Oatly Volume II, oder: Was kümmert mich mein törichtes Geschwätz von gestern?

Unerwartet: Nur kurze Zeit nach meinem Text zum Blackstone-Deal von Oatly fühlte ich mich ein bisschen so, als wäre ich auf eine Medienkampagne reingefallen und hätte mich in einem Text verrannt, den ich heute nicht mehr so schreiben würde. Je länger ich über die ganze Sache nachdenke, desto eher will ich meinem 12 Tage jüngeren Selbst widersprechen, das vorletzte Woche noch formulierte: „Beziehungsstatus zu Oatly: Es ist kompliziert.“

Nein, ich möchte natürlich immer noch keine Menschen auf ihren politischen Abwegen unterstützen. Allerdings kommt mir die Idee, meine Hafermilchkäufe hätten eine Auswirkung auf eine US-Präsidentschaftswahl, zunehmend absurd vor. Ich finde die ganze Erzählung „Investmentfirma beteiligt sich an Hafermilchhersteller“ → „Investmentfirma gehört Steve“ → „Steve ist ein alter Kumpel von Donald“ → „Die Hafermilch ist jetzt Pro-Donald“ in der Rückschau schlimm unterkomplex.

Erstens ist es nicht so, dass all der Profit von Blackstone in der Tasche des Geschäftsführers landet, da sollen ja auch noch ein paar andere Menschen arbeiten. Ein weiteres Mitglied des engsten Führungskreises ist z. B. Hamilton James, ebenfalls Milliardär, der vor acht Jahren beim Beschaffen von 2 Millionen US-Dollar für die Wiederwahl von Barack Obama geholfen hat. Und auch das sagt wenig aus, denn wir haben keinen Schimmer, ob die restlichen 3.000 Blackstone-Angestellten ihre Jahresboni für güldene Shrimpscocktails oder politische Kampagnen verjubeln.

Ich weiß weder, was Natalie Portman mit ihren Oatly-Gewinnen anstellt, noch was Jay-Z, Oprah oder der ehemalige Starbucks-CEO Howard Schultz damit machen. Spendete Schultz was für die Kampagne für Joe Biden, weil er  auch schon Hillary Clinton unterstützt hat? Und finde ich das überhaupt gut, weil er damit vielleicht einen progressiveren Kandidaten verhindert hat? Und sollte ich mir wirklich solche Gedanken um den Kauf von Hafermilch machen?

Ich kann mir schlecht morgens erst mal die Financial Times reinziehen, weil ich später noch einkaufen gehen will und vorher eine tagesaktuelle Boykott-Tabelle wegen fragwürdiger Investments anfertigen muss. Und nach welcher Gewichtung sortiere ich die überhaupt? Ist ein Pipelinedeal schlimmer als Regenwaldrodungen oder eine Ölbohrinsel?

Der Eindruck einer (eher zufällig entstandenen) Medienkampagne drängt sich mir vielleicht auch auf, weil ich konkret über dieses eine Investment von Oatly auf einmal unheimlich gut Bescheid weiß, über all die vielen tausend anderen, die am selben Tag stattgefunden haben, aber nicht. Die naheliegende Frage war für viele ja: Wenn ich jetzt kein Oatly mehr kaufe, was kaufe ich stattdessen? In den Kommentaren waren eine Menge guter Ratschläge zu finden: „Die von dm schäumt doch auch schön“, „ich mag die von Kölln sowieso lieber“ und „Alpro hat doch auch eine Barista-Variante!“.

Aber sind dm, Alpro und Kölln wirklich vertrauenswürdigere Firmen oder wissen wir einfach nicht genau, was da sonst noch läuft, weil sie viel intransparenter agieren? Bei dm handelt es sich mit 11,2 Milliarden Euro Jahresumsatz um einen der größten Drogeriekonzerne Europas. Für eine eingehende Untersuchung all seiner Aktivitäten könnte eine Person vermutlich mehrere Wochen recherchieren. Für vegan lebende Menschen aber vielleicht schon unerfreulich genug: Seit 2014 versucht dm, einen großen Markt für Kuhmilchpulver in China zu etablieren.

Alpro wiederum gehört zu Danone, dem drittgrößten Molkereikonzern mit dem höchsten Umsatz für Frischmilchprodukte weltweit. Und der Geschäftsführer der Firma Kölln aus Elmshorn ist Christian von Boetticher, ein ehemaliger Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, durch dessen Politik dort ab 2015 wieder Elstern und Krähen erschossen werden durften. Das soll jetzt kein Boykott-Aufruf für Kölln-Produkte sein, ich will nur zeigen, wie einfach es bei großen Unternehmen ist, (besonders aus veganer Sicht) einen Fleck auf der Firmenweste zu finden, ohne dass dieser für das Produkt sonderlich ausschlaggebend ist.

Es gibt auch noch eine Menge kleinerer, sympathisch wirkender Hersteller wie Berief, Natumi oder Alnatura, die gerade da stehen, wo Oatly vor ein paar Jahren stand. Wenn ich lange genug grabe, finde ich aber vielleicht noch heraus, dass die Prokuristin von Natumi SUV fährt und der Vertriebschef von Alnatura einen Teil seiner Altersvorsorge in Nordstream 2 gesteckt hat. Vielleicht aber auch nicht. Was mich zur entscheidenden Frage führt: Habe ich überhaupt genug Informationen, um Hafermilch-Hersteller sinnvoll in eine Skala von 10 (unbedingt vertrauenswürdig) bis 0 (schlimmer als Zorg Industries) einzuteilen?

Vielleicht gibt es ein paar Ausreißer ganz oben oder unten, aber die meisten dürften bei einer Gesamtschau doch im Mittelfeld landen. Zwischen den unterschiedlichen Produktionsarten der Hafermilchsorten werden mutmaßlich keine krassen Unterschiede in Bezug auf Nachhaltigkeit vorliegen. Für eine Unterscheidung müssten wir also wieder gucken, was die Unternehmen sonst so machen, und damit habe ich mittlerweile ein Problem:

Ich will die Hersteller innovativer, tierfreier, nachhaltiger Produkte jetzt nicht auf einmal strenger bewerten als all die anderen Unternehmen, bei denen alles andere von Spülmaschinentabs bis Bremsklötzen einkaufe. Die Finanzierung ist ja nur ein Beispiel, wir hätten uns auch alle daran stoßen können, dass das Oatly-Management per Flugzeug in die USA gereist ist (mutmaße ich jetzt mal), dass deren Produkte mit Diesel-LKWs und mit schwerölbetriebenen Schiffen über Straßen und Meere transportiert werden oder dass deren Verpackungen aufgrund des deutschen „Recycling“-Systems an asiatischen Stränden landen.

Haben wir aber nicht. Warum nicht? Vielleicht, weil das dieselben unrealistischen Forderungen sind, die gerne an Veganer:innen gerichtet werden. Aha, kein Fleisch, aber du fliegst in den Urlaub, oder? Oder?? Ah, du nimmst den Zug. Clever. Aber ein Auto hast du, oder? Oder?? Ah, fährt elektrisch. Also immer noch mit Kohlestrom, oder? Oder?? A-HA! Voll die Heuchelei, da treffe ich mich lieber mit Bernd. Der isst zwar Billigfleisch im Führerhaus seines großen Feuerwehrlöschzugs, den er mit 35 Litern Verbrauch pro 100 km zum Spaß in der Gegend rumfährt, aber der steht wenigstens dazu.

Ich weiß nicht, ob ich es mir damit zu einfach mache, aber letztendlich ist die Finanzierung in meinen Augen ein Faktor von vielen, und dazu noch einer der am schlechtesten überprüfbaren. Okay, also bei Oatly ist jetzt zu 5 bis 9 Prozent Blackstone beteiligt, aber das weiß ich durch Zufall, weil es so kommuniziert wurde. Was ist mit den anderen Hafermilchherstellern? Danone macht 13,2 Milliarden Euro Umsatz im Jahr, ich habe auch nicht den blassesten Schimmer, wo die ihre Rücklagen für sich arbeiten lassen.

Wenn der dm-Konzern eine neue Lagerhalle bauen lässt, beauftragt er dann bei Bedarf die GLS-Bank mit der Finanzierung oder einfach irgendwen, Hauptsache, der Zinssatz stimmt? Und wo parken die ihre Gewinne? Wie wird das Geld für die betriebliche Altersvorsorge der 60.000 Angestellten investiert, damit davon am Ende möglichst viel vorhanden ist? Und was ist mit uns selbst, wie legen wir unser eigenes Geld an?

Laut EU-Plänen müssen Banken in Beratungsgesprächen erst ab Ende 2021 nachfragen, ob es Präferenzen bezüglich der Nachhaltigkeit gibt. Die bislang bei solchen Gesprächen eher dominierenden Buzzwords waren: renditeträchtig, breite Streuung der Anlagen, Vermögensoptimierung usw. Oder mit anderen Worten: Wir verteilen Ihre Kohle in dutzende verschiedene Unternehmen auf dem halben Globus, Hauptsache, es springt für alle genug dabei raus.

Klar, das kann man begrenzen, wenn man will, indem man sich eine nachhaltig agierende Bank sucht (das Graslutscher-Spendenkonto habe ich nicht zufällig bei der GLS-Bank angelegt), aber das betrifft nur einen Teil. Alle Beiträge, die ich an irgendwelche Versicherungen zahle, werden von diesen in Kapitalanlagen investiert – der Fokus liegt da zwar nicht auf maximalem Gewinn, sondern auf langfristig planbaren Erträgen, dafür sind es aber auch mindestens 1,5 Billionen (!) Euro, die deutsche Versicherer halten.

Davon liegen 20 Prozent in Beteiligungen, Aktien und Unternehmensanleihen. Anleihen wiederum können nur Unternehmen mit einem guten Rating vergeben, darunter fallen unter anderem: Unilever, Total, Shell, RWE, Phillip Morris, McDonald’s, E.ON, Danone, Daimler, BP. Ich gebe zu, ich habe meine Versicherungen nicht danach ausgewählt, wo sie meine Beiträge investieren. Ich würde gerne, aber ich könnte das mangels Informationen vermutlich auch gar nicht.

Ich weiß, das zu lesen wird so einige Enttäuschte nicht trösten, weil sie zu Allianz, HUK-Coburg oder der R+V gar keine solche Beziehung haben wie zu Oatly. Logisch, die haben ja auch keine coole Petition gestartet, damit Lebensmittelverpackungen mit den CO2-Emissionen des Inhalts versehen werden oder Ähnliches, weswegen es hier auch keine Erwartung zu enttäuschen gab und es sich daher auch nicht wie Verrat anfühlen kann.

Ist halt nur die Frage, ob so was sinnvoll ist. Es gibt ein schönes Mailab-Video, in dem Mai-Thi in einem Science Slam hinterfragt, warum Heuchelei oft als schlimmer empfunden wird, als wenn sich jemand einfach ganz offen unmöglich verhält. Warum ist es für viele okay, wenn Bernd in einem Sprit saufenden Feuerwehrauto rumfährt, weil er sich nun mal ein mir-doch-egal-Image zugelegt hat, aber wenn jemand von Fridays for Future Auto fährt, dann eskalieren sie? Die CO2-Moleküle richten ja nicht weniger Schaden an, nur weil jemand Gleichgültiges sie emittiert und so kann man auch zum Schluss kommen, dass der „Heuchler“ immer noch um Längen verantwortungsbewusster agiert als Bernd.

Zudem ist ja nicht mal geklärt, ob Oatly mit seinem Deal nun wirklich zu den „bösen“ Unternehmen gehört. Das Unternehmen könnte durchaus auch einen wohlwollenden, wenn auch gewagten Plan verfolgen. Den Plan, den Investmentsektor nachhaltiger zu machen, der ja nun wirklich ein bisschen Begrünung vertragen könnte, wie wir weiter oben gesehen haben.

Aber selbst, wenn ich davon ausgehe, dass das einfach nur aus Unternehmenssicht lukrativ war, will ich daraus keine Konsequenzen mehr ziehen. In den Kommentaren zum letzten Artikel hatte jemand geschrieben, dass er jetzt gerade von Kuhmilch auf Oatly umgestiegen war und jetzt nicht weiß, ob er lieber wieder Kuhmilch trinken soll. Spätestens da kam mir das alles nicht mehr zielführend vor.

Im Zweifel bezieht der Kuhmilchhersteller sein Fremdkapital von genauso dubiosen Läden, nur, dass wir das halt einfach nicht wissen. Entweder, weil diese darüber nichts an die Öffentlichkeit dringen lassen oder weil es niemanden interessiert. Wir setzen an den schwedischen Hafermilchhersteller dann auf einmal viel strengere Maßstäbe, obwohl er aufgrund der Nachhaltigkeit des eigentlichen Kerngeschäfts einen Sympathievorsprung von mehreren Lichtjahren haben sollte.

Ich kaufe ja auch (wenn auch nicht besonders oft) vegane Burger bei McDonald’s, Falafel Sandwich beim Dönerplace und Udonnudeln bei der Thaifood-Kette, auch wenn die restliche Produktpalette bei denen aussieht, als wenn eine Metzgerei über der Speisekarte explodiert ist. Und das mache ich ganz bewusst und ohne schlechtes Gewissen, weil ich denke, dass auch die umsatzstarken Branchen Nachfrage nach pflanzlichen Gerichten spüren müssen, wenn sich was bewegen soll.

Man kann diesen Deal blöd finden, klar. Man kann Oatly auch aus der eigenen Liste „Firmen, deren CEO ich unbedingt mal heiraten will“ streichen, wenn man sich darüber wirklich ärgert. Aber dann sollten sie immer noch auf der Liste „Hafermilchhersteller, die in einem auf fossilen Brennstoffen fußenden Kapitalismus leider Kompromisse eingehen müssen“ landen. Auf der Liste „Firmen, die viel besser für Tiere und Klima sind als Molkereien“ sind sie ebenfalls und auch auf der Liste „Firmen, die sich für eine EU-weite CO2-Kennzeichnung einsetzen“, die zudem noch recht kurz ist.

Allein deswegen halte ich es für kaum machbar, alle Unternehmen in einem binären Attribut unterzubringen, nach dem ich meine Einkäufe organisiere. Und in der Zeit, die das kosten würde, weil es ja auch einer regelmäßigen Aktualisierung bedürfte, können wir ohnehin viel sinnvollere Sachen machen. Zum Beispiel Firmen suchen, die wir aus irgendwelchen Gründen ganz besonders toll finden und sie deswegen aktiv unterstützen, anstatt auszusuchen, wen wir aktiv nicht unterstützen.

Beziehungsstatus zu Oatly: In einer offenen Beziehung.

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6 Gedanken zu “Oatly Volume II, oder: Was kümmert mich mein törichtes Geschwätz von gestern?

  1. Was mich an dem Artikel stört, dass er Konsumismus als quasi alternativlos darstellt bzw. diesen nicht hinterfragt. Ja, ich kaufe auch Hafermilch, aber ich saufe die jetzt nicht wie Wasser. Und ich habe eine prinzipiell konsumkritische Haltung, dass ich mich bevor ich etwas kaufe immer frage: brauche ich das wirklich?
    Ja, das geht und dann kann es echt schwer werden Geld auszugeben, dass man es am liebsten verschenken würde, wenn man nicht wüsste, dass die anderen damit auch nur Unfug anstellen.
    Und wenn Frau „$©ħ€ı$$ auf Klimaschutz. Ich flieg mal eben nach Amerika und protz damit noch auf youtube“-Mai Thi Nguyen Kim behauptet, dass sei schwer, dann ist das einfach auch nur eine heuchlerische Ausrede. Auch sie bleibt in ihrem Video oberflächlich und fragt nicht nach dem Grund warum der Heuchler gesellschaftlich so schlecht angesehen wird und das ehrliche @®$©ħłø¢ħ besser dasteht.
    Der Irrtum aller BWLer: Fairness hat auch ihren Preis. Und warum, das ist ganz einfach: wer sich in einer Gesellschaft, deren Gedeihen auf Kooperation der Individuen angewiesen ist, ist Lüge und Heuchelei pures Gift. Wer das nicht erkennt, der hat die hochsoziale Natur des Menschen nicht begriffen oder will es nicht begreifen. Natürlich hätten es die Heuchler und Lügner gerne, dass das nicht so wäre und sie damit durchkommen und sich so einen unfair erlangten, persönlichen Vorteil verschaffen können. Dumm nur, dass das nicht funktioniert. Wenn es nämlich egal wäre ob man ehrlich ist, lügt oder heuchelt (was auch nur eine besonders perfide Form der Lüge ist), dann wird heucheln zum Standard erhoben und dann können wir die menschliche Gesellschaft knicken. So blöd wie Frau mailab das darstellt ist unsere Intuition nämlich nicht. Aber vom Prinzip des guten Grundes hat sie vermutlich auch noch nie was gehört. Eine Heuchlerin rechtfertigt Heuchelei mit Heuchelei. Das hat schon ein sehr strenges Geschmäckle.

    Um nochmal auf den Konsumismus zurückzukommen, möchte ich sinngemäß Volker Pispers zitieren:

    Und die treibende Kraft, das sind nun mal die Frauen. Ich hab mir das Märchen [vom Fischer und seiner Frau] nicht ausgedacht ich bin nur der Überbringer der schlechten Nachricht [Buhrufe im Publikum] Ja, buhu. Wann kauft Ihr Mann eine neue Hose? Wenn Sie sagen „Die ziehst du mir nicht mehr an!“

    Ceterum censeo Generism delendam esse.

  2. Ich finde Wonka Industries als Beispiel für eine gutes Unternehmen echt merkwürdig. Wonka hat alle angestellten ersetzt durch billige Arbeitskräfte, denen er keinen Lohn bezahlt (Sklaven). Mr Burns mag das versuchen, ist aber zum Glück gesellschaftlich soweit eingegrenzt, dass Menschen bei ihm normal arbeiten können. Eigentlich sind beide eher ganz böse, sodass es nur verschiedene Grade von schwarz in deiner Grafik gibt.

  3. Wowowow … wer hat dir denn in die Hafermilch gespuckt?
    Bei aller Liebe zu Konsumkritik: Niemand von uns hat Zeit und oder Materialien, um alles selbst zu machen.
    Und wenn man dann eben etwas kaufen muss/möchte kann man sich halt ruhig Gedanken machen, was da unterstützenswert ist und was nicht. Nur weil es ein Optimum gibt (alles selbst machen) heißt das ja nicht, dass alles andere gleich schlecht ist. Und „dann machts halt selber“ wäre halt einfach nur das Offensichtliche ausgesprochen, ohne dabei den Leuten zu helfen, die das nicht immer schaffen.
    Also allgemeine Konsumkritik hätte bei der gegebenen Problematik nicht wirklich weitergeholfen.
    Und bezüglich MaiLab: ob sie selbst fliegt oder nicht kann sie vllt für bestimmte Personen unsympathisch machen oder sonstwas, aber es ändert nichts an ihren Aussagen und daran ob die korrekt sind oder nicht.
    Unabhängig davon ob Heuchelei aufzudecken und abzulehnen einen sinnvollen evolutionären Hintergrund hat, trübt unser Verständnis von Heucheleil eben unseren Blick bei der Bewertung verschiedener Handlungen bei verschiedenen Personen.
    That’s it.
    Was du an der Stelle versuchst ist ihre Aussage über Heuchelei zu untergraben indem du ihr Heuchelei unterstellst (Ad Hominem-Argument) – genauso paradox wie das was unterstellt wird, meiner Meinung nach.
    Es geht auch nicht darum dass ehrlich sein grundsätzlich egal werden soll, sondern dass Heuchelei nicht wichtiger oder schlimmer ist als die Taten, auf die sich der Vorwurf bezieht.
    Nichts, was unsere Gesellschaft zum Einsturz bringen würde.
    Dazu setzt du dein eigenes Menschenbild voraus.

    Meine Hauptkritik aber: WTF soll das sexistische Zitat am Ende?!
    Übernimm gefälligst selbst Verantwortung für deinen „Konsumismus“ und sprich andere meinetwegen auf ihren an, aber mach nicht einfach ein anderes Geschlecht dafür verantwortlich!

  4. Schön, dass Oatly dann doch wieder zu den Guten gehört! Dann kann ich mich ja wieder darauf konzentrieren, keine Produkte aus dem Nestlé-Konzern zu kaufen. Und allein das ist ja schon mal eine Herkules-Aufgabe.
    Aber im Ernst: Ich finde es gut, dass du dich hinterfragst und reflektierst.
    LG
    Sabiene

  5. Danke für diesen Text. Genau das habe ich mir auch schon gedacht und es ärgert mich immer wieder, dass an bestimmte Unternehmen, die versuchen (in bestimmten Bereichen) etwas besser zu machen, ganz andere Maßstäbe angesetzt werden als an Unternehmen die es gar nicht versuchen oder wollen. Ich habe kurz über die Sache mit dem Investment nachgedacht, aber mich dann auch dafür entschieden, dass ich bei anderen Herstellern gar nicht weiß, wer da investiert hat, ganz zu schweigen von Eigenmarkenprodukten, wo man manchmal gar nicht weiß wer die überhaupt herstellt. Insofern kaufe ich weiterhin Oatly Drink wenn ich Lust drauf habe.

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