38 comments on “Veganes Junk-Food ist nicht gesünder als unveganes Junk-Food. Hört hört!

  1. Ich versuchs ja, ich will ja und übe fast täglich, als Veganer einfach mal die Kresse…äh…Fresse zu halten, wenn es jetzt SCHON WIEDER so einen Müll zu lesen gibt, das auch noch im SPON auf prominentester Position. Blogeintrag dazu folgt also auch bei mir, featuring: Foto vom letzten Wocheneinkauf und von der Kresse, natürlich ;)

    Bis dahin freue ich mich über deinen Text, der das Ganze wieder etwas erträglicher macht.

  2. Heute morgen habe ich den Artikel bei SPON gelesen und hatte gehofft, hier eine Reaktion darauf vorzufinden. Sehr gelungen wie ich finde!

    • Mir gings genauso :)
      Nach den ersten Facepalms dachte ich sofort “Das ist ein Fall für den Graslutscher” :)

  3. Immer wenn wieder so ein geistreicher Artikel durch die Medien geistert und mein Blutdruck ins unermessliche steigt, bin ich froh hier auf eine passende Antwort zu stoßen. Es macht das Reden gegen Wände und das Kämpfen gegen Windmühlen um einiges erträglicher. :)

  4. Vielen Dank für die auch sprachlich gelungene Einordnung! Ich habe mich beim Lesen der ersten ca. hundert Kommentare zu dem Artikel gefragt: was ist eigentlich schlimmer – dass ein Medium wie SPON so einen Artikel veröffentlicht (was ihnen ja durchaus zuzutrauen ist – häufiger ist der einzige Unterschied zu bild.de das Layout) oder dass jeder Hanswurst seinen ungeprüften und nichtzertifzierten Senf dazugeben muss.

  5. egal. dass der mensch mehrheitlich dumm is(s)t ist nun mal so. Hauptsache die Tiere in Ruhe lassen!

  6. Jetzt lesen wir die Testzusammenfassung auf der Seite der Verbraucherzentrale Hamburg und entdecken, dass SPON dort abgeschrieben hat.

    Witzig ist, dass Du überhaupt nicht auf die Kritikpunkte eingehst:

    - Produkte mit vielen Zusatzstoffen und einer industriell enormen Fertigungstiefe
    - mangelnde Kundenorientierung der Hersteller
    - oftmals keine naturbelassenen Produkte

    Und genau das steht auf der Seite der Verbrauchszentrale Hamburg. Wenn man eine Ernährung als das nonplusultra darstellt – ja, das tust du und tun andere hier, weil sie Fleischesser abwerten -, dann muss man mit Gegenwind rechnen. Aber mimimi macht sich sowieso immer besser. Und sich am besten noch gegenseitig Highfive geben.

    • Jetzt lesen wir die Testzusammenfassung auf der Seite der Verbraucherzentrale Hamburg und entdecken, dass SPON dort abgeschrieben hat.

      Jau, das schreibe ich im ersten Absatz, oder?

      Witzig ist, dass Du überhaupt nicht auf die Kritikpunkte eingehst:

      Und was mache ich im viert-letzten Absatz? Beginnt mit “Generell finde ich den Test eigentlich ganz cool – die genannten Defizite prangere ich auch an… ”

      Wenn man eine Ernährung als das nonplusultra darstellt – ja, das tust du und tun andere hier, weil sie Fleischesser abwerten

      Nonplusultra klingt so nach einem 100%igen Idealzustand, so was sage ich nicht. Schon gar nicht bezogen auf die Gesundheit. Du verwechselst gerade die Vegan-Blogs, auf denen Du Dich echauffierst ;)

      Und Fleischesser habe ich hier auch nicht abgewertet. Ich war dazu viel zu lange selbst einer… solche Behauptungen bitte am besten mit Zitat.

    • Was du sagst, ist falsch. Dieser Artikel hier beleuchtet die veganen Produkte durchaus auch kritisch, statt sie unreflektiert als “nonplusultra” darzustellen (z.B. die zwei Abschnitte über dem Bild “got milk?”). Auch kann ich hier beim besten Willen keine Abwertung von Fleischessern sehen, sondern nur eine der Autoren von SPON, Süddeutsche und Co. Aber wie sagtest du noch?

      “Aber mimimi macht sich sowieso immer besser. “

    • Wenn man eine Ernährung als das nonplusultra darstellt

      Wenn(!) man das tut, dann ist eine Ernährung immer noch etwas anderes, als ein paar industriell hergestellte Produkte, die für diese Ernährung geeignet, aber nicht zwangsläufig zu verwenden sind. Du vermengst da unnötigerweise die Ebenen.

    • BITTE SCHWEIG UND LESE DEN ARTIKEL VOM GRASLUTSCHER ERNEUT, DANKE!

      Da wundern sich die Fleischesser, wieso man sie nicht für ernst nimmt – möchtegern Argumente, obwohl diese alle im Text bereits dementiert wurden.

  7. ‘Generell finde ich den Test eigentlich ganz cool – die genannten Defizite prangere ich auch an.’

    Damit sollte doch eigentlich schon fast alles gesagt sein – oder? Da braucht man doch nicht gleich die Seite hoch und Wieder runter zu wüten!

    Mich als fast ausschliesslich vegan lebende Frau ätzt einfach an, dass jede, aber auch jede Kritik an vegetarischem oder veganem Essen runter gemacht wird. Anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und das Wesentliche ist in meinen Augen, dass es einfach keinen Sinn macht, industriell vorgefertigte Speisen zu konsumieren. Aber das zieht natürlich andere Konsequenzen nach sich, denn wer hat bei 1-3 Jobs schon Zeit, alles selber zu machen? Dazu braucht man nämlich massig Zeit, die o.g. natürlich nicht hat. Und diese Problematik ist natürlich systemimmanent.

    Dem Tierleid muss ein Ende gesetzt werden. Aber dies darf doch nicht Ulitma Ratio sein. Oder wollen wir uns jetzt anstatt von Tierproduktherstellern jetzt von Veganproduktherstellern verarschen lassen? Ich jedenfalls nicht.

    • Damit sollte doch eigentlich schon fast alles gesagt sein – oder? Da braucht man doch nicht gleich die Seite hoch und Wieder runter zu wüten!

      Das ist ja auch keine Kritik an dem Test sondern an der Berichterstattung über den Test. Haste aber schon gelesen, oder? ;)

  8. Hallo,

    Danke für diesen Artikel!
    Auch ich war sehr, sagen wir, irritiert über diesen Aufmacher gestern beim Spiegel.
    Nachdem ich die Überschrift mit großen Augen gelesen hatte, blieb nach Lektüre des Textes nur noch eine Augenbraue oben. Man kann eigentlich nur belustigt schnauben angesichts so einer Interpretation eines seriösen Testberichtes. Leider ist er aber auch Wasser auf die Mühlen der Konsum-unkritischen Mitmenschen, die nur die Überschrift lesen, den Text höchsten quer und die Quelle gar nicht.

    M. Ota

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      • Auch hierzulande gibt es unter Umständen Zuckerimporte (In jedem Edeka bekommt man z.B. auch braunen Zucker, der mit Tierkohle raffniert und dann wieder eingefärbt wurde).
        Darüber hinaus könnten in “deutschen” Oreos ebenso Stoffe tierischen Ursprungs enthalten sein oder bei der Produktion verwendet werden, die nicht angegeben werden müssen (siehe z.B. die etwaigen tierischen Enzyme im Teig bei den amerikanischen).

        Möglicherweise(!) sind “deutsche” Oreos also frei von tierischen Inhalts- und Produktionshilfsstoffen, seit sie keine Kuhmilchbestandteile mehr enthalten, aber davon abgesehen gehören Oreos zu Kraft Foods, einem unangenehmen Großkonzern, der u.a. Tierversuche durchführt.

        Warum dieses Produkt also immer wieder gebetsmühlenartig angeführt werden muss, wenn es um vegane Süßigkeiten geht, irritiert mich stets aufs Neue.
        Ich empfehle, vegane “Oreo”-Kekse einfach selbst zu backen.

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  14. irgendwo habe ich gelesen, dass die verblödung unserer gesellschaft system hat und von der wirtschaft gewollt ist. wir brauchen die idioten, sonst frisst keiner mehr fleisch.

    • Das finde ich etwas schlicht. Das Fleisch essen ist imo nicht Ergebnis der Verblödung sondern das Nicht-Fleisch Essen Ergebnis von Aufklärung.
      Ich bin nicht plötzlich intelligenter geworden und habe deswegen aufgehört, Fleisch zu essen. Ich war einfach besser informiert, that’s it.

      Man überzeugt außerdem wenig Menschen, indem man ihnen per se Dummheit unterstellt. Richard Dawkins ist ziemlich intelligent und isst Fleisch.

      • Ich vermute, aussteiger spielt auf einen Text aus Georg Schramms großartigem Programm “Thomas Bernhard hätte geschossen” an: Als Lothar Dombrowski sagt er (ca. bei 58:14 min) “Wir brauchen Idioten, sonst frisst keiner das Gammelfleisch”. Der Text (und das Programm) ist aber Kritik an Gesundheitswesen und (Bildungs-)Politik und am Einfluss der Lobbies darauf. Eine Aussage pro Veganismus war das nicht (hätte das Publikum 2005 wohl auch nicht verstanden).

  15. In einem Bezug wurde hier aber nicht mit zweierlei Maß gemessen: es werden dieselben, größtenteils unbewiesenen Ernährungsdogmen auferlegt, die in den Gebetsmühlen der zeitschriftenregale stehen. Ungesättigte Fettsäuren. Salz. Herrje. Wenigstens spricht keiner von Cholesterin, aber natürlich nur, weil es in veganen Produkten nicht enthalten ist und damit für diesen Artikel ungeeignet – nicht, weil alles, was man darüber immer noch zu wissen glaubt, von vornherein gelogen war.

    Um uns stressfrei, und damit gesund, zu ernähren, bräuchte es noch ne ganze Menge Ernährungsagnostizismus – und vor allem Bauchgefühl. Mir gehts nach dem Seitanhacksteak jedenfalls nicht schlechter als nach nem fettfreien sauren Apfel – im Gegenteil.

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  18. Herrlich! Danke danke für deine tollen Einträge immer. Die sind eine Bereicherung und eine Medizin für die Seele! Da liest solche Schlagzeilen und fühlt sich wie Alice im Kaninchenbau und hält nach fliegenden Schweinen ausschau, so unglaublich ist es, was man immer so zu hören bekommen. Wäre schön, wenn man alle deine schlagfertigen Argumente mal in deren Gehirne uploaden könne … was wäre das für eine Welt…

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