4 comments on “Besinnlichkeit 2.0

  1. Wieso? Die religiöse Gemeinschaft bzw. die Kirche ist da doch voll konsequent. In ihrem geisteskranken Dogmatismus halten sie sich doch für die Krone der Schöpfung; Nach “Gottes Ebenbild” geformt. Und Du glaubst ernsthaft, dass ein derartiges Mindset nicht notwendigerweise in einer speziesistischen Handlungsweise resultiert?

    Die Kirche vor allen setzt doch ein hierarchisches Weltbild voraus, indem, genauso wie die Menschheit von Gottes Gnaden abhängig ist, die Unterdrückten in unserer Welt von den Gnaden der Unterdrücker abhängig sind. Wie anders wertest Du sonst, dass sie, laut deren Vorturner, vor haben mit “Frauen und Homosexuellen barmherzig zu sein”? Mit einem Dir ebenbürtigen Wesen brauchst Du nicht barmherzig zu sein, nur mit denen über denen Du stehst: Deren Leben davon abhängig ist, wie Du heute grade drauf bist.

    Passt doch volle Kanne zu der Attitüde mit nichtmenschlichen Tieren umzugehen … pardon … in Kirchenlogik sind wir Menschen ja keine Tiere … also: mit “Tieren” umzugehen. Du musst mit denen barmherzig umgehen, es sei denn Du hast halt Lust auf ein “leckeres” Stück ihrer leblosen Leiche zu verspeisen.

    Ramen.

  2. Hey Jan,

    ich bin überzeugte Christin UND überzeugte Veganerin, daher habe ich die Überschrift deines Artikels mit Bangen, was denn da nun kommen mag, gelesen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass dein Tonfall (fast) nicht abwertend war.

    Deine Fragen kann ich dir beantworten, weil ich sie.selbst schon hunderte Male gefragt habe. Es werden Tiere getötet und gegessen, weil Gott in der Bibel an keiner Stelle das Töten oder Essen von Tieren verboten hat. Und wenn Gott es nicht verbietet, hat kein Mensch der Welt das Recht es zu verbieten oder gar zu kritisieren.

    Ich lebe so gut ich kann nach der Bibel, und habe für mich die vegane Lebensweise noch dazu gebucht. Quasi. Mir fällt es ebenso schwer, das Leiden der Tiere mit anzuschauen, und mehr als einmal habe ich mich unbeliebt gemacht, als ich dies ansprach!

    Allerdings kenne ich auch viele viele Christen, die sich so für Gutes in der Welt einsetzen. Obdachlose bei sich aufnehmen, Flüchtlinge unterrichten, Geld spenden, Besuche in Gefängnissen machen, nach Afrika fahren um eben diesen hungernden Kindern persönlich zu helfen (als Arzt, Krankenschwester). Die Welt ist – auch für mich mitunter ‘leider’ – nicht schwarz/weiss!!

    Zu Oscar möchte ich sagen: Was nützt es, Veganer zu sein, und dann aber derart abfällig und abartig über seine Mitmenschen zu schreiben? Wir verändern die Welt, indem wir positiv sind und Gutes tun, nicht, in dem wir andere beleidigen und uns über sie stellen.

    In diesem Sinne, euch ein schönes Osterfest!
    Nina

  3. Naja, lass es mich so sagen: Die Teilnehmer katholischer Gottesdienste beten (wenn man es genau nimmt) einen Untoten an (der am dritten Tage auferstanden ist), verspeisen rituell seinen “Leib” und trinken sein “Blut” und beten zum Lamm Gottes (das hinweg nimmt die Sünden der Welt) um dann am Osterfest als Höhepunkt der Auferstehungsgeschichte ebenfalls rituell ein echtes Lamm an seiner statt zu ermorden – und weil es ja “nur” ein Tier ist und damit vermutlich nach katholischer Kirchenlehre nicht zu einer Auferstehung fähig, isst man es eben tot auf.

    Klingt doch völlig logisch!

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