21 comments on “Von Tofutieren und Wurstblumen

  1. Ich mach mal eben die Tür für “Der Knochenlutscher” und “bekennender fleischfresser” auf.
    Die haben schon geklopft und wollten als erstes ihren Senf dazugeben 😉

    Danke Jan, super geschrieben.
    Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass Fleisch, Rührei oder Sahne/Käse mir nicht schmeckt. Aber mir ist es einfach nicht mehr Wert und ich bin sehr dankbar für all’ diese Alternativen wie z.B. Vleischsalat vom Tofutier (Viana) oder Schnittkäse von Wilmersburger.

  2. Ich werde immer mehr zum Graslutscher-Fan :-))))) Bitte noch viiiiel mehr davon!
    Speck-Kondome versus Tofu-Shrimps….herrlich! Oder vielleicht doch sogar WITH statt versus?

  3. So großartig dieser und andere Artikel auch sind; mit Verlaub, Foie Gras ist kein Brotaufstrich! Das beleidigt nicht nur den Metzger oder Koch der es hergestellt hat, es wertet auch die arme gequälte Gans ab. Und traditionell gibt es das übrigens auch eigentlich nur ”an Weihnachten”.

  4. Wunderbar lieber Graslutscher:-)
    Mein Lachen war bestimmt bis zum nächsten Wurst-Kuchen-Geschäft zu hören!

  5. Die Komponente Geschmack mal weggelassen:
    Was denken sich eigentlich diese ganzen verklemmten möchtegern Kannibalen an Sankt Martin… Weckmann! Ein gebackener Hefe-Mensch – ich vermute dahinter einen riesigen unaufgedeckten Skandal der katholischen Kirche, eine lange geheimgehaltene Tradition des Menschenschmauses und/ oder -opfers.
    Da erscheint die bigotte Veganerin doch gleich in einem anderen Licht!

  6. Ach, ich finde das ganz witzig. Ich befürtworte ja nicht jedweden Fleischkonsum, wieso sollte ein Veganer jedweden Tofukonsum oder sonstwas befürworten. Essen ist auch eine Frage des Gechmacks.

    Und das wir alle unsere Macken etc haben, dem widerspreche ich auch nicht. Also alles gut. Ich habe zwar selber nie verstanden, wieso man aus Tofu Fleisch nachbauen muss, aber genausowenig verstehe ich Leute, die auf ein Kilo Mett am Morgen stehen oder was weiß ich. Aber ich mische mich in den Geschmack der Leute nicht ein. Und ich habe es ja auch oft gesagt, bitte mischt euch, liebe Veganer, nicht in meine Ernährung mit ein. Um mal wieder kontrovers zu werden: Ihr wollt, dass ich mit dem Fleischkonsum aufhöre. Ich habe nichts dagegen, dass ihr kein Fleisch mehr esst. Wer wen angreift und wieso das Argument, Veganer bauten Fleisch aus Tofu nach, überhaupt existiert, wird doch klar. Wenn jemand den moralischen Zeigefinger erhebt, wird er selber moralisch einwandfrei leben müssen. Wasser zu predigen und Wein zu trinken – oder auch nur etwas, das wie Wein aussieht aus möglicher Sehnsucht nach echtem Wein – macht jemanden halt nicht glaubwürdig.

    Und das ist das Problem “weltverbesserischer” Veganer – sind ja nicht alle so. Wenn man sein Leben selbstbestimmt leben würde, hätte niemand was dagegen. Aber mir zu erzählen, wie ich mein Leben zu leben habe, provoziert mich, genau nachzuhaken, ob derjenige denn selber seinen selbst gewählten moralischen Standards genügt.

    • Geht wie immer völlig am eigentlichen Thema vorbei. Als ginge es uns nur darum, dass uns irgendwas nicht schmeckt (“Bäh, ich mag keinen Spargel, deshalb darf niemand Spargel essen!” Aber dann Spargel nachbauen…). Die Motivation der meisten VeganerInnen dürfte aber irgendwo zwischen der Ablehnung des milliardenfachen Totfolterns unschuldiger Tierkinder, verheerender Umweltzerstörung, Welthungers usw. angesiedelt sein. Und das schließt auch und gerade das Konsumverhalten Dritter ein. Nur, was hat das mit der Form zu tun, in der man Weizen oder Sojabohnen verzehrt?

      • Die Nahrungsmittelindustrie, die Du kritisierst, baut mit chemischen Mitteln aus Tofuerzeugnissen Fleisch nach, das so wie Fleisch schmecken soll. Du folterst Deinen Körper, andere foltern andere Körper.

        Ich foltere gar nichts, weil Töten ungleich Foltern. Massentierhaltung = Folter, Artgerechte Haltung ungleich Folter.

        Und ja, es geht alles immer am Thema vorbei, nur weil es nicht Deiner Meinung entspricht!

        • Aha, ein nur “bio und auch nur ganz selten”-Knochenlutscher. Is klar. Muss man ja gesagt kriegen. Weiß auch gar nicht, warum du da gleich so persönlich wirst, grade der dritte Satz war (offensichtlich) sehr allgemein auf andere Veggies bezogen.

          Und die Kritik am “Nachbauen” basiert nicht auf der Ähnlichkeit zu Tierprodukten, sondern auf der “Folter des eigenen Körpers” durch “chemische Mittel” und “Tofuerzeugnisse”!? OK, das war mir nicht bewusst. Den Einwand höre ich jetzt zum ersten Mal. Klar, dass wir da aneinander vorbeireden. Um was für “chemische Mittel” geht’s denn? Die Riesengarnelen im Text bestehen z.B. nur aus Yams, Stärke, Zucker, Salz, Paprika und Gewürzen. Ansonsten fällt die Wahl bei Fakeprodukten meist auf Gluten oder Sojamehl. Übrigens ist mein geschundener Körper trotz mancher “Tofuerzeugnisse” in ziemlich guter Form. Aber danke, dass du dich darum sorgst!

          PS.: Wo kritisiere ich denn die Nahrungsmittelindustrie?

  7. Gehört Massentierhaltung nicht zur Nahrungsmittelindustrie? Ich esse nicht “nur bio”, sondern bei Rind und Schwein nur Weidehaltung und bei Huhn lokal vom Bauern.

    Lebensmittelnachbauten aus Soja unterliegen einem aufwändigen industriellen Verarbeitungsprozess.

    • Echt!? Ich wusste gar nicht, dass ich in meiner Küche “einem aufwändigen industriellen Verarbeitungsprozess” betreibe. Aber vielleicht meinst du ja einfach nur Kochen damit? Oder hast du oben nur ein Wort vergessen? Und es sollte “industrielle Lebensmittelnachbauten aus Soja unterliegen einem aufwändigen industriellen Verarbeitungsprozess.” heißen? Werde doch bitte genauer mit deinen Aussagen. So kann ich leider nichts damit anfangen und verstehe dich am Ende völlig falsch.

  8. “Aber mir zu erzählen, wie ich mein Leben zu leben habe, provoziert mich, genau nachzuhaken, ob derjenige denn selber seinen selbst gewählten moralischen Standards genügt”

    ….und welchem moralischen Standard genügt eigentlich Ihre eigene Position?

    “biologisch” getötete Tiere usw. (natürlich lokal, nachhaltig und bei persönlich(!) bekannten Bauern)
    Mein Freund hatte ein schönes Leben und wurde im Kreise seiner Famlie biologisch, nachhaltig umgebracht….
    Na, ja, dann wirds schon o.k. sein.

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  10. You made my day! Oh Dear! Danke dafür.

    Ich bin erst vorhin auf Deinen Blog gestoßen. Wie konnte der mir nur so schrecklich lange entgehen?

    Du bringst viele Themen auf den Punkt und ich würde mir manches Mal wünschen eins Deiner schlagfertigen Argumente griffbereit im Oberstübchen zu haben, wenn ich mir die üblichen “Du isst meinem Essen das Essen weg- Parolen” anhören darf.
    Vor allem finde ich es erfrischend, dass Du dem Pseudogutmenschentum (das leider auch viele Veganer an den Tag legen, obwohl sie zum Teil wirklich keinen Grund dafür haben) auch hin und wieder mal auf die Finger klopfst.

    Gerade was Fleischersatz angeht, habe ich mich selbst lange gesträubt, weil ich mir immer sagte: “Ich will kein Fleisch und vor allem keine Wurst, wieso dann Ersatz dafür?” Mittlerweile denke ich anders- auch deshalb weil die Lebensmittelbranche nachgezogen hat und es einige ganz leckere Sachen gibt. Und auch wenn ich längst nicht alles haben muss, ist so scharf gewürztes Lupinenfilet auf dem Grill nicht zu verachten.
    Auch hier ist natürlich nicht alles Gold was glänzt und vieles sollte kritische betrachtet werden, aber ich halte es da wie Du.
    Wer den Geschmack mag und dafür KEINE Tiere tötet- why not? Wer bin ich, das zu verurteilen? Selbst wenn die Branche mittlerweile wirklich kuriose Dinge hervorbringen mag.

    Letztens hab ich zufällig veganen Thunvisch probiert und fand es gar nicht schlecht. Könnte ich mich dran gewöhnen- denn den mochte ich vor Jahren ganz gerne.

    @coco:

    Ich würde da sogar noch einen Schritt weitergehen: Was verspeisen Christen symbolisch gleich nochmal beim Abendmahl? Den Leib Christi und das Blut Christi?
    Ganz zu schweigen davon, dass es sich beim Auferstandenen ja eigentlich um einen Untoten handelt, den sie da anbeten. Aber lassen wir das…;)

    Immer noch lachende Grüße
    Claudia

  11. Pingback: Woanders | Bruellmausblog

  12. Serwus,
    ich gehöre zu den Menschen, die früher überhaupt keine Kondome ausstehen konnten, weil ich vegan lebe. Alleine schon beim Gedanken, dass ich etwas tierisches überziehen muss, nahm mir den Spaß an Kondomen. Gott sei Dank gibt es nun vegane Kondome, sodass ich nicht mehr auf Kondome verzichten muss. Besonders gern mag ich die Gefühlsechten, aber auch die gerippten oder genoppten Kondome bereiten mir Spaß. Leider informieren sich nicht viele Veganer über Kondom Alternativen und benutzen erst kein Kondom. Ich fand eine interessante Internetseite http://kondom-guru.net/vegane-kondome/ die jeden gesundheitsbewussten Veganer ausführliche Informationen zu veganen Kondom liefert. Kein Mensch sollte das Risiko auf die leichte Schultern nehmen, sondern handeln und sich schützen.
    Gruß

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