8 comments on “Wer seine Kinder in Kitas bringt kann sie auch gleich einsperren und umbringen

  1. Das Beste an der Sache sind ja die Kommentare unter dem Artikel. Diese ganzen belehrungsresistenten Ja-Sager langweilen mich so.

    • Die Kommentare unter dem Artikel… ja. Geht’s noch?
      Viel gefordertes gilt für vollkommen intakte Familien und wieviele davon gibt es heutzutage noch in Deutschland? Bei der aktuellen Scheidungsquote etc.?
      Ich war eine Weile alleinerziehend und fast alle meiner durch meinen Sohn geschlossenen Bekanntschaften sind es. Ohne Betreuung, bzw. Großeltern oder andere Verwandte, die einem das Kind auch mal abnehmen, ist man in unserer Gesellschaft mit allen Anforderungen komplett überlastet. Als mein Sohn 2 Jahre alt war, hatte ich meinen ersten Burnout und ein Jahr lang Depressionen. Weil ich der Meinung war, als Mutter muss ich das doch alles alleine schaffen können und 24/7 gehört nun einmal dazu.
      Eine Psychologin hat mich dann mühsam vom Gegenteil überzeugt.
      Mein Sohn ging mit 2 1/2 Jahren zu einer Tagesmutter, davor war er nur bei mir zu Hause. Jeden Morgen beim Abliefern das selbe Bild: Er ging durch die Tür und war weg. Kein “Tschüss!”, keine Umarmung. Nur “Juchuuu! Mit anderen Kinder spielen!!”.

      Sowohl in dem Artikel als auch in den Kommentaren wird einfach nur undurchdachter Blödsinn pauschalisiert. Aber bitte in höchst korrekt klingendem Akademikerdeutsch.

  2. Interessant sind in dieser Hinsicht vor allem neueste Studien was die immer frühere Betreuung von Kindern in KiTas mit den Kindern bewirkt. Es hat sich gezeigt, dass ein gewisses Stresshormon, das zu Beginn des Tages seinen Höchstwert hat in der Regel im Verlauf des Tages abgebaut wird. Bei Kindern die früh (unter 2 Jahren!) in die Kita kommen, bleibt dieser Stresshormonpegel allerdings durchgehend konstant! Das ist unabhängig wie “schlecht” evtl. die Eltern sind und wie “gut” die Betreuung in der Kita. Mögliche Spätfolgen dieses erhöhten Stresshormonpegels können Bindungsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite, etc. sein. Da wird aber gerade noch dran geforscht.
    Unterm Strich heißt das nicht mehr und nicht weniger, dass Kinder bis zu einem gewissen Alter einfach ihre Eltern brauchen. Selbst ein noch so liebevoller Ersatz bleibt für die Kinder nur ein Ersatz! Nur leider interessiert das heutzutage kaum jemanden. Erst recht nicht die Politik. Sieht man doch am Beispiel Hessen, ab wann man Kinder schon “abschieben” darf.
    Natürlich ist es immer fraglich inwieweit man Studien vom Mensch auf Tier oder vom Tier auf den Menschen übertragen kann (Tierversuche sind nicht zuletzt deswegen vollkommener Schwachsinn). Aber wer die Reaktion bei einer Trennung, sowohl von Mutterkuh als auch Kalb jemals beobachtet hat, sollte erkennen, dass es hier nicht nur um “etwas” Stress geht. Hier wird in einer der sensibelsten Lebensphasen ein zutiefst traumatisches Erlebnis für beide erzwungen. Bei einem Menschen würde etwas Vergleichbares wohl die notwendigkeit einer lebenslangen Therapie mit sich bringen.

    • Na die Frage wäre schon, wie relevant diese Studie ist, da man rein aus “Studien-Schlagzeilen”, ohne die genauen Hintergründe zu kennen, NICHTS ableiten kann. Wenn man diesem “Ergebnis” folgt, wären z.B. auch die ganzen Leute aus den Neuen Bundesländern ja böse benachteiligt, hätten Bindungsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite etc. Das Problem ist doch eher heutzutage, dass die Leute in den Kitas oft unterbesetzt sind, oft unterqualifiziert, die Gruppen zu groß, dass es immer mehr Alleinerziehende gibt wodurch die Kinder ein ganz anderes Aufmerksamkeitsdefizit haben (nämlich zu wenig Aufmerksamkeit erhalten) etc etc. DAS dürfte das Problem sein, nicht die Kita vor dem Alter von 2 Jahren an sich.

      Für viele Kinder ist es durchaus positiv, auch mal in einem anderen Umfeld zu sein – auch früher war es doch normal, mal eben bei der Oma oder bei der Nachbarin zu sein. Und für ne “artgerechte Aufzucht” braucht man auch andere Kinder und nicht “nur” die Mutter. Das heißt ja nicht, dass man die Kinder ab dem Alter von 2 Monaten jeden Tag für 12 Stunden mal eben abschiebt. Und gerade was Immunsystem etc anbetrifft ist es laut anderer Studien wiederum durchaus von Vorteil, schon vor dem Kindergartenalter in der Kita gewesen zu sein.

      Außerdem helfen Pauschalisierungen eh nicht weiter – was für 90% richtig ist, muss es für den Rest nicht zwingend sein. Solange niemand wirklich leidet, ist durchaus mal etwas Toleranz angebracht.

      Interessant wäre übrigens ne Kontrollstudie, wie der Cortisolspiegel sich bei diesen Kindern über den Tag verteilt dann so entwickelt, wenn das Kind allein ist mit der alleinerziehenden Mutter z.B., oder den fallweise nicht unbedingt fähigen Großeltern. Da ist je nach psychischer Verfassung auch nicht grad alles easy going.

  3. Als vegane Kindergärtnerin schüttel ich den Kopf und frage mich, ob es dem Eckard nicht peinlich ist, solche Gedanken der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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