Meine unerfreuliche Kurzstreckenfahrt im Erdölauto

Der große Graslutscher-Fahrtest! Von Wiesbaden nach Mainz mit einem Erdölauto – kann das gutgehen?

Auto-Praxis-Tests sind ja das große Ding im seriösen Journalismus, und nachdem Thomas Geiger für den Spiegel im E-Auto von München nach Zagreb gefahren ist und anschließend wie eine hängende Schallplatte von guten Dieseln schwärmt, haben wir mal den Gegentest gemacht. Sind Dieselautos wirklich schon marktreif und können im Alltag überzeugen?

Diverse Autohersteller und andere Firmen bedrängen einen ja förmlich, diese Technologie einmal auszuprobieren, weil sie angeblich so sauber und komfortabel ist. Also mieten wir uns für unseren Trip das beste, was die deutsche Automobilindustrie zu bieten hat: Einen Audi Q7. Mit einem Kindergeburtstag geht es damit zur 15 km entfernten Trampolinhalle.

Doch schon vor dem Einsteigen kommt gleich die erste Enttäuschung: Es herrschen 34 Grad im Schatten, und ich kann in diesem Gefährt im Wert von 85.000 Euro nicht per App die Klimaanlage einschalten. Also laufe ich extra umständlich zum Auto hin, um das zu erledigen. Darin herrschen Temperaturen wie im Schicksalsberg von Herr der Ringe. Gut, wenn man mal Saurons Ring vernichten möchte, schlecht, wenn man einen geschäftlichen Termin wahrnehmen will.

Mir bricht am ganzen Körper der Schweiß aus, und der Knopf für die Klimaanlage funktioniert nicht. Also erleide ich beim Öffnen des Handschuhfachs eine Verbrennung dritten Grades und schnappe mir die Gebrauchsanweisung. Ah, man muss extra den Motor einschalten, um die Klimaanlage zu nutzen, wie unpraktisch. Gut, also Motor an.

Das ganze Auto fängt auf einmal an zu vibrieren und zu wackeln und verursacht eine Geräuschkulisse, die ungefähr so charmant daherkommt wie ein Laubbläser am Sonntagmorgen. Meine Nachbarin guckt genervt über die Hecke, die Kinder an der Straße rümpfen die Nase, denn aus dem Auto entsteigen seltsame Dämpfe und es stinkt etwas.

Da ich die Nachbarschaft nicht noch länger so belästigen möchte, dränge ich die 6 Kinder zum schnellen Einsteigen. Nach 10 Minuten Theater sind alle angeschnallt, mein Hemd ist durchgeschwitzt, die Kinder nerven. Ich will losfahren, aber warum sind da 3 Pedale im Fußraum? Ach ja, man muss nun umständlich Kupplung und Gaspedal gleichzeitig benutzen, damit das Auto überhaupt mal losfährt, und diesen Zirkus dann bei jeder Ampel wiederholen.

Bei meinem Trip mit einem Tesla Model S an die Ostsee habe ich zu 99 Prozent der Fahrt nur ein einziges Pedal benutzt, weil das Fahrzeug beim Lösen des Beschleunigungspedals elegant bremst. Im Vorzeige-Dieselfahrzeug aus Ingolstadt ist man hingegen mehr damit beschäftigt, auf Pedalen herumzutreten als ein Konzertpianist – ein mühsames Unterfangen.

Im Innenraum werden nach 5 Minuten immer noch 31 Grad angezeigt und ich fühle mich aufgrund der Körperflüssigkeiten der offenbar noch nicht mit Deodorants vertrauten Kinder an die Umkleidekabinen des Sportunterrichts in der 7. Klasse erinnert. Oder an den Pumakäfig im Frankfurter Zoo. Malte wird von der Hitze und dem Gestank übel und fragt, ob wir kurz halten können. Also müssen wir uns 10 Minuten im Gewerbegebiet die Zeit vertreiben – ich habe Sorge, dass die Autovermietung mir bei hartnäckigen Flecken nicht die volle Kaution zurückzahlt.

Als es Malte wieder gut geht, betätige ich mich wieder als Konzertpianist und fahre unter gefühlt 27 Pedalbetätigungen pro Minute weiter. Skurril: Bei Erreichen einer bestimmten Drehzahl muss ich jedes Mal das Pedal durchtreten und einen anderen Gang einlegen, woraufhin die Beschleunigung des Fahrzeugs immer wieder komplett absackt.

Den Kindern ist langweilig und sie meckern immer lauter, also suche ich den Entertainment-Bereich im geradezu winzigen Display des Fahrzeugs. Es gibt aber keinen. Im Tesla gibt es einen Furzblinker, den Cowbell-Modus, und man kann im Navi die Marsoberfläche einblenden. Das Modell aus Ingolstadt versprüht hingegen den Humor einer Haushaltsdebatte im Bundestag: Man kann ein Radio einschalten oder sein Handy koppeln, die Kinder sind so gelangweilt, dass zwei spontan einschlafen und drei andere weinen.

Aus lauter Verzweiflung kopple ich das Handy und versuche, die Stimmung mit dem Huhnlied von Helge Schneider zu retten. Die beste Pointe des Stücks über das Huhn mit dem seltsamen Namen „Kartoffelsalat-Dachlatte die sechzehnte“ geht im Motorenlärm unter, aber diese undankbaren Blagen wissen Helge Schneider ohnehin nicht zu schätzen. Ich bin der einzige, der lacht. Na und? Der Fahrer bestimmt die Musik, so.

Endlich ist die Trampolinhalle in Sicht! Auf dem Parkplatz gibt es für uns keine freien Stellplätze, weil der Audi so unglaublich groß ist, also parke ich auf einem staubigen, 500 Meter entfernten Feldweg . Die Temperatur ist unerträglich, und nach 10 Minuten Fußmarsch durch die Mittagshitze bin ich froh, die Kinder abgegeben zu haben. Das Auto ist bei der Rückkehr schon wieder aufgeheizt, und so klebe ich wieder mit durchnässtem Hemd am Sitz.

Nun kommt aber der Teil, auf den ich mich schon so gefreut habe: Das Tanken! Das soll ja so einfach und schnell sein! Aber Achtung, was die Hersteller von Erdölautos nämlich gerne verschweigen: Auch die Premium-Modelle kann man nicht zu Hause auftanken! Man muss dafür immer extra ein Fachgeschäft für Erdölprodukte aufsuchen. Ich bin also erst mal 10 Minuten unterwegs und halte dann neben der Zapfsäule eines komplett in blau gehaltenen Benzin- und Dieselhändlers.

Es gibt 4 Schläuche, die ich in das Fahrzeug stecken kann. Da muss man nun genau aufpassen, denn Dieselmotoren sind so empfindlich, dass der falsche Schlauch sie komplett zerstören kann. Ich muss den schwarzen Schlauch nehmen, das habe ich mir extra erklären lassen, und ich bin schon etwas stolz, mich so professionell vorbereitet zu haben. Der Griff ist nur leider mit einem schmierigen, stinkenden Film überzogen.

Nach kurzer Zeit ist der Tank voll, und ich kann den Stinkeschlauch wieder in die Vorrichtung hängen. Nun muss ich aber noch manuell bezahlen und stehe in einer Schlange mit Leuten. Nachdem der Typ ganz vorne sich 4 Latte Macchiato bestellt hat und ich schon fürchtete, hier übernachten zu müssen, bin ich endlich dran, allerdings ist die Auswahl der Zahlungsmittel stark begrenzt. Meinen Sack voller Mauri-Muscheln will der Mann hinter der Kasse nicht annehmen, ebensowenig meine Bitcoins oder meine Elbenwald-Treuepunkte.

Das ist sehr ärgerlich. Ein E-Auto hätte ich einfach am Ladepunkt vor der Trampolinhalle wieder aufladen können, ohne extra zu einer sogenannten „Tankstelle“ zu fahren. Der ganze Spaß hat mich nun aber 35 Minuten gekostet, und meine Hände stinken.

Mein Fazit: Diesel-Autos sind eine ganz nette Spielerei, vielleicht als Zweitwagen für Enthusiasten, die genug Zeit dafür haben. Solange die Bezahlung aber so umständlich ist, man nicht zu Hause aufladen kann und ich da im Sommer schweißgebadet aussteige, fällt meine Wahl auf ein seriöses Elektrofahrzeug. Zumindest bis die Kinderkrankheiten der Dieselautos behoben sind.

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Hahaha. Ja, das war jetzt (hoffentlich) lustig, aber seht ihr, was ich gemacht habe? Ich habe einen „Test“ durchgeführt, in dem irgendein willkürlich ausgewähltes Szenario zur Regel erklärt wird, ich mich null vorbereite und dann noch extrem dusselig anstelle. Mit dem Ansatz könnte am Ende eines Test auch das Ergebnis stehen, dass Urlaub, Nachtisch und warm duschen total blöde Ideen sind. Wie, ich soll die Klamotten ausziehen, bevor ich das Wasser aufdrehe? Woher soll ich das bitte wissen? Toll, jetzt ist meine Hose nass, ich hasse Duschen!

Vermutlich würde meinen „Diesel-Test“ allein deshalb schon kein Verlag abdrucken, weil es nun mal zum Allgemeinwissen gehört, dass man an Tankstellen nicht mit Bitcoins bezahlt, und man sich an das Kuppeln mit einer manuellen Schaltung irgendwann gewöhnt hat. Es gibt für diese Form von Knallbumm-Journalismus leider noch keinen griffigen Namen. Sollte der Duden-Verlag Vorschläge brauchen, meine Favoriten wären „Testbericht for Dummies“ oder „Dödelreport“, und zwar nicht nur beim Thema E-Autos.

Genau solche Berichte gab es nämlich schon dutzendfach zum Thema fleischfreie Ernährung: Irgendeine komplett unmotivierte Person beginnt einen „Selbstversuch“, lädt den künstlich mit den absonderlichen Erwartungen auf, nach 17 Minuten ohne Fleisch mindestens reinere Haut und festeren Stuhl zu haben, und sitzt dann am Ende konsterniert in einer Ecke, weil sie nach 3 Tagen mit grünem Salat und ungewürztem Tofu schlechte Laune hat. Ja, dann besorg dir halt nicht nur Salat und Tofu! Oder analog: Google vielleicht mal vorher in 3 Minuten, wie man auf der Strecke München – Zagreb ein E-Auto laden kann.

Das schaffen jeden Tag hunderttausende Menschen ohne technischen Hintergrund, aber der hauptberufliche Auto-Journalist bekommt das angeblich nicht hin? Wäre dann nicht vielleicht jetzt langsam eine Umschulung zum Glücksradassistenten ratsam? Ein Profi, der das mit dem Laden eines Autos nicht schnallt… ja, das überzeugt mich ungefähr so wie ein selbsternannter Weinkenner, der sich 5 Eiswürfel und einen Schuss Cola in den Rotwein kippt und sich dann beschwert, dass der Lambrusco aus dem Tetra Pak aber besser knallt.

Warum mein Diesel-„Test“ aber außerdem als Test vollkommen ungeeignet ist: Ich wähle ein ganz bestimmtes Szenario und ein ganz bestimmtes Auto und fälle allein darauf beruhend ein pauschales Urteil für die gesamte Antriebstechnologie. Ja, ich habe wirklich schon mal 6 Kinder zur Trampolinhalle gefahren, aber wie oft macht man das? Wie oft herrschen 34 Grad im Schatten? Was ist mit Leuten, die weiter als 15 Kilometer fahren müssen? Mein Test geht an der Lebensrealität von Millionen Menschen vorbei, und genau das gleiche Problem hat der Test von Thomas Geiger im Spiegel:

Wie ein Auto in seinem Test mit Vollgas von München nach Zagreb abschneidet, dürfte für die meisten Autofahrer:innen in Deutschland vollkommen irrelevant sein. Geiger gehört zu diesem Typ Mann, der dem preußischen Abfahren einer langen Strecke mit möglichst wenig Pinkelpausen und maximaler Geschwindigkeit eine irritierend große Bedeutung beimisst.

Für die Befriedigung ihres Männlichkeitsfetisches kamen die Herren der Schöpfung lange mit starkem Blasendruck und komplett übermüdet am Urlaubsziel an. „Schnell fahren“ war synonym für „gut fahren“, obwohl es genau genommen das Gegenteil ist. Meine ITler-Kollegen hatten ständig einen Wettstreit und plusterten sich albern wie ein Haufen gurrender Taubenmännchen damit auf, wer die Strecke Frankfurt – München in welcher Zeit abfuhr.

Wenn man sonst keine Hobbys hat, mag das interessieren, aber die mittleren Fahrtweiten von PKW-Fahrten in Deutschland liegen bei 16 Kilometer. Müsste ich 550 Kilometer reisen, wäre meine erste Frage, ob es da eine vernünftige Zugverbindung gibt. Und würde meine Wahl dann doch aufs Auto fallen, dann wäre ich deutlich unter 190 km/h unterwegs und würde ohnehin mindestens einen Zwischenstopp einplanen.

Grundsätzlich wirkt seine Geschichte arg konstruiert: Er kommt mit leergefahrenem Akku in München an und verliert dann laut eigener Aussage den Großteil des Abends, weil er noch zwei Stunden mit dem Aufladen an einer „halbwegs schnellen Ladesäule“ verbringt. Warum er das Auto nicht einfach irgendwo anschließt und über Nacht auflädt, ohne darin zu sitzen? Nun, das ginge nicht, weil er am frühen Morgen noch zum Corona-Test müsse.

Wir reden von München, das ist diese Millionenstadt in Bayern. Allein die Karte mit den Ladestationen der Stadtwerke München wirkt nicht so, als müsse man da extra eine schnelle Ladesäule suchen, die ganze Stadt ist voll mit 11-kW-Ladesäulen, die den Porsche locker in 7 Stunden aufladen.

Ladestationen in München der SWM

Thomas Geiger behauptet, die Nacht würde dafür nicht ausreichen, weil er am frühen Morgen noch zum Corona-Test müsse. Sorry, aber das passt vorne und hinten nicht. Selbst wenn er erst um 22 Uhr nachts in München ankommt und sein Corona-Test um 6 Uhr morgens ist, wäre das genug Zeit, um die Batterie an einer privaten Wallbox mit 11kW komplett aufzuladen. Gut, ich rechne das jetzt aber auch für Menschen, die nachts auch mal schlafen wollen.

Irgendwie schafft er es dann angeblich, die gesamte Strecke in neun Stunden zu fahren. Er hätte schon kurz nach Salzburg wieder aufladen müssen und da wären dann mutmaßlich alle Ladesäulen defekt gewesen. Er hätte mit „kaum“ 100 kW geladen und das sei sogar auf 50 kW runtergegangen. Ja, das kann passieren, kommt auch darauf an, wie viele andere Wagen zeitgleich aufgeladen werden, aber mit Leistungen zwischen 50 und 100 kW kommt man immer noch schneller von München nach Zagreb. Viel schneller.

Er behauptet, 25,4 kWh/100 km verbraucht zu haben. Das ist immer noch viel, aber selbst mit dem Fahrstil schafft sein 80 kW-Akku halt 320 km am Stück. Für die restlichen 230 km braucht man also nochmal knapp 60 kWh, die er an seiner „defekten“ Ladesäule mit im Schnitt 75 kW in 48 Minuten aufgeladen hätte. So, jetzt ist er die ersten 140 km noch so schnell gefahren, wie er konnte, meinetwegen. Mit den Verbrauchsdaten vom Test der Auto Motor Sport mit hohen Geschwindigkeiten muss er dann auf dem ganzen Trip 85 kWh nachladen.

Und dafür braucht der neun Stunden? Die reine Fahrtzeit schätzt Google Maps mit ein bisschen Stau auf 6 Stunden, für das Laden braucht er ca. eine Stunde zusätzlich. Hat er danach noch mal zwei Stunden auf dem Klo und in der Spielothek verbracht? Wenn man sich die Route via Better Routeplanner ausrechnen lässt, kommt der bei vernünftiger Fahrweise auf 45 Minuten Ladezeit. Falls ihr das genauer wissen wollt, sind die Kollegen vom YouTube-Channel Stromschlag mit dieser App 350 Kilometer von Köln nach Bühl gefahren.

Wie in den meisten Texten aus dem Auto-„Journalismus“ sind Kriterien dieses Tests unerträglich ich-bezogen und blenden aus, welches Potenzial E-Autos in Bezug auf Energiewende und Klimawandel haben. Ja, das nervt, wenn die Ladesäule nicht funktioniert oder der Ladeplatz von einem Erdölauto blockiert wird, aber ist das wirklich der Take, den der Spiegel hier bringen will? Klimaneutrales Fahren schön und gut, aber wenn 550 km Fahrt damit länger dauern, dann will ich doch lieber die Klimakillertechnologie, eeehm ich meine den „guten Diesel“.

Schon lustig, dass die heute junge Generation als verweichlicht gilt, aber wenn Männer mit Jahrgang 1961 wehleidige Texte darüber schreiben, dass sie ihre 2,5 Tonnen schweren Supersportwagen in Zukunft aufladen müssen und das auf der Langstrecke aktuell noch etwas länger dauert als Auftanken, dann merken auch traditionsreiche Medienhäuser wie der Spiegel nicht, was für ein weinerliches Getue das eigentlich ist.

Wenn der Mann ab und zu anhalten und das Auto laden muss, dann kann er laut eigenen Aussagen das Alpenpanorama und den Frühling in Slowenien nicht genießen. Ach Gottchen, wie sehr kann man ein 1st World Problem zu gesamtgesellschaftlicher Relevanz aufpumpen?

Es gibt dieselbe Geschichte übrigens anders formuliert und auch unter anderem Namen noch im Focus und im Stern. Für den Focus nennt Stefan Geiger sich Stefan Grundhoff, andere Pseudonyme von ihm sind Tom Grünweg oder Benjamin Bessinger.

Warum der Spiegel so einen albernen Quatsch bei 414 ppm CO2 in der Atmosphäre abdruckt, ist mir nicht ganz klar.

PS: Mehrere schlaue Leute haben mich darauf hingewiesen, dass es den Premium-Panzer von Audi wohl gar nicht als Diesel mit Handschaltung gibt. Sorry, hab ich mich verstreeckt. Denkt euch einfach stattdessen irgendein großes, breites Auto mit manueller Schaltung 🙂

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30 Gedanken zu “Meine unerfreuliche Kurzstreckenfahrt im Erdölauto

  1. Ich hätte eine Erklärung für den Zeitbedarf: An der Grenze zu Slowenien und später nach Kroatien stehen Grenzkontrollen an. Diese beiden Fälle haben mich im Sommer über 2 Stunden Wartezeit gekostet. Die Verzögerung ist also völlig unabhängig vom Antrieb.

  2. Lieber Autor,

    ich muss Danke sagen. Ich bin 19 und arbeite in einem Autohaus für Erdölautos. Ich beschäftige mich seit 5 Jahren mit E-Autos und weiß sehr sehr viel über die Thematik. Ich habe viele Gedanken und Argumente und bin fast immer der Meinung gewesen, dass die Journalisten, welche einen Roadtrip in einem E-Auto machen absichtlich nicht ankommen wollen oder sich nicht informieren. Für eine Fahrt Ladesäulen einzuplanen ist so einfach wie eine WhatsApp zu schreiben. Man muss es nur wollen.
    Der Artikel den ich gerade gelesen habe, hat all meine Gedanken zusammengefasst und endlich dargestellt, wie seltsam diese Testberichte doch sind.
    Vielen Dank.

  3. Ist doch immer wieder belustigend, wie die Pro und Kontra Elektroauto Fraktion sich immer wieder mit unrealistisch und bespitzt formulierten Artikeln, gegenseitig runtermachen, angreifen und schlecht machen. Dazu gehört der vorliegende Artikel in belustigender Weise ja auch. Jeder sucht sich im Internet und den Medien genau die Informationen und Artikel raus, die die eigene Meinung und Einstellung bekräftigen und ignoriert andere Meinungen oder macht diese Schlecht. Ich schreibe bewusst Meinung, weil das meiste ja ohnehin auch nicht selbst gemessen oder erfahren wurde, sondern man sich aus mehr oder weniger beeinflusstem Wissen angeeignet hat. Nur selten findet man neutrale Artikel, die weder Pro noch Kontra voreingestellt sind und dann am Ende auch noch einen realistischen Konsens herausarbeiten.
    Meiner Ansicht nach darf nicht das Verkehrsmittel als solches in den Vordergrund gestellt werden, sondern die Bewegung, die damit erzielt werden soll.
    1. Am Klimaneutralsten ist die Bewegung auf die man verzichtet weil nicht notwendig oder im engeren Umkreis möglichst Klimaneutral umsetzt. Hier sollten Fußgänger, Fahrradfahrer, Fahrzeuge mit leichter E-Unterstützung mehr gefördert werden. Sprich attraktiver sein kein Auto zu haben, oder das Auto weitgehend stehen zu lassen.
    2. Innerstädtig für mittlere Entfernungen ein möglichst Klimaneutrales Verkehrsnetz
    (Bahn, E-Busse, kleine Miet-E-Autos, Miet-E-Transporter, Miet-E-Räder/Roller für letzte Meile. Eigenes Auto in der Stadt sollte mittelfristig unnötig/verzichtbar sein und dann auch finanziell unattraktiv werden (z.B. wer trotzdem mit eigenem Auto rein will zahlt dafür)
    3. Umland kann mit E-Autos und kleinen Batterien sicherlich für alltäglich nötige Mobilität gut abgebildet werden. Gefördert werden sollten daher generell nur E-Autos mit kleinen Batterien und vorzugsweise leichte Fahrzeuge. Ein großes E-SUV ist in meinen Augen nicht wirklich förderfähig. Es ist auch kein Klimavorteil alle vorhandenen Benziner/Diesel durch E-Autos zu ersetzen, insbesondere wenn diese schon klein und sparsam sind, da die Herstellung des Neufahrzeugs dem entgegensteht.
    4. Für längere Strecken ist abzuwägen, inwieweit ein E-Auto Stand heute hier wirklich gesamtheitlich klimafreundlicher ist. Für die meisten Nutzer und die Umwelt ist hier ein bei Bedarf mieten sicherlich der beste Konsenz.
    5. Fliegen, muss meiner Ansicht nach künftig auch stärker restriktiert werden. Muss man wirklich ständig in der Welt umherfliegen, nur weil es möglich ist? Ein großer Urlaub im Jahr dürfte den meisten (Normalo) reichen. Für den der mehr fliegen will muss es dann so teuer werden, das er es auf‘s notwendige beschränkt.
    6. Wirtschaft und Industrie müssen natürlich analog eingeschränkt und hin zur Pro-Klima gefördert werden. Ob die vielen Business-Tripps in der heutigen vernetzten Welt wirklich noch in dem Maße notwendig sind, wage ich z.B. zu bezweifeln. Und bei den vielen Industrie-und Last-Bau-Maschinen ist sicher auch viel Optimierungspotential, wenn an den richtigen Schrauben gedreht wird.

    Das eine Batterie nicht alle Probleme löst und das ein Batterie-Auto auch nicht so umweltfreundlich ist, wie es mancher Markttreiber und E-Auto-Jünger es sich und anderen gerne einredet, denke ich dürfte jedem normal denkendem klar sein. Wer also wirklich was für die Umwelt tun möchte, sollte überlegen, wann ist ein Auto überhaupt nötig und wenn nötig, darf es nicht auch ne Nummer kleiner sein. Und da ist ein kleiner gebrauchter Benziner vermutlich umweltfreundlicher wie neuer E-SUV.

    • Du hast aber schon gesehen, dass mein Test nicht ernst gemeint war und ich mit der Überspitzung zeigen wollte, wie man so gut wie alles schlechttesten kann?

      „Und da ist ein kleiner gebrauchter Benziner vermutlich umweltfreundlicher wie neuer E-SUV.“

      Das wage ich zu bezweifeln. Nicht, dass ich SUVs toll finde, aber auch ein kleiner gebrauchter Benziner verbraucht einfach Unmengen von Ressourcen.

      Der Autor dieses Textes besitzt kein Auto und fährt hauptsächlich Rad 😉

      • Schon klar, das humoristisch überspitzt gezeichnet wurde und die Argumente der Verbrenner-Lobby als Bumerang zurückgespiegelt wurde. Dazu aus satirischem Blickwinkel auch noch sehr unterhaltsam geschrieben. 👏

        Bitte um Nachsicht, dass ich am Sinn des E-SUV (aber auch am Verbrenner-SUV) zweifle. Ich denke halt, dass alleine die Herstellung eines neuen SUV mehr Ressourcen verschlingt und Umweltbelastungen verursacht, wie ein beliebiger verbrauchsarmer Kleinwagen (egal ob E oder nicht) bei normaler Nutzung verbrauchen kann. Von Gesamtökobilanz ganz zu schweigen. Zudem bedeutet nachhaltig nach meinem Verständnis auch statt schnell verschrotten und ersetzen darüber nachzudenken wie aufwändig produzierte Güter lange Zeit betrieben werden können und fördern, das diese ggfs. ökologisch modernisiert werden.
        Es ist mir auch schleierhaft, wie ein 300-700PS E-Bolide als ökologischer Meilenstein gefeiert werden kann. Da sehe ich kleine E-Autos wie den Zoe schon eher als ökologisch sinnvoll.

        Wieviel Energie und Ressourcen am Ende verbraucht werden kann zum Glück jeder Einzelne ja durch sein Kauf- Fahr- und vor allem Nutzungsverhalten ein kleines bisschen selbst mit beeinflussen. 🍀

        Und Hut ab, vorm Autor, kein Auto und überwiegend Radeln finde ich doch sehr vorbildlich 👍 und ohne Frage weitaus ökologischer wie ein E-Auto 😉.
        Über ähnlich humoristische Beiträge welche „die Massen“ bei Wind und Wetter zum Radeln motivieren würde ich mich jedenfalls sehr freuen ☺️

    • Auch, wenn der Text humoristisch zu verstehen ist. In einer Parallelwelt, in der vor 120 Jahren, das E-Auto das Rennen gemacht hätte, würde eine aufkeimende Nische von Diesel- oder Benzinfahrzeugen in den Medien wohl ähnlich skeptisch betrachtet werden, wie hier überspitzt geschehen.

  4. Danke!

    Leider werden die vielen desinformierten Menschen, die sich sonst mit den anders herum gestrickten Geschichten ihren Tag verhetzen lassen, das wohl kaum lesen oder kapieren.

    Dennoch D A N K E

  5. Ein sehr schöner und amüsanter Artikel. Allerdings hat er einen klitzekleinen Schönheitsfehler: es gibt keine aktuelle Q7 Modelle mit manueller Schaltung. Automatik ist hier Serie. Also keine 3 Pedale.
    Aber halb so schlimm. 😉

  6. Ich weiß nicht warum hier noch keiner darauf hingewiesen hat, dass – und ich möchte das als meine ganz private Meinung verstanden wissen – eigentlich beide Wege nicht gerade das Optimum sind.
    Beim Verbrenner (denn ich möchte hierbei die benzin- und gasbasierten Motoren nicht ausnehmen) muss ich nicht viel erklären. Beim E-Auto gibt es mindestens 3 Punkte, die zu erwähnen wären. Nämlich
    a) die begrenzten Reserven an z.B. Kobalt und bezogen darauf vor allem die Bedingungen, unter denen es (meist im Kongo) gewonnen wird,
    b) der in Deutschland vorherrschende Strommix, der zu ziemlich genau der Hälfte (Quelle: Fraunhofer-Institut https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/news/2020/nettostromerzeugung-in-deutschland-2021-erneuerbare-energien-erstmals-ueber-50-prozent.html) noch immer aus nichterneuerbaren Energien besteht und
    c) das Kohlendioxid, das nicht anfallen würde, müsste dieses neue Auto gar nicht erst hergestellt und könnte das alte Auto somit weiterbewegt werden, wodurch dem E-Auto sozusagen ein Handicap mit in die Wiege gelegt wird, welches erst einmal viele Kilometer elektrischen Fahrens erfordert, dieses wieder wettzumachen.

    Das Elektroauto (und ich fahre selbst eines) ist m.E. momentan kaum allumfassend nutzbar und man sollte sich sehr genau überlegen, wofür man es einsetzen wird. Im urbanen Gebrauch gibt es kaum besseres sieht man einmal von anderen Fortbewegungsarten als dem Autofahren ab. Aber auch da kommt es schon stark darauf an, wo man wohnt und wie der ÖPNV dort funktioniert. Auf der langen Strecke wird es wahrlich „eine Glaubensfrage“. Ich zumindest verschwende ungern Zeit für das Auftanken unseres Autos. Denn wenn die Familie schon 800km entfernt wohnt, der Urlaubsort vielleicht im Süden gewählt wurde, der Zug bei 3 Personen + Hund schon unverschämt viel Geld und von Tür zu Tür noch mehr Zeit kostet (mal abgesehen von der Schlepperei mit den Koffern), dann bleibt keine sinnvolle Alternative zum Auto. Klar, Skype, Zoom, Teams und wie sie alle heißen sind auch schön, aber eben wenig real. Also stünde man hier an der Stelle, wo man sich für 2 Autos stark machen müsste.
    Man könnte aber auch alles in einem haben, wenn nicht so verbohrt auf die Entwicklung der E-Autos hingearbeitet würde, die meiner Meinung nach kein langes Dasein fristen werden in der Menschheitsgeschichte. Warum sich also nicht intensiv(er) der Entwicklung der Wasserstoffautos widmen ? Da stimmt doch – bis auf die deutlich schlechtere Energiebilanz gegenüber Verbrenner und E-Autos – so ziemlich alles: man kommt weite Strecken auch mal „am Stück“, man fährt sauber und könnte eigentlich ein gutes Gefühl haben. Denn den Wasserstoff kann man so gut wie ohne Abfallprodukte herstellen. Sonnenenergie gibt es ja (fast) umsonst. Und auch Wasser ist in großen Mengen verfügbar. Noch dazu geht es ja auch nicht verloren, da es ja aus dem Auspuff später wieder heraustropft. Nur tut eben kaum noch ein Hersteller wirklich viel in Richtung dieser Technologie – und wenn, dann nur „mit angezogener Handbremse“ – da die Regierung sich entschlossen hat, die E-Mobilität auf Teufel-komm-raus zu fördern und somit für die Hersteller hier das meiste Geld zu holen ist.
    Ich hätte mir nie ein E-Auto gekauft, wenn ein halbwegs preisgünstig verfügbares Wasserstoffauto am Markt und die Infrastruktur zum Tanken verfügbar wären. Geredet wird über die Tankstellen schon lange aber laut H2 (https://h2.live) gibt es aktuell gerade mal 92 davon in Deutschland. Da gibt es sicher mehr Tankstellen in Berlin, Hamburg oder München. Für das Tanken von meinem Wohnort müsste ich insgesamt fast 50 km hin und zurück fahren wenn es nur ums tanken ginge.
    Von daher glaube ich, dass wir momentan „in die falsche Richtung laufen“. Vor allem mit der immensen Förderung von E-Autos. Und das auf Kosten vieler Steuerzahler, die sich selbiges gar nicht einmal leisten können. Insofern scheint mir das auch eher als ein grünes Mäntelchen der Regierenden aber auch ein „Fähnchen in den Wind hängen“, weil es eben momentan gut ankommt beim Wähler…

    • Oh man, da fordert jemand „eigtl“ 2 Autos da das eine für den einen Bereich besser als das andere ist.
      Das eAuto kann kaum alles abdecken…
      Ja warum auch, das Verbrenner Fahrzeug kann es ebenfalls nicht.
      Daher wähle ich auch einen Kompromiss der die allermeisten Dinge des Alltags abdeckt. Das war früher zb ein Fahrzeug der Golfklasse, kompakt und trotzdem groß genug für die Familie. Dabei ausreichend motorisiert und trotzdem sparsam.
      Für den Umzug und den 2000kg Wohnwagen war der trotzdem nicht geeignet…also nach der Aussage nicht brauchbar…
      Oh ja das böse Kobalt ist natürlich endlich und garantiert nur nutzbar wenn es aus Kinderhand aus dem Kongo stammt.
      Komisch das es dort nahezu kein Kobalt gibt welches nicht mit Kupfer in Kombination gewonnen wird….da ist es aber anscheinend kein Problem?
      Übrigens das meiste Kobalt für Fahrzeugakkus stammt nicht aus dem Kongo und wenn doch dann aus offiziellen Minen auf denen Kinderarbeit verboten ist.
      Ja die Endlichkeit der Ressourcen, beim eAuto wird’s problematisch, beim Öl aber nicht?
      Wieviel Prozent des für Mobilität genutzten Öls werden eigtl recycelt? Ich meine man arbeitet ja bereits etwa 140 Jahre intensiv an und mit dieser Technologie.
      Also bei den Akkus ist man bei 91% angekommen (Firma Duesenfeld) das größte Problem ist da aber der Mangel an Akkus zum Recycling weil die Teile einfach nicht kaputt gehen wollen.

      Und jetzt des deutschen liebstes Kind, der Wasserstoff als die Allheilmittelantriebsenergie….
      Ja eigtl ne geile Idee, wäre da nicht der Energie und Ressourcenbedarf.
      Laut KiT (Karlsruhe Institut of Technology) braucht ein BatterieElektrischerPKW etwa 22-23kWh je 100km inkl aller Verluste im Netz und beim Laden.
      Ein FCell Fahrzeug dieser Kategorie aber über 130kWh für die identische Leistung…denn Wasserstoff ist extrem ineffizient weil die Wasserstoffbindung im Element so stark ist, dazu ist es bekanntermaßen das leichteste Element überhaupt und es hat die dumme Eigenschaft durch alles diffundieren zu können…also braucht man eine extrem aufwändige großvolumige Tankanlage die Höchstdruckbeständig ist, denn im Auto wird Wasserstoff mit über 700 bar getankt, das führt zu einem sehr hohen Energiebedarf für den Verdichter und zusätzlich Energie zur Wärmeabfuhr.
      So läuft laut Linde ein Verdichter an einer Tankstelle mit 43kW Leistung und benötigt etwa 35Minuten um die typischen 4-5kg Wasserstoff zu bunkern.
      Dann schaut man sich mal die Fahrzeuge an.
      Toyota Mirai hat Abmessungen Format Tesla Model S bei Platzangebot kleiner Hyundai Ioniq Elektro aber ähnlichen Fahrleistungen wie der Ioniq. Wobei der Mirai ein 4 Sitzer ist, der Ioniq hat 5 Plätze.

      Strom gibt’s überall in Europa und nahezu dem Rest der Welt.
      Wasserstoff in Deutschland an 86 Stellen.

      Also ist ihr Beitrag eigtl das übliche bashing gegen eMobilität.

      Übrigens wer ein Problem mit Kinderarbeit hat (was löblich ist!) Soll bitte auf den Verbrennungsmotor verzichten, denn dieser sorgt dafür das im Kongo Kinder arbeiten müssen…weil das „Bio“ im Kraftstoff zwar pflanzlich aber nicht ökologisch ist und dafür sorgt das die ärmsten der Welt sich ihre Nahrungsmittel nicht mehr leisten können….

      Übrigens hoffe ich dann auch das auf Kaffee und alle Produkte verzichtet wird die Kakao enthalten, denn diese gibt es nur mit Kinderarbeit, übrigens genau wie alle Textilien die außerhalb Europas gefertigt werden….

      Schönes Wochenende….

    • Danke Kay, Du sprichst mir aus der Seele.

      Im Prinzip wäre man heute sicher schon viel weiter, wenn die Weichen seitens Politik und Wirtschaft früher gestellt worden wären und die Öl-Lobby weniger stark gewesen wäre.
      Jetzt wo das ökologische Bewusstsein bei Wählern und Käufern wächst, wird das „Batterie bzw. Akku“ E-Auto übers Knie gebrochen und als Zukunft versprochen. In 10 Jahren wird dann vermutlich wieder der Zeigefinger erhoben und möglichst schnell alle E-Autos mit Brennstoffzelle oder „umweltfreundlicherer“ Speichertechnologie ersetzt. Während nur ein Bruchteil der bis dahin verbauten Akkuzellen wirklich recycelt wurde

      Hoffentlich berücksichtigt die Industrie, das E-Fahrzeuge später leicht auf neue Energie- oder zumindest modernere Speichertechnologien umgerüstet werden können. Aber da die Industrie an neuen Fahrzeugen mehr verdient als an einem Upgrade, …

      • Warum sollte etwas das 4-6 mal soviel Energie benötigt (ACHTUNG die muss irgendwie gewonnen werden!) denn umweltfreundlicher sein?
        Die FCell verbraucht extrem viele seltene Ressourcen, auch seltene Erden. Dazu werden spezielle Tanks benötigt die nach bisheriger Erkenntnis nicht recycelt werden können….nicht vergessen das die 800 bar aushalten müssen….bei 30 bar Flüssiggas haben schon die meisten den köttel in der Hose.
        Dazu ist das FCell nichts anderes als ein Elektroauto nur das zusätzlich eine Brennstoffzelle, mehrere Kreisläufe und Filter die tlw sehr teuer sind verbaut werden müssen.
        Zum Thema übers Knie brechen…ja das hat man damals auch gesagt…schönen Gruß vom Dorfschmied der keine Hufeisen mehr verkaufen konnte…
        Zum Thema zu schnell….noch bekannt das Frau Merkel gesagt hat das 2020 1 Millionen eAuto auf unseren Straßen sein werden? Nicht? Hat sie aber erzählt….übrigens sie hat sich um 1-2 Jahre verschätzt…bzw. zu lange verhindert…denn der Takt wird nicht von Deutschland sondern von China bestimmt;) die haben im Jahr mehr Neuzulassungen für reine BatterieElektrischenVehikel wie Deutschland Neuzulassungen überhaupt im Jahr hat!
        Deutschland ist Mitläufer weil Deutschland vom Export lebt…ohne den chinesischen Markt sind die meisten deutschen Firmen Geschichte!

  7. @Dave: Du hast es einfach nicht verstanden.

    @Jan:
    GÖTTLICH!!!!! (und unzählige Ausrufezeichen mehr..!)
    Einfach nur … ja göttlich geschrieben!
    Du hast mir gerade die ziemlich verhunzte Zeit etwas versüßt! DANKE! 😉

    „DieserDas“ hatte auch mal ein passendes Video gemacht: watch?v=diQdlfNLOzU
    Hatte das auch mal angedacht, aber nie umgesetzt … dann war’s zu spät.

    Man führt so viele endlose Diskussionen mit Merk- und Lernresistenten, die nur glauben, was in den bekannten Medien verpopliziert wird.
    Mittlerweile verliert man manchmal dann auch die Lust zu diskutieren.

    So lange die bekannten Medien hier unsachlich, sachlich falsch, bzw. im Interessenkonflikt mit ihren Sponsoren aus der Verpennerindustrie verstrickt sind …

    Ich kann das auch gar nicht mehr verstehen und nachvollziehen, wie man sich die ganzen Jahre das mit den Verpennern hat antun können. Ne ehrlich!
    Es gibt doch nichts entspannteres, selbst mit meiner Zoe mit dem kleinsten Akku, unterwegs zu sein.
    Oh aber eines gibt es doch: (und das ist ernst gemeint) wenn man an der Autobahnraststätte lädt, dieser Lärm und Gestank von den unzähligen Erdölvernichtern … das ist dann doch schon echt extrem nervig.
    Bei uns am Aldi gibt es nun auch endlich eine Ladesäule, sogar gratis laden, hey diese schiefen neidischen Blicke, wenn ich meine Kleine da anstöpsle, gemütlich einkaufen gehe und dann einfach so, meist mit vollem Akku, davon fahre 😉
    Und die zahlen 1,50 an der Zapfsäule L.M.A.O. 😀
    Und wenn die Sonne brät, Ladung starten, Klima über die Remote starten einkaufen, später in die coole Zoe einsteigen 😉

    Da habe ich auch gleich wieder einen super Artikel zu verlinken 😉

    btw. der Kuh-Sieben hat ein Schaltgetriebe? 😉 Egal. Beim EV wird zu oft zu viel falsch dargestellt, das wird hier vlt. der Punkt dabei sein 😉

    Mach‘ weiter so!

    • @Andreas, Danke für Deine Einschätzung. Sorry habe wohl zu sehr zwischen den Zeilen gelesen und vergessen das humoristische darin zu wertschätzen. Zum Glück hast Du mich ja verstanden 😉

  8. Ganz und gar köstlich und weit mehr als nur amüsant. 🙂
    Jedoch: Schon 2015 hat Tibor Blomhäll vom Tesla Club Sweden diese Idee in seinem berühmten und in viele Sprachen übersetzten Artikel „Test drive of a petrol car“ umgesetzt: http://teslaclubsweden.se/test-drive-of-a-petrol-car/
    6 Jahre später müssen wir uns immernoch mit hanebüchenen E-Auto-Fahrberichten in „offiziellen“ Medien auseinandersetzen, die nur den Schluss zulassen, dass irgendjemand offenbar immer noch genug Geld für Desinformationsskampagnen übrig hat…

    • Auch nicht schlecht, auch nicht schlecht!
      Fehlt dabei nur noch der Vergleich zu Tintenstrahldruckern 😀
      Die bekommt man auch sau günstig und zahlt dann mit den teuren Patronen die Zeche ab.
      Aber da gibt es wenigst Alternativen – wenn auch manche Druckermodelle dann gerne diese Zusammenarbeit evrweigern.

      Wir müssen diese Artikel mehr teilen teilen teilen und unter die Augen der Vibrationsantriebstinker bekommen!

  9. DANKE für diese überaus amüsanten Minuten und diesen wirklich hervorragend ironisch geschriebenen Beitrag 🤣👍

    Hier ein kleiner PERSÖNLICHER Erfahrungsbericht zur E-Mobilität (natürlich auch nicht für jeden so gut umsetzbar)…

    Habe im März 2015 einen Audi A3 e-tron Plug-In-Hybrid gekauft, habe damit in 4 Jahren 95.000km (80-90% beruflich) zurückgelegt, bin dabei mit der netto 6,5kWh „kleinen“ Batterie mehr als 70% !!! elektrisch gefahren und habe bei 204PS Systemleistung einen REALEN Durchschnittsverbrauch von 3,7l/100km gehabt – sprich alle 1 1/2 Monate 1x 40l tanken…

    Seit Mai 2019 fahre ich ein Model S 75D (netto 68kWh) und der Akku wird zu 95% geladen während ich einkaufe oder arbeite (wohlgemerkt Außendienst) und das auch noch meistens kostenlos (keine 100€ Stromkosten für 44.000km bei einem Durchschnittsverbrauch von 19,5kWh/100km) – das heißt ca. 5 komplette Ladezyklen/Monat oder auch 1,2Ladezyklen/Woche an 11-22kW-Ladesäulen!!!

    In 2 Jahren weniger als 10 Ladezyklen am TESLA-Supercharger (trotz free Supercharging – warum soll ich am SC beim Laden warten, wenn es mit 11-22kW ganz nebenbei geht? – ganz nach dem Motto von Ove: „Steht er, dann lädt er“)

    Anm.: Für mich sind außerdem die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer und nicht nur der Kaufpreis ausschlaggebend.

    Auf Langstrecken mache ich sowieso spätestens nach 2-3 Sunden eine Pause, dann kann das BEV auch ruhig angesteckt sein (noch ein Vorteil: ladende Autos können auch schlechter gestohlen werden 😎😄)

    Hier in den Tiroler Bergen im Winter in der Früh beim Zähneputzen die Heizung über die App einschalten und das Auto ist beim Start warm und schneefrei!!!!
    Im Sommer bei 35Grad die Klima aktivieren und mit Kind und Kegel in ein angenehm kühles Auto einsteigen.
    Auch das ein ganz großer Vorteil!

    Dass das Laden auf der Langstrecke (ausgenommen Tesla – Plug & Charge) zur Herausforderung werden KANN, ist wohl auch eine Tatsache, die sich aber in den nächsten Jahren entscheidend verbessern wird (müssen).
    An jeder Tankstelle ⛽️ kann ich mit fast jeder x-beliebigen Karte bzw. Bargeld zu einem fixen Preis, welcher auch noch angezeigt werden muss (so wie auch bei allen anderen Waren im Handel) bezahlen. Nur an der Ladesäule kostet der Strom mit verschiedenen Karten bzw. Apps unterschiedlich viel (wohlgemerkt für das gleiche Produkt! – das gibt es sonst nirgends!) Hier ist wohl die Politik gefordert um diesen Missstand zu beseitigen.

    P.S.: Wir Besitzen auch noch einen VW EOS (Benziner mit „Klavierpedalen“ 🤪 und Rührhebel) und jedesmal wenn ich abwärts fahre und die Bremse drücken muss, weil ich die Energie nicht zurück gewinnen kann, kommt es mir schon nach 6 Jahren E-Mobilität etwas seltsam vor!

  10. Ein kurzes Hallo in die Runde – nur, damit auch mal ne Frau kommentiert hat. 🙂 (Autos sind halt immer noch das Lieblingsspielzeug des Mannes – immer wieder süß, wie eifrig sich die Jungs da in Details vertiefen können.)

    Aber im Ernst: Amüsanter Artikel – geistreich wie alles vom Graslutscher.

  11. Danke!
    Hat sehr viel Spaß gemacht zu

    Eine Bitte an alle „wir müssen es regeln, einschränken, verbieten“-Menschen:
    Lasst es einfach, es nervt verdirbt den Tag.

  12. Mir ist schleierhaft, woher das Gerücht kommt, dass Wasserstoffautos nicht förderfähig sein sollen. Das sind Elektroautos, vergleichbar den batterieelektrischen und sie unterliegen den gleichen Förderkriterien.
    Wenn einem das Angebot zu gering ist, ist die Industrie der richtige Ansprechpartner und nicht die Regierung.

    Bei der Tankstellenanzahl sollte man sich halt mal die Kosten für eine Wasserstofftanksäule ansehen und mit denen einer Ladesäule vergleichen. Ladesäulen sind viel billiger und trotzdem gibt es davon viel zu wenig. Wer soll dann in Wasserstofftankstellen investieren, die dann mangels Fahrzeugen kaum genutzt werden?

    Ach ja noch einen Hinweis zum Betrieb von Verbrennern: Statt das Bremspedal zu treten könnte man auch zurückschalten und die Motorbremse nutzen. Reduziert den Bremsenabrieb und den Verbrauch. Ist zwar keine Rekuperation (obwohl bei bei aktuellen Modellen mit angepasstem Lichtmaschinenbetrieb doch ein bisschen), aber immerhin.

  13. Sehr witziger Artikel und toll auf den Punkt gebracht. Wenn er mit DEM Stromer 9 Stunden für 550 km braucht, muss er ihn an seinem Laptop aufgeladen haben.
    Komme gerade die 740 km von Cuxhaven nach Stuttgart mit einem 75 kw Akku. Fahrtzeit inkl. Laden 8,5 Stunden. 3 Ladestopps à 30-40 Min. Kaffee, Füße vertreten, weiter geht’s. Schon klar, mit einem Verbrenner kann man die Strecke ohne Pause in 6,5 Std. dübeln. Aber sinnvoll, sicher und gesund ist das nicht. Und klimaschonend schon gar nicht….

    • Nur als Anmerkung am Rande:
      von Cuxhaven nach Stuttgart mit der Bahn klappt übrigens in etwa 7 bis 7,5 Std.
      Kaffee, Lesen, Hdy, Laptop, oder sogar Relaxen/Schlafen ist dabei (fast) nonstop möglich
      Und Füße vertreten geht im Zug oder am Bahnhof mindestens ähnlich gut wie an der Ladesäule auf der Raststätte.
      Schon klar, mit einem E-Auto kann man die Strecke in 8,5 Stunden dübeln. Aber sinnvoll, sicherer und gesund ist das vermutlich nicht 😉
      Die Züge sind zu 95% übrigens Stromer und fahren zudem sowieso.

      • Züge sind bestimmt toll, aber meistens nur wenn du von Bahnhof zu Bahnhof in Großstädten musst. Das wurde aber alles schon bis zum Erbrechen diskutiert…
        Kurz gesagt: Für manche toll, für andere nicht zu gebrauchen.

  14. Klimaschonend sind 740km in (***beliebige Zeit eintragen***) ebenfalls nicht. Da spielt es keine Rolle welche Art der Energieumwandlung stattfindet.

    Wenn doch, dann kaufe ich mir morgen ein (E-)Auto und nutze nicht mehr den Bus. Ein Hoch auf die Umwelt.

  15. Im Job ein kleiner „Elektriker“ für den Betrieb, im Sekretariat zu reservieren, ladet über Nacht auf – da ist so ein Elektroquirl auf Rädern roll. Bowling-EM mit 40kg. Sportgepäck & a bissl Gwand x 2 Personen Odense – Wien mit Diesel – ohne Stress 12 Stunden mit kurzen Pausen und sicherheitshalber in Salzburg nachgetankt. Anderes Jahr – Norköping – Wien rd. 1600 km mit 1 Übernachtung. 2 Beispiele, die zeigen, dass es KEINE generelle Weisheit gibt, elektrisch beides eine Wochenreise und nicht nach Sehenswürdigkeiten oder netten Quartieren zu buchen, sondern Nach Steckdose im Irgendwo. In der Stadt seit Jänner knapp 1.000 km zufolge Jahreskarte Öffis & Rädern & a bissl gehen schadet auch mit 70 nix.

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