Matussek ist wohl homophob. Endlich gibt er es zu.

Danke, Matussek. Gerade wurde mir das Schreiben von Artikel nur zu veganen Themen etwas langweilig, ausgerechnet da vergessen Sie vollkommen, Ihren Erstentwurf von irgendwem auf grobe Fehler gegenlesen zu lassen und veröffentlichen ihn einfach so. Viele Bekannte vermuten, Sie würden das gar nicht ernst meinen. Bei Sätzen wie „Wer nicht begeistert über Schwule spricht, ist gleich ein Schwulenhasser.“ fällt es wirklich schwer, Satire von ernstempfundener Angst vor Andersartigkeit zu trennen. „Ich bin wohl homophob. Und das ist auch gut so“ – Wow. Das ist selbst für Ihre an Verwirrtheit und offener Hetze kaum zu übertreffenden Artikel ein Meilenstein in Richtung journalistischer Bedeutungslosigkeit. Dieser Satz wird auch durch die versuchte, um Abschwächung bemühte Ironie, nicht weniger ekelhaft. Der Versuch, „Homophobie“ wie ein beliebiges Label zu verwässern, so dass die Selbsttitulierung am Ende irgendwie gerecht wirkt, gerät am Ende zu einer hilflosen „So bin ich halt, toleriert meinen Hass, dann toleriere ich blöde Schwuchteln“ – Geste.

metti

Sie waren mit der Maischberger-Sendung nicht zufrieden. Ihrem Freund hätte man die Analogie „Wahrscheinlich darf ich jetzt auch in Gegenwart eines Rollstuhlfahrers nicht mehr von meinem Wanderurlaub erzählen, weil das kränkend sein könnte“ unfair ausgelegt. Die hinkt aber auch leider wie C3PO auf nur einem Bein. Sie dürfen gerne allen Rollstuhlfahrern von all Ihren Wanderurlauben erzählen. Die Frage ist viel eher, ob man einem Rollstuhl-Basketball spielenden sagen sollte, er betreibe einen defizitären Sport. Denn das tun Sie, wenn Sie Homosexuellen allen Ernstes eine defizitäre Liebe attestieren.

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Sorry Jan, aber vegan ist doch total ungesund! Muss los, mein Hot-Dog-Wettessen fängt gleich an . . .

Das ist echt immer putzig! Nee, wirklich, ich bin schon gar nicht mehr sauer, wenn dieser Unsinn kommt, weil es auch echt nicht leicht ist, aus allen Medien die ganze Metzgerei-Propaganda herauszufiltern. In einem normalen Fleisch-Haushalt steht man ja 18 Jahre lang wie ein Kind vor dem Kotelett-Prediger und bekommt währenddessen ständig erzählt, Eiweiß sei nur in Fleisch und Zähne und Knochen würden ohne Kuhmilch verkümmern, von ähnlich gepolten Erziehern in Kindergarten und Schule ganz zu schweigen. Ging mir selbst ja auch mal so, den ersten mir bekannten Veganer habe ich nach genau diesen Sachen gefragt (hoffentlich war ich nett).

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Da muss man einfach mal realistisch bleiben: Auch 2014 ist Veganismus auf den meisten Parties ‘ne Randerscheinung, das wird einfach schnell zum Thema weil weit weg von der Norm. Ich empfehle für interessiertes nachfragen ein bißchen Wohlwollen und Geduld, denn eine gesunde Neugier im Falle von subjektiv außergewöhnlichen Geschichten haben wir doch alle: Wenn man mit jemandem ins Gespräch kommt, der Blauwal-Besamer ist, dann stellt man dem ja auch genau die Fragen, die unsere 3 Vorgänger auch schon losgeworden sind. Ist das nicht ziemlich viel Sperma? Wie bekommt man den Blauwal dazu, stillzuhalten? Passt so eine künstliche Blauwal-Vagina in einen Smart?

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Organhändler boykottieren? Du Spinner, die Opfer sind doch alle längst tot!

„Neulich habe ich mal wieder Gänsestopfleber gegessen, schmeckt einfach ganz köstlich! Was? Ja klar ist das barbarisch, wie man den Tieren da mit einem scharfkantigen Metallrohr enorme Mengen Maisbrei in den Rachen pumpt, sterben ja auch genug an der Prozedur… aber was kann ich dafür? Ich kauf das Zeug ja nur! Wenn irgendwelche empathielosen Gestalten diesen kranken Mist abziehen finde ich das zwar schlimm, aber jetzt liegt die eingedoste Leber-Zirrhose ja schon mal im Supermarkt rum, da kann ich auch zugreifen. Sonst hätte das Tier ja ganz umsonst gelitten! Was? Aha… aha… Angebot und Nachfrage? Das sind doch irgendwelche hochtrabenden Banker-Begriffe aus der Finanztheorie! Willst Du damit jetzt sagen ich bin schuld daran was irgendwelche verrückten Franzosen abziehen? Die Tiere werden doch sowieso nur zum essen gezüchtet“

die armen delfine

Um es kurz zu machen: Ja.
Ich weiß, der fliegt recht tief. Aber ich habe das in abgewandelter Form wirklich schon ziemlich oft gehört von den Bernds und Ophelias dieser Welt. Es wäre zwar wünschenswert, dass die das alle nicht wirklich ernst gemeint haben, aber recht unwahrscheinlich.

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Guten Tag, ich hätte gerne 2 Kilo Sojahack in Oktaeder-Form bitte.

Braun Kafffeemaschine rosa2

Ok, jetzt habt Ihr mich! Mir hat jemand die Augen geöffnet – diese ganze vegan-Nummer hatte ja immer schon so ein Geschmäckle (HA HA!), aber jetzt weiß ich ganz sicher, dass das eine zutiefst irrationale Ernährung ist. Nein, kein zurück, ich war schon beim Fleischer und habe mich zuhause in eine Badewanne aus Gehacktem gelegt, um meiner Natur gerecht zu werden. Die Evolution hat sich schon was gedacht bei unseren Reißzähnen! Ich trage wieder Chicken-Wings-Ohrringe und stehe dazu.

Wir hatten um Weihnachten nämlich vegan bekochten Besuch zur Wintersonnenwende geladen und der brachte es ganz schlüssig auf den Punkt: „Wenn das mit dem vegan wirklich Sinn machte, dann würdet Ihr ja nicht alles wie Fleisch formen!“. Tja, was soll man da sagen? Recht hat er, der Mann

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IT’S ALIVE!!!

Yeah!

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Endlich, nach Monaten voller Entbehrungen, Kämpfen mit PHP-Versionen und sync-faulen DNS-Servern, ist der heisse Scheiss hier live!

Ja, alle, die meine FB-Beiträge kennen sehen hier erst mal fast „nur“ die alten Texte. Aber wer genau hinschaut wird erkennen, dass ich sie mit pfiffigen Bildern aufgepeppt und hier und da ist ein Pixel-Easteregg versteckt – wer es findet, kommt in den Genuss ganz privater Bilder vom Graslutscher! Außerdem natürlich ein brandneue Beitrag, bei dem die Druckerschwärze quasi noch nicht ganz trocken ist!

Ich gelobe eine unmenschliche Frequenz an originellen neuen Beiträgen, 2014 wird sicherlich großartig. Jetzt muss ich in die Küche, den Salat schwenken.

P.s.: Wer keinen Bock auf RSS-Feed hat der kann auch das entsprechende Facebook-Profil liken, um neue Beiträge zu bekommen: https://www.facebook.com/graslutscher

Palim palim, einmal 25 Hunde bitte…

„Suhlkötter, hallo?“
„Ja guten Tag, Schlonz mein Name, ich rufe wegen der Hunde an“
„Ja, da sind Sie bei mir richtig, ich habe inseriert.“
„Prima, sind noch alle da?“
„Ja, Sie sind der erste der anruft“
„Das ist ja klasse! Kann ich morgen Nachmittag vorbeikommen? Ich nehme sie auf jeden Fall.“
„Ja, können Sie. Aber welchen denn? Wir haben insgesamt 25 Welpen“
„Ich will sie alle”
Greyhound_Puppies
“Alle?“
„Aber ja doch!“
„Aber… Moment, haben Sie den genug Platz, um 25 Hunde groß zu ziehen??“
„Ja, wir haben einen großen Hof, und so groß sind sie ja nicht“
„Äh, halt, wir verkaufen nicht an Züchter! Nur an private Halter!”
“Ich bin kein Züchter, die sind alle für mich“
„Das gefällt mir irgendwie nicht. Haben Sie denn schon andere Hunde?“
„Gute Frau, natürlich! Wir haben ständig Hunde hier, wir sind 100%ig auf sie eingestellt!“
„Was heißt ständig? Wie viele haben Sie denn schon?“
„Ooooh, schwer zu sagen… in etwa …. soo… um die 120.”

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Du isst immer so komische Sachen, Jan… Herr Ober! Wir hätten gerne 2 Kilo Pansengulasch!

„Haha, schau mal, die essen Saitan! Sai – Tan, wie das klingt! Klingt wie Seetang! HAHAHA, wie Seetang!! Die essen Seetang!! Haha“ *weiter die Strasse runtergeh* „hahaha…“ *leiser werd* „Seetang…“ *In Dönerladen einkehr* *aus Dönerladen rauskomm* *In altes Lammfleisch reinbeiß* „hahaha, Seetang…“. Ich beobachte das an einem Restauranttisch im freien sitzend, und schaue Saitan-Vöner essend den Teenie-Klonen hinterher.

Vöner

Jau, klingt voll wie Seetang,  war auch direkt mein erster Gedanke… Und auch wenn ich das Konzept „Sachen nur dann essen wenn sie ein lautmalerischer Volltreffer sind“ in etwa so sinnvoll halte wie Bücher nach Klappentext zu lesen und CDs nach Cover auszusuchen, so hätte ich bei dem Spiel wohl mal echt die Nase vorn, oder? Schade, dass ich Euch gar nicht kenne, denn sonst würde ich einfach bis zum nächsten gemeinsamen Brunch warten und mich ähnlich aufführen. Ok, Seetang klingt nicht so wahnsinnig napfig, aber Ihr packt Euch den Teller da unter Anderem mit Schimmelkäse voll. Und das klingt nicht etwa vermeintlich nach Seetang, das reimt sich sogar auf Sachen die bei unhygienischen Männern unter der Vorhaut kleben. Und die erste Assoziation zu „Gulasch“ ist wohl auch nicht gerade die Auslage im Feinkostgeschäft.

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Die Wirren des jungen Pollmer / warum laut Udo alle Vegetarier frierende Nazis sind

Udo, wir müssen reden. Deine Tante Mechthild und ich, wir machen uns langsam wirklich Sorgen. Wir fanden es schon befremdlich, als Du den Postboten des Hausfriedensbruchs bezichtigt hast – ich weiß, irgendwer legt Dir ständig Hasenköttel in den Briefkasten, aber der Mann macht nur seinen Job – bzw. jetzt ja erst mal nicht mehr. Ich werde beim Prozess übrigens nicht für Dich aussagen, Bärenfallen gehören einfach nicht in den Vorgarten.

wirdürfenhiernichtrein klein

Und dann hast Du der Mampf-Journallie wieder ein Interview gegeben – obwohl wir Flyer an alle Redaktionen geschickt hatten, mit einem kleinen, durchgestrichenen Bildchen von Dir und der Anweisung „Wir dürfen hier nicht rein“. Du hast diesen armen Leuten erzählt, die vegetarische Bewegung stamme aus dem 3. Reich, Vitamin C bekäme man idealerweise aus roter Wurst und generell würden alle Veggies frieren, weil sie zu wenig essen.

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Kinder des Saitans vs. Salamisten

„Ey Jan, Du gehst mir mit Deiner Tierscheisse auf die Nerven!“

Zeugen des Schnitzels

Spinnt der? Ein Klassiker… ich weiß ja, Bernd, das Klischee ist so schön griffig und liegt echt gut in der Hand, warum nicht ein Bißchen auf jemanden eindreschen damit – aber ist das nicht irgendwie unfair? Nur mal so fürs Protokoll: Ich wollte gar nicht groß über „meine Tierscheisse“ reden! Auch wenn mir das Thema echt am Herzen liegt und ich mich da auch engagiere – wenn Freunde mich zum Essen einladen dann will ich in der Regel einen lustigen Abend haben – um Themen wie Bodycount im Nahostkonflikt, Knabenbeschneidung und vegane Ernährung mach ich da aus Stimmungsgründen gerne einen Bogen. Ich würde jemanden auch irgendwann nicht mehr einladen, wenn der meine Partys regelmäßig in Blutfehden verwandelte. Deswegen habe ich vorhin kommentarlos meine (ohnehin täuschend echt aussehende) Wheaty-Wurst auf den Grill gelegt und mein Empty-Cages-Shirt zu Hause gelassen.

Wir hätten ganz banal darüber fachsimpeln können, ob Luke und Leia Sex hatten bevor das mit Han losging oder welches schnöselige Apple-Gadget das unnützeste von allen ist. Aber nein, das war alles nicht mehr möglich, nachdem die Gastgeberin recht beiläufig erwähnte, dass der Nudelsalat vegan ist. Seitdem läuft Dein Großhirn auf Autopilot und die Hypophyse hat die Kontrolle über Dein Sprachzentrum übernommen.

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Das Plastiktüten-Paradoxon

Eeehm, Seriously? Jauch würde fragen “Wollen Sie nicht doch noch mal einen Joker nutzen?“

mann mit kleinem Penis

Lieber Bernd, ich weiß schon, es ist einfach bequemer, den erstbesten aus den Gehirnwindungen plumpsenden Gedanken in die Tasten zu tackern – vielleicht einfach mal 10 Sekunden sacken lassen und in sich hineinhorchen, ob das Logik-Zentrum vielleicht doch unter Schmerzen aufheult oder das Nonsensometer deutlich ausschlägt – in dem Fall kann man die Frage auch einfach runterschlucken. Aber ok – auch wenn ich mir vorkomme als antwortete ich auf eine irreführende Suggestivfrage eines schmierigen Großkonzern-Anwalts: Ja, ich verwende auch mal Plastiktüten. Ich bin jetzt nicht gerade ein Großabnehmer, gehöre aber zu den Leuten, die unfreiwillig Unmengen dieser praktischen, wiederverwendbaren dm-Tragetaschen im Keller horten, da ich grundsätzlich vergesse, sie zum einkaufen wieder mitzunehmen. Wenn ich dann an der Kasse stehe und mit Wehmut an die 150 Mehrweg-Behältnisse in meinem Keller denke, die ja leider auch nicht nur aus biologisch abbaubarem Rindenmulch hergestellt sind, dann lasse ich mir die Jogging-Schuhe oder den neuen Lego-Kram schon mal in die (dort) alternativlosen Plastikteile einpacken.

UND? Was sagt der Herr Anwalt jetzt?? Das war ja eine Rückfrage darauf, dass ich kein Fleisch esse. „Was, kein Fleisch – aber kaufst Du dann auch keine Plastiktüten??“

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