21 comments on “Wie die Huffington Post in nur 1,5 Stunden unter ZEIT ONLINE – Niveau fiel

  1. Normalerweise beruhige ich mich immer, wenn ich nach einem so abgrundtief schlechten Artikel deine Kommentare dazu lesen kann. Aber diesmal war der Artikel so schlecht, dass noch nicht mal das reicht. Ich habe zum Beispiel fest damit gerechnet, dass du dich darüber auslässt, dass er die Atkins-Diät als positives Beispiel bringt. Oder über die vegane erektile Dysfunktion. Da war ich echt fassungslos. Auf der anderen Seite: Alles was in diesem Artikel steht ist falsch, verdreht, unlogisch… Und das alles zurechtzurücken ist unmöglich. Da musstest du dich offensichtlich entscheiden, was du kommentierst.

    Als ich den Artikel gelesen habe, musste ich daran denken, wie ein Dozent – in einem anderen Zusammenhang – mal von gefährlichem Halbwissen geredet hat. Den Begriff fand ich eigentlich für diesen Artikel erst sehr passend. Aber ehrlich gesagt ist das noch zu schmeichelhaft. Das ist noch nicht mal Halbwissen, das ist überhaupt kein Wissen. Da hat offensichtlich jemand ohne irgendwelche Kenntnisse im Bereich der Ernährung wahllos irgendwelche Dinge, die er mal hier gehört, mal da gelesen und offensichtlich nicht verstanden hat, wild durcheinandergeworfen. Und das Schlimmste ist, dass das nicht nur inhaltlich unbeschreiblich falsch ist. Das ist auch unheimlich schlecht geschrieben. Man sollte doch meinen, dass wenigstens ein ganz wenig Zeit und Mühe investiert wird, wenn es darum geht, einen Text sinnvoll zu gliedern (und das hat man nicht dadurch erreicht, dass die Ziffern 1-6 im Text vorkommen), logisch zu argumentieren und sich wenigstens eine einigermaßen erträgliche Ausdrucksweise anzueignen. Wenn man schon eine gesamte Bewegung in der Luft zerreißen möchte, dann doch bitte mit ein bisschen Stil. Das würde ich als Veganer ja besser hinbekommen.

    Mal angesehen davon: Ich bin ein Riesen-Fan von den Unterschriften, mit denen du die Bilder versiehst. Highlight hier: Die Sandspuren.

    • Tja, in der Tat hat Herr Knop so viel komprimierten Müll in den Artikel gepresst, dass ich nicht wie sonst auf alles eingehen konnte, ohne dass das Ganze unleserlich wird. Meine erste Fassung war doppelt so lang.
      Außerdem ist das dann auch imo zu viel Detailarbeit für jemanden, dem an Fakten ohnehin nichts liegt. Frau Zinkant hatte ja tatsächlich richtige Dinge recherchiert, sie aber einfach etwas manipulativ wiedergegeben. Das macht der ja gar nicht, es liest sich wie eine Hater-Kampagne die massiv Cherry-Picking betreibt und sich die Realität an den Artikel anpasst und nicht umgekehrt.

      Ich habe aber noch einen Text von einem anderen Autoren zugeschickt bekommen, der detaillierter auf alles eingeht, den werde ich hier in Kürze als Nachtrag veröffentlichen.

  2. Wie immer, danke für den Artikel ! You made my day !

    Ich bin selbst Journalistin in einer großen Tageszeitung. Leider oder gottseidank sind Journalisten eben auch nur Menschen.
    Irgendwie muss man ja sein tägliches Wurstbrot verteidigen, sein schlechtes Gewissen wegreden und JournalistInnen können es sogar wegschreiben (Ist das nicht herrlich?!).
    Ich bin selbst vegan, ernähre mich gesund und trainiere (weiblich, 53 Jahre, sehr schlank trotz 5 Kindern). Mein tägliches Büromorgenmantra höre ich schon gar nicht mehr von den fehlernährten Kolleginnen: Hach, weisst Du, dass kann ja nicht gesund sein, wenn man Dich so ansieht”, Du musst ja auch mal leben”, “Jetzt iss doch mal was Vernünftiges”, “An Dir sieht man halt schon, dass vegane Ernährung zu Magersucht (!) führen kann”.

    …..das wirkt sich dann halt auch auf die Zeitungsartikel aus.
    Und natürlich bekommt man für so einen Artikel ein Honorar bezahlt, denn man hat ja auch das schlechte Gewissen des Chefredakteurs weggeschrieben. Wie praktisch !

  3. So viel zu Herrn Knop: “Uwe Knop (geb. ´72) ist Diplom-Ernährungswissenschaftler und Medizin-PR-Experte. Er arbeitet seit 1998 im PR- und Kommunikationsbereich der Ernährungs-, Medizin- und Pharmabranche.” … ich glaube viel mehr muss an dieser Stelle auch nicht mehr gesagt werden.

  4. Herr Graslutscher, Sie wollten doch mal auf professionelle Argumente eingehen. Ich hab hier was von einem Troll bei veganesauge:

    “Das Wirre am Veganismus ist halt seine Beliebigkeit bei der Grenzziehung, was Gut und was Böse ist. Und zwar nicht in Randbereichen sondern bereits im Kern. Tiere zu töten bzw. Produkte aus Tieren zu nutzen ist im Veganismus erlaubt, wenn andere die Tiere töten und für Dinge, die Veganer wichtig finden … zum Beispiel für Gemüseanbau, Computer, Spielekonsolen, Handies…”
    “Kinners .. wißt Ihr wirklich nicht, dass für die Kupferkathalyse Tierleim verwendet wird? Jeder Veganer mit Computer und Handy (Kupferkabel) ist also ein böser Tiermörder, der für seine niederen Kommunikations- und Spielgelüste bedenkenlos die Verwertung unsere tierischen Mitgenossen hinnimmt. Wer Apfelsaft für böse erachtet, weil mit Gelatine geklärt, wird doch sicher sein Handy erst recht sofort wegwerfen, ich meine beerdigen? Da ist Essen doch wirklich ethisch höherstehend. Auf das der heilige Stösser über Euch kommen möge!

    Im Übrigen …. für jedes so genannte vegane Lebensmittel werden Tiere bewußt gekillt. Und kommt nicht mit “Unvermeidlichkeit”. Aus ethischer Sicht ist die bewußte Hinnahme einer unvermeidbaren Begleitfolge meines Tuns keine Rechtfertigung. es ist gleichwertig zur bewußten Herbeiführung dieser Begleitfolge.Wenn ich die Begleitfolge nicht will, muß ich die eigentlich nicht verwerfliche Tat halt unterlassen. Auf diesem Zusammenhang beruht z. B. die Figur des “dolus eventualis”, des bedingten Vorsatzes, in der deutschen Juristerei.

    Und wenn man nur irgendwie Tierleid verrnigern will, müßte man zumindest einen Bewertungsmaßstab haben. Aus Sicht der Tierleidverringerung wäre der Walfang veganer als der Getreideanbau, da man mit mit der Tötung nur eines Tieres Tonnen von Nahrungsmitteln und anderen Materialien erhält und zudem noch Millionen von Kleinstkrebsen das Leben rettet. Und wir wollen doch nicht spezieszistisch sein und das Leben eines Krill-Krebsschens niedriger bewerten als das eine Blauwals? […]”

    Würde mich interessieren, wie Sie das auflösen würden, wenn Sie die Zeit haben. Vllt. finde aber auch nur ich das etwas tricky 😉 Evtl. könnten Sie das dann auch gleich direkt dort schreiben: http://veganesauge.wordpress.com/2014/04/13/die-einfachheit-des-veganismus-replik/comment-page-1/#comment-22746

    • Hi Alex,

      Der Vorwurf ist leider weder neu noch besondern stichhaltig

      “Tiere zu töten bzw. Produkte aus Tieren zu nutzen ist im Veganismus erlaubt, wenn andere die Tiere töten und für Dinge, die Veganer wichtig finden”

      Veganismus nimmt ja nicht für sich in Anspruch, dass man damit keinem Tier auf der Welt mehr schadet. Es ist lediglich ein recht effektives Mittel, um Leid zu reduzieren. Oder anders: Vegans just try to suck less”

      Der Punkt ist, dass im Veganismus Dinge “erlaubt” sind, wenn die bei der Produktion getöteten Tiere Kollateralschäden sind und man das Produkt auch ohne diese herstellen könnte. Ja, der Einsatz großer Erntemaschinen hat immer Folgen.

      “Aus ethischer Sicht ist die bewußte Hinnahme einer unvermeidbaren Begleitfolge meines Tuns keine Rechtfertigung.”

      Stimmt, das bringt nur wenig wenn sie alternativlos ist. Wie gesagt, der Verzehr einen Brotes bringt auch einen Bodycount mit sich. Nur ist er eben wesentlich kleiner als wenn ich das Kalorienäquivalent in Fleisch zu mir nehme.

      Zumal der Autor hier Leid ausschließlich an der Anzahl toter Individuen misst. Tatsächlich verursacht bei der Massentierhaltung ja auch der gesamt Prozess der Tierhaltung lange vor dem Töten der Tiere Leid. Wenn man das mit einrechnet ist das Bild eben ein anderes.

      Beim Walfang-Spruch bin ich mir jetzt nicht sicher, ob das echt ernst gemeint ist. Da werden ernsthaft die durch die Waltötung “geretteten” Tiere eingerechnet, die der Wal dann nicht isst. Sorry, aber nach der Logik wäre es ja ratsam, massiv ins Ökosystem einzugreifen und möglichst viele Prädatoren zu töten, um deren Opfertiere zu retten, auch wenn das nachhaltig das ökologische Gleichgewicht ruinierte.

      Das ganze liest sich wie ein großer Strohmann.

    • Diese Argumentation ist mir schonmal über den Weg gelaufen.
      Dafür gibt’s eine ganz einfache Antwort:
      “Nur weil man nicht alles richtig machen kann, muss man ja nicht alles falsch machen.”

  5. Alex, don´t feed the troll….trotzdem: diese Argumente sind (professionell, in welchem Sinne?), eigentllich nur von einer boshaften Bauernschläue, vermutlich von einem ethischen Winkeladvokaten abgesondert. Der Schwachsinn mit dem Walfang steht exemplarisch für die Qualität der anderen “Einwände” gegen den Veganismus. Kommunikation ist reine Lustbefriedigung und Veganer finden Spielkonsolen wichtig, tatsächlich? Was gibts es denn bei dieser Ansammlung von Unterstellungen und Verdrehungen “aufzulösen”? Unsinn bleibt Unsinn! Auf weitere Einzelheiten einzugehen ist pure Zeitverschwendung.

    • “Alex, don´t feed the troll…”
      Aww…lass mir doch den Spaß 😉

      “professionell, in welchem Sinne?”
      Nunja, weil ich zumindest da zweimal drüber nachdenken musste, besonders bei dem Gesetzesdingens. Aber vllt. bin ich auch einfach zu dumm…

  6. Alex, der Kollege hier braucht sich die Arbeit eigentlich gar nicht zu machen, die “Killerveganer-Diskreditierung” wurde schon besprochen.

    http://veganesauge.wordpress.com/2014/03/02/killerveganer/

    (Von einem Leser und mir).

    Und zugegebenermaßen noch viel besser und eingehender hat sich damit Friederike Schmitz beschäftigt. Der Diskreditierungsversuch meines Trolls ist nur eine Abwandlung der “Kollateralschaden-Diffamierung”:

    http://frieschmitz.blogsport.de/2014/02/03/veganes-blutvergiessen-und-die-weidefleisch-fiktion/

    Geiler Blog hier.

  7. Auch auf die Gefahr hin, dass gleich ein veganer Shitstorm über mir hereinbricht, muss ich doch an dieser Stelle ein paar Worte über Attila Hildmann verlieren. Man kann als Person von ihm halten, was man will und das er sich jetzt auch noch ausgerechnet in den USA selbst so verwurstet, sehe ich auch mit Bedauern. ABER: Dank ihm bin ich nach 10 Jahren Vegetariertum endlich vegan geworden. Seitdem habe ich kaum noch Kopfschmerzen, seit über einem Jahr keine Migräneattacke, ich brauche weniger Schlaf und falls mir mal ein böser Alkohol-Kater über den Weg läuft, bin ich den super schnell wieder los. Wie auch immer er sich noch selbst inszeniert in Zukunft, aber dafür werde ich ihm auf ewig dankbar sein.

    • Gratuliere zu dem Erfolg – hätte aber sicher auch ohne Attila geklappt. Wer über ein Mindestmass an intellektueller und moralischer Reflexionsbegabung verfügt, der findet auch anders seinen “Trigger”. Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist, und Vorsicht mit Personenkult und ewiger Dankbarkeit. Die gesundheitlich erstaunlichen Erfahrungen kann ich bestätigen – allerdings ohne die ethische Dimension ist eine vegane Haltung nicht von Bestand, und da mangelt es doch etwas bei Herrn Hildmann mit Lederporsche usw.

      • Danke. Meine Dankbarkeit bezieht sich auch einzig und allein auf die Rezepte, die mir gezeigt haben, dass es total einfach ist, vegan zu leben und sich dadurch soviele Sachen so positiv verändert haben. Ich bemühe mich auch nach Kräften, tatsächlich vegan zu leben und nicht nur zu essen. Wie bereits erwähnt, finde ich seinen Lebensstil inzwischen äußerst fragwürdig. Aber seine Rezepte haben bei mir eben einen Nerv getroffen, weil sie eben auch nicht versuchen zu faken sondern tatsächlich neu sind. Das habe ich vorher nicht verstanden, dass ich so tun soll, als würde ich etwas essen, dass ich ja gar nicht mehr essen will. Aber klar, wenn mir einer vor einem Jahr erzählt, Auto fahren ist voll doof und mit dem Fahrrad kommt super durch die Welt und steht dann plötzlich mit der schlimmsten autotechnischen-Umweltkatastrophe vor mir, ist das nicht mehr glaubwürdig. Ich will bestimmt nicht rassistisch klingen, aber vielleicht sind das auch seine türkischen Gene. (Ich entschuldige mich jetzt schon mal für diesen Satz)

  8. Das Schlimme ist, dass dieser undifferenzierte Unsinn ja trotzdem gelesen wird und bei der nächsten Diskussion als Referenz pro Fleischkonsum herhalten wird…

    • Hallo Claudia,

      schön dass wir einer Meinung sind! Es gibt nichts undifferenzierteres als den geistigen Müll, den hier einige absondern. Und rassistische Kommentare von “Feinschmeckern” sind grad mal die Spitze des Eisbergs!

  9. Ich will bestimmt nicht rassistisch klingen, aber vielleicht sind das auch seine türkischen Gene. (Ich entschuldige mich jetzt schon mal für diesen Satz)

    Bitte in Zukunft anstatt der Entschuldigung einfach nicht so einen Satz schreiben. Wieso sollten denn türkische Gene für ein wie auch immer verfehltes Verhalten verantwortlich sein?

    Nein, das ist nicht rassistisch, da es nicht so etwas wie eine türkische Rasse gibt. Es ist einfach Türken-feindlich. Einfach mal überlegen wie man es fände, wenn jemand zu einem aktuellen Mord sonstwo auf der Welt schreibt, dass der Mörder vielleicht einfach aufgrund seiner deutschen Gene ein Mörder wurde.

    In Zukunft lösche ich so was.

  10. Lieber H0rst,

    wenn ich Deine Kommentare freischalten soll, dann formuliere Sie bitte in Zukunft ohne persönliche Beleidigungen. Sie widersprechen der hier geforderten Netiquette und lassen Deine Aussagen auch nicht zwingend klug oder stichhaltig erscheinen. Im Gegenteil.

  11. Hmmh ist ja interessant, welche Wendung das Ganze hier nimmt, in Anbetracht dessen, dass meine ursprüngliche Intention war, etwas Positives über Attila zu schreiben. Dann überlasse ich es besser den vielen marokkanischen, arabisch-türkischen, deutsch-türkischen Comedians sich über die überproprtionale Häufigkeit sich dicke Autos zu zu legen in manchen Kulturkreisen auszulassen. Die machen damit wenigstens nichts verkehrt.

  12. Das jemand dien Leuten erzählt was Sie hören wollen um Ihren Lebensstil nicht ändern zu müssen, ihnen einen Freibrief für alles ausstellt und daraus eine Verkaufsmasche inkl. Buch und “Experten-Interviews” macht – soweit, so banal. Aber Herr Knopp ziteirt die von ihm angegebenen Studien völlig falsch, zum Teil steht das komplette Gegenteil darin. Herr Knopp ist im höchsten Maße unseriös. Beim ersten Abgleich seiner Aussagen mit den Orginalpublikationen in der pubmed spürte ich, wie mein Blutdruck stieg vor Ärger und ich habe keine Tendenz zur Hypertonie. Wenn sich jemand die Mühe macht die Vergleiche en detail hier darzulegen wäre das auch fein, ich bin nur im Zuge einer Recherche über diesen Herrn gestolpert und musste meinem Ärger einmal Luft verschaffen. Danke.

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