6 comments on “Ich esse Fleisch, weil für australisches Getreide Mäuse sterben

  1. Och nö,nicht schon wieder dieser Mist…

    Ich habe aber da noch ein wunderschönes Argument: Nämlich die Frage, wieviel Fleisch pro Person sich hierzulande in reiner Weidehaltung produzieren ließe — also ohne Zufütterung von etra dafür angebauten Pflanzen (wobei auch das Heu für die Winterfütterung irgendwo herkommen muss, ergo auch einiges an Fläche dafür gemäht wird und das eben auch Wildtiere tötet).

    Sentience Schweiz hat das für die Schweiz mal durchgerechnet:
    http://sentience.ch/2014/04/weil-die-schweiz-ein-grasland-ist/

    Ergebnis: knapp 14 (in Worten: vierzehn) kg pro Kopf und Jahr (und gerade mal 6 Eier und etwa 60% der Milchprodukte).
    Das wären ca. 270g pro Woche, also zwei üppige oder drei kleinere Mahlzeiten mit totem Tier drin — etwa ein Viertel des derzeitigen Konsums.

    Dafür stehen für 8 Millionen Schweizer_innen zwischen 500 und 600 000 ha Naturwiesen und 450 000 ha Alpwiesen zur Verfügung. Selbst wenn die 400-500 000 ha Ackerland in der Schweiz auch noch in Weideland verwandelt würden, könnte damit nicht einmal die Hälfte des derzeit in der Schweiz gegessenen Fleisch produziert werden, von pflanzlichen Lebensmitteln ganz zu schweigen.

    Ohne dass jetzt extra durchgerechnet zu haben, behaupte ich mal, dass die Rechnung für Deutschland nicht auf höhere Fleischmengen käme:
    In Deutschland gibt es 80 Millionen Menschen und etwa 4 Millionen ha Dauergrünland — pro Kopf deutlich weniger als in der Schweiz, die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche ist pro Kopf ähnlich groß wie in der Schweiz.

    Wo in alles in der Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) sollen denn bitte die ganzen Weiden herkommen, wenn alle Fleischesser nur noch Weidefleisch (das aber in den bisher konsumierten Mengen) essen wollten?

  2. Schon witzig & weltfremd das es ausgerechnet die Australier interessieren soll, was mit den Mäusen passiert … Australien leidet alle paar Jahre, unter Mäuseplagen in biblischen Ausmaßen … fast keine natürlichen Feinde etc …

    Ich spekulier mal deshalb einfach, das sie ohne Getreide auch nicht zu Tode gestreichelt werden … und wo wir schon bei Absurditäten sind … australische Mäuseplagen sind teilweise so schlimm, das Weidetiere lebendig gefressen werden … also was war nochmal die Argumentation …

    Hier ein paar ausralische Mausefreunde bei der Arbeit :
    http://www.abc.net.au/reslib/201105/r765626_6473202.jpg

  3. Ich empfehle jedem Veganer und jeder Veganerin mit Garten einen ausgleichenden Ort für Mäusefamilien: Den Komposthaufen. Da kann man die Bilanz dann wieder ins Positive drehen. ^^

    Blödsinnige Rechenaufgaben, um vom eigenen schlechten Gewissen abzulenken: Das ist die Königsdisziplin von Carnivoren. Da müssen wir mit leben (lernen), ihr Lieben. Freundlich lächeln und die andere Seite je nach Vorliebe spüren/nicht spüren lassen, dass man ihr albernes Manöver durchschaut hat.

  4. Wenn ich das zu den toten Tieren beim Ackerbau rekapituliere:

    Mehl ist also vegan, weil man eventuell Mehl produzieren könnte ohne Tiere dabei zu töten. Es kommt nicht darauf an, dass für ein Produkt Tiere drauf gehen, sondern nur ob es vielleicht auch ohne gegangen wäre.

    Das ist ja mal eine interessante Betrachtungsweise.

    Sind jetzt Gummibärchen vegan, weil es auch welche gibt, die nicht auf tierischer Gelatine beruhen?

    ist jetzt Mayonaise vegan, weil man auch welche ohne Milch/Sahne/Ei machen könnte?

    Da ja Veganer tierisches und menschliches Leben gleichstellen, ergeben sich aus diesem Gedanken ganz neue Betrachtungen für Fahrlässigkeitsdelikte.

    Wenn ich Schulkinder tot fahre, sollte ich dann freigesprochen werden, wenn ich ja auch hätte vorsichtig fahren können.

    Im Übrigen ist das natürlich alles Humbug, da bei der Mehlproduktion nicht nur Kitze geshreddert sondern auch Karnickel, Mäuse, Ratten, Hamster beim Pflügen gekillt werden, von der Schadnagerbekämpfung in den Silos ganz zu schweigen

    Mal ganz abgesehen vom Overkill bei der Insektenbekämpfung (wir wollen doch nicht spezieszistisch sein und uns nur auf Wirbeltiere fokussieren, hm?)

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