2 comments on “Das Wurstkind

  1. Danke fuer diesen Text! Ich glaube, der Grund, dass hier (noch) keine Kommentare stehen, ist weil die meisten Leser erstickt sind, bevor sie zum Ende kamen.

    Ich habe die Seite beim Durchstoebern des Archivs aufs neue entdeckt habe sie aber vor ein paar Wochen schon gelesen. Und da mir auch dieses mal das hysterische Lachen schlussendlich im Halse stecken geblieben ist, weil das eben eigentlich alles nicht lustig ist, wollte ich Dir dann doch mal explizit fuer Deinen Blog danken.

    Und wenn ich schon dabei bin, draengt sich mir die Frage auf, ob Du dann irgendwann auch tatsaechlich Deinen Unmut ueber dieser Unverschaemtheit an die Wurstfrau kommuniziert hast? So etwa in der Art: “ZOÉ, MEINE TOCHTER, IST JA EIN WURSTKIND!!!” — “Entschuldigen Sie, ich kann an Ihren Massenmord an wehrlosen und unschuldigen Wesen sowie die Koerperverletzung an Ihrem Kind nicht lustig finden.”

  2. Es ist schon eine Weile her, aber ich erinnere mich noch genau daran, dass ich andere Eltern auch oft völlig fassungslos ob der schockierenden Geschichten und der Kinder-Olympiade-Vergleiche zu ihrem Nachwuchs angestarrt haben muss. Und wie oft dachte ich: Das arme Kind hat die Gene dieser beiden?
    Genau das war immer der Grund, warum ich das Zusammensein mit anderen Eltern immer auf das nötigste Minimum beschränkt habe. Kein Pekip, keine Krabbelgruppe, Elternstammtische resp. Mütterkaffeekränzchen, Oster- Weihnachts- Muttertagsbasteln (der Eltern!). Noch nichtmal gemeinsames Kinderwagenschieben mit anderen Müttern.

    Ich musste mir anhören, dass meine Kinder eine Sozialphobie bekommen werden, wenn ich sie mit meinem Egoismus überall ausschließe. Ich setzte darauf, dass sie einfach im Kindergarten und in der Schule Freunde finden werden und ich dafür nicht mit Petra, Sandra und Tanja zum Mutter-Kind-Bauchtanz muss.

    Siehe da- es hat funktioniert- sie sind ganz wohlgeraten. Sie durften auf Kindergeburtstage all der Anna-Lenas und Fabians und haben beide ganz großartige Freunde gefunden. Und schlussendlich habe ich tatsächlich sogar auf den weiterführenden Schulen einige ganz nette und aufgeschlossene Eltern kennengelernt. Aber da kann man ja glücklicherweise auch an den Kindern schon sehen, was alles nicht schiefgegangen ist. 😉

    Danke jedenfalls für diesen lachmuskelerwärmenden Beitrag! Mal wieder…:)

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