Grundhaltung herleiten. Die also mit radikaler Konsequenz ihr Leben nach unumstößlichen Regeln ausrichten und auf diesem Weg, wenn möglich, ihr gesamtes Umfeld missionieren und mitnehmen wollen – ohne Rücksicht auf Verluste. Salafisteneltern gehören zu dieser Gruppe oder christlich-radikale Väter und Mütter wie in der evangelischen Sekte <<Zwölf Stämme>>, die ihre Kinder dem staatlichen Schulsystem entzogen und auf Prügelstrafe und Demütigung gesetzt haben.“

Ich habe wirklich schon viel Stuss gelesen, aber das… Würde ich Walgesang vor meinem Notebook abspielen und mit automatischer Worterkennung einen Blogartikel daraus machen, es käme was Sinnvolleres dabei raus:

  1. Der Autor behauptet, selbst Vegetarier zu sein. Warum er also selbst nicht in die Gruppe der krass extremen Menschen fällt, die ihr Leben nach unumstößlichen Regeln ausrichten, Veganer aber schon, kann man wohl nur nachvollziehen, wenn man vier Stunden in einem 35 Grad heißen Eckbüro verbracht hat und bereits mit imaginären Freunden spricht. Mit voller Denkkraft erscheint das recht unsinnig.
  2. Wie sollen die Gründer Helikoptereltern sein, die ja so böse die Belegschaft der Kitas mit der übermäßigen Behütung ihrer Kinder nerven, wenn sie selbst die Kita leiten?
  3. Der unterstellte Dogmatismus ist vollkommen hanebüchen, da die meisten Eltern der in besagten Kitas betreuten Kinder überhaupt nicht vegan leben (!). Manche nicht mal vegetarisch. Die finden es einfach gut, dass da in einer Einrichtung in der Nähe frisch gekocht wird und dass die Gründer generell ein umfassendes Konzept haben, wie man Kinder bedürfnisorientiert erzieht, z. B. einen geschlechtergerechten Aspekt, so dass Mädchen wild sein dürfen und Jungs rosa Klamotten anziehen können, wenn sie da Lust drauf haben.
  4. Die vegane Verköstigung ist nur ein Teilaspekt des Konzeptes, den Initiatoren geht es schlicht um Respekt und ein friedliches Miteinander mit allen Lebewesen, auch den nichtmenschlichen. Wie man aus diesem respektablen, ethischen Ansatz, den alle angemeldeten Eltern dort ja komplett freiwillig mitgehen, einen Vergleich zu Islamisten oder gewalttätigen, ihre Kinder verprügelnden Sektenmitgliedern stricken kann, ist mir unbegreiflich. Es ist eine der schamlosesten Unterstellungen gegen vegan lebende Menschen, die ich je gelesen habe, und ich habe viele gelesen. Man kann nur hoffen, dass der Presserat hier aktiv wird (hier kann man eine Online-Beschwerde einreichen).

Was der Autor mit „ohne Rücksicht auf Verluste“ meint und warum es sich überhaupt um Helikoptereltern handeln soll, erfährt man auch im weiteren Text nicht mehr, es bleiben haltlose Verdächtigungen. Und was kommt jetzt? Ihr ahnt es schon, nun wird uns von Doktor Krachbumm mit einem Abschluss von der YouTube-Universität in der Fachrichtung „Veggieburger bestellen“ erklärt, wie ungesund das alles ist. Das habe ich letzte Woche ja schon ausführlich erklärt, also hier nur in der Kurzfassung – der gute Armin faselt wie folgt herum:

„Angesichts der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) klingt der Plan, vegane Kitas einzurichten, geradezu unverantwortlich.“

Nein, falsch, lieber Armin, gerade angesichts der DGE-Empfehlungen wäre eine vegane Kita nur dann unverantwortlich, wenn die gerade mal 10 Prozent komplett vegan ernährten Kinder kein Vitamin B12 supplementieren würden. Was sie aber höchstwahrscheinlich tun, und selbst wenn nicht, so händigen die Leiter der Kita an alle Eltern Broschüren aus, um sie genau dafür zu sensibilisieren. Die anderen Kinder bekommen von nun an von 21 Mahlzeiten in der Woche fünf rein pflanzliche, und sollte das schon den B12-Haushalt ruinieren, dann läuft da generell was schief.

Apropos unverantwortlich: Was ebenfalls nicht den DGE-Kriterien entspricht, sind die großen Fleischmengen, die in den meisten konventionellen Kitas gereicht werden. Eigentlich sollten Kleinkinder maximal 35 Gramm Fleisch pro Tag bekommen. 44,7 Prozent der Kitas liegen über diesem Wert und wenn die Kinder in der Zeit außerhalb der Kita noch mehr Fleisch bekommen, wird der Wert schnell um ein Vielfaches überschritten. Hierzu lese ich aber erstaunlich wenig Warnungen, wie unverantwortlich, missionarisch und extremistisch das ist.

Und ja, damit die Kinder alle Nährstoffe bekommen, muss man etwas mehr tun als eine typische westliche Ernährung nehmen und das Fleisch mit Seitan ersetzen. Glücklicherweise hat die Kita in Frankfurt eine Ökotrophologin an der Hand, die den Essensplan dahingehend prüft – damit sind die Kinder vermutlich deutlich besser versorgt als der Durchschnitt in konventionellen Kitas. Laut der letzten Verzehrstudie haben nämlich auch die Mischköstler in Deutschland diverse Mängel, und gerade vegetarisch ernährte Kinder, die in der Kita einfach das Fleisch weglassen, bekommen da oft unterirdischen Fraß, wie ich letzte Woche schon mal ausführlich erläutert habe.

Wer sich angesichts dieser Daten aufs hohe Ross schwingt, Veganern wegen eines speziellen Nährstoffs Extremismus zu unterstellen, während ihn all die anderen Nährstoffe seit Jahren einen feuchten Kehricht interessieren, der betreibt einfach nur Cherrypicking der feinsten Sorte. Ganz schön extrem. Weiter im Text, denn Armin ist so in Fahrt, der möchte jetzt kein Fettnäpfchen mehr auslassen. Bezogen auf die Versorgung mit Vitamin B12 schwafelt er ungebremst:

„Leider ist es fraglich, ob diese Hinweise von den dogmatisch denkenden Eltern überhaupt gehört werden. Sie verweisen auf die theoretische Möglichkeit, die fehlenden Nährstoffe und Spurenelemente durch Nahrungsergänzungsmittel auszugleichen […]“

Hört Ihr das Scharren? Das ist vermutlich Rudolf Augstein, der sich im Grabe herumwälzt angesichts eines derartigen journalistischen Totalausfalls in dem Magazin, das er mal gegründet hat. Ist es fraglich, ob die Eltern die Hinweise bzgl. Vitamin B12 gehört haben? Hmmm, also angesichts der Tatsache, dass die Gründer selbst Vitamin B12 supplementieren, dass ihre Kinder welches bekommen und dass sie Broschüren für die anderen Eltern herausgeben, in denen das genau erklärt wird, kann man schon zu dem Schluss kommen, dass die Eltern sich dieses Umstands bewusst sind. Das Ganze ist jetzt auf dem Niveau von Galileo Mystery angelangt, wo ständig stinknormale Alltäglichkeiten zu total geheimnisumwobenen Mysterien aufgepustet wurden. Aiman Abdallah schaut in die Kamera und sagt „Werden die Hinweise von diesen extremistischen Kitagründern überhaupt gehört? Wir wissen es nicht“. CUT! Doch, wissen wir längst, legt Euch wieder schlafen.

Die Kritik an der Sendung war, dass trotz anfänglicher Ankündigungen bisher unbekannter Geheimnisse im Endeffekt doch keine neuen Erkenntnisse aufgezeigt werden. Wie lustig, diese Kritik stammt von Spiegel Online. Dem Medium, das jetzt selbst scheinbar ergebnisoffen die Frage stellt, ob vegane Eltern sich um kritische Nährstoffe kümmern, anstatt einfach bei den Gründern anzurufen und sich ein „ja“ abzuholen.

Und was an der Möglichkeit ist denn bitte theoretisch? Seriöse provegane Organisationen raten dazu, besagte Gründereltern halten sich daran und auch alle mir persönlich bekannten Veganer nehmen Vitamin-B12-Präparate zu sich. Übrigens sind auch Vegetarier nicht immer ausreichend damit versorgt, in einer relativ aktuellen Studie wurde bei 119 indischen Probanden ein zu geringe Versorgung mit Vitamin B12 festgestellt. Vielleicht sollte Armin Himmelrath mal selbst seinen B12-Wert checken, ich habe plötzlich so eine Idee, wie er so einen grandiosen Mumpitz zusammenspinnen kann. Aiman Abdallah, wo bist Du, es gibt ein Geheimnis zu lüften!

Wer denkt, es könne nicht mehr peinlicher werden, der hat die Rechnung ohne den Autor gemacht. Bitte haltet ein Kissen zum Reinschreien bereit, Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin veröffentlicht diesen rekordverdächtigen Quatsch:

„Es ist halt wie immer: Zitiert werden die Studien, die in den eigenen Kram passen – und beispielsweise nicht die Forschungsergebnisse zu Kindern bis zum Alter von zehn Jahren in den Niederlanden, bei denen nach makrobiotischer Ernährung vor allem im Alter zwischen vier und 18 Monaten ein zurückgebliebenes Wachstum diagnostiziert wurde.“

Stimmt, wir manipulativen Pflanzenmeuchler haben in all den Jahren diese Studie über die in den Niederlanden makrobiotisch ernährten Kinder verschwiegen und vertuscht, shame on us! Warum haben wir das getan? Weil wir die Wahrheit fürchten? Oder vielleicht weil… ES IN DER STUDIE NICHT UM VEGAN LEBENDE KINDER GEHT? Ich musste selbst erst mal googeln, was Makrobiotik überhaupt ist: Das ist ein Konzept aus dem achtzehnten Jahrhundert, das neben vielen tierischen Produkten auch Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Tiefkühlkost, Konserven und verarbeitete Lebensmittel aus der Ernährung streicht. Also meinen halben Vorratsschrank. Fisch und Hühnereier sind aber je nach Region erlaubt. Dabei geht es ferner rein um gesundheitliche Aspekte, Fragen der Ethik spielen keine Rolle, es hat mit der veganen Ernährung in den kritisieren Kitas nur sehr bedingt etwas zu tun.

Und diese weinerliche Beschwerde, Veganer zitierten nur Studien, die ihnen in den Kram passen, ist am Ende ausgerechnet dieses durchsichtigen Pamphlets ja nun wirklich komplett lächerlich: Allein bei Pubmed bekomme ich für das Suchwort „vegan“ 899 Suchergebnisse, für „Vegan Children“ sind es 129 Suchergebnisse. Der Autor hat nicht eines davon berücksichtigt, er bezieht sich allein auf mutmaßlich diese (bei SPON nicht verlinkte) niederländische Studie von 1997, in der es nicht um Veganismus geht und auf einzelne Aussagen der DGE und der ESPGHAN.

Hier tut er genau das, was er den Veganern vorwirft: Er zitiert, was ihm in den Kram passt. Er zitiert die DGE, aber nicht die entsprechenden staatlichen Ernährungsgesellschaften in den USA, Kanada, Großbritannien oder Australien (die andere Positionen vertreten). Er erwähnt nicht, dass in den Beiräten der DGE z. B. die Landesvereinigung für Milch und Milcherzeugnisse Hessen e.V., die Landesvereinigung Thüringer Milch, der Deutsche Fleischer-Verband und die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e. V. sitzen. Damit will ich jetzt nicht den Verschwörungsstammtisch eröffnen, aber wer anderen Cherrypicking vorwirft und sich dann selbst allein auf Organisationen beruft, bei denen die Milchwirtschaft Ernährungsratschläge beeinflusst, der steht auf ganz dünnem Eis.

Zum Schluss vergleicht er die Kitas in Frankfurt und München mit Einrichtungen, in denen aufgrund anderer „Glaubensrichtungen“ nur nicht geimpfte Kinder aufgenommen und Hexen verbrannt werden. Was nur wieder zeigt, dass dieser Text maximal in der Hirnanhangdrüse entstanden sein kann und um das Logikzentrum einen großen Bogen gemacht hat: Unter den betreuten Kindern leben, wie bereits erwähnt, nur wenige überhaupt vegan, der Vergleich mit den ungeimpften Kindern hinkt gewaltig. Der scheinbare Dogmatismus der Kitaleitung ist wohl schlicht ein Hirngespinst des Autors, das er uns allen hätte ersparen können, wenn er auch nur fünf Minuten recherchiert hätte.

Fun Fact am Rande: Die Einrichtung in München setzt Impfungen bei den betreuten Kindern voraus, die Betreiber in Frankfurt sind ebenfalls keine Impfgegner, das Beispiel könnte nicht beknackter gewählt sein. Überhaupt frage ich mich, warum er was von „Glaubensrichtungen“ faselt, wenn doch die Gründer ethische, ökologische und gesundheitliche Motive für ihren Lebensstil nennen, die man vollkommen rational begründen kann. Warum ist Veganismus in seiner Darstellung eine Glaubensrichtung, aber ein Lebensstil, der Tiere willkürlich in auszubeutende Nutztiere und flauschige Projektionsfläche für Empörungstweets einteilt, keine? Letztere erfüllt nun mal deutlich mehr Kriterien, die auf ein Glaubenssystem hinweisen.

Au weia, das ist wirklich einer der peinlichsten Artikel, die ich jemals lesen musste. Wie ein textgewordener Elternteil, der beim Abiball seiner Tochter mit wild fuchtelnden Armen ganz allein die Tanzfläche zum Deep-Purple-Soundcheck stürmt und dort vor allen Mitschülern in seiner eigenen Kotzlache ausrutscht. Es liest sich, als wenn irgendein mit der Materie null vertrauter Typ mit einem Puls von 220 die Worte „vegan“ und „Kita“ gelesen hat, sein Gehirn im Rage-Modus auf ein wehrloses Word-Dokument losgelassen hat und sich vorbei an allen verfügbaren Fakten zu dem Thema an seiner These abgearbeitet hat, dass vegane Eltern Extremisten sein müssen, weil vegan ernährten Kindern Nährstoffe fehlen können, ohne zu kapieren, dass dieses Risiko leider auch die nicht veganen Kinder betrifft.

Jetzt mal ganz nüchtern: Was ist extremer? Milliarden Tiere zu quälen oder keine Tiere zu quälen? Riesige Mengen CO2 in die Luft des Planeten zu ballern, auf dem die eigenen Kinder noch weit länger leben müssen als man selbst, oder das nicht zu tun? Jungs auszulachen, weil die rosafarbene T-Shirts mögen oder Kinder so zu erziehen, wie es ihren Bedürfnissen zugutekommt?

Wenn wirklich die jeweils zweite Option in der Aufzählung extrem ist, dann braucht die Welt ganz dringend mehr Extremisten. Und bessere Autoren beim Spiegel sowieso. Legen wir für eine Klimaanlage zusammen?

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Ohne Euch gäbe es diesen Text jetzt nicht, dafür aber ein toll graues Web-Formular in irgendeinem noch effizienter arbeitenden Ticketsystem 😉

17 Gedanken zu “Wurstseppel-Award 2018: Hitzewelle fordert erste Opfer in der Spiegel-Redaktion, Autor dreht komplett durch

  1. Ich habe heute den SPON-Artikel gelesen und dachte mir direkt: Das ist doch eine perfekte Steilvorlage für den Graslutscher! Und zack… gibt es schon eine Reaktion von Dir. Wieder mal toll geschrieben.

    Vielen Dank!

    Jetzt habe ich endlich mal einen Dauerauftrag zur Unterstützung eingerichtet, auch wenn es nur ein kleiner Betrag ist. Das empfehle ich auch allen anderen, die sich hier ihr regelmäßiges „ich-bin-nicht-allein!“ abholen.

  2. Ich hab dich jetzt gepatreont aufgrund dieses Artikels. Ich sehe, du kostest 150$ am Tag, ich habe mir also in zwölfeinhalb Jahren einen persönlichen Artikel verdient 🙂

  3. *standing ovation* ich hoffe, armin liest deinen artikel! danke für deine arbeit! <3 als eine dieser extremistenmütter weiß ich, wovon ich rede – solche hetztiraden haben schlimme folgen! was für eine kranke welt, in der menschen fertiggemacht werden, die versuchen, noch zu retten, was zu retten ist… wenn omnis statt zu hetzen und zu haten wenigstens respektvoll beiseitetreten würden, wenn sie mit veganern konfrontiert werden, wäre schon vieles gewonnen! aber dass es heute dank menschen wie armin schon zum lässigen standard gehört, verächtlich und bösartig über veganer zu reden und tierqual lächerlich zu machen (bsp t-shirts ála "2nd hand veganer: kuh frisst gras, ich fress kuh"), ist mir absolut unverständlich! gehirnwäsche! anders kann das nicht sein…

  4. SUper Text, habe herzlich gelacht! Ich hoffe SO sehr unser lieber Armin erholt sich schnell vom Hitzeschlag und liest dann deinen Beitrag!

    Weiter so! Bin jetzt auch Patron <3

  5. Aufgepasst, der Spiegel holt zum Gegenschlag aus:
    Ein Faktencheck(!): http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/vegane-ernaehrung-fuer-kinder-wie-gut-ist-sie-geeignet-a-1221323.html

    Anscheinend bekommen sie jetzt ein wenig Angst, so dass es Zeit ist, die Geschichten von verhungerten Veganerkindern aufzufahren.

    „1. Aussage: Eine vegane Ernährung ist für Kinder gesünder als eine normale Mischkost.“
    Ich glaube, das hat gar keiner ernsthaft behauptet, dass das pauschal gesünder ist.

    „2. Aussage: Eine vegane Ernährung ist nicht schädlich.“
    Das ebenso nicht.

  6. Es ist schon unglaublich wie wir ohne ständige Blut-Analysen und sorgfältiger Planung unsere beiden Kinder durch Schwangerschaft und Kindergarten gebracht haben: ohne Anämie, B12-Mangel, Proteinmangel…etc (Fairerweise B12 haben wir unregelmäßig supplementiert.) So eine richtig asgewogene Ernährung ist bei den beiden eh schwierig, da sie insbesondere die rohe Nudel und ihre Hafermilch mögen. Vegan hin oder her.

    Wer macht denn mal eine Studie mit uns planlosen Veganern mit dem Glück von Gustav Gans???

    Der Text ist übel, aber insbesondere bei dem Faktencheck wird mir ganz anders, der er ja höchste Seriosität suggeriert.

  7. Es wäre wichtig, zu erwähnen, dass er ein veraltetes Positionspapier der DGE von 2011 zitiert. Die DGE hat 2016 ein stark überarbeitetes veröffentlicht.

    • Dazu hat sich der Presserat auf meine Beschwerde hin auch geäußert (obwohl ich mich nicht erinnere, diesen Teil des Artikels moniert zu haben):
      – Das 2011er Paper werde auf der DGE-Seite weiterhin als aktuell ausgewiesen
      – Die inhaltlichen Unterschiede der 2011er und 2016er Version seien nicht so groß, dass durch Zitierung des älteren ein grundlegend falsches Bild entstünde.

  8. Ich war tatsächlich mal so frei, den Artikel beim deutschen Presserat zu melden und habe auf möglichen Verstoß gegen Ziffern 2 und 10 des Pressekodex hingewiesen .

    Die Beschwerde wurde als unbegründet abgelehnt. Letztlich rettet den Autor hier die Form des „Kommentars“.

    Aus dem 5-seitigen Schreiben: „Es sei nicht Aufgabe eines Kommentars, ein umfassendes Meinungsbild zu liefern.“ (deshalb sei die Sorgfaltspflicht zu einer objektiven Recherche nicht verletzt; bezogen auf Makrobiotik-Vergleich und DGE-Zitat).

    Und die Gleichsetzung mit Salafisten sei „deutlich als Meinung des Kommentators wahrnehmbar und als solche von der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit gedeckt.“ Auch hier wieder: „Es handele sich bei dem deutlich mit ‚Kommentar‘ bezeichneten Artikel um einen Debattenbeitrag.“

    Mein Fazit: Sobald „Kommentar“ dran steht, darf Bullshit-Bingo gespielt werden.

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