Die Anti-Moralpredigt im ZEITmagazin

Das war lustig!

Mir wurde heute  nein, gestern (verdammt, die Zeit rast) letzten Freitag der Text einer Autorin vom Zeit-Magazin in eine Diskussion kopiert:

zitat raether mittel

Zuerst dachte ich, ja, ganz witzig, aber nicht überspitzt genug. Dann, ganz langsam, schlich sich eine dunkle, furchterregende Ahnung in meinen Neocortex: Es könnte eine geringe Wahrscheinlichkeit bestehen – ja, womöglich, gegen jeden gesunden Menschenverstand, könnte es sein, dass … die Autorin das am Ende ernst meint??? Ein Blick auf die FB-Seite des netten Kalendersprüchleins bestätigte meine schreckliche

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Wer seine Kinder in Kitas bringt kann sie auch gleich einsperren und umbringen

Nein, das ist nicht der Titel vom nächsten Matussek-Buch (hoffe ich!). Und bevor mir liebende Eltern einen Shitstorm in die Kommentarspalte kleben: Das ist nicht meine Behauptung sondern der neueste Geistesblitz eines älteren Herrn, der schon durch Artikel wie „Wer Tierrechte will, bahnt der Euthanasie den Weg“ unangenehm auffiel. Lustigerweise ist beiden „Artikeln“ gemein, dass der großspurigen Behauptung recht wenig einleuchtende Begründungen folgen – stattdessen beschränkt Eckhard Fuhr sich darauf, seine spärliche Munition auf von ihm selbst mühsam konstruierte Strohmann-Argumente abzufeuern.

Artikel-Screenshot

Ach so, der neueste Erguss trägt natürlich nicht wirklich den Titel wie mein Blogbeitrag hier. Er fordert etwas weniger konkret: „Eigentlich müsste die Tierrechtsbewegung die Schließung von Kindertagesstätten genauso fordern wie die Abschaffung der Kälberboxen“. Und zwar weil Kinder in Kitas schon mal schreien, wenn die Mutter sie in die dortige Betreuung abgibt. Der Trennungsschmerz  sei so groß, dass es praktisch der gleiche Vorgang sei, wie wenn man einer Milchkuh den Nachwuchs entreißt. Und da sei es ja irgendwo befremdlich, dass Tierrechtler und Veganer gegen Milcherzeugung sind aber nicht gegen Kita-Betreuung. An der Stelle weiß man auf Anhieb nicht genau, ob Fuhr diesen geisteskranken Vergleich bringt, weil er keine Ahnung von Kita-Betreuung hat oder weil er keine Ahnung vom Leben einer Milchkuh hat oder beides.

Eine 5-minütige Recherche hätte ergeben, dass

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Omni-Presseperlen (I)

Prädikat NarfIm deutschsprachigen Blätterwald liest man ziemlich oft Sachen, die mir schon beim überfliegen ziemlich bizarr vorkommen. Sie wurden geschrieben von Autoren, die Fleisch essen normal finden, abgenickt von Redakteuren, die Fleisch essen normal finden und sind im Schlusslektorat gegen gelesen worden von Menschen, die Fleisch essen normal finden.

Die unfreiwillige Komik würde sich mir auch nicht erschließen, würde ich welches essen. Als jemand, der sich die Welt täglich aus der Sicht der Tiere vorstellt, sind sie hingegen recht offensichtlich. Da ich keine Zeit habe, sie alle einer kritischen Würdigung zu unterziehen und der Umfang das meistens auch gar nicht rechtfertigt bzw. die Autoren keine bewusste anti-vegetarische Position einnehmen, werde ich diese Texte einfach nur kurz kommentiert sammeln.

Über entsprechende Fundstücke bin ich dankbar, gerne auch per Mail an graslutscher@gmx.net

Die Premiere macht der aktuelle Spiegel, Seite 47:

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